Kreissäge und Madrona Maser

odinh

Mitglied
Hallo an alle!
zu meiner Person:
Mein Name ist John Ott, bin 30 Jahre alt und arbeite seit 10 Jahren als Koch.
Für Messer aller Art interessiere ich mich seit ca 20 Jahren!

Ich lese jetzt seit ca 2 Monaten intensiv im Forum, dadurch ist mein schlafendes Virus voll ausgebrochen und da ich eh gerne handwerke, hab ich gleich mal ein Messer gemacht!

Material war noch nicht bestellt aber ich wollte unbedingt anfangen, also musste ein Kreissägeblatt für den Erstversuch herhalten.
Mit der Flex ausgeschnitten, am Schleifbock in form gebracht, den rest mit Feile und Schmirgelpapier gemacht, danach an der Polierscheibe poliert.

Material:
Kreissägeblatt, k.a. was für ein Stahl
Griffschalen Madrona Maser
Pins 6mm Messing

Maße:
Gesamtlänge 16,5 cm
Schneidenlänge 8,2 cm
Klingenstärke 1,35 mm


Mit freundlichen Grüßen
John Ott

P.S.:
Bin zu Zeit groß am einkaufen (Werkzeug und Material), 2 weitere Messer sind in Arbeit, ein Kochmesser und ein Jagdmesser (beide aus 1.2842). Wenn was fertig ist poste ich natürlich das Ergebnis!
 

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Hallo John,

Dein erstes Messer ist recht schön geworden, ich bin gespannt was Du uns zeigen wirst, wenn Du mit Deinen Einkäufen fertig bist. Weiter so.

Gruß
Rolf
 

Eisenbrenner

Mitglied
Hallo John,
das ist aber ein sehr schönes Messer!
Mir gefällt sowohl der Griff als auch die Klingenform, als auch die Kombination von Beidem.
Zum Stahl hab ich mal im kleinen Stahlschlüssel geschmökert, weil ich vom Nachbarn auch zwei Stück Kreisäge (2 und 4 mm dicke) bekommen habe:
Sollte es ohne Hartmetalleinlagen dahergekommen sein hab ich den C75-C85 als verwendete Stähle gesehen(könnte bei mir auch von der Funkenprobe hinkommen).
Damit ist das Messer schon mal aus einem (meiner Meinung nach), für Küchenmesser ziemlich geeigneten, super zu schärfenden Stahl, der auch sehr feine Schneiden zulässt.
Das schnittgut sollte natürlich nicht zu verschleißend sein, aber wenn du nicht gerade Papiertieger zubereitest ... ;-)

Noch eine Frage zur Wärmebehandlung: Hast du versucht beim bearbeiten nicht zu stark zu erwärmen, oder eine Wärmebehandlung durchgeführt/durchführen lassen?

Noch eine Frage an evtl mitlesende vom Fach:
Auf welche Härte werden Kreissägeblätter denn so angelassen?
 

odinh

Mitglied
@ eisenbrenner:
Ich wollte einfach schnellstmöglich anfangen, zur Übung haupsächlich.
Zwar habe ich versucht die Klinge möglichst nicht zu sehr zu erwärmen, glaube aber nicht das mir das gut genug gelungen sein kann bei der Bearbeitung mit Flex und Schleifbock!
Härten lassen hab ich Sie nicht, dann hätte ich Sie eh weichgeglüht, wär nicht so mühsam bei der Bearbeitung gewesen.
Wird eher was für die Vitrine/Ego sein.
Armhaare rasieren geht, ich weiß aber nicht wie lange...
Gelernt hab ich dabei auf jeden fall etwas:
Kein 5-min epoxy mehr, der ist einfach viel zu schnell (oder ich zu langsam?)
Griffschalen in Werkstatttemperatur/klima (ca 10 grad) verkleben und finishen ist auch keine so gute idee, zumal der griff unbehandelt ist.
Ist ein bisschen geschwunden, leichte Absätze zum Erl und den Pins.
Hab grade für mein Bundeswehr Vic (alte Version) Griffschalenrohlinge in 80 grad warmen Leinöl in ein Einmachglas verfrachtet, mal sehn wie die dann nach 2-3 Wochen am Messer aussehen.
Ich halte Euch auf dem Laufenden

John