Krebsmesser

heiko häß

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Dieses Messer aus einer spontanen Idee heraus entstanden. Ein Freund brachte mir einige Krebsmesser mit der Bitte ob ich sie "entrosten" könnte. Habe ich getan und auch die ganzen Risse in den Griffen repariert. Während der Arbeit kam mir die Idee das er bestimmt noch kein Custom-Krebsmesser hat. Man muß erwähnen das der Mann alles was mit Krebsen zu tun hat fanatisch sammelt, Seine Scheune ist ein Krebsfallenmuseum.
Also ein paar Materialreste zusammengesammelt und los gings.
Bitte fragt mich aber nicht wie das Messer funktioniert und was man damit macht , ich habe noch nie Krebse gegessen;)
Die Klingenform habe ich bei den anderen "abgekupfert.
Das Messer hat eine Gesamtlänge von 161mm und eine Klingenlänge von 63mm . Die Klinge habe ich aus einem Reststück DSC 320 geschmiedet und sie ist ca 2,5mm dick .
Der Griff ist aus Büffelhorn und Hirschhorn.
Die Lederscheide habe ich mit Lachsleder überzogen , Krebsleder konnte ich keins auftreiben :irre:
Damit ist er fürs nächste Krebsfest gerüstet :D
 

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mrfalli

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Sehr schickes Teil!

Ich bin zwar nicht so der Fan von "Fisch mit Füßen", aber mit dieser noblen Ausrüstung, müsste ich nicht lange überlegen und die Krebse dran glauben:irre:.

mrfalli
 
G

gast

Gast
Servus Heiko

Es gibt Sachen die gibt es gar nicht, bis man erfährt es gibt sie doch.

Ist wirklich was feines Kleines

Die Ganzmetallstandartausführung gefällt mir aber auch recht gut.

Dann fehlt jetzt nur noch ein Austernmesser von Dir,
ein Krabbenknacker

und ein Hummerbesteck

Gruß Michael
 

heiko häß

Mitglied
Ein Hummer-Fighter wäre noch was , vor den Viehcher habe ich Angst .:teuflisch
Ich kannte die Krebsmesser bisher auch noch nicht es hat aber Spaß gemacht sowas anzufertigen.
Die Originale mit den schwarzen Griffen stammen übrigens von der Firma Omega aus Solingen
 
G

gast

Gast
Ja stimmt es gibt die von verschiedenen Solinger Anbietern, als Tischbesteck und auch von diversen Manufakturen in Skandinavien.

Und auch mit Loch in der Klinge zum Scheren knacken.

Gruß Michael
 

heiko häß

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Das hat man nun davon ;) , ich durfte noch ein weiters bauen , diesmal mit Loch mit dem man die Zangen knacken kann. Der Griff ist aus Elchhorn und die Klinge wieder aus DSC 320. Es war ein Reststück das ich umgeschmiedet habe.
 

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AchimW

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Sehr schöne Messer und eine prima Geschichte, die zeigt, dass unterschiedliche Kulturen mit dem gleichen Lebensmittel durchaus unterschiedlich umgehen. Krebse in allen Formen habe ich schon hunderte gegessen. In der Bretagne benutzt man dazu allerdings keine Messer (allenfalls Schmiermesser), sondern einen Hammer, ein Brett, einen Nussknacker und eine sogenannte Krebsgabel. letzteres ist ein langes, flaches Stängchen, das an einem Ende gekröpft und am anderen gegabelt und angespitzt ist und zum Puhlen des Fleisches dient. Vielleicht mach ich mal vor dem nächsten Urlaub so ein Messer und einen Praxis-Vergleich. :D

Anlass zu Angst vor Hummern oder großen Taschenkrebsen gibt es übrigens nicht. Die sind alle ziemlich langsam und so lange man sich von den Scheren weg hält, passiert nix. Aber schmecken tun die...... hmmmmmm.....
 

heiko häß

Mitglied
@Achim
Die Krebsmesser finde ich hier praktischer.
Drücken wir es mal diplomatisch aus: Durch die Begleitrituale beim Krebsfest und die dadurch geschrumpften motorischen Fähigkeiten halte ich es für ungefährlicher den Jungs eine sehr kurze Klinge in die Hand zu geben als sie mit Hammer und Nussknacker rumhantieren zu lassen :irre:
Undiplomatisch ausgedrückt: Die sind zu besoffen um so kompliziertes Werkzeug unfallfrei zu benutzen :D