KoTeSu Iron CLad Bunka 170mm .. dünner gehts kaum!

Kiam

Mitglied
Das ist doch schon unrealistisch!
So eine Form verleitet ja natürlich grade zum choppen...ich sehe da vor meinem inneren Auge nur die Brösel fliegen.
Schleifst du sicherheitshalber gleich ne Microfase, oder gehst du auf Risiko?
Sehr interessant!
 

Piet Hein

Mitglied
Moin

Also, ich hatte mir das Messer auch geordert, ist schon bald 2 Monate her.
So richtig glücklich werde ich mit dem Teil aber nicht, und das liegt daran, daß mein Bunka andere Dimensionen hat.

Es gibt ja bei den Versendern durchaus leicht unterschiedliche Angaben bezüglich Klingenlänge und Gewicht. Chefknives to go sagt, die Klinge sei 176 mm lang, das Gewicht läge bei umgerechnet 115g. Bei Cutting Edge Knives sind es 177 mm und 120g. Chubo Knives (wo ich bestellt habe) sagt 180 mm und macht keine Angabe zum Gewicht. Bei Dcsharp sind es 190mm ....
Ich selbst messe 195mm, das Gewicht liegt bei 130g.
Damit ist das Messer doch recht klingenlastig, und das behagt mir gar nicht. Es fühlt sich auch schwerer an als es ist.
Auch wenn es eigentlich wirklich gut schneidet nutze ich andere Kandidaten in meiner Küche doch wesentlich lieber, namentlich das Takamura R2 Santoku und das Banno Bunka von Takeda.

Man muß dem Shibata aber zu gute halten, daß es wirklich bestens verarbeitet ist und daß es einfach umwerfend aussieht und schon allein deswegen würde ich es nicht wieder weggeben wollen.




Hier mal im Vergleich zum Takeda, welches einen ganz anderen Charme hat:

 

KölscheJung

Mitglied
Also ich bin bis jetzt sehr glücklich mit dem Kotetsu. Das ist nun mein schärfstes Messer und liegt dazu für mich perfekt in der Hand. Meiner Meinung nach stimmt hier einfach alles. Gewicht, Geometrie und Schneidfreidigkeit. Es ist der "Laser" schlechthin.
 

güNef

Mitglied
Servus,

Das ist doch schon unrealistisch!

tja, ein Kopfschütteln lässt sich schwer unterdrücken. :D Ich bin ja ein großer Freund von dünnen und dünnsten Schneidwaren und nicht ganz unbedarft.

Die Frage nach der, nennen wir es "Grundstabilität" einer solchen Klinge/Schneide/Anschliff wurde ja noch nicht beantwortet! Wenn der Anwender jeglichen Brettkontakt zu meiden versucht und das Aufsetzten der Klingenspitze am Brett das höchste der Gefühle ist, werden wir das auch nicht erfahren.

Das eine Dreilagenklinge so dünngezogen werden kann überrascht mich jetzt doch. Das eine Dreilagenkonstruktion einen geometrischen Nachteil gegenüber einer Monostahlklinge haben soll, was die Regel ja durchaus zeigt, dann wird das durch solche Klingen immer mehr zur Mär! :staun:

Ob SG2 oder R2 Stahl, wie man hier beim Asagao-Testbericht nachlesen kann, birgt ein sehr feiner Anschliff die Gefahr von Mikroausbrüchen der Schneide.

Muss nicht sein, kann aber. Und wenn ich mir die Geometrie von dem Kotetsu ansehe, kann ich mir nur schwer vorstellen dieses Messer ohne besondere Vorsichtsmassnahmen nützen zu können.

Ich weiß nur nicht, ob die beiden Besitzer für uns mal die Klinge sausen lassen und auch mal sorglos drauflos Choppen! :haemisch:

Aber wenn bei der angekündigten Kochsession genug Kölsch fließt, dann könnte ein enthemmter Koch mit lockerer Hand ein paar Fakten nachreichen! :glgl:

Ich warte mal auf die ersten Bilder mit 200facher Vergrößerung der Schneidfase, wie Dimm sie immer abliefert! :haemisch:

Gruß, güNef
 

KölscheJung

Mitglied
Also ich verwende das Messer nicht wirklich vorsichtig. Ich will es ja schließlich benutzen.
Bis jetzt keine Ausbrüche oder ähnliches. Und bei mir bekommt das Messer ordentlich Brett Kontakt. :hehe:
 

Gabriel

Premium Mitglied
Moin,

ok... ich habs in dem anderen Thread schon geschrieben... das ist ja mal sowas von dünn!! :argw::staun:

Krank..

Danke euch für den Bericht :super:

Ich weiß krassi, du hast eine sehr (nennen wir es) schonende Schnitttechnik. Allerdings würde sich tatsächlich die Frage stellen, wie sich das Messer bei, sagen wir mal beim Durchchoppen von einem Sack Zwiebeln verhalten würde :glgl:

Extrems dünn + PM-Stahl + keine Mikrofase birgt da schon "Potenzial". Ansonsten... geniales Messer. Der Mauszeiger fliegt grade verdächtig langsam über dem Bestellbutton des 150mm Petty ;)

Bitte dringenst um Erfahrungsberichte nach der Wok-Session. Bitte auch mal mit Choppen... ausnahmsweise... für mich? Bitte? :D:D:D


Gruß, Gabriel
 

Karnstein

Mitglied
Optisch extrem schick, auch von der Form her... die "Dicke" (oder eher Dünne) der Klinge ist wirklich krank. Freu mich schon es irgendwann mal bei dir in die Hand nehmen zu können, wobei ich stark vermute das mir die Klinge in Relation zur Länge eventuell einen Ticken zu hoch ist.

Oh und viel Spaß bei den heutigen Wok-Festspielen euch beiden, irgendwann müssen wir das mal zu dritt machen...wobei wir dann wohl nen Extra-Tisch nur für die Messer brauchen werden, wenn du so fleißig weiterbestellst. :p
 

KölscheJung

Mitglied
Sehr gerne! Gib dem Daniel einfach Bescheid wann du Zeit hast. :super:

So hoch ist die Klinge nun auch wieder nicht. Gerade mal mit meinen Gyuto verglichen. Die klingen sind exakt gleich hoch. Das Gyuto ist dabei 3cm länger.
 

Karnstein

Mitglied
Sehr gerne! Gib dem Daniel einfach Bescheid wann du Zeit hast. :super:

So hoch ist die Klinge nun auch wieder nicht. Gerade mal mit meinen Gyuto verglichen. Die klingen sind exakt gleich hoch. Das Gyuto ist dabei 3cm länger.

Jo, denke das ist primär eine Frage was man da jeweils als Maßstab nimmt... Es mit meinem 210er Wa-Petty zu vergleichen wäre sinnlos, aber mein geliebtes Wa-Kiritsuke hat auf 26cm Klingenlänge keine 5cm Höhe (~4,9)...vergleicht man das Kotetsu damit, hat eure Papierdünne Klinge +4mm Höhe bei 8cm weniger Länge...

Bzw. eine Frage des Zusammenspiels von Klingenhöhe+Arbeitsplattenhöhe+Schneidbretthöhe in Relation zur Körpergröße... je kleiner man(n) ist und je höher die Arbeitsplatte sitzt, desto unangenehmer kann eine hohe Klinge wie das Kotetsu bei fettem Schnittgut werden (Stichwort Arm/Schulterbewegung).
 

K.keller

Mitglied
Hi Krassi,
Wieder schöne Bilder, wie gewohnt.
Das Ding ist ja nur noch extrem, dreilagig mit der Geometrie.
Hätte ich nicht gedacht, bei denn Werten denkt man ja nur an eine Monostahl Klinge.
Gruß Klaus
 

Kiam

Mitglied
Wenn ihr nicht sicher seid, ob es einigermaßen stabil ist, könnt ihr mir ja mal eines für ne Woche leihen. Danch wären wir alle seehr viel schlauer:haemisch:
 

Atlantik

Mitglied
Gerade wenn ich denke, durch zu sein mit den 180mm Klingen kommt so ein Review. Diese Geometrie reizt mich schon, würde mich interessieren, ob sie bei mir hält. Arbeite vor allem im Druckschnitt und gehe zwar sorgsam mit meinen Messern um, aber ich bin kein bedächtiger Koch und lege dann schon einmal los.

Hätte auch nicht gedacht, dass sich die Geometrie gegenüber den Kamo-tos noch einmal so ins Magersüchtige hinein steigern lässt, vor allem nicht mit einer Sanmai-Klinge.

Ein ausgesprochen interessantes Messer, Glückwunsch an beide Besitzer.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kiam

Mitglied
Ebertplatz.
Also mal ein paar Tage schneiden und choppen (mit sauberer Technik sag ich mal) unter väterlich-wohlwollender Beobachtung mit Mikroskopkontrolle zur Katastrophenvermeidung (wahrscheinlich)...Würde ich doch glatt machen. Könnte dir dann z.B. ein ausgedünntes 185mm Schanz zur wiedervernunftwerdung anbieten.
 

kup

Mitglied
Hallo Krassi,
Hallo Kölsche Jung,
Hallo Kölner,

Geiles Messer...


Der kleine kulturhistorische Exkurs zu dem Schneidwerkzeug hat mir auch gefallen Daniel.
Mich würden ja trotzdem mal die genauen Geometriedaten interessieren.

Und eine Frage noch an die Profiköche: Kann man mit so einer augenscheinlich extrem dünnen Klinge überhaupt choppen, ohne das man die Kontrolle über das Messer verliert ?

Danke für den schönen Bericht.

Grüße aus Köln-Klettenberg

Kai-Uwe
 

Kiam

Mitglied
Beim choppen ist die Kontrolle kein Problem, eher das Gegenteil.
Aber beim Wiegeschnitt verliert man sie mit so einem dünnen Teil und verkanntet dann wesentlich schneller-vor allem in Kunststoffbrettern.
Dafür dürfte das Messer ein echter Spaßkiller sein.
 

Kiam

Mitglied
Das Video ist super. Sagt mehr als 1000 Worte.
Wirklich schönes Teil, wenn das jetzt auch noch halten sollte...
 
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