Kohle/Aramidgewebe laminieren, um Griffschalen zu machen: wie?

mark23

Mitglied
Hallo!

Wie kann man Kohle/Aramidgewebe laminieren (so eine Art "Micarta" daraus herstellen), um Griffschalen daraus zu machen?

Wer bestellt von Euch eigentlich regelmäßig was bei www.r-g.de? Ich bräuchte dann eventuell was von denen ...

Gruß

Mark23
 

Tierlieb

Mitglied
Also ich habe keine Ahnung vom genauen Thema, aber beim Bootsbau hat mein Vater früher Kohlefaser verwendet und das hat er schlichtweg mit Epoxydharz bestrichen.

MfG, Tierlieb
 

aqua

Mitglied
Exakt kann ich Dir das auch nicht erklären, aber ich hab bei Tobse eine Carbonplatte gekauft und da sind vier Lagen des Kohlefasergewebes und der Rest bestehet aus wahrscheinlich Epoxyharz. So wird das meines Wissens nch auch im Fahradbau gemacht. Kohlefasermatten um einen Rohling des werkteils herumwickeln und dann in Epoxyharz tauchen oder damit bestreichen (weiss nicht mehr genau).
Es meldet sich sicher noch jemand der kompetenter ist.

Viele Grüsse,

Jochen
 

Moppekopp

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Hi aqua!

Ich habe bei einem Praktikum bei Ford gehört, das die die späteren Blechteile von Karosserien bei Prototypen aus Kohlefaser fertigen. Dazu wird ein Negativ der späteren Form hergestellt, die Kohlefasermatte mit Epoxidharz getränkt und mit Vakuum in die Form hinein gezogen. Ich glaube die nannten es "Tiefziehen". das Negativ mit der getränkten Kohlefasermatte wurde vereinfacht in eine Plastiktüte gepackt und dann vakuumiert. Durch den Außenlufdruck wurde die Matte in die Form gepresst.
Welche Epoxidharz verwendet wurde weiß ich nicht, aber schau doch mal auf Modellbauseiten nach, die verarbeiten ja auch Kohlefaser.

gruß Moppekopp
 

DeadlyEdge

Mitglied
Hallo, mark23 und alle,
laßt das mit den Positiv- und Negativformen, bei Griffschalen sind die beiden gleich (= flach). Sprich, man braucht eine Art Presse mit zwei parallel gegeneinander drückenden Flächen. Das ist nicht so problematisch. Die beiden Flächen werden mit dem entsprechenden Trennmittel bestrichen oder mit einer Trennfolie überzogen. Dann fängt die Laminiererei an: Die einzelnen Lagen werden draufgelegt und mit dem Laminierharz bestrichen (normallerweise soll man bei jeder neuen Lage Harz draufgeben). Dann wirds halt gepresst und Aushärten gelassen (am besten bei Wärme). Wenn man auch Vakuum/Unterdruck anlegen kann, ist gut, wenn nicht ist die Wahrscheinlichkeit, daß Luftbläschen in dem Laminat bleiben, höher. Bei den meisten technischen Anwendungen werden (im Vregleich zu den Dicken, die man für Griffschalen braucht) relativ dünne Bauteile hergestellt - da geht es, daß man nicht jede Lage einzeln schmiert.
Bei Aramid ( = Aromatisches Polyamid = Kevlar) gibts halt das Problem, daß es sehr hartnäckig beim Zuschneiden und auch bei der späteren Bearbeitung (Sägen, Bohren, Schleifen) ist. Die Faser sind ziemlich abriebfest und die bearbeitete Oberfläche soll leicht "flaumig" oder gar ausgefasert bleiben. Vielleicht ist das bei so einem Mischgewebe besser, da die Aramidbündel vereinzelt rausschauen und so besser abgeschnitten werden können...
Gruß,
Martin
 

mark23

Mitglied
Zweifarbigs Kohlefasergewebe?

Hallo!

Weiß denn vielleicht jemand, wo es zweifarbiges Kohlefasergebe gibt? Dann hätte ich nicht mehr das Problem mit der Bearbeitbarkeit von Aramidfasern ...

Danke!

Gruß

Mark23
 

Moppekopp

Mitglied
Hi!

also reine Kohlefasern sind schwarz - liegt am Kohlenstoff. Ob mann allerdings Zwischen die Fasern Farbpikmente bringen kann, weiß ich nicht.

Gruß Moppekopp
 

mark23

Mitglied
Oh, äh, klar. Danke für den Tip. Ich meinte dann wohl eher zweifarbiges Kunstoffgewebe in der Art ... vielleicht doch Cordura?

...


Danke!!!

Mark23
 

DeadlyEdge

Mitglied
Zweifarbiges Kohlefasergewebe gibt es nicht. Wenn man aber das Laminierharz einfärbt, ergibt sich ein zweifarbiges Laminat :hehe: - die eine Farbe kommt von dem Gewebe, die andere - von der Harzmatrix.
Zu sehen bei einigen Modellen von Klötzli oder auch neulich bei einigen Foldern /Springern von Herbertz.
Gruß,
Martin