klingenvorbereitung

mahlzeit und gott zum gruße,

weil ich über letzten messerkauf etwas enttäuscht war über die qualität hab ich vor mal was eigenes zu machen (mit der hoffnung, daß es mindestens ebenbürtig wird.).
so, nun die eigentliche frage:

ich bin sehr günstig an ein stück cpm 10v drangekommen, wie wie weit muß ich das vorbereiten vor dem härten, klar daß einpassarbeiten danach vorgenommen werden, aber beim vorschleifen, wie breit darf die "schneide" sein damit sie nicht ausglüht?

und :D wer würde es zu welchem preis härten? ich hab an so ca. 56-57 hrc gedacht, sie wird ungefähr 10cm lang.

danke im vorraus
michael
 

Floppi

Mitglied
Schau mal hier: Bester Härteservice in D / EU
Ich habe gute Erfahrungen mit der Härterei Wallner in München gemacht. Such einfach mal nach "Wallner" hier im Forum und Du wirst auf die Adresse stoßen. Ich weiß nicht, ob die sich mit CPM 10V auskennen. Ggf. mußt Du denen Härte- und Anlaßtemperaturen mitschicken. Am Besten rufst Du bei denen mal an.
Deine gewünschte Zielhärte sollte kein Problem sein. Die Berechnung beim Härtegut hängt von der Härterei ab. Viele rechnen nach Gewicht ab. Wenn Du bei Wolf Borger härten läßt, geht das nach Länge.

Die Dicke der Schneide hängt vom Stahl und dem späteren Einsatzzweck des Messers ab. Ein Campmesser wird z.B. nicht allzu dünn ausgeschliffen. Grundsätzlich sagt man 0,3 - 0,8 mm. Bei Stählen wie z.B. 1.2842 auch bis zu 1 mm (wenn es denn als Haumesser gebaut wurde).
Bei Deiner Klingengröße und dem Stahl würde ich sagen nicht mehr als 0,5 mm stehen lassen. Hängt auch damit zusammen, daß CPM 10V sehr hochlegiert ist und es deshalb (trotz eher geringer Härte) recht schwer wird, nach dem Härten zu schärfen (aufgrund hoher Verschleißfestigkeit).
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Da ich davon ausgehe ("Einpassarbeiten"), daß es ein Folder sein soll, würde ich das Material in seinem Härtepotential weiter ausnutzen. Etwa 60 HRc ist bei diesem Material noch ein guter Kompromiss zwischen Härte und Bruchfestigkeit.
Auch solltest Du die Klinge so nah wie möglich an die Endmaße heranbringen, besonders auch alle Verriegelungsteile, weil Du nach dem Härten bei diesem Stahl fast nur noch maschinell schleifen (auch schon schlecht) oder mit Diamant feilen kannst.
Vor dem Härten auf jeden Fall spannungsfrei glühen lassen.
 
mal danke, für die antworten, werd mich mal weiter umhören.

@ günther: du hast recht, es wird ein folder. ich denk ich werd mich mal bei dir melden wenn´s so weit ist (kann dauern), bei dem material gibt´s glaub ich nicht viel die erfahrung haben. mit den 60 hrc werd ich mal sehn, ich wollt´s noch mit `einfachen` mitteln schleifen können.

ich werd mal die lauscher offenhalten......
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Das schwierige schleifen kommt durch die relativ vielen Vanadiumkarbide, die hast du auch bei niedrigerer Härte. Bei 60HRc sind sie nur besser eingebunden.