Klingenstahl bei Microtech

Omega

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Ich verfolge schon seit längerem die verschiedenen Beitrage hier im Forum.
Um eins gleich vorweg zu nehmen! MT fond ich vom Designe (mehr kann ich leider noch nicht sagen) und Kult her echt klasse.
Weniger klasse finde ich allerdungs den Preis.
Und bei den von MT geforderten Preisen erwarte ich 1A Qualität und das in allen belangen.
Wenn ich mir jetzt so die verschiedenen Beiträge zu den Stahlarten anschaue muß ich leider feststellen das gerade hier doch recht minderwertige Ware verbaut wird. Und das finde ich gemessen an dem Preis alles andere als doll.
Wenn MT schon perfekte Messer bauen will dann doch bitte auch mit einem entsprechendem Stahl (meinetwegen S60V oder gar Talonite)!!!!!
Wenn ich mich jetzt nicht ganz irre wird ja selbst der 154CM vom einem billigerem abgelöst.

Also was ist dran am MT Kult.
Und kann mir jemand plausibel erklären, warum solch ein Stahl in dieser Preisklasse eingesetzt wird und nichts höherwertigeres??
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Wer redet bei 154CM von einem minderwertigen Stahl? Der ist identisch zu ATS34 und damit sicher einer der besten Staehle die

1. rostfrei bzw. -traege
2. schnell und in Mengen verfuegbar
3. gut verarbeitbar
4. fuers Gebotene preiswert

sind. Und das ist das, was man bei einem Serienmesser, das den Geschmack und die Ansprüche von 90% der Anwender befriedigen soll, auch braucht. Nicht wenige verwenden in vergleichbaren Preisklassen noch oder wieder 440C - ist auch nix gegen zu sagen.

Talonite kostet zigmal soviel, lässt sich schwerer bearbeiten und ist sicher nicht der Werkstoff fuer alles. Das bezahlt kein Mensch, zumindest nicht soviele, wie Du fuer ein Serienmeser brauchst, um Geld zu verdienen. Wenn Du was preiswertes mit Talonite Klinge willst - von Camillus gibts das CUDA EDC auch mit Talonite Klinge. Dafuer spart Camillus dann halt mehr am Rest, die koennen auch nicht zaubern.
Dito mit S60V. Von Spyderco gibts von insgesamt 30 oder mehr Messern, ich zähl die mal nicht nach, gerade mal drei oder vier mit CPM. Janu, Mischkalkulation. Aber die ganze Serie in CPM bezahlt auch wieder keiner.

Generell, zumindest was die Serienteile und nicht die handgedoengelten von Toni oder Brend angeht, finde ich die MT Preise in USD absolut angemessen - dass dann noch Shipping/Zoll/Steuer und beim offiziellen Vertrieb ein dicker Aufschlag dazu kommt, dafuer kann der Hersteller nix.

Ganz generell - ich wiederhole mich, ich weiss.:steirer: Kein Schweinchen merkt in der Praxis bei einem Klappmesser im Alltagsgebrauch einen Unterschied zwischen gut verarbeiteten CPM/ATS/154CM/440C. Zumindest nicht so stark, dass der Hersteller sich Sorgen um sein Image machen müsste. So what. Hier gehts ja nicht um die theoretisch erreichbare Schärfe bei Schneiden, sondern wie lange kann ich ohne nachzuschärfen Kartons, Papier, die erlegte Wildsau oder was weiss ich zerlegen. Ob ich die nun, mikroskopisch gesehen, auch schneide oder säge ist ziemlich egal.

Zum Kult: MT ist fuer mich kein Kult, auch wenn ich ein paar davon habe. Das sind einfach gut verarbeitete Serienmesser, nedd mehr aber auch nicht weniger. Die liegen halt in der Verarbeitung (nicht im Nutzen!) eine Klasse über Benchmade und Co. Und kosten hier im Forum oder direkt aus den USA nicht viel mehr als ein Benchmade hier im Laden. Wer Magnum Preise zahlt ist selber schuld.


Gruesse
Pitter
 
und der "neue" klingenstahl, 14CroMo4 oder 14-4CroMo, wie die amis schreiben, ist nahezu identisch mit dem 154CM, wird nur von einem anderen hersteller angeboten und anders genannt. und das der "neue" ein paar cent günstiger im einkauf ist, macht ihn nicht schlechter! ob MT den preisvorteil allerdings an den kunden weitergeben wird....?!?:confused: :D :steirer: :D
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von ModifiedTanto
ob MT den preisvorteil allerdings an den kunden weitergeben wird....?!?:confused: :D :steirer: :D

Modi, das ist alles kein Problem. Hauptsache Du gibst den Preisvorteil weiter :fack:

Sers
Pitter
 

Omega

Mitglied
Von den handgemachten oder besser gesagt den von Hand nachbearbeiteten Messern möchte ich jetzt
garnicht reden. Deren Preis / Leistungsverhältnis liegt eh jenseitts von gut und böse.

Was ich aber immernoch meine ist, daß es bessere Stahlalternatven als CM154 gibt. Daß CM154 ein minderwertiger Stahl ist wurde falsch verstanden. Dieses Minderwertig habe ich auf den Preis mit diesem Stahl bezogen.

Wie schon geschrieben bei Spyderco klappt das ja auch!!!
Und der Verglich zwischen MT-Preisen aus den Forum und Spyderco im Laden hinkt auch recht gewaltig.
Modi Macht ja echt spitzen Preise für die Microtechs. Wenn ich mir jetzt ein Spyderco Military z.B. bei Wolfster so ansehe bekomme ich dies für rund 160 Euro.Da bin allerdings noch weit von einem Microtech ("zu Tante Modies Preisen wohl gemerkt") entfernt.
Und da das Militry ja auch vorzüglich verarbeitet sein soll und das ganze in Verbindung mit einer CPM-Klinge weis ich nicht, wo der extreme Preisunterschied zustande kommt.
Wenn mir dies jemand mal erklären könnte, wurde ich die MT-Preisgestaltung einfacher akzeptieren können.
Ich schreibe absichtlich akzeptieren, denn verstehen tut das eh keiner.
 
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pitter

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Gut, dann nochmal etwas klarer. IMO und nach meinem Verständniss des Marktes.

Du hast recht, dass 154CM heute sicher kein state-of-the-art Stahl mehr ist. Was immer das auch sein mag, denn sicher wird das, was man ind er Masse als "besseren Stahl" definiert mehr durch Image und Marketing geschaffen, als durch die echten Bedürfnisse der Anwender. Wenn man mal von guter Mittelklasse als Standard ausgeht. Sprich, wenn die grossen der Industrie sagen 440C ist gagaga, ATS ist supa, dann schreit nach drei Monaten (fast) jeder nach ATS. Obwohl bis dato keiner was am 440C zu bemängeln hatte.
Jetzt ist halt ATS Standard, dann schreit man halt nach CPM oder BG42. Warum eigentlich? Hat mal jemand die Messerstähle auf Schnitthaltigkeit, Stabilitaet, einfaches Nachschleifen etc. gestestet und das gewertet? Wo sind die Daten? Von dem Einfluss der richtigen Wärmebehandlung red ich mal gar nicht.

So, das weiss auch die Messer Industrie. Dummerweise kostet aber eine Umstellung von ATS auf CPM ne Menge Kohle. Da ist der Stahlpreis noch das geringste. Da kommen dann noch weitere Kosten dazu. Die Werkzeuge nutzen sich vielleicht schneller ab, ich brauch mehr Schneidgeräte, Bänder usw., man braucht neue Lieferanten, die Organisation wird schwieriger, der Stahl ist nicht so schnell und in Menge verfuegbar usw. usw. Und das fuer ein Feature, das der Kunde eigentlich nicht merkt.

Auch Spyderco macht das ja nur mit wenigen Modellen. Das finanziert sich dann quer ueber die Produktpalette. Bei den Stückzahlen, die Spyderco im Vergleich zu MT absetzt, kalkulieren sich zwei teurere Messer unter 30 billigeren einfach ganz anders.

Warum kostet dann ein MT mehr? Natürlich weil Firmen unterschiedlich kalkulieren müssen, weil der Marfione gerne Porsche fährt oder was weiss ich. Und weil sie durch die ganze (kleinere) Produktpalette eine bessere, aufwendigere und teurere Verarbeitung haben. 10% geringere Toleranzen kosten 50% mehr in der Fertigung. Nimm mal ein Spyderco Starmate "der Liner ist zu duenn" Messer :fack: . Das Dingens hat ne grosse Klinge aus CPM. Dahinter zwei geschnittene oder gestanzte Plastikschalen und nen eingelegten Stahlliner. Das kostet IMO in der Fertigung deutlich weniger, als ein MT Amphibian mit 154CM Klinge und den CNC gefrästen Schalen oder ein LCC. Gerade das LCC ist fertigungstechnisch ein Geschiss, weils erstens recht viele Teile hat und die Klingenlagerung extrem passend gefertigt werden muss. Dazu produziert MT halt auch kleinere Stückzahlen = hoehere Stückkosten.

Und dafuer kosten die halt mehr. Und was heisst extremer Preisunterschied? Man kann Messer direkt ja schlecht vergleichen, aber ich nehm mal als Beispiel die Preise von 1SKS. Preise in D kannst Du nie vergleichen, dann müsstest Du eher fragen wie manche Importeure eigentlich kalkulieren - und Zoll/Steuer gehen halt prozentual auf die Preise, das kommt dazu.
Also 1SKS: Amphibian 180 USD, LCC 160 USD, Spyderco Temperance (das neue Miniding mit 440V) 130USD, Spyderco Herbst (Alugriffe) 107 USD. Das sind ueber den grossen Daumen 60USD Preisdifferenz beim Kunden, macht bei 1:5 Peilung 12 USD Unterschied bei den Herstellungskosten.
Und das glaub ich, dass MT über die Produktpalette weg 12USD teurer produziert als Spyderco. Das zahlst Du. Wenn die Umstellung auf CPM 10USD mehr kostet, kosts dem US Kunden mindestens 50 USD mehr - das zahlt der dann eventuell nicht mehr ;-)

Bleibt die Frage, warum MT "Kultstatus" hat, wenns keine Innovationen bei den Materialien/Staehlen gibt. Na, weils von ihrem Ruf zehren, weil sie gute Designs haben und weil sie immer noch 1A Fertigungsqualitaet haben. Schau halt mal die Diskussionen im Forum an, worum gehts denn bei der Frage nach den besseren Messer meistens? Na, nach dem dicksten Liner :), dem aufwendigsten Finish, der aufwendigsten Verarbeitung.
Das muss befriedigt werden. Mich befriedigt das :), wenn Du das nicht akzeptieren kannst, weils Dir einfach ums Schneiden und nicht um das Verarbeitungsgedoens geht, dann ist das ein verständlicher Standpunkt. Aber halt nicht der einzige.

Warum haben manche Maker Kultstatus und verlangen das vierfache, wo ihre Messerchen auch aus der Fräse fallen und keinen deut besser schneiden und in der Funktion keinen Millimeter besser sind, als andere? Na, weil ihre Perlmutteinlagen und Ziselierungen aufs hundersttel genau gefertigt sind. Aber nen gescheiten Lock kriegens nedd hin - macht ja nix.

Gruesse
Pitter
 

Nidan

Mitglied
Hi Omega,

also über MT-Preise streiten hat echt keinen Sinn. Man zahlt bei so "Luxusmarken" halt auch immer für den Namen mit, aber daß MT so nen guten Namen hat, kommt wirklich nicht von ungefähr, die Messer sind wirklich top !

Konkret zum Vergleich Spydie Military und MT : Das Military hat sicher den besseren Stahl, aber in der Praxis ist der von MT wirklich nicht viel schlechter. Und in der Verarbeitung und v.a. in der Stabilität ist ein wirklich großer Unterscheid zwischen den Messern.
Ich will jetzt nix gegen das Military sagen, wirklich ein tolles Messer zu dem Preis, aber an MTs kommt es halt nicht ran. Nimm einfach mal beide in die Pfoten und spiel ein wenig damit rum, dann weiß du gleich wieso du für ein MT mehr zahlst.

Und wenn ich mir jetzt mal anschau, daß das Military bei Wolfster 160 Eur (wirklich ein sehr reeller Preis) kostet und z.B. das LCC schon für ca 200 Eur von Tante Modi angeboten wurde, ist das LCC den Mehrpreis auf jeden Fall wert.

Dazu kommt noch, daß 154 CM nicht gleich 154 CM ist, ich denk da kommt es auch noch drauf an, wie man den Stahl behandelt. Und das hat MT echt drauf. Ich hab ca 2 Monate lang ein LCC täglich in Gebrauch gehabt, zugegeben meist für "leichte" Aufgaben, Papier,Karton schneiden, Arbeiten in der Küche, manchmal Holz, und es ist immer noch sauscharf.
Und leicht mit dem Sharpmaker nachzuschleifen ist der Stahl auch noch, hab ich diese Woche mit meinem UDT gemacht.

Mist, Pitter war schneller, aber ich mag mein Post nimmer löschen ;)
 
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Omega

Mitglied
Also nach all dem werd ich mir wohl dann demnächst mal ein UDT zulegen müssen um noch weitere Aussagen zu treffen.

Habe ich mit bei Modi ja schon reservieren lassen.:D :D :D

Wenn ich gerade dabei bin welches Klingenfinish könnt Ihr mir da empfehlen??
Anopeen, stonewasch??? Oder gar black Borone??
 

Andreas

Mitglied
stonewash als user (ich stehe nicht so auf schwarze oder dunkle klingen). wenn du dunkle/schwarze klingen magst, nimm auf jeden fall die borone beschichtung!
 

Omega

Mitglied
Das Messer wir benutzt werden.
Also unter benutzen verstehe ich bei einen so kleinen Messer Äpfel schälen, Briefe öffnen und
Arbeiten in dieser Klasse.
Ist die Borone Beschichtung denn wirklich so gut wie es immer heist?? Wegen abrieb und so weiter!!!
Was spricht gegen das anopeen-finish??
 
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pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von Nidan
Dazu kommt noch, daß 154 CM nicht gleich 154 CM ist, ich denk da kommt es auch noch drauf an, wie man den Stahl behandelt. Und das hat MT echt drauf. Ich hab ca 2 Monate lang ein LCC täglich in Gebrauch gehabt, zugegeben meist für "leichte" Aufgaben, Papier,Karton schneiden, Arbeiten in der Küche, manchmal Holz, und es ist immer noch sauscharf.

Gefääääääährliches Argument fuer hoeheren Preis.:steirer: Macht MT die Wärmebehandlung wirklich selber? Oder machen die das industriell da, wo es auch 50% der anderen Hersteller machen lassen? - gut egal, die Schneidleistung zählt. Hmm, schneidet mein MT Amphibian Pappe wirklich besser und bleibt es länger scharf als mein 440C Boeker tactical Liner?
Ich wills gar nicht probieren, ich ahne was rauskommt :irre: Aber natürlich trage ich das Amphibian und das Böker gammelt rum.

Alle gaga hier :glgl:

Gruesse
Pitter
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von Omega
Das Messer wir benutzt werden.
Also unter benutzen verstehe ich bei einen so kleinen Messer Äpfel schälen, Briefe öffnen und
Arbeiten in dieser Klasse.
Ist die Borone Beschichtung denn wirklich so gut wie es immer heist?? Wegen abrieb und so weiter!!!
Was spricht gegen das anopeen-finish??

Egal ob Boron gut oder schlecht ist, es ist bei rosttraegen Staehlen unnoetig, und letztlich bleibt das Risiko, dass es vergammelt und uebel aussieht. Gegen anopeen spricht nix, das UDT was ich als User hab, hat auch anopeen und das Finish hält ziemlich gut. Anopeen sieht halt schneller versemmelt aus als das stonewash - stonewash sieht von Anfang an versemmelt aus :).
Geschmacksache, anopeen ist scho huebsch.

Gruesse
Pitter

PS: Ich will etz aber nedd hoeren, was der Unterschied anopeen-stonewash ist. Da gabs, glaub ich, schon mal ne Frage zu :teuflisch
 

Omega

Mitglied
Unterschied anopeen / stonewash??
Ne, keine Frage!!!
Wurden ja auch schon Klasse Bilder hier von den unterschiedlichen Finish's veröffentlicht.
Leider stand nix über deren haltbarkeit dabei.
Werds mir noch überlegen welches Finish ich nehmen werde.


Mit diesem Eintrag möchte ich diese Diskusion aber nicht abschliesen.
Mich interessieren nochimmer die Meinungen der mitglieder zu mircotech in Bezug auf Preis kontra Verarbeitung und Klingenstahl.
Preis gerechtfertigt oder nicht.
Und weitere Meinungen (Wissen) über den Mythos Microtech natürlich auch.
 
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Geist

Mitglied
Alle US Messer sind hier ein D mehr oder weiniger teuer, da der Dollarkurs recht hoch steht und er Euro schwach bewertet ist.

Die Preisgestaltung von einige Firmen mag man verstehen oder nicht (ich habe mir da auch schon mal mein Gedanken darüber gemacht, aber es Interessiert mich eigentlich nicht mehr so sehr!), doch am ende muss jeder für sich selbst entscheiden ob man das eine oder andere Messer so sehr haben will, das der Preis nur ein untergeordnete Rolle spielt.

Ciao Geist
 

TacHead

Mitglied
Kann mich der Mehrheit meiner Vorredner nur anschließen. Natürlich sind die Dinger teuer, aber sie sind absolut top. Ein Preisvergleich bringt tatsächlich nur was, wenn man Amipreise vergleicht - und die Preise hier im Forum sind einigermaßen angemessen. Vielleicht findet sich ja auch ein "Hausdealer" für Benchmade und Spyderco? :D

Zu den Materialien: ob Alu-oder Titangriffe ist mir ziemlich schnurz, der Stahl ist eine andere Frage. Natürlich wäre ein "besserer" Stahl schön (und natürlich ein Socom Elite mit 11 cm CPM420V-Klinge und Titan-Framelock - gell, dcjs? :D Schließlich hat REKAT das Sifu eingestellt :( ), aber dazu neben den zwingenden Argumenten von Pitter :super: noch zwei Gedanken: die meisten MTs werden gesammelt, nicht benutzt - das weiß Marfione auch. Für Vitrinenstücke ist 154CM mehr als ausreichend - AUS6 wäre eigentlich besser, weil er rostträger ist :irre:. Für die Leute, die ihre MTs tatsächlich intensiv benutzen (und auch wenn die Käuferschaft mehrheitlich anders aussieht sind die Dinger einfach für einen "professionellen" Einsatz konstruiert), ist ATS/154CM etc. eine gute Wahl, weil er sehr schnitthaltig und dafür trotzdem relativ leicht nachzuschleifen ist. VG-10 wäre u.U. eine Möglichkeit, aber extrem harte Stähle sind für Benutzer, die lange unterwegs sind, nicht besonders praktisch.

Tolle Designs (und Ergonomie!), herausragende Verarbeitung und gute, haltbare Materialien - ich finde schon, daß die MTs ihre (Ami-Internet und Messerforums-) Preise auch jenseits irgendeines "Kultes" wert sind. Wenn es besagtes Super-Socom mal geben sollte, wird es mir ziemlich egal sein, was es kostet :p Das Geschäftsgebaren von Marfione ist ja anscheinend ein Fall für sich, aber das betrifft mich als Endkunden wenig - das "tough guy"-Marketing von Benchmade oder MadDogs eugenische Phantasmen beeinflussen meine Kaufentscheidungen da weit mehr.

Viele Grüße,
Marko

PS: @Omega: ich würde ein UDT plain in stonewash nehmen - anopeen ist auch hübsch, aber nicht ganz so haltbar.
 

HankEr

Super Moderator
Habe ich da nicht heute etwas gelesen, daß Bush drastische Importzölle (-verbote?) auf ausländischen Stahl verhängen will, da die Europäer hier angeblich mit Dumpingpreisen der US-amerikanischen Wirtschaft schaden? (ist ja irgendwie logisch bei den hohen Lohnnebenkosten in USA :irre: im Vergleich zu D)

Ich schätze mal da wird keine Firma die in USA fertigt z.B. VG-10 aus Japan importieren, wenn es nahezu gleichwertige Stähle aus einheimischer Produktion gibt.

I.d.R. sind ja alle Klingen aus VG-10, Gin-1, AUS-6/-8/-10 weder in Europa noch in USA gefertigt sondern in Japan, Taiwan, ...
 

ROL

Mitglied
Hi Omega,

wenn Du Dir die Foren, vor Allem die amerikanischen, anschaust wirst Du feststellen, das Messer von MT in gewisser Weise Kultstatus haben, auf jeden Fall aber süchtig machen! Auch von den hier postenden Mitgliedern haben die Meisten offensichtlich mehr als ein MT.

Warum? Sind mehrere Gründe und dabei wohl am wenigsten der Klingenstahl.
MT hat es verstanden die Messer mit sehr geringem Werbeaufwand und mehr durch Mund zu Mund Propaganda zu vermarkten.
Dann sind von den meisten Messern Serien unter 1.000 Stück gefertigt worden (ich rede hier nicht von den aktuellen Modellen wie LCC, Amphibian etc.). Dies trifft besonders auf die Highlight wie Chameleon, Hawk u.ä. zu.
Weiters hat MT als kleine Fabrik immer großen Wert auf Verarbeitungsqualität gelegt, Messer mit solch geringen Toleranzen findet man sonst meist nur bei wesentlich teureren Messermachern, nicht bei Serienherstellern.
Innovation war bei MT immer groß geschrieben, siehe Chameleon, SOCOM D/A oder LCC D/A, alle Drei "double-action", also manuell oder automatisch zu öffnen.
Bei früheren Serien sind die Klingen von Tony oder Al (der im Übrgen MT verlassen hat!!!) hangefräst und (alle Klingen!) von Tony handgeschliffen, was sicher auch nicht zum Dumpingpreis beiträgt.
MT hat es immer verstanden Kleinstserien von den verschiedenen Modellen aufzulegen, die immer etwas Besonderes darstellten, oftmals in Zusammenarbeit mit absoluten Größen der Messerzunft.

Meines Erachtens und nach meiner Kenntnis war MT in der letzten Zeit aus allen vorgegangenen Punkten heraus und den daraus resultierenden finanziellen Problemen (zu teure Fertigung, u geringe Stückzahlen!) gezwungen auf den "Massenmarkt" zu schauen und einerseits größere Stückzahlen bei geringeren Fertigungs- und Verkaufspreisen anzubieten, wie auch neue Produkte (Fischmesser, Pfeilspiten!??) zu bringen.

So, das sollte es wohl gewesen sein, daß den Namen von MT besonders in den USA so zementiert hat, zumindest der Teil, der mir in der Früh schon eingefallen ist. Sollte jemand die OTF ("Out of The Front") vermissen bei meiner Betrachtung, ich kenne ein paar, sind absolut Top, aber ... ich bin halt kein Freund von diesen und besitze daher auch keine und bleibe daher bei dem was ich kenne und mag, also Side-Openener von MT und bevorzugt frühere Serien!

Ich hoffe, Omega, das hilft Dir ein wenig weiter, das beste ist aber, nimm die Messer in die Hand, besonders die klassischen (UDT, L-UDT, SOCOM etc.) und bilde Dir Deine eigene Meinung, ich denke einen der Microholics auch mal persönlich zu treffen und die Messer einfach zu begreifen (im Sinne des Wortes) wäre das Beste und sollte möglich sein!??

Roland
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Man sollte aber, und das geht schon in Richtung Geschäftsgebaren bei MT, auch bedenken, dass gerade viele Sonderstücke, die angeblich von TM handgedoengelt sind, eben nicht von ihm handgedoengelt sind. IIRC kommt da vieles von Reese Weiland, ohne dass das auch klar gesagt wurde. Da wissen die MT Spezialisten hier sicher mehr.

Gruesse
Pitter
 

Omega

Mitglied
Habe mir jetzt auch mal ein Microtech zugelegt um mir eine bessere Meinung bilden zu können.
Verarbeitung ist wirklich sehr gut.:)
leider kann ich bei der Verarbeitung allerdings nicht einen so großen unterschied feststellen der den mehrpreis zu Benchmade oder Spyderco rechtfertigen könnte.:(
Aber dann wäre da natürlich noch das finish des gesammten Messers und das ist wirkich vorzüglich. :D
Alles in allem wäre ich mit einen etwas modernerem Messerstahl sehr zufrieden.

Ein kann ich aber jetzt auch schon sagen.
Es wird nicht mein letztes Mt gewesen sein.
Die Messer haben etwas magisches.:waaah:

PS: Hätte mir nicht vorher einer sagen können, daß die Bilder des UDT, die hier im Forum zu sehen sind der Originalgröße des Messers entsprechen??:fack:
Ist ja wirklich ein winziges Teilchen.

Das was ich noch zu bemängeln hätte wäre, das die Klinge nicht 100%ig steht. Sie hat ein klein wenig seitliches spiel wenn man daran rüttelt.:confused: :confused: :confused: Und das zu dem Preis!!!!
Ist das normal oder hat meins einen Bug:irre: :irre:

Wie schon gesagt MT hat im großen und ganzen ihren guten Ruf schon verdient.


Mt-Virus ist auch bei mir im Anmarsch.
Ich habe schon so ein komisches Gefühl in meinem Geldbeutel:confused: :confused:
 
die sucht sei mit dir, Omega! ;)

ein minimales (aber wirklich nur ein minimales!!!) spiel ist bei den automatics üblich, da sonst die öffnungsfunktion zu sehr gehemmt wird. sprich, das messer springt nicht auf, sondern schleicht auf....
sollte es über das gerade noch fühlbare maß hinausgehen, kann man es mit der klingenachsschraube (vorsichtig) regulieren. am besten fest zu drehen, bis die klinge gebremst wird, dann wieder einen tick auf und du hast die optimale stellung.
in aller regel sind die MTs aber (fast) perfekt reguliert und man sollte nicht unbedingt selber dran schrauben.