Kaufberatung Santoku

nigiri

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hallo,

ich lese hier schon seit geraumer zeit als "gast" mit und überlege mir nun endlich ein neues küchenmesser zuzulegen.

es soll ein santoku sein da ich die schneidenform sehr schätze. ich besitze in dieser kategorie schon eines in billigausführung. jedoch hab die nase langsam voll von diesem elendigen hornhauthuppel an der innenfläche meines zeigefingers:hehe:
möchte endlich schneiden und kein krafttraining mehr beim kochen ausführen.

in meine engere auswahl kommen diese zwei kandidaten hier:
http://www.preisglocke.de/epages/61949992.sf/?Locale=de_DE&ObjectPath=/Shops/61949992/Products/9218185104&ViewAction=ViewProductViaPortal&et_cid=1&et_lid=1
http://www.japanesechefsknife.com/SPECIALS.html Gekko GE-2M Santoku 190mm (Mahogany Wood Handle Version) (ziemlich in der mitte der seite).

ich bin etwas hin und her gerissen. beim herder gefällt mir der carbonstahl und die angeblich relativ unempfindliche schneide was ausbrüche und scharten betrifft. auch der made in germany aspekt und die durch den kauf verbundene unterstützung deutscher schmiedekultur ist für mich ein argument.

das gekko überzeugt durch seine für santoku verhältnisse grosse klinge von 19cm. auch die optik finde ich sehr gelungen. was mich zögern lässt ist erstens, dass mir der hersteller nichts sagt und zweitens ich angst habe, dass mir die schneide ausbricht oder ähnliches- stichwort "empfindliche japaner"

zum herder noch eine frage: kann man dieses mit nem keramikstab scharf halten oder benötigt man auch einen wasserstein? oder kann man beides kombinieren- sprich für den alltag stab und alle paar monate mal mit dem wasserstein schärfen? und wenn wasserstein, auch beidseitig schleifen wie bei einem 50/50 v-schliff?

hoffe auf ein paar pro contra beiträge von euch, die mir die kaufentscheidung etwas erleichtern. auch alternativen zu den beiden messern sind gern gesehen. aber bitte keine messer die unter 17cm klingenlänge liegen, da mir das persönlich sehr wichtig ist. die schneide sollte recht unempfindlich sein, jedoch trotzdem gut schnitthaltig sein, auch wenn ich weiss, dass sich das ein wenig widerspricht. wobei es bestimmt messer da draussen gibt die diesen kompromiss ineinander vereinen.

danke schon mal für eure antworten:super:

grüsse
markus
 

hobel

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AW: kaufberatung santoku

Hallo,

zu dem Gekko Santoku kann ich leider nichts sagen, da ich es nicht kenne. Sieht halt auf der Website aus wie viele der üblichen Japaner.

Deine Fragen zum Herder Santoku kann ich Dir gern beantworten: ja, Du kannst es auf einem Keramikstab oder auch auf einem normalen Wetzstahl scharf halten. Und ja, Du kannst das Scharfhalten auf dem Keramikstab auch problemlos mit dem Schärfen auf einem Bankstein kombinieren. Und dann natürlich beidseitig schleifen. Mit dem Herder machst Du sicherlich nichts falsch.

Ich werfe hier noch ein weiteres Messer ins Rennen, und das ist das hier schon gut beschriebene Burgvogel Santoku. Dazu verweise ich auf den Testbericht: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=75684 . Ein tolles Messer, bei dem Preis und Leistung stimmen. Schau es Dir einfach mal an. Die 18 cm lange Klinge dürfte für Dich passen.

Grüße, hobel
 

blaight

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AW: kaufberatung santoku

Ich habe das Herder Santoku Carbon http://www.messer-mit-tradition.de/windmuehlenmesser-details.php?artikel_nummer=1840.625.02 , ich finde es interessant, weil es deutlich günstiger ist als das Lignum. Die Klingengeometrie ist ziemlich dünn und ich mag die Leichtheit des Messers. So richtig robust wirkt es nicht, aber als robustes Messer sucht man sich ja auch keinen Kohlenstoffstahl, der relativ leicht ausbrechen kann.
Dieses Santoku (180mm Klinge) ist auch nochn bisschen länger als das Lignum (168mm Klinge)
 

WISCHI

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AW: kaufberatung santoku

Also Nigiri, auch ich kann dir nur zum Herder Lignum 3 raten, es ist sehr dünn ausgeschliffen, die Geometrie ist aufgrund des Solinger Dünnschliffs imho über jeden Zweifel erhaben. Ich würds mir immer wieder kaufen.
Nur damit das der Vollständigkeit halber auch erwähnt sei: Deinen anderen Kandidaten kenne ich nicht, kann schon auch ein gutes Messer sein.

Greez
Wischi
 
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dirkb

Super Moderator
AW: kaufberatung santoku

Es wäre schön, wenn sich die Beiträge in der Kaufberatung zumindest ansatzweise mit den Interessen des Fragenden befassen würden. Wenn der gute Mann Entscheidungshilfe für zwei Messer sucht, ist ein Beitrag mit dem Inhalt „ich habe ein anderes, das ist toll“ schlicht überflüssig.

Man müsste dann zumindest schreiben, warum das betreffende Messer besser/sinnvoller/geeigneter ist.

OT gelöscht.
 

nigiri

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AW: kaufberatung santoku

erstmal lieben dank an alle fürs antworten und vorallem schnelle antworten:super:

zu dem post von dirkb: du hast schon nicht ganz unrecht mit dem was du schreibst. ich hatte ja 2 favoriten genannt, jedoch im letzten abschnitt meines posts betont, dass ich auch für alternativen zu haben bin. deswegen nichts für ungut.:)

das lignum 3 scheint ja durchweg gut wegzukommen bei euch. dass das Gekko nicht bekannt ist überrascht mich nicht bei der anzahl von japanischen messern auf der anbieterseite.

das burgvogel natura line hatte ich auch schon in betracht gezogen. jedoch wieder verworfen wegen der "niedrigen härte". so hrc 59-60 ist von der schnitthaltigkeit schon was anderes wie 55-56. und genau da habt ihr mir den erhofften impuls gegeben.

ich hatte nämlich im angebotsdschungel des netzes total übersehen, dass es das burgvogel auch in einer carbonstahl variante gibt:ahaa:. dafür vielen dank an euch:super:
die klingenlänge von 18cm kommt mir auch sehr entgegen. und das design war schon vorher einer meiner "deutschen" favoriten. auch die preisersparnis von über 30€ gegenüber dem herder ist ganz angenehm (vorallem für die ministerin des hauses:glgl:).
der einzige kleine makel wäre die klingenaufschrift. da find ich die japaner mit ihren gestempelten schriftzeichen einfach optisch schöner. das ist aber zu vernachlässigen.

ich werde jetzt noch mal ne nacht drüber schlafen und dann höchstwahrscheinlich morgen oder am freitag das natura line bestellen.

in diesem sinne... achso klasse forum übrigens.



grüsse euch
markus
 
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nigiri

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achso eins noch @ blaight oder auch die anderen die da bescheid wissen:

das herder santoku in carbon also (die günstige variante gegenüber dem lignum3). welche härte besitzt die klinge?
und wie ist die schnitthaltigkeit gegenüber dem burgvogel?
 

blaight

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Das kann ich Dir nicht genau sagen mit der schnitthalitigkeit, habs noch nicht so lange und hab auch kein burgvogel. Hatte das Burgvogel allerdings in der Hand, und es ist etwas breiter am Rücken. Das heißt, dass die subjektive Schärfe aufgrund der geometrie beim Herder vermutlich besser ist. Am ende ist es ne geschmackssache. ich hab mir beim messer mit tradition.de shop n santoku und ne buckelsklinge für ingesamt 62€ (inkl. versand) gekauft, diese kombo kann man nur weiterempfehlen. einmal ne buckelklinge zum frühstücken benutzt schon liebe!! und zusammen günstiger als burgvogel.

was mir aufgefallen ist: bei herder ist die carbonvariante günstiger als die rostfrei, bei burgvogel ist es umgekehrt.