KA-BAR Adventure Piggyback - Gutes muss nicht immer teuer sein.

StormJF

Mitglied
Es wundert mich, dass über dieses kleine aber dennoch feine Messerchen noch niemand ausführlich berichtet hat (Jedenfalls ergab die Suche nichts an Testberichten). Vielleicht zu günstig? Erstanden habe ich es von einem der hier im Forum vertretenen Online Shops. Gekostet hat es 15,95€ exkl. Versand.

Für diesen Preis und da ich schon immer einmal kleine Fixed im Alltag testen wollte konnte ich nicht widerstehen.

Zuerst einmal die Eckdaten:

Länge (Gesamt): 15,2cm

Länge (Klinge): 6,5cm

Dicke: ca. 0,3cm

Stahl: 5Cr13 stainless

Gewicht: ca. 40gr. inkl. Kunststoffhülle (wenn meine Wage genau ist)

Bauweise: Skelett

Klingenform: Recurve (sieht auf Bildern im Internet zwar nicht so aus, wüsste aber auch nicht wie es sonst beschreiben sollte.)

Klingenschliff: Hohlschliff

Das Messer kam in einer “schicken Jahrmarkt Plastik Verpackung” sprich es war eingeschweißt.

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Also schnell ausgepackt und befingert, huch ganz schön Scharfkantig, war mein erster Gedanke als ich es in den Finger hielt. Hier muss etwas her eine Griffwicklung nämlich sonst wird das kraftvoll zupacken nichts mit dem Messer. Es schneidet nicht die Hände auf, aber es drückt doch bei einem festeren Griff unangenehm ein.

Im Geiste des günstigen Preises gab es denn dann auch kein Paracord (welches sowieso nicht vorrätig ist) sondern ein Schnürsenkel musste herhalten.

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Funktioniert ebenfalls gut und macht das Arbeiten damit gleich viel angenehmer.

Ebenfalls aufgefallen ist das angenehme Gewicht, sprich es wiegt nur einen Hauch von nichts ;)

Die mitgelieferte Kunststoffscheide ist billigste Produktion und schlecht entgratet, hält das Messer aber auch jetzt noch (nach ausgiebigen benutzen) immer noch sicher. Man könnte sich das Ding also um den Hals hängen, allerdings mag ich das gebamsel nicht, von daher verschwindet das Ding komplett in meiner Jeans Tasche.

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Es stört nicht und es trägt nicht auf, so wenig das ich das Messer fast schon einmal mit gewaschen hätte.

Die Schärfe direkt aus der Box reichte nicht zum rasieren aber Papier wurde ordentlich gespalten, es hat eine gute Gebrauchsschärfe und hält diese auch immer noch.

Das Messer hat in der Zeit wo es bei mir ist, ca. 2 Wochen, eigentlich schon einmal alles mit gemacht. Es wurde zum Schnitzen verwendet, musste Plastik Bänder durchschneiden, musste Kugelschreiber Minen (aus Plastik) einkürzen, Kaffee Verpackungen aufschneiden, Brötchen schneiden, Bier Flaschen öffnen ;), Pizza schneiden und Aufstrich verteilen. Das Verteilen von Aufstrich ist mit dieser Klinge übrigens eine wahre Freude.

Dank der geriffelten Erhebung auf der Klinge lassen sich auch feinere Arbeiten wunderbar ausführen, und Schnitzel schneiden ist bei dieser Halteweise ebenfalls ein Genuss.

Fazit:

Wer ein günstiges kleines Fixed sucht ist hier meiner Meinung nach gut beraten, mir jedenfalls reicht das Messer für den Urbanen Alltag völlig aus. Allerdings ohne Wicklung kann ich es nur eingeschränkt empfehlen dadurch das die Kanten doch eben noch ein wenig kantig sind, hier hätte es ruhig ein wenig mehr Abrundung erfordert.

Zum Abschluss noch ein Paar Handbilder und ein Größenvergleich mit meinem Zippo:

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Zuletzt bearbeitet:

Froghunter

Mitglied
Danke für Deine praxisnahe Review und die zahlreichen Bilder, durch die man ein gutes Gefühl für die Größe des KA-BAR bekommt.

Ich war selbst auf der Suche nach einem kleinen günstigen Messer und habe das Piggyback auch in Betracht gezogen.
Heute habe ich mir ,nach Recherche in Forum und Netz, das Benchmark Backpacker BMK001 bestellt.
Hier gibt es einen kurzen Vergleich der beiden Messer und des Meyerco Necklance : http://advancedsurvivalguide.com/?p=2435
 

Beatsteak

Mitglied
Danke für den Review

Habs für 13,90€ zu meiner letzten Bestellung mitgeholt.

Die Scheide ist mehr als rudimentär, den Griff musste ich auch mit Paracord 550 umwickeln weil die Kanten sehr hart und das Griffstück ziemlich dünn und kurz ist.

Für Handschuhgrösse 9 Hände finde ich es ein wenig zu fein und klein. (Izula passt besser).


Das Messer ist super leicht, mal sehen obs als Werkzeug länger taugt.
 

buzzzer

Mitglied
Ich hab mir das Messer auch vor ca. 2 Monaten gekauft.
Die letzten 3 Wochen war es mein EDC im Urlaub in Südfrankreich.
Es hat auch bei mir eine Griffwicklung erhalten, da eben sonst nicht wirklich handhabbar.
Das Messerchen hat sich gut geschlagen. Egal ob hartnäckige Verpackungen aus dem Supermarché,
Hartwurst, Baguette, Käse, Paprika, Zwiebeln, etc. alles war auch bei der kurzen Klingenlänge (noch) gut zu schnibbeln.
Positiv macht sich auch hier die nicht zu starke Klingendicke bemerkbar. Die Schnitthaltigkeit fand ich noch OK. Nachschleifen war bei diesen eher einfachen Aufgaben in den 3 Wochen nicht zwingend notwendig.
Da die Gesamtlänge auch eher kurz ausfällt, ließ es sich auch noch vernünftig in der Hosentasche tragen.
Da machte sich auch die Quasischeide, bzw. der Schittschutz nicht weiter negativ bemerkbar.
Ich werde mir aber wohl mal eine Kydexscheide dafür basteln um es als Rechtshänder vorne links
( auf ca. 10 / 11 Uhr quer am Gürtel tragen zu können.
Für das Geld eine Kaufempfehlung. So kann man probieren, ob ein kleines (Hosentaschen)-Fixed für einen persönlich funktionieren kann.

Macht´s gut.
Martin.
 

Rotten

Mitglied
Ich finde das Kleine auch recht gelungen. Selbst wenn mans mal härter ran nimmt und beim abschaben überflüssigen Klebers die Schneide total verhunst. Was solls, kurz geschärft und weiter gehts. Bei einem teureren überlegt man sich sowas zweimal :)

Und gut aussehen tuts, mit etwas Einsatz, auch ganz nett( so liegt es auch besser in der Hand ).
 

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Lürbker

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Das Bild von Rotten hat mich gerade überzeugt! :super: Habe es gerade eben bestellt. Sicherlich kein teures Messer und wahrscheinlich made in China, aber die Idee mit dem Holz und Lederscheide wertet es doch enorm auf. Werde es mal mit Pflaumenholz versuchen.

Kann vielleicht jemand etwas zu dem 5CR13 sagen? Viel erwarte ich nicht.
 

StormJF

Mitglied
Hm, danke Rotten, die Idee ist mir auch schon gekommen ;) bisher mangelte es aber an Zeit und Material um das umzusetzen, deswegen gab es nur eine neue Griffwicklung mit Lederband *grummel*

Aber so kann es also aussehen :) schön geworden :)
 

jakob.k

Mitglied
5CR13 ist so eine Art chinesischer 420HC mit 0,5% Kohlenstoff und 13% Chrom, ueber andere Bestandteile habe ich keine Info gefunden. Das Messer wird gem. bladeforums auch in China gefertigt.

Erfahrungen mit dem Stahl habe ich keine. Ich wuerde wohl eine Klinge erwarten, die sich sehr einfach schaerfen laesst, sehr, sehr scharf wird aber keine allzu hohe Schnitthaltigkeit aufweist. Ob die WB wirklich gut ist, wird sich wohl nur nach entsprechendem Gebrauch zeigen.
 

Rotten

Mitglied
Ich sags mal so. Wer mit dem Victorinoxstahl zurecht kommt kommt mit dem Piggyback sicherlich auch klar.
Der Vorteil am Piggy ist halt das es nicht einklappen kann und trotzdem in jede Hosentasche paßt und diese Klingenform hat auch was.
Mit dem Messerchen kann man richtig arbeiten.

Und beim Girffschalen dranbasteln stören die nicht abgerundeten Kanten auch nicht ;)
 

StormJF

Mitglied
5CR13 ist so eine Art chinesischer 420HC mit 0,5% Kohlenstoff und 13% Chrom, ueber andere Bestandteile habe ich keine Info gefunden. Das Messer wird gem. bladeforums auch in China gefertigt.

Erfahrungen mit dem Stahl habe ich keine. Ich wuerde wohl eine Klinge erwarten, die sich sehr einfach schaerfen laesst, sehr, sehr scharf wird aber keine allzu hohe Schnitthaltigkeit aufweist. Ob die WB wirklich gut ist, wird sich wohl nur nach entsprechendem Gebrauch zeigen.

Der Stahl ist sicherlich akzeptabel, auch wenn diese Klingenform mich im ersten Moment ein wenig zur Verzweiflung getrieben hat.

Die Standzeit ist annehmbar, selbst schnitzen ist möglich ohne das ich danach einen Flachstahl habe, sprich ich kann immer noch meine Brötchen schneiden und auch mal härtere Salami bearbeiten ;)

Alles in allem ist es für das Überleben in der City, oder im Büro gut geeignet und ich möchte es ganz ehrlich nicht mehr missen.

Griffschalen werden sicher auch bei mir noch dran kommen, sobald ich die Ruhe dafür habe, nur würde ich dann hinten ein wenig freilassen, nicht wegen der Möglichkeit etwas dran zu binden, sondern....... ich habe für mich entdeckt das man hervorragend Flaschen damit öffnen kann ;)

Mein Fazit nach 3 Monaten:

:super:

Bin immer noch zufrieden :)


@ Rotten könntest du vielleicht noch eine Draufsicht auf den Klingenrücken anfügen, mich interessiert ob du die Riffelung eingearbeitet hast oder Plan geschliffen hast :)
 

Rotten

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Foto kommt noch.

Habe die Rifflung nicht verändert. Stimmt auf dem Bild sieht man es schlecht. Die "Zähne" stehen leicht über dem Holz ( was für Holz ist das eigentlich?)

Herzlichst
Rotten
 

StormJF

Mitglied
Foto kommt noch.

Habe die Rifflung nicht verändert. Stimmt auf dem Bild sieht man es schlecht. Die "Zähne" stehen leicht über dem Holz ( was für Holz ist das eigentlich?)

Herzlichst
Rotten

Hm mit dem Holz kann ich dir leider gerade nicht weiterhelfen.

Das mit der Riffelung ist interessant, bin ja mal gespannt wie sich das mit "Dreck" verhält sprich ob das Auswirkungen auf die Möglichkeit zur Reinigung hat.

Meine bisherigen Zeichnungen sahen vor die möglichen Schalen vor der Riffelung enden zu lassen.

Aber ich muss zugeben, deines hat richtig was :)
 

Rotten

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Das Problem ist wenn du dann richtig Druck machst hast du hinterher Abdrücke von den Fingerrillen in der Hand. So kannst du es richtig belasten.
Die Zwischenräume bei der Rifflung sind so weit das man bei der Reinigung keine Probleme hat.

Hatte auch erst überlegt die Schallen unter der Rifflung her laufen zu lassen. Aber so wie es ist gefällt es mir besser.

So zweimal Foto von der Rifflung und eins wo man sieht wie "groß" das kleine ist eingefügt. Hoffe nun sieht man was.
 

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StormJF

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Ja sehr schön :)

So in etwa hatte ich das schon erwartet.

Schick, auf jeden Fall hat das Kleine dadurch richtig gewonnen, leider bin ich immer noch nicht dazu gekommen mein Projekt Griffbauen in Angriff zu nehmen, muss einmal meine Prioritäten Liste überarbeiten glaube ich ;)