induktionshärtung?

xtorsten

Mitglied
wie funktioniert`s, was hat`s für Vor- und Nachteile, ist das für Messeramateure machbar/erschwinglich und was gibt es da sonst noch interessantes zu wissen/ wo gibt es Info?
wäre nett, was drüber zu erfahren, in diesem sinne schon einmal vielen Dank,
xtorsten
 

MarkusS

Mitglied
Wie der Name schon sagt - per Induktion. In das Härtegut wird Strom induziert, dadurch kommt es zu einer oberflächlichen Erwärmung des Härteguts. Mit genügend Strom wird es sogar richtig heiss :D - die Eindringtiefe ist über die Stromfrequenz regelbar (niedrigere Frequenz = grössere Eindringtiefe und umgekehrt). Abschrecken, fertig.

Nachteil: Wenn Du nicht zufälligerweise mit der Tochter des Kraftwerksbesitzers verheiratet bist solltest Du im Interesse einer bezahlbaren Stromrechnung da nochmal drüber nachdenken.

Alternative wäre Flammhärten, anstelle von Strom & Spule wird da die Oberfläche mit einem Gasbrenner erhitzt.

Einsatzbereiche: Punktuelle Härtung, z.B. Zähne (hauptsächlich Zahnspitzen / Zahngrund) von Zahnrädern oder grosse Sachen bei denen eine oberflächliche Härtung reicht.

Man kann damit recht präzise Härten, allerdings ist es damit wohl nicht möglich "das letzte" aus dem Stahl rauszkitzeln.

Bei einem Messer hätte ich Bedenken weil das Material recht dünn ist - es sei denn Du willst selektiv nur die Schneide härten lassen. Vielleicht findet sich ja eine Härterei die sowas machen würde.

Gruss
Markus
 

mark23

Mitglied
roman hat mal irgendwo gesagt, dass Rasierklingen mit dem Induktionsverfahren gehärtet werden. Wenn ich mich richtig erinnere, soll es dabei aufgrund der hohen Aufheizgeschwindigkeit zu höheren Härten (ca. 64 HRC) kommen als durch "normale" Härtung (ca. 60 HRC). Rasierklingen sind allerdings recht dünn.

Teuer wird es schon sein, ich werde mal sehen, ob ich Zahlen bekomme.

Gruß

Mark23
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Die Lauri-Klingen unseres Midsummerknife Wettbewerbs sind induktionsgehärtet. Roman wird eine solche ja untersuchen ("Materialspende"), die Nidan freundlicherweise zur Verfügung stellt. Dann werden wir ja auch sehen, wie das Gefüge darin aussieht. Interessant ist dieses Verfahren schon, eben wegen der rasanten Geschwindigkeiten, mit denen sich das Aufheizen vollzieht. Aber die Einwände sind richtig, man muß genau aufpassen.
Sonst habe ich für Messeranwendungen noch nichts zum Thema Induktionshärten gehört. Ich bin echt gespannt auf die Untersuchungen.
 

MarkusS

Mitglied
Eine Mikrowelle die in der Lage ist Stahl so schnell aufzieheizen wie ein Induktionshärtegerät steht wahrscheinlich in keinem Privathaushalt.

Gruss
Markus
 

mark23

Mitglied
Das ist jetzt hoffentlich nicht Euer Ernst, oder? Ihr wollt tatsächlich Stahl in die Mikrowelle packen? "Vergesst" doch einfach mal einen Löffel in einer Tasse Milch, und schaut Euch das Spektakel in der Mikrowelle in der Mikrowelle an. Beeindruckend.

Gruß

Mark23
 

MarkusS

Mitglied
Original geschrieben von mark23
Das ist jetzt hoffentlich nicht Euer Ernst, oder? Ihr wollt tatsächlich Stahl in die Mikrowelle packen? "Vergesst" doch einfach mal einen Löffel in einer Tasse Milch, und schaut Euch das Spektakel in der Mikrowelle in der Mikrowelle an. Beeindruckend.

Kommt auf den Löffel an. Normales Edelstahlbesteck macht in meiner Mikrowelle garnix, interessant wird es aber bei bei einem Teller mit Goldrand :D

Gruss
Markus
 

Bene686

Mitglied
die geräte die dafür benutz werden um stahl schnell (sec) auf temperaturen um 1000 grad zu bekommen fressen extrem viel strom.
nichts für den hasugebrauch und auch unerschwinglich