Idiotensicheres Schärfmittel für gelegentliches Nachschärfen

HerrWu

Mitglied
Kauf Dir für 50€ den Kombistein 1000/4000 vom Japanmessershop (hergestellt von Imanishi, rrrichtig gut) und das wars. Gummimatte ist dabei, Sinkbridge oder Steinehalter brauchst Du nicht - Splash & Go 💦 . Der erste Stein ist immer einfach.
 

DonMarco80

Mitglied
Kauf Dir für 50€ den Kombistein 1000/4000 vom Japanmessershop (hergestellt von Imanishi, rrrichtig gut) und das wars. Gummimatte ist dabei, Sinkbridge oder Steinehalter brauchst Du nicht - Splash & Go 💦 . Der erste Stein ist immer einfach.
Und welche Schärfehilfe würdest du für den Anfang dazu nehmen?
 

pebe

Premium Mitglied
Moin,

Du suchst nach einer möglichst einfach und sicher zu handhabenden Schärfelösung und entscheidest Dich für die schwierigste? Oder doch neues Hobby Schleifen?

Für ca. 100,- bekommst Du das Problemlospaket.

Edge Pro Derivat plus 3x Shapton Pro

grüsse, pebe


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HerrWu

Mitglied
Und welche Schärfehilfe würdest du für den Anfang dazu nehmen?
Aus Faulheit kopiere ich meine Antwort aus einem anderen Thread:

Ich habe am Anfang auch eine Schärfhilfe von Tojiro benutzt (wie die aus dem JMS), wichtig ist v.a. aber ein Bevelmeter/Inklinometer, also ein digitaler Winkelmesser - ab 10€ bei e&%$y. Dann weißt Du, was 18 Grad sind. Die Schärfhilfe ist v.a. bei Klingenhöhen ca. 35mm korrekt - alles drüber führt zu einem flacheren Winkel (also einer empfindlicheren Schneide, Richtung 15 und 10 Grad gehend.) Mit dem Inklinometer kannst Du Deine Winkel jedenfall bei verschiedenen Positionierungen der Hilfe messen - mir hat das anfangs sehr geholfen.
 
Kauf Dir für 50€ den Kombistein 1000/4000 vom Japanmessershop (hergestellt von Imanishi, rrrichtig gut) und das wars. Gummimatte ist dabei, Sinkbridge oder Steinehalter brauchst Du nicht - Splash & Go 💦 . Der erste Stein ist immer einfach.
Danke für den pragmatischen Vorschlag. Bin noch ein bisschen am schwanken, ob nicht doch nochmal 80 euro drauf lege und mit Steine aus der Naniwa Pro Serie hole.
Bin von der Mentalität so drauf, dass ich sage wer zu schlecht kauft kauft zweimal.
Und bei den knapp 400 Euro, die ich jetzt für die Messer ausgegeben habe finde ich es nicht unbedingt falsch ein viertel des Preises nochmal in die Pflege zu investieren, sofern die Mittel mein Leben angenehmer machen.
Du suchst nach einer möglichst einfach und sicher zu handhabenden Schärfelösung und entscheidest Dich für die schwierigste? Oder doch neues Hobby Schleifen?
Ist der Unterschied zum Spyderco Sharpmaker so groß?
Ob ich nun nen senkrechten Winkel einhalte oder die Hand zwischen Referenzwinkel und Schleifstein nicht mehr kippe sollte ja nicht mehr der große Sprung sein.
Oder liege ich da mit meiner Einschätzung völlig daneben?

Mit dem System, welches du empfohlen hast werde ich nicht warm. Entweder wird es ein Spyderco Sharpmaker oder Banksteine.
 

messerjoche

Mitglied
Ich bin ebenfalls Anfänger und muss sagen, dass es mir, als handwerklich nicht sonderlich begabtem Menschen, sehr schwer fällt Freihand zu schärfen. Den Sharpmaker habe ich ebenfalls getestet, das habe ich problemlos hingekriegt. (Meines Wissens nach ist der aber eher zum scharf halten? Bitte korrigieren wenn ich falsch liege).
Da gegen kriege ich meine Messer mit einem Edge Pro Derivat super scharf mit einer richtig schön geschlossenen Schneide. Und damit kann man mit den richtigen Steinen auch eine Schneide von Grund auf neu aufbauen oder ggf. auch eine saubere Mikrophase setzen. Für mich persönlich, mit meinen Fähigkeiten, die Ideallösung.
 

DonMarco80

Mitglied
Da gegen kriege ich meine Messer mit einem Edge Pro Derivat super scharf mit einer richtig schön geschlossenen Schneide. Und damit kann man mit den richtigen Steinen auch eine Schneide von Grund auf neu aufbauen oder ggf. auch eine saubere Mikrophase setzen. Für mich persönlich, mit meinen Fähigkeiten, die Ideallösung.
Wo hast du den denn gekauft. Wenn ich den bei Google eingeben finde ich ihn nicht....
 

Loup de mer

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Den Sharpmaker habe ich ebenfalls getestet, das habe ich problemlos hingekriegt.
...
Da gegen kriege ich meine Messer mit einem Edge Pro Derivat super scharf mit einer richtig schön geschlossenen Schneide. Und damit kann man mit den richtigen Steinen auch eine Schneide von Grund auf neu aufbauen oder ggf. auch eine saubere Mikrophase setzen.
Ich habe seinerzeit mit dem Spyderco-V-Sharpmaker begonnen und bin dann (vermutlich genau wie du) an die Grenzen dieses Gerätes gestoßen als die Klingen im zu schärfenden Bereich zu "dick" wurden.
Also mussten die Schneiden neu aufgebaut werden. Das habe ich freihand am Bankstein zwar hinbekommen, aber von der Optik her war es für mich nur "befriedigend".
Nun mit meinem Edge-Pro-Klon-Eigenbau bin ich äußerst zufrieden mit meinen Klingen - auch und besonders unterm Mikroskop, gegen den Strich am Arm, im Papier...

@DonMarco80 -> suche mal statt nach "Edge Pro" nach "Ruixin", so heißt sein kleiner fernöstlicher Bruder ;)
 

messerjoche

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Man muss auf einer bekannten Auktionsplattform (welche hier nicht verlinkt werde darf) nach "Profi Küche Messerschleifer Fixed-Winkel Sharpener Messer mit 4x Schleifstein" suchen.
Das Gerät ist identisch zu diesem: Amazon.de nur billiger und mit schneller Lieferung.

Dazu habe ich Shapton Steine von Sharpeningstones.de.
 

waterstone

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Ich bin ebenfalls Anfänger und muss sagen, dass es mir, als handwerklich nicht sonderlich begabtem Menschen, sehr schwer fällt Freihand zu schärfen. Den Sharpmaker habe ich ebenfalls getestet, das habe ich problemlos hingekriegt. (Meines Wissens nach ist der aber eher zum scharf halten? Bitte korrigieren wenn ich falsch liege).
Da gegen kriege ich meine Messer mit einem Edge Pro Derivat super scharf mit einer richtig schön geschlossenen Schneide. Und damit kann man mit den richtigen Steinen auch eine Schneide von Grund auf neu aufbauen oder ggf. auch eine saubere Mikrophase setzen. Für mich persönlich, mit meinen Fähigkeiten, die Ideallösung.
Der V Sharpmaker ist für mich inzwischen die ideale Zwischenstation zwischen Abziehstahl und Bankstein(en) / Ruixin oder wie alle diese Systeme heißen. Zum Schärfen ist er nicht wirklich geeignet. Aber mit dem regelmäßigem Gebrauch vom Sharpmaker kann man die Messer schon eine Weile auf "Gebrauchsschärfe" halten und hat den Vorteil, die Messer auf einem konstanten und gleichmäßigen Schärfewinkel zu belassen.

Ich habe mir einen "Ruixin" gekauft, komme damit aber nicht zurecht. Ist wahrscheinlich auch eine Übungssache, aber mir ist das ganze zu umständlich, zu fummelig. Dann lieber etwas mehr auf dem Stein üben.:) Die Bewertung auf Amazon entspricht meiner Einschätzung: Es gibt Leute, die damit klar kommen, andere eben nicht.
 

messerjoche

Mitglied
Eigentlich wurde hier zu Anfang des Threads ja auch schon alles für den TE Interessante, von den Experten ausführlich geklärt. Trotzdem hat pebe natürlich absolut Recht:
Du suchst nach einer möglichst einfach und sicher zu handhabenden Schärfelösung und entscheidest Dich für die schwierigste? Oder doch neues Hobby Schleifen?
Es wurde explizit nach einem idiotensicheren Schärfmittel gesucht, für den Fall wo der Rapid Steel an seine Grenzen stößt. Banksteine und Freihandschleifen sind nunmal an sich (ohne Winkelhilfen) im Endeffekt das genaue Gegenteil von idiotensicher. Freihand hat natürlich auch einen gewisschen Charme und es ist auf jeden Fall erlernbar. Insgesamt aber sicherlich die Methode die am wenigsten einfach und idiotensicher ist.

Ich würde mich auf jeden Fall über Berichte freuen, wie du mit deinen Winkelhilfen klar kommst. Aktuell liegt mein JMS Kombistein unbenutzt im Schrank, weil ich es einfach nicht freihand hinkriege. Wäre cool, wenn ich mit einer Winkelhilfe eine pragmatische Alternative zum Ruixin hätte, wenn es mal etwas schneller gehen soll.

Danke für den pragmatischen Vorschlag. Bin noch ein bisschen am schwanken, ob nicht doch nochmal 80 euro drauf lege und mit Steine aus der Naniwa Pro Serie hole.
Bin von der Mentalität so drauf, dass ich sage wer zu schlecht kauft kauft zweimal.
Und bei den knapp 400 Euro, die ich jetzt für die Messer ausgegeben habe finde ich es nicht unbedingt falsch ein viertel des Preises nochmal in die Pflege zu investieren, sofern die Mittel mein Leben angenehmer machen.
Mir fehlt da natürlich der persönliche Erfahrungsschatz, dem Tenor nach, den ich hier im Forum vernehme, ist der Kombistein aber wirklich gut und sollte für dich absolut ausreichen. Glaube die Naniwas sind eher etwas für die Profis/Nerds und nicht für jemanden, der einmal im halben Jahr seine Messer schärfen will.
 
Zuletzt bearbeitet:

pebe

Premium Mitglied
Auf ein Wort.

Die meisten unterschätzen, dass selbst ein einfaches Küchenmesser sauber durchgeschliffen besser schneidet als ein irgendwie geschärftes aufwändiges Custommesser.

Wenn Amazon Kunden begeistert von ihren ersten Banksteinerfolgen berichten, dürfte das eher daran liegen, dass sie ihre völlig stumpfen Messer auf ein Mindestmaß darüber gebracht haben. Auf solch einem Schärfeniveau erübrigt sich jede detailierte Messerauswahl, weil rostend/nicht rostend und groß/klein genügt.

Nie und nimmer bekommt ein Newbie einen Schliff auf Banksteinen hin, der auch nur in die Nähe eines geführten Schliffs kommt.

Spydercos Triangle wurde für Klappmesser mit kurzen und im Zweifel deutlich dickeren Klingen entwickelt und macht dort auch Sinn. Die aufsteckbare Hilfe nutzt spätestens im gekrümmten Bereich der Klinge gar nix, von allen anderen Punkten abgesehen. Vor den geführten Systemen blieb ja nichts anderes übrig, als irgend etwas davon zubenutzen.

Schlichte Gebrauchsmesser kann man problemlos ungeübt freihand riskieren, aber bei Messern, die man danach aussucht, ob sie 0,1mm dünner hinter der Wate sind als andere, ergibt das meiner Meinung nach keinen Sinn, zumal wenn zahlbare Alternativen verfügbar sind.

grüsse, pebe
 
Zuletzt bearbeitet:

waterstone

Mitglied
Was Du @pebe da schreibst, ist exakt die Grenzlinie zwischen der beiden Ligen. Da muss einfach jeder selber für sich entscheiden, in welcher Liga er mitspielen möchte: Will man "Messer und Schleifen" zum Hobby machen oder einfach gebrauchsscharfe Messer in der Küche benutzen ohne einen Kopf darüber zu machen, ob ein Messer einen halben Millimeter dicker an der Wate ist oder nicht. Da gibt es wohl keine Wertung per se.
 

pebe

Premium Mitglied
@waterstone

Gebrauchsschärfe bei einem japanischem Messer wird über eine mäßig feine Körnung definiert und nicht durch eine mäßige Schleifkunst.

Mäßige Schleifkunst kann die empfindlichen, hochgehärteten Klingen leicht beschädigen, im besten Fall wird die Klinge in kürzester Zeit zurückgesetzt, sodass die Vorteile einer dünnen Schneidlage verloren gehen.

Wenn allerdings ein halber Millimeter keine Rolle spielt, gibt es generell deutlich geeignetere Messer.

grüsse, pebe
 

HerrWu

Mitglied
Mir ist tatsächlich der Threadtitel mit seinem „idiotensicher“ vollkommen durch die Lappen gegangen, meine Tips beziehen sich in der Tat auf das Szenario, daß man bereit ist, relativ demütig und langwierig das Freihandschleifen auf Banksteinen zu lernen. Aber es ist eben genau das: erlernbar.
 
@pebe
Danke für die aufklärenden Worte.
Tatsächlich habe ich meine Messer anhand der Klingen- und Grifform und nicht anhand des Klingenquerschnitts ausgesucht.
Das Ziel ist die Fabrikschärfe zu erhalten. Alles darüber ist ein Bonus.
Von daher sollte das schon mit den Schleifsteinen + Referenzwinkeln zum gelegentlichen Abgleich klar gehen.

@HerrWu
Idiotensicher wäre mir lieber. Aber alle unterstützenden Systeme haben auf ihre weise wieder so viele Nachteile, dass das schleifen auf nem ordentlichen Stein als die beste alternative übrig geblieben ist.
Ich hoffe auch zwischen den Schleifzyklen nicht mehr so viel vergessen, wenn ich einmal das Prinzip verstanden habe.
Das Ziel ist ja eh nur die Fabrikschärfe zu erhalten.
 

HerrWu

Mitglied
Zu den Steinen - zwischen dem Kombistein und Naniwa Pros liegt kein wirklicher Qualitätsunterschied - der Imanishi ist kein Kompromiss sondern einfach best buy. Naniwa Pro 1000 und 3000 sind natürlich super - aber ist halt
150% mehr €. Sinnvoller wäre dann eher eine Atoma 400 zum abrichten oder ein Dick Microeinzug zum Wetzen... Ich schleife auch deswegen freihand, weil ich a) keine 600€ ausgeben will und b) keine Geräte rumstehen haben möchte. Ein Bogdanklon für 200€ würde ich aber nehmen :)