Hilfe für einen Newbie

Aiwazz

Mitglied
Hallo Leute,

ich leide schon seit geraumer Zeit an einer leichten Form des Messer-Virus.
Seit ich dieses Forum gefunden habe, das ich by the way hochinteressant finde, scheint es aber so als wäre die Krankheit jetzt ausgebrochen! Das Hauptsymptom ist der dringende Wunsch selbst mal ein Messer zu bauen. Ich bin schon fleißig am Entwürfe machen und arbeite grade an meinem zweiten Holzmodell. Mein größtes Problem ist es aber, im näheren Umfeld, das passende Material (Stahl) in der von mir benötigten Keinstmenge zu finden.
Und nun zu meinen Fragen (das mußte ja kommen :hmpf: !):
- zu welchem Stahl ratet ihr mir als Anfänger?
- wo im Raum München kann ich dieses Material bekommen ohne mich finanziell total verausgaben und/oder gleich einen ganzen Container voll bestellen zu müssen?

Herzlichen Dank für Eure Tips!

Gruß

Aiwazz
 

Nidan

Mitglied
Hi Aiwazz,

erstmal willkommen im Forum. Also ich mach auch erst ein halber Jahr Messer und finde den 1.2842 prima. Der ist recht leicht zu bearbeiten, und schneidet wie die Sau, leider ist er nicht rostfrei, aber das sollte nicht so ein Riesenprobolem sein.

Du kannst den sehr einfach bestellen bei http://www.praezisionsstahl.de/

Viel Spaß beim Messermachen, den wirst du sicher haben !!
 

Flaming-Moe

Mitglied
He, he, noch einer...

Ich hab auch vor ca. 6 Monaten damit angefangen.
Allerdings verbringe ich viel zu wenig Zeit in meiner kleinen Werkstatt.

Praezisionsstahl ist genial. Blitzschnelle Lieferung!

Stähle:

1.2842 gut zu bearbeiten, nicht rostfrei, wird aber sauscharf und ist gut schnitthaltig.

1.2379 scheiße zu bearbeiten, rostträge (12% Chrom), ziemlich schnitthaltig.

1.2363 rostträge (ca. 6% Chrom), gut schnitthaltig denke ich (hab ihn noch nicht verwendet.

www.boehler-stahl.de hat den 1.2363 in passenden Abmessungen (und auch die anderen). Recknagel nur ab 8,4 mm Dicke aufwärts.

Vorteil von Recknagel ist, daß man mit den präzisionsgeschliffenen Stücken gleich loslegen kann mit aussägen. Je nach Stahlsorte ist die Oberfläche so sauber, daß man beim Finish gleich mit 320er Korn weitermachen kann.

Falls du in München wohnst kann ich die Härterei Wallner empfehlen. Die verstehen ihr Handwerk und sind auch superschnell.

Viel Spaß bei deinem ersten Stück!

Und selbstverständlich erwarten wir Bilder von deinem Erstlingswerk zu sehen... :D
 

Brunner

Mitglied
Material aber woher?

Hallo Aiwazz!
Das mit dem Material ist so eine Sache, hängt vom geplanten Verwendungszweck ab.
Mit ATS 34, BTS 440, usw. liegst Du im guten Mittelfeld, und das Zeug ist noch bezahlbar ( wichtig beim ersten Messer )!
Bestellen kannst Du das Material bei vielen Profis zB:

www.wolf-borger-messer
www.frank-wojtinowski.com
www.gobec.at

alle anderen Messermacher mögen mir vergeben wenn ich sie nicht angeführt habe...

und natürlich bei den im Forum angeführten Profis.
Bedenke aber auch daß die Klinge gehärtet werden muß, das machen die Profis teilweise selbst.

Klaus: :super:
 

Flaming-Moe

Mitglied
Äh, stimmt, die Vollsortimentler sind gar nicht schlecht zum umschauen, da sie eben alles vom Stahl bis zum Poliermittel führen.

Die Messerwerkstatt Dobner wäre noch zu nennen.
Haben leider keine Webseite aber die e-mail oder tel.nr. müßte hier im Forum zu finden sein...
 

Floppi

Mitglied
Und wenn Du mal Federbandstahl für'n Schwert
sword2.gif
brauchen solltest:

http://www.sascha-groll.de/
 

Aiwazz

Mitglied
Hey Leute,

vielen Dank für die superfreundliche Begrüßung! Das tut echt gut :p !!!
Ich werde mich mal bei den von Euch genannten Quellen umsehen.
@ floppi: Mit meinem ersten Schwert lass ich mir wohl besser noch etwas Zeit ;)
Übrigens: was haltet Ihr von ausgedienten Sägeblättern (ca. 4mm stark)? Kann man damit etwas anfangen?
Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden, was mein erstes Projekt anbelangt. Werde wohl einige Zeit dazu brauchen. Erstens bin ich werkzeugtechnisch nich so wahnsinnig professionell ausgestattet (was mich aber nicht abhalten kann :hehe: ), zweitens hab ich keine Metallerausbildung (dto.) und nicht zuletzt muss ich ja auch noch Brötchen verdienen! Aber wie gesagt, von meinem Erstlingswerk bringt mich jetzt nix mehr ab und danach sehen wir dann weiter (wenn ich dann noch alle Finger hab :rolleyes: )!

Gruß

Aiwazz
 

kanji

Super Moderator
Hi Aiwazz

also ich hab meine ersten Sachen auch bei Wolf Borger gekauft, hat den Vorteil des Vollsortiments, denn die Mindestbestellmenge liegt da zur Zeit bei 30 Euro. Dam kann man sich gleich noch Griffamterial mitbestellen. Ich mach zur Zeit viel mit 1.4110 entspricht ungefähr 440a, ist bei Borger noch bezahlbar und lässt sich auch relativ gut bearbeiten.
Viel Spass beim ersten Messer
 

Brunner

Mitglied
Das mit den ausgedienten Sägeblättern ist nicht unbedingt die beste Idee, zumist für einen Anfänger.
Die Dinger sind saumässig spröde, wenn Du sie nur für ein Messer für reine Schneidarbeit verwendest geht´s schon. Aber: Die Dinger sind gehärtet, das heißt Du kannst die nur schleifen, dabei mußt Du aber aufpassen daß Du den Stahl nicht überhitzt, jedenfalls darf der Stahl max. gold- braun werden, wenn er blau ist ist´s mit der Härte ( und somit der Schnitthaltigkeit ) vorüber ( hat was mit Anlasstemperaturen zu tun ), beim Bohren mußt Du Hartmetallbohrer verwenden.

Also: lieber einen Klingenstahl denn Du nach der Bearbeitung härten lässt ( geringere Werkzeugkosten ).
Du kannst auch bei einer Werkzeugbaufirma ( Stanz- Biege- und Ziehwerkzeuge ) in München um ein Stück K110 ( entspricht dem amerikanischen D2, Normbezeichnung: 1.2379 ) betteln, der ist nur rostträge ( ca. 12 % Chrom ) hat aber sehr gute Schnitthaltigkeit. Ein Kolege aus Tirol macht damit sogar Katanas wegen der guten Elastizität.

Welche Maschinen hast Du eigentlich zur Verfügung?

Klaus:super:
 

Leonardo75

Mitglied
Sägeblätter als Klingenmaterial

Hallo Aiwazz!

Sägeblätter sind sicherlich nicht das ideale Klingenmaterial für Messerklingen. Ein bekannter Messermacher (Namen habe ich natürlich wiedermal vergessen) beschreibt jedoch in seinem Buch (ich meine für ca. 40 Euro bei www.messer-spezial.de ) wie er mit dem Messermachen begonnen hat.

Seine ersten Messer waren auch aus einem Kreissägeblatt (die Teile aus Werkzeugstahl, nicht die HSS Teile).
Die Herstellart wr ziemlich radikal, ich weiß nicht, ob das dem Stahl gut getan hat.
Dazu hat er aus einem großen Sägeblatt die Messerform mit einem Schneidbrenner herausgetrennt. Die Kanten mit einem Doppelschleifbock begradigt und ebenfalls am dem Schleifbock die Schneidenform geschliffen. Ich meine, sein erstes Messer wurde danach noch nicht einmal gehärtet, aber da kann ich mich auch täuschen.

Ich würde Dir zu einem einfachen Stahl von zum Beispiel www.praezisionsstahl.de raten. Der 2842 ist gut zu bearbeiten und ergibt bei vernünftiger Härtung (Danke Herbert) eine feine Schneide. Besorge Dir den Stahl zu Beginn am besten nicht zu dick (also nicht in 6mm, wenn Du bloß ein 4mm dickes Messer bauen willst) sonst feilst Du Dir einen Wolf, wenn Du keinen Bandschleifer hast.
Wenn es unbedingt ein rostfreies Messer sein muss, dann besorge Dir entweder einen Messerstahl von den oben genannten Quellen wie Borger, Dobner, Wojtinowski und anderen, oder nimm einen deutschen Normstahl wie den 1.4110 oder 1.4111 (recht gut, aber schwierig als Flachstahl zu bekommen), bzw. 1.4112.
Aber ich würde wirklich lieber mit einem rostfreien Stahl anfangen, der ist einfacher zu bearbeiten.


Die Frage nach Deiner Werkzeugausrüstung würde mich auch interessieren.

Von dem ausgehend, was ich bisher gemacht habe, würde ich Dir folgende Dinge als beinahe unverzichtbar empfehlen :

Aussägen der Messerkontur:
- eine gute Handbügelsäge (wenig Blasen an den Händen) mit Bimetallsägeblätter
- man kann auch mit der Bohrmaschiene viele Bohrungen aneinander setzen und die dann durch Sägen verbinden.

Bohren der Löcher im Erl zur Gewichtsersparnis, für die Nieten, Schleifen und Polieren und vieles mehr.
-2 Gang Bohrmaschine, am besten mit Bohrständer (erleichtert wirklich viele Arbeiten)
-Körner zum Ankörnen der Bohrlöcher
-Kühlmittel für die Bohrer
-gute Metallbohrer (wenn der Stahl nicht so hoch legiert ist, dann reichen die HSS Teile wahrscheinlich schon aus, besser wären HSS-Co oder hartmetallbestückte Bohrer
-eine Schwabbelscheibe zum Polieren mit Aufnahmedorn für die Bohrmaschine mit Polierpaste (ich habe gute Erfahrungen mit rosafarbener gemacht und passable mit blauer) z.B. Wolfcraft Polierset für ca. 15 Euro

Klinge zurechtarbeiten:
- diverse gute (Dick, Vallorbe, Pferd, Nicholson, Sandvik) Feilen, um den Schneidenwinkel anzufeilen, ein Bandschleifer würde hier die Arbeit ungemein erleichtern, damit kann man sich natürlich auch an die Klingenkontur nach dem Sägen heranarbeiten
- Nassschleifpapier in den Körnungen 120, 240, 320, 400, 600, 800, 1000, 1200 zum Handschleifen nach dem Feilen für eine schöne Oberfläche

Griffmaterial bearbeiten:
- Holzsäge, um die Griffkontur mit Übermaß auszusägen (Gute Erfahrungen habe ich mit der Holzsäge von Stanley gemacht, die bei Bauhaus für ca. 10 Euro als Dekupiersäge verkauft wird. Das Teil sieht aus wie eine Laubsäge mit sehr grobem Sägeblatt und einem Bügel, der größere Sägehübe erlaubt. Man kann das Sägeblatt drehen.)
- dicke Glasplatte mit gröberem Schleifpapier, um die Holzteile plan zu schleifen vor dem Kleben
- halbrunde und runde Holzraspel, um die Griffform besser anzupassen
- guter 2K Kleber (z.B. JB Weld auch aus dem Bauhaus (bei den Schleifscheiben von Kaindl und den Wolfcraft Sachen in der Nähe)
- halbrunde Feile, um das gleiche feiner zu machen
- Schleifpapier, um noch feiner zu arbeiten (bis Körnung 400 reicht)
- Stahlwolle in der Feinheit 000 oder besser 0000 zum Entfernen der sich nach dem Nässen aufrichtenden Fasern
- Leinölfirnis und Terpentin (am besten Balsamterpentin, aber ich habe bisher immer mit normalem Terpentinersatz gearbeitet) um den Griff zu versiegeln

Jetzt fehlen nur noch ein paar Lederbearbeitungswerkzeuge udn fertig ist Dein Werkzeugsatz:
- scharfes Messer (am besten ein Ledermesser) zum Ausschneiden der Scheide
- spitz angeschliffener Nagel zum vorstechen der Löcher mit Hilfe der Bohrmaschine (am besten wieder im Bohrständer, dann sehen die Löcher besonders gleichmäßig aus) und einem langsamen Gang, sonst verbrennen die Löcher
- 2 stumpfe Ledernähnadeln mit großen Nadelöhren (Bear Gallery)
- eine stumpfe Ahle, um die vorgestochenen Löcher beim Nähen erneut zu öffnen
- Forellenfaden als Nahtmaterial (zum Beispiel von der Bear Gallery)
- Nietwerkzeuge, falls es keine Steckscheide wird
- eventuell ein Locheisen, um Entlastunglöcher zu setzen
- Kontaktkleber, um die Lederstücke vor dem vorstechen zu fixieren
- Brennspiritus, um das Leder zu Formen und steif zu machen
- Falzbein, um das Leder glatt zu reiben

Bestimmt habe ich noch etliches vergessen, aber hiermit kannst Du erstmal anfangen und ein wenig Spaß haben.

Viel Spaß und willkommen im Forum!

Es grüßt Dich der Leo.
 
Zuletzt bearbeitet:

Aiwazz

Mitglied
Hey Mensch Ihr seid ja wirklich sehr fürsorglich:) !
Was soll ich dazu sagen:

Herzlichen Dank!!!:super:

Warum hab ich mich nicht schon viel früher bei diesem Forum angemeldet?:confused:

Meine Werkzeuge (aber lacht Euch nicht tot bitte):
- Schleifmaschine mit zwei Steinen
- Tischbohrmaschine (9-Gang)(welches Kühlmittel nehm ich da am besten?)
- diverse Feilen und Raspeln (Metall und Holz, Qualität: naja)
- 2 Schraubstöcke (klein und groß, beide drehbar)
- Dremel
- Leinölfirnis, Terpentin, Spiritus und diverse andere Chemikalien
- Metallsäge
- Körner
- Metallbohrer (HSS)
- Lansky Schärfset
- diverse Schleifsteine (Arkansas, belg. Brocken etc.)
- Schleifpapier nass und trocken kein Problem
- Glasplatte ist vorhanden
- Lederwerkzeug hab ich auch ein paar Sachen

So siehts bei mir aus.

Gruß

Aiwazz
 

luftauge

Mitglied
Über Dein Equipment wird bestimmt keiner lachen, weil die meisten hier ähnlich ausgestattet sind, manche benutzen noch weniger !
Für den Anfang bist Du bestens gerüstet ;)

Von Sägebändern kann ich Dir auch nur abraten, ein Kollege hat es mehrmals zu Härten versucht, immer erfolglos, zu Kreissägeblättern hab ich keine Informationen.

Gruß Andreas/L
 

Brunner

Mitglied
Da hast Du ja schon einiges an Werkzeug, dann beginn mal zu zeichnen.

Die Sägeblätter brauchst Du eigentlich garnicht härten.
Ich habe auch schon aus Gattersägeblätter ( beim Sägewerk fragen ) Macheten gemacht, brutal mit der kleinen Flex geschnitten und etwas ballig geschliffen, Kunststoffgriff drauf ( Material unbekannt ) und schon waren die Dinger gebrauchsfähig und sind noch immer im Einsatz.

Kreissägeblätter für Holzschnitt sind sowiso nicht so hart wie die für Metallschnitt.

Wenn Du aber die Eisensägeblätter von Kaltsägen meinst, dann hast Du sicher ein Proplem, denn die Dinger sind hart und spröde wie ein Blatt der Handeisensäge ( ein gutes Blatt bricht bei der Biegebrobe mit der Hand in drei Teile ).

Lass die Finger davon und kauf Dir einen Stahl wie von mir und Leonardo75 empfolen, den dann härten lassen ( aber im Vacuum, sonst mußt Du den Zunder wegschleifen ) und schon kannst Du loslegen.

Klaus

:super:
 

Rolandge

Mitglied
Hallo,
ich habe voriges Jahr auch mit dem Messermachen angefangen. Die Ausrüstung war auch nicht grösser.
Bei Recknagel habe ich Präzisionsflachstahl 1.2842 und 1.2379in 4mm stärke bestellt. Das reicht für ein paar Messer und ist nicht teuer.
Inzwischen habe ich ein Messer aus dem 2379 fertig. Solange er weich ist lässt er sich gut bearbeiten. Erst nach dem Härten wird es schwierig, Also möglichst vorher die Bearbeitung abschliesen und nacher nur noch das Finisch machen.
Gruss
Roland
 

Leonardo75

Mitglied
Werkzeug

Hallo Aiwazz!

Deine Werkzeugliste ist schon beeindruckend, für einen Messermachereinsteiger, da mache ich mir eigentlich keine großen Sorgen über Dein erstes Messerergebnis. Du musst Dir nur Zeit lassen und nicht arbeiten, wenn Du eh zerstörerisch drauf bist. Es gibt so manche Tage, da geht bei mir fast alles schief, an solchen Tagen sollte man die Werkstatt meiden, sonst ist die Arbeit von ein paar Tagen im Eimer.

Wie schaut das mit den drehbaren Schraubstöcken aus? Sind die nur in einer Ebene schwenkbar oder haben die ein Kugelgelenk, dass Du sie fast in allen Richtungen feststellen kannst?
Die mit dem Kugelgelenk sind teilweise zu schwach für harte Feilarbeiten.

Was für eine Bohrmaschine ist denn Deine Ständerbohrmaschine? Eine gute (Flott, Alzmetall) Oder eine einfache aus dem Baumarkt?

Und warum bist Du Dir mit der Qualität Deiner Feilen nicht sicher? Von welcher Firma sind denn die?

Viele Grüße sendet Dir der Leo.
 

Brunner

Mitglied
Immerhin schon etwas Grundwerkzeug Aiwazz!

Ich baue schon seit einigen Jahren die verschiedensten Messer, und habe mit einer billigen Bandschleife aus dem Baumarkt angefangen ( umgebaut auf Kontaktrad DM 250 ).
Nun habe ich die Nase foll von dem Krempel und habe mir eine eigene Bandschleife gebaut, ähnlich der von Borger ( Wolfmaster 50 ) mit Bandlänge 2000, aber um einiges masiever. In 2 bis 3 Wochen bekomme ich die Räder ( Kontaktrad DM 300 für meine Maschine gefertigt ). In der Zwischenzeit baue ich mir noch eine Sandstrahlkiste, dann habe ich ordentliche Maschinen und kann wirtschaftlicher arbeiten.

Für den Anfang kannst natürlich auch eine Bandschleifmaschine vom Baumarkt nehmen ( stationär ) mit Bandlänge 620mm. Für diese Maschine bekommst Du auch die Bänder in verschiedenen Körnungen.

Der Stahl 1.2379 ( K110 oder D2 genannt ) hat sehr hohe Schnitthaltigkeit, ich habe den oft bei Stanzwerkzeugen als Schnittstempel und Schnittplatte eingebaut. Im weichen Zustand sehr gut zu verarbeiten ( natürlich zäher beim Feilen als Baustahl ).

Richtig hart in der Verarbeitung wird es dann bei den Superstählen wie: CPM 420V, CPM T 440V, V 10 usw., aber davon solltest Du anfangs die Finger lassen, denn die kosten richtig Geld.

Da Du scheinbar in München wohnst hast Du gar nicht weit zu:

www.frank-wojtinowski.com

Also, ich freue mich schon auf Dein erstes Messerbild.
Viel Glück und Spass!
Klaus :super:
 

Aiwazz

Mitglied
Hi Leute,

alles klar, das mit den Sägeblättern kann ich nachvollziehen. Ich lasse erstmal die Finger davon :angst: !
Stahl (2842 fürs erste) wird heute bestellt!
@ Leonardo:
- Zwei meiner Schraubstöcke sind horizontal drehbar (1x klein & 1 x groß)und einen hab ich noch mit Kugelgelenk.
- Die Tischbohrmaschine ist schon ne gute, aber frag mich jetzt nicht nach dem Hersteller. Ist aber keine aus dem Baumarkt, sondern vom qualifizerten Werkzeugfachhandel.
- Den Hersteller der Feilen weiß ich auch nicht. Sind sicher von verschiedene. Die meisten sind Erbstücke von meinem Vater.
@ Brunner:
Mit Zeichnen hab ich schon lange begonnen! Ich hab mich jetzt auch vorläufig mal für einen Entwurf entschieden. Ich häng ihn mal hier dran, dann könnt Ihr mir ja Eure Profimeinung dazu sagen (würde mich freuen!) Der Scan ist eher mittelmäßig, aber ich denke man kanns erkennen. Habe mich durchaus von den hier veröffentlichten Messern inspirieren lassen. Vielleicht findet Ihr das eine oder andere Eurer Details wieder. Da ich meine Entwürfe freihändig mit Bleistift auf Papier mache, geb ich Euch die Maße so durch:
Länge gesamt: 207 mm
Klinge bis zur Parrierstange (heißt das so?): ca. 100 mm
Höhe gesamt: 35 mm
Stärke: 4 mm

Ich freu mich schon jetzt auf Eure Meinung und weitere Tips!!!!!

Gruß

Aiwazz

PS: Ups, ich seh grad, ich darf offensichtlich gar keine Bilder anhängen. Es ist mir "not erlaubt"?!?!? Tja, dann gibts kein Bild! Schade!
 

Nidan

Mitglied
Hi Aiwazz,

also den Entwurf würd ich sehr gerne sehen. Hinterleg doch einfach das Bild irgendwo im Web und setz dann nen Link dazu rein.