Herberts/z Badger

TimM.

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Herbertz Badger

Ich bin Besitzer eines Herbertz Badger (im Onlineangebot und auf dem Lieferschein steht "Herberts", aber ich hab mir das Messer nochmal genauer angeschaut, es ist kein Imitat, sondern von Herbertz).

http://www.globetrotter.de/de/htm_shop/detail.php3?artnr=hb-04-119

Ich (als Newbie) habe wenig Vergleichsmöglichkeiten, das Messer ist jedoch äusserst scharf, die Klingenbeschichtung scheint eine gute Korrosionsresistenz aufzuweisen, der Stahl ist wohl in Ordnung (auf der Klinge steht "440 rostfrei", aber nicht ob A, B...). Der Griff liegt gut in der Hand (sowohl das Material als auch die Griffform halte ich für gut).

Kennt jemand dieses Messer und kann mir Infos über seine (nach Gesichtspunkten erfahrener Messersammler/Messermacher) Qualität geben?
Das wäre wirklich sehr nett!
 
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Rolf

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Hallo
Also wenn nur die Angabe 440 verwendet wird, handelt es sich um die schlechteste der drei Sorten (A,B,C) nähmlich "A".
Das heiß aber nicht das du ein schlechtes Messer hast. Der 440A ist halt nicht so schnitthaltig und hat nicht die Härte von 440C, du mußt halt bei häufigem Gebrauch öfter nachschleifen. Dafür ist 440A leichter zu schleifen und nicht so spröde wie 440C.
Wenn du also dieses Messer als gebrauchs Messer erworben hast und nicht zum Sammeln (Vitrine legen), dann ist das Messer OK.
Wenn du allerdings meinst jetzt ein Sammlerstück von besonderer Qualität zu besitzen (Zitat:echtes Herbertz)und gar meinst man könnte so was mit nem Custom vergleichen, dann muß ich dir sagen: Du liegst falsch.
Sammler und Stahlfetischisten werden über ein Herbertz nur müde lächeln.
Das ist hier genauso als vergleiche ich einen VW mit nem Porsche.
Gruß Rolf
 

TimM.

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Original geschrieben von Rolf

Wenn du allerdings meinst jetzt ein Sammlerstück von besonderer Qualität zu besitzen (Zitat:echtes Herbertz)und gar meinst man könnte so was mit nem Custom vergleichen, dann muß ich dir sagen: Du liegst falsch.

Nein, so war das nicht gemeint! Es soll ein Outdoormesser sein!
Mit "echtes Herbertz" wollte ich nur klarstellen, dass es nicht etwa von einer "kopierenden" Firma ist, was sich angesichts des Globetrottertipfehlers vermuten liesse.
Das es keine Mirotech-/Bussequalität o.ä. ist, weiss ich!

Es ist eben für gröbere Outdoorarbeiten gedacht, als daily carry (für feinere Arbeiten wie beispielsweise Pakete öffnen) kaufe ich mir demnächst wohl ein CRKT neck peck, evtl. noch ein Spyderco (was du ja bereits in meinem Thread im Spyderco-Forum gelesen hast).

Ich wollte nur wissen, ob die Qualität akzeptabel ist.
 
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Rolf

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Ja, für diesen von dir genannten Zweck, würd ich sagen:
Hast du ein preiswertes und funktionelles Messer, welches seinen Dienst tut.
Auch wenn mich manche hier im Forum für diese Aussage steinigen würden.
Gruß Rolf
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von TimM.
Ich wollte nur wissen, ob die Qualität akzeptabel ist.

Ich kenne das Ding ja nicht, aber wenns schneidet, nicht beim ersten Hieb in zwei Teile bricht, der Griff in Deine Hand passt, wirds wohl in Ordung sein. Fuer 99 Märker sieht das doch ganz nett aus.

Lass Dich da mal nedd verrückt machen. Ein Busse, Fällkniven etc. sind sicher besser, dafür kosten sie auch das drei bis 10-fache. Fuer den, der drei Monate auf Tour ist, kann das notwendig sein, fuer den Wochenend Globetrotter wohl eher nicht. :p

Ne andere Frage als die Notwendigkeit ist natürlich, was denn Spass macht. Ich hab halt lieber ein gutes und schoenes Messer in der Hand. Aber schneiden könnte ich das, was ich jetzt mit 400Mark aufwärts Messer schneide auch mit einem Herbertz fuer nen Hunni. Oder mit nem Teppichmesser.


Gruesse
Pitter

Auweh, ich hab Teppichmesser geschrieben, jetzt tauche ich sicher in der BKA Rasterfahndung auf :fack:
 

Leonardo75

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Einsetzbarkeit und Gewissen

Hallo Tim!

Du mußt ja auch die Bedenken beim Einsatz in Betracht ziehen. Wenn man ein teures Messer hat, dann schont man es im Zweifel doch. Ich schleppe auch ständig ein gutes feststehendes oder ein ordentliches Klappmesser mit mir rum, aber meistens schneide ich die Sachen, wo die Klinge einen Kratzer abbekommen könnte dann doch mit den Schweizer Messer, was natürlich auch einen festen Platz am Gürtel hat.

Also ist ein billiges, einsaubares Messer zusätzlich durchaus sinnvoll. Ich nehme für solche Sachen gerne ein Böker Arbolito oder wahrscheinlich in Zukunft ein Moramesser von Manufatum für 12 DM.

Da ärgert man sich wenigstens nicht über einen Kratzer.

Gruß Leo.
 

TimM.

Mitglied
Original geschrieben von Leonardo75
Da ärgert man sich wenigstens nicht über einen Kratzer.

Über Kratzer muss ich mir beim Badger noch nicht mal grosse Sorgen machen, die Beschichtung scheint sehr widerstandsfähig zu sein (das meinte ich in meinem Threaderöffnungsposting mit korrosionsresistent).

@pitter
Die Optik kann meiner Meinung nach auch mit einem Fällkniven mithalten und Busse z.B. gefällt mir persönlich rein optisch eigentlich gar nicht so gut - allerdings kann ich das Design von Fällkniven und Busse nur aufgrund von Katalogbildern beurteilen, noch habe ich kein Fällkniven/Busse in der Hand gehalten.
 

Nidan

Mitglied
Hallo Tim,

gratuliere zum neuen Messer. Also ich find es rein optisch auch nicht häßlich, die Klingenform mit der ausgeprägten Fehlschärfe am Rücken gefällt mir sogar recht gut, was mich stören würde wäre der sehr lange Griff und wenn schon dann hätten die ruhig die Klinge länger machen können. Aber ich hab ja auch kleine Pfoten und der Griff soll ja für alle Hände passen und wahrscheinlich wollte Herbertz das Teil möglichst kompakt machen.

Was Busse angeht hast du recht, rein optisch würd ich dein Herbertz von der Klingenform her vorziehen. Trotzdem spielt Busse natürlich in ner ganz anderen Liga (auch preislich :) )

Was ich nicht kapier ist die Klingenbeschichtung, 1) ist der 440er eh sehr rostträg und 2 ) verkratzt die früher oder später doch und dann siehts halt gräuslich aus ;)

Viele Grüße

Thomas
 

TimM.

Mitglied
Original geschrieben von Nidan
gratuliere zum neuen Messer.
Danke! :)

Original geschrieben von Nidan

[...]was mich stören würde wäre der sehr lange Griff und wenn schon dann hätten die ruhig die Klinge länger machen können. Aber ich hab ja auch kleine Pfoten und der Griff soll ja für alle Hände passen und wahrscheinlich wollte Herbertz das Teil möglichst kompakt machen.[...]
Ich habe grosse Hände. :)

...und das Busse wohl in jeder Hinsicht ´ne Nummer grösser ist, ist klar (nur das Design sagt mir persönlich einfach nicht so zu).
 

TimM.

Mitglied
Wenn irgendjemand hier im Forum ausser mir noch dieses Messer besitzt, würde ich mich freuen, wenn mir jemand sagen könnte, was für ein Kunststoff als Griffmaterial bei diesem Messer verwendet wird (pure Neugier)?
 
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birkensee

Mitglied
Hallo TimM.

Ich habe das Herbertz und das S1 von Fällkniven.

Also der Griff des Herbertz liegt mir persönlich besser in der Hand.
Der Griff ist stärker geschwungen als der vom S1.
Beim S1 allerdings hat man am ende des Griffes eine art Hammerfläche,
während beim Herbertz nur erahnt werden kann, wie weit die Klinge in den Griff reicht.

Beim Herbertz gefällt mir besonders die geriffelte Daumenauflage auf dem Klingenrücken!
Die Lederscheide macht auch einen guten Eindruck, obgleich mir Kydex lieber wäre, aber das könnte Spuren auf das Beschichtung hinterlassen.
Bei der Beschichtung tippe ich auf Tefflon.

Gruß Stefan
 

kanji

Super Moderator
Hallo

Pulverbeschichtungen kenn ich eher aus dem MTB Bereich, ist vor allem dick, schwer und schlagfest.

Ob es sowas auf Messern gibt keine Ahnung.

Die Sache mit dem "guten Messer" für alles benutzen kenn ich auch, dafür hab ich mindestend zwei Messer dabei ;-)
 

TimM.

Mitglied
Jetzt hab ich´s auch gelesen. Bisher hab ich das irgendwie überlesen (vielleicht sollte ich die Beschreibungstexte mal genauer durchlesen und nicht nur schnell mal überfliegen - oder haben die das aktualisiert?)...das kommt davon, wenn man nicht so auf Werbetexte achtet...
 
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