Hat Pohl Force bei D2 die Härte geändert?

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blaudjango

Mitglied
Hallo,
habe in letzter Zeit öfteren die Homepage von Pohl Force besucht und zum Vergleich alte Werbungen gesichtet, dabei ist mir aufgefallen, dass Dietmar Pohl die Rockwellhärte von 61 auf 58-59 geändert hat. Gibts da Probleme mit dem Härten, oder gibts andere Gründe?:confused:
 

docrim

Mitglied
Informiere dich mal über den Stahl, da wirst du feststellen, daß der D2 (1.2379) recht spröde ist.

Ich lasse meine Klingen nur auf 58 HRC anlassen.
 

Wido

Mitglied
Ob Pohl Probleme mit dem D2 hatte, kann ich nicht beurteilen.

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, das der spröde D2 leicht an der "Zielgruppe" vorbei geht.
Für Benutzer, die mit dem Messer eher rauh umgehen ( wie ich ;) )scheint mir der robuste 440 C der Vorgängermodelle ohnehin die bessere Wahl.

Mein Alpha 2 jedenfalls hat bis jetzt keinerlei Scharten ( obwohl ich es schon oft übel misshandelt habe ) und läßt sich sehr leicht nachschleifen.

Ich denke, diese Eigenschaften läßt der D2 vermissen.

Ich hab daher schon für "Nachschub" gesorgt : hab zuletzt durch Tausch von einem Forumsmitglied ein völlig unbenutztes Alpha 1 Outdoor erstanden ! :hehe:
 
G

gast

Gast
Grüße.

Ich habe bei Pohl Force/Dietmar Pohl per Email nachgefragt und die Antwort erhalten, dass die Hrc des D2 verändert/reduziert wurde, weil viele Benutzer mit dem Nachschärfen des Stahls nicht zurechtkamen.

Ich persönlich benutze zum schnellen Nachschärfen den Rattenschwanz von Lansky - für eine normale Gebrauchschärfe (auf die Schnelle) reicht der aus.
Das Charlie wurde von mir in der letzten Zeit doch reichlich gefordert: Hausrenovierung, Gipsplatten schneiden, Bauschaum von den Wänden schneiden, Platten abhebeln, Drähte kappen, ... die Schneide ist zwischendurch auch mal an einen Nagel oder eine Schraube geprallt, ohne Scharten zu bekommen.
Probleme wegen Sprödigkeit gibt´s da nicht.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Mein Alpha 2 jedenfalls hat bis jetzt keinerlei Scharten ( obwohl ich es schon oft übel misshandelt habe ) und läßt sich sehr leicht nachschleifen.

Ich denke, diese Eigenschaften läßt der D2 vermissen.

*Der* D2, also der, der bei den Pohl Force verwendet wird, lässt sich mit dem Sharpmaker sehr einfach schleifen, rasiert problemlos die Unterarme, zeigt keine Probleme mit Korrosion, hält die Schärfe im Rahmen der Erwartungen - und Ausbrüche habe ich auch keine, auch wenn ich die Messer sicher nicht besonders pfleglich, aber angemessen behandle.

Jetzt geht der D2 angeblich an der Zielgruppe vorbei; als 440C verwendet wurde, war das Geschrei groß, warum man nur den Stahl von Opas Jagdnicker verwendet hat. Wie mans macht, ists falsch. Bzw. egal ;) - ich halte die Stahlfrage in der bekanntermaßen für überbewertet für die Praxis. Und zumindest was Klappmesser angeht, hat mich auch noch keiner vom Gegenteil überzeugen können.

Pitter
 

chIntz

Mitglied
Ich verstehe irgendwie diese Ausbrüche-Gerüchte beim D2 nicht, weder ist mir etwas am Charlie oder Bravo aufgefallen, und mit denen gehe ich nicht gerade zimperlich um, noch zeigen einschlägige Videos (z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=i5t5TUhOMvM), beispielsweise mit dem GEK 2000, dass ja bekanntlich aus Böhler K110 gemacht ist, irgendwelche Verunstaltungen der Klinge.

Auch Rost scheint immer wieder ein Thema zu sein, da ist die Rede von "in der Hand wegrosten", auch da habe ich bisher noch nichts bemerkt und ich kann mir nicht vorstellen, man möge mich berichtigen, wenn das nicht stimmen sollte, dass es so große Unterschiede in der Wärmebehandlung bzw. Verarbeitung des Stahls gibt, dass sich derart krasse Unterschiede auftun.

chIntz
 
Ich glaube nicht, dass ich persönlich jemals einen Unterschied zwischen 59 und 61 HRC beim Gebrauch hätte feststellen können. Ich komme mit dem C1 wunderbar klar. Anfangs war ich auch skeptisch, wieso ein "nicht rostfreier Stahl" für ein Outdoormesser verwendet wird. Aber die Praxis hat mich voll und ganz von dem Messer überzeugt.

Rein interessehalber frage ich mal bei Pohl Force nach, ab welcher Seriennummer die Härte reduziert wurde und welche Härte mein C1 besitzt.

Aber seien wir alle mal ehrlich, welcher Messerhersteller reagiert denn bitte so auf die Bedürfnisse seiner Kunden und passt die Härte des Messerstahls an, damit wirklich alle ihr Messer selber nachschärfen können? Ich denke die können wir an einer Hand abzählen. Schade finde ich nur, dass bei vielem was Dietmar Pohl macht, immer gemeckert wird. "...wieso ist da kein Glasbrecher dran...", "...warum gibt es diese Version nicht mit Wellenschliff...", "...wieso kommt hier plötzlich D2 zum Einsatz..." und "...wieso nur noch 59 HRC..."

-->:jammer:
 

blaudjango

Mitglied
Hab mal bei Pohl nachgehackt und als Antwort bekommen, dass einige Kunden mit der Härte Probleme mit dem schärfen hatten:staun:, was er mit diesem Schritt jetzt lösen will?!?:confused::mad:Ob es sinnvoll ist wegen dem schärfen alleine die Härte zu ändern weis ich nich, die wenigen könnten doch ihr Messer zum Profi bringen, um den anderen den gewohnten Standart zu bringen. Es sollte in Deutschland nicht immer um nebensächliches gemeckert werden, man sollte dann jammern wenns wirklich angebracht ist, und dann handeln.
 
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bitbabel

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Man sollte meinen: entweder ich nehme D2 wegen der höheren Härte, und nehme die möglichen Nachteile (nicht mehr rostfrei, schwerer zu schleifen) in Kauf oder ich bleibe bei 440C, was bekanntermaßen einen guten Kompromiss darstellt (und rostfrei ist). So klingt das für mich als ein Gasgeben mit angezogener Handbremse.

Aber alles Spekulation. Hab mir jedenfalls ein PF mit D2 bestellt und werde es "mal ordentlich rannehmen" und mit meinen 440c-Zahnstochern vergleichen. ;)

Vielleicht wurde ja auch rostfreier 440XH verbaut... das Material wird ebenfalls als D2 bezeichnet, zumindest laut einer Tabelle die ich hier vor mir liegen hab. Aber anderen Benutzern zur Folge läuft das PF durchaus fix an. Das spricht eher für nicht-rostfreien D2.

Alles Spekulation. Ich schreibe hier sobald ich damit rumspielen konnte.
 
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luftauge

Mitglied
Alles Spekulation. Ich schreibe hier sobald ich damit rumspielen konnte.
Eigentlich nicht, die Ausgangsfrage wurde einen Beitrag vor deinem mittels Nachfrage bei Dietmar Pohl mit dessen offizieller Begründung beantwortet. Und die hat nichts mit Korrosionsbeständigkeit zu tun.

Warum ein "D2" bzw. 1.2379 [:rolleyes:] aufgrund seiner Legierung nicht "rostfrei" sein kann, kannst Du in Herberts Einführung in den Stahlsschlüssel nachlesen. Hat mit zu wenig Chrom zu tun.
 
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