Hat jemand erfahrungen mit John greco Messern?

Odin

Mitglied
Die Messer von greco sind ja recht günstig. Hat jemand mit den Messern erfahrungen?
Der einzigste importeur ist blades-point.de oder??
Gruß dirk
 

Vogel75

Premium Mitglied
Hallo Dirk,

ich hab mir auf einer Ausstellung mal ein Defender von Greco angeschaut bei Blades-Point, die waren auch da. Ich wollte eigentlich ein Companion, hatten sie aber leider nicht dabei (steht immer noch auf meiner Wunschliste).

Vom äußeren Erscheinungsbild: Verarbeitung des Defender war sehr gut, die Klingenstärke ist SEHR beeindruckend. Zur Schnitthaltigkeit kann ich leider nichts sagen, da ich NOCH kein Greco habe und benutze, kommt aber demnächst auf jeden Fall eins her (aus A2-Stahl)!

Naja, viel ist´s nicht, aber vielleicht kannst Du was damit anfangen.

Sascha
 

Armin II

Mitglied
Hatte auf der Messerbörse in FFM die Gelegenheit mir ein paar Messer von Greco anzuschauen. Nachdem ich nun seit etlichen Jahren selbst Messer herstelle, habe ich es mir angewöhnt, auf einige Stellen am Messer besonders zu achten. Dazu gehört unter anderem der Übergang zwischen Ricasso und dem geschliffenen Teil der Klinge. Dazu schaue ich mir zuerst mal beide Seiten der Klinge abwechselnd an und überprüfe, ob beide Seiten annähernd gleichmässig geschliffen sind. Weiterhin schaue ich mir eine Klinge dann von der Schneide her an. Dabei sieht man dann, ob beide Seiten der Klinge gleich weit geschliffen sind, ob der Übergang zum Ricasso gleichmässig ist, und ob die Schneide in der Klingenmitte steht.

Genau in diesem Punkt war ich von den Messern von Grecco ziemlich enttäuscht. Die beiden Seiten waren nicht gleichmässig weit nach hinten geschliffen( d.h. die Schneide ist auf der einen Klingenseite länger als auf der anderen)und die Übergänge am Ricasso waren z.T. ziemlich ungleichmässig. Bei der Hälfte der Messer, die ich in die Hand nahm, war sogar bis zu fast 1 mm Hinterschliff feststellbar!

Ich als Hobby-Messermacher würde unter soetwas nicht meinen Namen druntersetzten. Wie ein angeblicher Profi-Messermacher solche Ware auf einer Messe vorführen kann ist mir unerklärlich!

Wie es zu sowas kommt, kann ich mir schon vorstellen: Die Klingen mit Korn 36 aus dem Vollmaterial rausschruppen - härten - Kunstoffbeschichtung drüber oder Sandstrahlen (damit keiner das miese (welches eigentlich?) Finish sieht) - Fertig!
Schnell und billig produziert, und anschliessend teuer verkauft.

PS: Die Art und Weise, wie der Klingenübergang am Ricasso ausgeführt ist, kann meiner Meinung nach durchaus Einfluss auf die Belastbarkeit eines Messers haben. Wenn man sich mal den Querschnitt einer Klinge vor Augen hält, dann wird klar, dass bis zu 50% des Materials weggeschliffen werden. Das ist eigentlich eine ziemlich schroffe Querschnittsänderung, die entsprechend sauber ausgeführt werden sollte (Rundungsradius -/- Kerbwirkung!). Viele Messerbenutzer legen grossen Wert darauf, das ihr Messer eine "Full Tang" Ausfühung ist, da das angeblich stabiler ist. Dem Übergang zwischen Ricasso und dem geschliffenen Teil der Klinge kommt meiner Meinung nach eine mindestens ebenso grosse Bedeutung zu. Das nur mal so nebenbei.

[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 12.12.2000 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 12.12.2000 editiert.]
 
Ich kann jetzt nicht unbeding was zu den Feinheiten der Verarbeitung bei John Greco Messern sagen, bin aber mit meinen Companion sehr zufrieden.Ist eher ein grobes Messer, aber greco würde auch nie behaupten, dass er art knives macht.Für das Geld, super Messer.
So sehen es auch die Meisten auf bladeforums.
Meine zwoa pfenning

bandana man
 

Odin

Mitglied
ich danke für das feedback!
Dann muß ich mir das mit den grecos doch noch mal überlegen, wenn die dinger so schlecht gemacht sind, kauf ich mir lieber ein reeve fü das doppelte. Was haltet ihr denn von A2 stahl? Reeve soll ja toll gehärtet sein, wäre die schnitthaltigkeit dann mit ats34 zu vergleichen?
 

Tobse

Mitglied
Seit einiger Zeit habe ich ein Defender MkII von John Greco, gekauft bei Blades Point. Die Verarbeitung des Messers ist 'rustikal', bei einem Preis von 240DM aber akzeptabel:
Der Übergang Klinge/Ricasso ist wie erwähnt unschön, dafür ist sowohl die Passung der schönen Micarta-Griffschalen als auch der restliche Schliff OK. Eindrucksvoll ist, wieviel Material hier eingesetzt wird: Die Klinge ist aus 1/4-Zoll A2-Stahl
gemacht, der Klingenrücken also mehr als 7mm stark. Die Kombination aus soviel Stahl, dem leichten Hohlschliff und der 'Hawksbill'-Klingenform ergibt allerdings ein Messer, das nicht besonders gut schneidet. Dazu habe ich es aber auch nicht gekauft.
Der Companion Cub, den es auch in einer dünneren Version gibt, ist dazu wohl die bessere Wahl.
Scharf bleiben,
Tobse !


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Kochenfuerkerle.de
-demnächst in ihrem Netz -
Messerman@kochenfuerkerle.de
 

Alex Wolf

Mitglied
Ich habe seit zwei Jahren ein Greco "Protector" und ein "Sax". Gegen das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Klingen kann ich wirklich nichts sagen. Die Dinger haben in den USA seinerzeit 65 und 85 US$ gekostet. Ich bin lediglich mit den Lederscheiden nicht ganz glücklich, Kydex hätte zu dieser Art von Messer eindeutig besser gepasst. Einen unsymetrischen Schliff habe ich bei meinen Exemplaren nicht feststellen können. Insgesamt gesehen halte ich die Greco Modelle für sehr stabile, durch ihre massive Klingedicke aber nur eingeschränkt "feinschneidfähige", Gebrauchsmesser.
Gruß Alex
 

Armin II

Mitglied
Dass die Messer schlecht gemacht sind habe ich nicht gesagt. Vielmehr wirds bei den Feinheiten wohl nicht ganz so genau genommen. Genau das sollte man aber bei einem in Kleinserie gefertigten Messer erwarten können. Denn genau diese kleinen Feinheiten machen eben den Unterschied, und zeigen auch, welche Sorgfalt jemand bei der Herstellung seines Produktes walten lässt, und wie genau derjenige es mit der Qualitätskontrolle nimmt.

Und wenn ich dann weiterhin noch lesen kann: "Aus Gründen des Korrosionsschutzes werden die Klingen sandgestrahlt und lackiert.....", dann muss ich mich schon einiges fragen. Ich jedenfalls nehme aus Gründen des Korrosionsschutzes einen hochlegierten Stahl und versehe den mit einem möglichst guten Finish.....



[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 12.12.2000 editiert.]
 

JB1964

Mitglied
John Greco Knives

Dieser Thread ist zwar wirklich uralt, ich habe ihn aber trotzdem ausgegraben.

Hat in der Zwischenzeit noch jemand Erfahrungen mit den John Greco Knives gesammelt. Abgesehen von der allgemeinen Verarbeitung dieser günstigen Messer interessiert mich vor allem der Klingenschliff. Ist es ein Hohl- oder Flachschliff (Säbelschliff)???
Wie ist der Lieferservice von John Greco?

Mich würde das Companion MarkII-5 besonders reizen!

Für alle, die mit den Greco Messern nichts anfangen können, hier zwei Links:

www.bladeart.com/artists/john_greco/john_greco.htm

www.grecoknives.com

Danke im Voraus für eure Antworten!