Härten in Heimarbeit

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Paulus

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Hallo Leute,

was ist von folgender Idee zu halten:

Zwei Kochplatten a 2000 W übereinander mit 10 mm Abstand.
Dann eine Isolierung und Blechtreifen drumherum bis auf einen schmalen Schlitz zum Einschieben der Klinge.
Dazu einen Wärmefühler zum Temperaturmessen im "Brennraum".

Nun meine Fragen:

1. Wie warm werden die beiden Platten wenn man den Termostat überbrückt?
2. Geht das überhaupt mit diesem System, oder gibt es einen Denkfehler?

Bin für Hinweise dankbar.

Paulus
 

WiCon

Mitglied
Die Platten werden mindestens so heiß, dass Aluminium schmilzt - habe ich schon ´mal "getestet" als ich einen Topf mit Sandwichboden auf dem Herd vergessen hatte. Aber: Herdplatten so weit jenseits ihrer Spezifikation zu betreiben halte ich für zumindest sehr bedenklich. Was passiert, wenn die Isolation durchbrennt. Wenn du dann ein Stück Stahl ´reinhältst fangen die Augen an zu leuchten und dein Körper zuckt in Ekstase - mit 50Hz Netzfrequenz. Also die ganz dringende Warnung: Lass es!!
 

Paulus

Mitglied
Das mit der Isolation sehe ich nicht so problematisch. Herdplatten sind mit Keramikperlen isoliert, da kann nichts schmelzen. Wenn die Temperatur von 800 bis 900 Grad erreicht ist wollte ich ohnehin runterregeln. Wenn Kevin allerdings auch abrät.....? Welche Gründe gibt es dafür?

Paulus
 

Oliver Mendl

Mitglied
Hallo Paulus,

Der Grund dafür wird sein das sau Gefaährlich ist!
Zu sowas kann man einem nicht raten, damit würde man sich fast strafbar machen...

Auch ich kann nur den Tip geben, Lass es!

Aber, in der theorie könnte es wie von dir beschrieben funktionieren nur bezweifel ich das du eine vernünftige konstante Hitze bekommst.
Du müsstest das ja auch bis zum geht nicht mehr Isolieren etc.
Dan würdest du aber in deinem "Brennraum" ein Umfeldschaffen für welches Herdplatten nicht gemacht sind...

ich weiß nicht wie mans dreht und wendet würde mir vieeeellll zu Riskant sein.

Mfg Olli
 

MarkusS

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Auch wenn die Platten selber vielleicht nicht anfangen zu schmelzen - die darin eingebaute Heizwendel vielleicht schon.

Das Konzept ist IMHO unter mehreren Aspekten bedenklich:

- Durch das brücken des Thermostats hebelst Du bewusst eine Sicherheitseinrichtung aus. Wenn irgendwas an der Sache schief läuft und Du hast da einen nicht mehr beherrschbaren 1.000°C heissen Klumpen Herdplatten mit munteren 230V/16A dran auf dem Tisch liegen der zu Schäden führt wird sich Deine Versicherung bedanken, die Stichworte sind dann grobe Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz.

- Für solche Lasten schreiben mittlerweile fast alle EVUs aus gutem Grund besondere Stromnetzdimensionierungen vor, die hast Du i.d.R. nicht an der normalen Zimmersteckdose sondern bestenfalls in der Küche wo die grossen fetten Verbraucher sitzen, z.B. an der Herdsteckdose (von der Du bitte die Finger lässt wenn Du keine ausgebildete Elektrofachkraft bist - was ich aufgrund der Fragestellung für ausgeschlossen halte). Speziell im Altbau können solche Stromlasten wie Du sie ausserhalb jeglicher Spezifikation fahren willst zu sehr interessanten Effekten bis hin zum Warmabbruch führen.

- Ein in einem geschlossenen Raum eingesetzer Feuerlöscher ist eine elende Schweinerei.

Zahl die 20 Euro an einen professionellen Lohnhärter, kostet nicht so viel Nerven und das Ergebnis ist mit allergrösster Wahrscheinlichkeit deutlich besser als alles was Du auf Deinem selbstgefrickelten Selbstmord- und Inventarzerstörungsmechanismus produzieren kannst.

Gruss
Markus
 

micknives

Mitglied
hi paulus,
sei mir bitte nicht böse, der gedanke müsste schon bestraft werden.
technisch ist es absolut unausführbar.
selbst wenn es möglich wäre würde deine kleine e-hausanlage
wie nichts dahin schmelzen mit samt haus.

kauf dir einen kleinen muffelofen für 220V und es klappt auch bei
dir zu hause.
 

Claymore

Mitglied
Ich schließe mich dem geschriebenen vollständig an.
Von der Beschriebenen Konstruktion würde absolut abraten.

Wenn Selber härten, dann einen Kleinen Härte/Brenn/Muffelofen Besorgen der dafür ausgelegt ist, oder wenn es 'kohlenstoffstähle und niedriglegierte Stähle betrifft, kann man mit Holzkohle oder Gas einen preisgünstigen und sehr gut funktionierenden Härteofen bauen für wenig Bares.
Mit der Scuhfunktion sollte sich da was finden.


Peter
 

Rolandge

Mitglied
Hi Paulus,
wenn Du die 2 Platten an einen Stromkreis anschliesst fliegt die Sicherung raus. An 2 Kreisen sollte an der Elektrik nichts passieren. Das Überbrücken der Termostate ist allerdings sehr sehr bedenklich. Wenn was passiert, dann ...
Gruss
Roland
 

MarkusS

Mitglied
Original geschrieben von rolage
wenn Du die 2 Platten an einen Stromkreis anschliesst fliegt die Sicherung raus...

Ich glaube nicht dass wir derartige Konstruktionen auch noch mit Optimierungshinweisen unterstützen sollten.

Gruss
Markus
 

Kevin Wilkins

Moderator Forum Kevin Wilkins
Warum stellt man den TV nicht unter der Dusche? Gotschalk sieht gut aus im Regen oder?

Warum lagert man offene Eimer Benzin nicht neben ein Gasherd?

Warum gibt man klien Kinder keine geladene Pistole?

Warum kauft eine Härterei eine Härteoffen wenn zwei kurzgeschlossene Herdplatten es auch tun?
 

Paulus

Mitglied
Ja, ja, ist ja gut. Bei der Hitze kommt man eben auf solche dummen Ideen.
Zum Anderen sind in unserer Gegend die Härtereien nicht so dick gesät. Die nächste Gute ist in Berlin. Das lohnt sich für eine einzelne KLinge nicht. Die letzten Klingen habe ich jedenfals zu Claymore geschickt. Nur der Aufwand immer....
Vielen Dank jedenfalls für die Kritik und die Anmerkungen!

Paulus
 
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