Gewicht eines Klappmessers

stofferl

Mitglied
Hallo zusammen!

Ich bin seit längerer Zeit ein stiller Mitleser in eurem Forum und möchte mich mal mit einer Frage zu Wort melden:

Mehrmals habe ich gelesen, dass das geringe Gewicht eines Klappmessers als Vorzug gepriesen wird.
Warum?
Für einen Extrembersteiger oder für jemand der wirklich mehrere Stunden am Tag mit einem Messer arbeiten muss (darf <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0"> ), kann ich das ja verstehen.
Eventuell ist es auch eine technische Herausforderung ein Messer zu bauen, das besonders leicht - gleichzeitig aber super stabil ist.
Aber sonst?

Würde mich über Antworten sehr freuen - Danke im Voraus!


stofferl
 
F

function

Gast
Da geb ich dir generell recht. Wenn du das Messer aber immer bei dir hast, solltest du aber wenigstens ein wenig auf das Gewicht achten. Das kann namlich gerade in Kombination mit anderem Equipment (juhuu, Fremdwort !) wie Lampe, oder was man sonst noch mit sich rumträgt unangenehm werden.

Gruß, Function
 

Nidan

Mitglied
Hallo Stofferl,

also ich seh das ganz locker : der einzige Folder den ich hab und der ein bißchen schwer als daily User ist, ist mein Chinook.

Mit den anderen Messern die ich so rumtrag (Military, Socom Elite usw) kann ich aber gut leben.
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fria

Mitglied
hallo stofferl!
wilkommen im forum!
zu deiner frage: das gewicht ist bei klappmessern wenn dann nur aus komfort überlegungen wirklich wichtig. schwere klappmesser ohne clip oder gürteltasche sind unangenehm zu tragen und beulen hosen- und jackentaschen aus.im anzug sieht ein buck 110 in der hosentasche etwas seltsam aus.
 

crashlander

Mitglied
Da kann ich fria nur zustimmen. Wenn man eine Jeans trägt, spielt das Gewicht keine allzugroße Rolle, wenn man das Messer am Gürtel trägt auch nicht. Aber sobald man beispielsweise eine Dockers trägt, schlackert das Teil bei jedem Schritt ganz schön rum, wie zum Beispiel auch ein 1/2pfündiger Schlüsselbund. Und wenn man nicht nur ein Minimesser sondern was großes (siehe Bild)
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bei sich tragen will, spielt das Gewicht eine erhebliche Rolle. Das oben gezeigte Starmate hat z. B. bei einer Klingenlänge von über 9 cm ein geringeres Gewicht als das unten gezeigte Worker mit einer Klingenlänge von nur 7cm. Da ich immer ein Messer dabei habe (Ach nee... <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> ), finde ich das Gewicht schon entscheidend.
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Helmut

Mitglied
1. Ein paar Gramm mehr oder weniger - das merkt höchstens die Waage.Also: nur wer mit dem Messer Luftpostbriefe füllen will, der achte auf Leichtgewicht.
2. Ich kenne niemand, der sagt, dass genau die paar Gramm weniger in irgendeiner Situation den entscheidenden Ausschlag gegeben haben. Ob die Klinge (Stahl, Schliff, Verarbeitung) für den jeweiligen Einsatz was taugt - das ist wichtig. Also: praktischer Nutzen vom Leichtgewicht nicht erwiesen.
3. Ob das Messer in der Anzughosentasche unangenehm rumschaukelt, hängt nicht vom Gewicht ab. Kleine Messerchen brauchen nicht aus besonders leichten Materialien zu sein - die Dingerchen sind so handlich und ohnehin leicht, die stören kaum. Wer ein größeres Messer mitschleppt, hat keine Gewichts- sondern ganz einfach Platzprobleme. Groß bleibt groß. Das teure bisschen Gewichtserparnis macht das große Teil nicht weniger sperrig. Also wozu den Aufpreis zahlen?


Doch, halt, da fällt mir was ein:
Wenn ich mit einem besonderen Leichtgewicht einen Marktvorteil haben kann, also irgendein Produkt anbieten kann, das so leichtgewichtig keiner sonst hat, dann kann ich dafür auch ordentlich was verlangen. Superduperleichgewichte kosten Superduperpreise. Das ist doch ein Vorteil! <IMG SRC="smilies/cwm41.gif" border="0">
 

freagle

Mitglied
Hallo Leute,

viele der modernen Klappmesser werden ja als sogenannte Combatfolder bezeichnet und sind somit auch für den militärischen Gebrauch oder für Polizei gedacht. Da spielt es schon eine Rolle das Gewicht, weil eh eine menge an Ausrüstung getragen wird, man muss dann eben immer das Gesammte sehen. Für mich spielt es beim Kauf keine Rolle was das Messer wiegt, ich finde es aber trotzdem bequemer mein Native zu tragen als mein schweres LCC.

Grüße freaglej
 

kanji

Super Moderator
Beim Kauf spielt bei mir das Gewicht keine grosse Rolle, da entscheidet die Optik und die Mechanik, wenns jedoch um den täglichen Nutzen geht hab ich schon gelenrt auch ein kleines leichtes Messer zu schätzen
(Benchmade MelPardue 350),
klein unauffällig, handlich super zu öffnen, und die Kollegen kriegen keinen Angstschweissausbruch wenn du das Messer auspackst

[ 21-06-2001: Nachricht editiert von: kanji ]
 

HankEr

Super Moderator
Das Buck 110 und das Starmate liegen meiner Ansicht nach in ein und derselben Längenkategorie. Trotzdem ist das Starmate IMHO in fast allen Situationen bequemer zu führen als das Buck (Clip hin oder her). Für mich ist das Gewicht schon ein entscheidendes Kriterium. Ob 100g oder 110g spielt dabei bei mir keine Rolle, aber ob ein Messer 80g oder 180g wiegt macht schon --- im warsten Sinne des Wortes --- einen gewichtigen Unterschied. Je nach Art der Verstauung macht sich das natürlich unterschiedlich bemerkbar, in üblichen Verstauungssituationen stört weniger das Gewicht, welches einen nach unten zieht, sondern mehr die Trägheit der Masse ganz allgemein.
 

mactheknife

Mitglied
für mich ist die tragbarkeit eines folders absolut vorrangig. wenn ich z.B. die klapper im letzten messermagazin wettbewerb sehe, so ist für mich das gweicht bei der auswahl ein kriterium. manche haben 28og und mehr. wenn man das täglich führen will, nervt das. egal ob in tasche am gürtel und noch mehr geklippt in der tasche. IMHO ist jedes clip messer über 150g außer als vitrinenteil zu schwer. und der stand der materialtechnik erlaubt dank titan, g10 oder carbonfiber den bau von megafoldern bis 25cm open, die in dieser gewichtsklasse liegen. der micro lcc ist der schweste folder, den ich besitze, aber aus gewichtsgründen nie trage. meine original lightfoots sind dank der ti-platinen erheblich leichter und kommen so auch viel öfters an die frische luft. das heißt nicht, daß mir ausgefallene designs mit hohem gewicht als vitrinen-sammlerteil nicht gefallen, aber rumschleppen will ich sie nicht.
 

jangs

Mitglied
Ich besitze auch Messer, die mir zu leicht sind.
Ich habe bzw. ein Jaguar mit skeletiertem Alu-griff und Frame-lock.
Die ganze Gewichtersparniss kommt zwangweise vom Griff, denn eine ordenliche Schneide wiegt eben ihr Gewicht, wenn sie nicht gerade aus was anderem als Stahl besteht (Titan, Keramik).
Mit so einem leichtgewichtigen Griff finde ich das Messer unangenehm in der Hand. Es ist schlecht ausbalanziert und man hat wenig Gefühl beim Führen des Messers.
Klar, ein Buck 110 ist mir zum rumschleppen in der Tasche auch zu schwer, aber bei einer Wanderung im Rucksack verstaut, ist es beim Gebrauch dann ganz angenehm.
Aber wie gesagt, das ist meine Meinung.
 

stofferl

Mitglied
So viele Meinungen ... die einander aber toll ergänzen find ich.

Mit dem "richtigen" Gewicht verhält es sich wohl genau wie mit der "richtigen" Klingenform, Griffgröße, Stahl, Schleifwinkel, feststehend vs. Folder usw.
Ist wie mit Schuhen: das richtige Modell mit dem man Berg steigen & Marathon laufen & mit der Frau zum Tanzen gehen will - gibt's net <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0">


stofferl
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original erstellt von stofferl:
<STRONG>Ist wie mit Schuhen: das richtige Modell mit dem man Berg steigen & Marathon laufen & mit der Frau zum Tanzen gehen will - gibt's net <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0"></STRONG>

So ist das. Deswegen sind ja aus dem einen Messer, das ich eigentlich nur braucht, derweil ein paar mehr geworden <IMG SRC="smilies/cwm41.gif" border="0">

Wenn ich in Sommerhose samt Sacko rumspeziere und ein Elite einstecken habe, hängt mir die Hose auf Halbeachte (Fuer die Bewohner Südschwedens: tiefer, als es der optimalen Eleganz zuträglich ist).

Da nehm ich dann lieber was kleines, leichtes mit. MT UDT oder WH Global 5 geht immer.

Gruesse
Peter
 

Haudegen

Mitglied
find ich klasse,
stofferl macht grad mal zwei post, und ich hab wieder was gelernt.
messer und frauen haben etwas gemeinsam. <IMG SRC="smilies/confused.gif" border="0">
bei der frage nach dem richtigen modell/gewicht, ist man ganz auf sich allein gestellt. <IMG SRC="smilies/cwm3.gif" border="0">

pitter, und wenn`d mi schlächst,
wer oder was ist ein WH Global 5 ??
vielleicht seh ichs ja am samstag ??

grüße,............
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original erstellt von Haudegen:
<STRONG>pitter, und wenn`d mi schlächst,
wer oder was ist ein WH Global 5 ??
vielleicht seh ichs ja am samstag ??
</STRONG>

Ich trau mir den immer nedd auspacken, weil Raimund imer Kloball dazu sacht <IMG SRC="smilies/cwm36.gif" border="0"> - aber hier iss es:

Link zu Knifeart: Global 5 ihr Deppen, nicht KLOBALL

Mein eigener Senf dazu: WH Global 5 Testbericht

Gruesse
Pitter

[ 21-06-2001: Nachricht editiert von: pitter ]
 

Haudegen

Mitglied
würd mich gern näher drüber auslassen, aber ist ja leider keine lobby hier. <IMG SRC="smilies/f_ck.gif" border="0">

( nur kurz, - sehr schönes stück.
kloball, -- ?? )

grüße,..............
 

judge

Mitglied
Für mich spielt das Gewicht eines Klappmessers in einer für mich sehr alltäglichen Situation eine GANZ entscheidende Rolle: Beim Joggen. Wer schon mal mit nem schwereren Folder eingeclipt in den Bund einer Jogginghose gelaufen ist, weiß was ich meine. Absolut nervig.
Ansonsten mag ich eher schwerere Messer, habe kein Problem beim Tragen von LCC oder CRKT KFF.