Gehärtete Schleifunterlage, welcher Stahl?

Kundulus

Mitglied
Hallo zusammen

Ich habe mir, inspiriert durch die Anleitungen im hiesigen Forum, vor einiger Zeit einen Metabo BS175 gekauft. Dazu passend habe ich mir einen Schleiftisch an den Schleifarm gebaut, um am senkrechten Schleifarm zu arbeiten und das Schleifband mit einer Schleifunterlager "unterfüttert". Das funktioniert hervorragend:super:

Nun habe ich bei routinemäßigen Wartungsarbeiten die Schleifunterlage angesehen und festgestellt, dass sie doch arg gelitten hat. Durch den Druck der Rohklinge gegen das Band ist die Schleifunterlage leicht nach innen ballig geworden, sie ist ganz leicht "eingedellt" worden :argw:

Als Material habe ich 5mm starkes V2A verwendet, dachte, damit wäre ich auf der sicheren Seite.
Aber an einer gehärteten Schleifunterlage geht auf längere Sicht wohl kein Weg vorbei.
Nun meine Frage: Kann ich mit haushaltsüblichen Mitteln (Lötlampe) eine entsprechende Unterlage selbst härten? Ich dachte mir, ein Stück 1.2842 oder ähnliches in Form zu arbeiten, mit Schraubenlöchern zu versehen und danach zu härten, das Teil mit der Lötlampe stark zu erhitzen und abzuschrecken.

Leichter wäre es, die Schleifunterlage härten zu lassen, aber vielleicht könnte ich das ja mit der Lötlampe selbst erledigen...

Kundulus
 

thickneck

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Bin kein Stahlprofi, denke jedoch, daß sich auch eine gehärtete Oberfläche abnutzen wird !

Was evtl. "richtig" standhält, wäre Keramik, wahrscheinlich aber nicht umsetzbar.
 

Moppekopp

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Ich habe eine Auflage aus ungehärtetem 1.2080. Die hält jetzt seit einigen Jahren, bisher kann ich keine starke abnutzung erkennen.

Gruß Tobi
 

Kundulus

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@AchimW: Ich härte natürlich keine Klingen mit der Lötlampe, ich lasse sie durch den Profi härten...

Es ging mir um die Frage, wie die Schleifunterlage möglichst unempfindlich gegen das Abschleifen durch die Schleifbandrückseite gemacht werden kann.
Sei es durch Härten (lassen) oder durch einen anderen Stahl.

Viele Grüsse
Kundulus
 

JostS

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...
nimm ein Stück 1 mm Fedestahlblech. Löcher (wenn es denn welche braucht) mit HM-Bohrer bohren.
Wenns nach 3 -5 Jahren eine Delle hat (wenn die stören sollte): wegschmeißen und neu machen.
Herzliche Grüße aus Stuttgart,
Jost
 

AchimW

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Na dann lass die Unterlage doch auch durch den selben Profi härten. Ich habe eine Unterlage aus 1.2379, die ich so alle 2 Jahre neu planschleife.
 

RoM

Mitglied
Hallo Kundulus,

Ich habe mir vor einigen Jahren eine Schleifunterlage aus einem Ceran-Kochfeld -vorsichtig mit dem Winkelschleifer - herausgeschnitten.

Das hält bis heute, da gibt es keine Abnützung oder Schleifspuren.

Davor hab ich eine Schleifunterlage aus Graphitgewebe verwendet, da war ich mit dem Feedback nicht zufrieden.

Grüße RoM
 

natto

Mitglied
Euhhh, Du machste Messer? Womit härtest Du die denn? Doch hoffentlich nicht mit der Lötlampe?

Hallo Achim, woran denkst Du bei einer Lötlampe? Die Dinger zum vorheizen von dem alten Lanz, wurden auch als Lötlampe bezeichnet. Warum soll man damit nicht eine ordentliche Stahlplatte auf Härtetemperatur bringen können?

Gruß Holger
 
G

gast

Gast
Hi Kundulus,

ich habe auch eine Schleifplatte aus V2A (5x50x230mm) für meinen BS200 gebaut. Da ich meist an der gleichen Stelle auf der Schleifplatte schleife, habe ich vier Möglichkeiten, diese eine Platte zu verwenden ... oben, unten, und dann hinten und vorne ... einfach die Platte drehen. Die eine Platte hält jetzt schon 20 Messer. Wenn die eine Schleifplatte durch ist... austauschen.
Gruß BMW_Buddy
 
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Kundulus

Mitglied
Danke an alle für die Antworten!

Ich werde versuchsweise mal Federstahl testen (ist wahrscheinlich leichter zu bearbeiten als 5mm V2A) und auf die "gebrauchte" Unterlage aufbringen.
Zuvor werde ich die Unterlage drehen (sehr guter Einwand, BMW_Buddy), um auf die plane Rückseite zu kommen!

Mal sehen, wie sich die Lösung so schlägt.


Kundulus
 

Ookami

Mitglied
Ich würde auch Achims Rat nicht außer Acht lassen. Für die gedachte Anwendung rüfte der 1.2379 bzw. D2 tatsächlich gut geeignet sein, wenn er schon nicht unbedingt für taugt.:eek:


Ookami
 

chinook

Mitglied
Ich habe meine Schleifunterlage aus Hardoxblech gemacht. Seither habe ich ca. 25 Messer gemacht und bisher ist (mit freiem Auge) kein Verschleiss sichtbar.

Gruß chinook
 

Uwe-Eich

Mitglied
Ich nutze ein Stück polierte Granitfliese (die günstigen dünnen :hehe: ), welche ich mit Silikon befestige. Hält prima, behindert das Band sehr wenig und ist extrem standfest.
 

akiem

Mitglied
Ich habe eine ungehärtete 4 mm V2A Platte genommen (7 cm breit knapp 16 cm lang). Funktioniert problemlos, die hält
mit Sicherheit 2 Jahre und drehen kann man sie auch noch. Die Platte verhindert das schlagen des Bandes fast zu null. In
bestimmten Fällen nehme ich noch ein dünnes Stück Mousepad, befestige es mit 2 schmalen streifen doppelseitigem Klebe
Band auf der V2A Platte und gut ist.

BS-175-2.jpg
 

no bird

Premium Mitglied
Hallo Kundulus
bei meinem "Dostert"Bandschleifer ist ein gehärtetes Stahlblech
(ca. 2mm)aufgeschraubt das sich bei Bedarf wenden läßt ,benutze aber immer noch die erste Seite seit zwei Jahren .

@akiem

Hallo akiem
was ist das für tolles Material aus dem deine Schleiftischauflage ist ?
Ich könnte mir das gut als Griffschalen vorstellen .Kannst Du was dazu sagen ?
Grüße aus dem neckartal ... Norbert
 

Kundulus

Mitglied
Also ich habe nun Federstahlblech und eine entsprechende Granitfliese (Bordüre) erworben. Die Fliese ist genau 5cm breit...

Mal sehen, was ich damit noch auf die Beine stelle , wenn das Material bei mir angekommen ist.

Ich werde auf alle Fälle nachberichten!

Danke an alle:super:

Kundulus