gegüberstellung Werkstoffnummern und Stahlbezeichnungen

Paulus

Mitglied
Gegenüberstellung Werkstoffnummern und Stahlbezeichnungen

Liebe Stahlfreunde,

beim Durchsuchen des Forums nach Informationen über verschiedene Stahlsorten habe ich eine verwirrende Vielfalt von Stahlbezeichungen und Werkstoffnummern gefunden. Gibt es eine Übersicht in der Werkstoffnummern und Bezeichnungen und die Zusammensetzung aufgelistet sind?. In der Stahltabelle in den FAQ gibt es nur die Bezeichnungen (420 D2 ATS 34) Roman und Herbert reden von Werkstoffnummern 1.2210 und 2842. Manchmal taucht noch eine DIN Bezeichnung auf z.B. 115CrV3. Das wäre dann Silberstahl und 2210. Aber alles in einer Tabelle, so wie es Kevin für einige Stähle auf seiner Homepage hat. Oder geht das garnicht?

Mir würde es weiterhelfen die Diskusionen zu verstehen!

Paulus
 
Zuletzt bearbeitet:

Indexler

Mitglied
Hallo !

Da kann ich mich Paulus nur anschließen:) Denn dann könnte man, wenn einer eine Bezeichnung der Klinge abgibt mit der Nummer xy sagen, das ist ATS oder D2 usw.
Also schön locker bleiben
:p
Gruß Thomas
 

andreani

Mitglied
hallo

es gibt den sog. Stahlschlüssel
da sind die meisten stähle mit werkstoffnummer (1.2379) DIN-nummern und handelsname aufgelistet

achtung sehr grosses komplexes buch braucht übung im umgang

aber im messermagazin (lezte ausgabe 3/02)wird auf seite 58 eine taschenbuch version des selbigen angeboten

hoffe konnte helfen

reto
 

luftauge

Mitglied
Seht doch mal einige Links durch !

Es gibt hier im Messermachertreff und der allg. Diskussion einige threads, in denen links zu Werkstoffnummern - Stahl-Tabellen enthalten sind, manche sogar mit Gegenüberstellung europäischer zu US-Bezeichnungen, und die sind sogar direkt druckbar!

Da wird die Suchfunktion leider nicht weiterhelfen, weil diese Links in Beiträgen enthalten sind :hmpf:

Gruß Andreas
 

Paulus

Mitglied
Ja wenn es so einfach wäre. Es gibt entweder die amerikanische Bezeichnung und die Inhaltsstoffe oder die Werkstoffnummer. Hier im Forum geht es aber immer munter durcheinander.

Paulus
 

Tierlieb

Mitglied
Projekt-Idee?

Yo, ich finde es auch sehr umständlich, habe mich aber mittlerweile dran gewöhnt.
Den Stahlschlüssel kann ich trotzdem noch nicht in beide Richtungen lesen (und was STW22 ist, weiß ich imemr noch nicht *heul*).

Nun frage ich mich: Der Stahlschlüssel ist vom Stahlschlüssel-Verlag.
Das klingt nach unheimlich vielen Besitzrechten.
Wie hält es sich jetzt mit dem Inhalt? Darf man den Kopieren, im Sinne von mathematischen Formeln, die Allgemeingut sind? Zwar klingt die Tatsache einer Existenz einer CD-Version des Stahlschlüssels nicht gut, aber...

Wenn ja, dann biete ich mich sofort an, den Stahlschlüssel um internationale Bezeichnungen erweitert mal als Datenbank-Projekt zu realisieren. Damit man ordentlich suchen kann. Ist ja unerträglich anders...

Bevor jetzt jeder "mach ma!" sagt: Ich bräuchte wahrscheinlich ein paar Stahlschlüssel-Besitzer, die bereit sind, sagen wir eine Seite abzutippen und andere, die es Korrektur lesen...

MfG, Tierlieb
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Roman und Herbert reden von Werkstoffnummern

ok, angekommen, Paulus. Ich gebe zu, das ist nicht immer leicht, das zu verfolgen. Ich gelobe aber Besserung. Normalerweise schreib ich immer Werkstoffnummer und DIN-Kurzbezeichnung.
Für meine Lieblingsstähle hab ich mal Gegenüberstellungen gemacht, ich denke mal, es macht ja wenig Sinn, den Stahlschlüssel abzutippen.

Aber die Verarbeitung der Informationen in dem Stahlschlüssel und die Messerspezifische Darstellung, das wäre ja interessant.

Mehrfach haben wir schon diese Dinge diskutiert, ohne dass etwas geschehen wäre. Ist halt auch viel Arbeit, und wie gesagt, Stückwerk existiert ja.

Was man braucht, ist eine Übersicht über die Bezeichnungen mit DIN-Kurzbezeichnung, Werkstoffnummer (in meinen augen das einzig wahre, da wirklich eineindeutig), Vergleich mit ausländischen Bezeichnungen, Zusammensetzung, Wärmebehandlung, Härtedaten.

Für einige hab ich sowas. Also bei Interesse kontaktieren per mail.

Ich hatte auch mal dran gedacht, sowas wie ihr wollt aufzuziehen, da bräuchte man mal was Zeit. In den Weihnachtsferien wäre das ja was....
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Ach so, und das taschenbuch Stahlschlüssel für schlappe 10 oder 11 Euro oder so, das sollte man einfach haben. man braucht nicht alles, aber das ist ok, das Buch.

Silberstahl ist übrigens nur eine bestimmte Ausführung eines Werkzeugstahls und kein spezieller Stahl,
und Tierlieb, Dein Stahl STW 22 ist mir unbekannt. Kannst Du nochmal die Bezeichnung checken?
 

Tierlieb

Mitglied
@herbert:
STW22 : Ist korrekt so abgelesen aus den Unterlagen von Heller und Köster. Werkstoffnummer ist 1.0029. Das ist im Stahlschlüssel weder hinten bei der Sortierung nach Zahlen noch vorne bei den Baustählen dabei...

Übrigens: In deinem Profil steht Physiker und bei den Hobbies nichts von Programmieren. Wenn Du also Unterlagen hast, baue ich Dir die Datenbank drum rum...

MfG, Tierlieb
 

AchimW

Mitglied
keine neue Idee

Die Idee mit der Tabelle, auch unter einbeziehung ausländischer Stähle, ist nicht neu. Ein Kumpel von mir, Jean-Paul Gauche aus Frankreich, hat das schon mal probiert. Das Ergebnis ist hier:

Stahltabelle

Allerdings hat auch er bald aufgegeben. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist einfach zu groß. Meine persönliche Meinung ist daher, daß man sich so viel als möglich an Informationen aus dem Stahlschlüssel und anderen Quellen über Stähle aneignen sollte. Das führt nach einer gewissen Zeit dazu, daß man die Gesamtsystematik begreift. Wenn einem dann die Legierungsanalyse eines Stahles vorliegt,weiß man in etwa, welche Eigenschaften man zu erwarten hat und wie ungefähr so ein Stahl zu behandeln wäre. Im Übrigen bieten Stahlhersteller für die Verbraucher ihrer Produkte normalerweise gratis sehr informative technische Merkblätter an. Oft auch auf einfache Anfrage.

Achim
 

herbert

MF Ehrenmitglied
@Achimw: ich fürchte, Du hast recht. Übrigens, super Tabelle.
Ich dachte auch mehr daran, zu den Zusammensetzungen noch andere Messerspezifische Daten zu sammeln. Aber ich habe gestern mal drüber nachgedacht, das wird Arbeit ohne Ende. für den Start ist Dein Rat der beste: sich damit beschäftigen, und anfangen mit dem kleinen Stahlschlüssel. Und Herstellerinfos, die sind oft erstaunlich gut.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied

herbert

MF Ehrenmitglied
STW 22

@pitter: nach der alten Nummer handelt es sich um einen Grundstahl, da ist als Vorgabe eigentlich nur Streckgrenze bzw. auch Festigkeit gemacht. Gehalte an elementen sind nicht spezifiziert, es sind auch außer ein bisschen C keine drin.
 

roman

MF Ehrenmitglied
@herbert
nun das mit dem sammeln dieser messerspezifischen Daten daran hatte ich vor ca 8 jahren auch schon gedacht.
Letztendlich musset ich davon absehen, denn auf was sollte man denn als Nichtstahlfachmann achten, was mir da weiterhelfen könnte.

Wenn ich ein oder Zwei darstelle (Härte; Korrosion;...) was ist dann mit den anderen Einflussgrößen? Auch wenn ich eine ganze Vielfalt von Größen habe hilft mir das eigendlich nicht weiter, da ich die bedeutung bezüglich Messer nicht wirklich erkennen kann. Ganz zu schweigen davon das wir beim aufzählen der einzelnen Stellgrößen noch garnicht berücksichtigt haben wie sie sich auf die Anwendung Messer wechselseitig und noch dazu oft auch nachteilig beinflussen (Viel hilft Viel!? usw.)

Das was wir brauchen ist nicht alleine ein Sammelsurium von Werten denn das wäre nue ein kleiner Unterpunkt.

Das was wir brauchen ist ein Grundlegendes Model zusammen mit einer relativ einfachen Vorgehensweise, die uns die teils komplexen Vorgänge bzüglich Stahl, Wärmebehandlung, Klinge, Schneide,.... in ihrer Bedeutung als ganzes verstehen lassen.

Dann im nächsten Schritt müssen wir damit in die Lage versetzt werden eine technolgisch richtige Wahl zu treffen, die dann auch das ergibt was wir von einem Messer erwarten und oft noch viel wichtiger auch zu erwarten haben.:super:
 

AchimW

Mitglied
Stähle

Näää, Roman, wat machste dat alles kompliziert. :glgl:

Im Ernst, natürlich hat Roman recht. Allerdings scheitert die Umsetzung in die Realität wie so häufig an der Komplexität des Themas und dem damit im Zusammenhang stehenden erforderlichen Zeitaufwand. Zumindest für industrielle Anwendungen scheint ein solches Modell nicht interessant zu sein, denn sonst hätte man wohl schon Mittel und Kraft in die Erstellung desselben investiert.

Ach ja, und dann noch das hier:

Das was wir brauchen ist ein Grundlegendes Model zusammen mit einer relativ einfachen Vorgehensweise, die uns die teils komplexen Vorgänge bzüglich Stahl, Wärmebehandlung, Klinge, Schneide,.... in ihrer Bedeutung als ganzes VERSTEHEN lassen.

Hatten dieses Verständnis in ganz erheblichem Maße nicht auch schon die mittelalterlichen Schmiede in Europa, Indien, Japan und anderen Ortes? Und das auch ohne irgendwelche Kenntnise in Bezug auf Legierungen, Chemie etc.! DIE Jungs hatten Ihr grundlegendes Modell.

Achim
 

roman

MF Ehrenmitglied
Unsere Ahnen ahnten viel

Zumindest für industrielle Anwendungen scheint ein solches Modell nicht interessant zu sein, denn sonst hätte man wohl schon Mittel und Kraft in die Erstellung desselben investiert.

@ Achim
Hat man ja auch. In vielen Einzelversuchen und Ansätzen. Das einzige was bis jetzt gefehlt hat, war das mal jemand dieses Puzzle zu einem verständlichen Bild zusammenfügt.

Ja unserer Vorfahren
wussten schon sehr viel vorallem hatten sie viel praktische Erfahrung.

Ja sie mussten unbedingt das liefern was genau dafür notwendig war um die Aufgabe Korrekt und effizient zu erfüllen. Und das mit recht wenig erforschten technologischen Wissen.

Die Japaner haben für mich hier absolute Excellenz entwicklet. Die haben sich nicht nur auf das Wesentliche beschränkt, sondern haben gleichzeitig auch durch ihre wertschätzende Haltung den Werkzeugen gegenüber das weitaus größere Leistungspotential für Schneidwerkzeuge erschlossen. "Das Anwenderverhalten"

Fazit:System erkannt und genutzt!
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Und was das Entscheidende war: jeder für sich hatte das für ihn gültige System erkannt, da er gewöhnlich mit immer gleichen Mitteln und gleichem Ausgangsmaterial arbeitete und sich hierfür das Optimum erarbeitet hatte.
Wenn wir jetzt eine wunderschöne Aufstellung mit allen möglichen Parametern erarbeiten, jemand macht seine Klinge dementsprechend optimal und findet dann niemanden, der die Wärmebehandlung wirklich korrekt angepaßt macht (oder machen kann, weil die exakte Analyse des Materials abweicht), was nützt es dann?
Informationen, die einen gewissen Anhalt geben, welches Material grundsätzlich für welchen Messertyp bei welcher Benutzungsart geeignet ist, gibt es auch hier im Forum einiges. Und zu ganz gezielten Projekten wird man hier sicher auch Vorschläge bekommen.
 

mark23

Mitglied
Hallo!

Also diese Liste finde ich auch nicht schlecht. Vielleicht kann man damit ja was anfangen ...

Die Tabelle kann man nach Excel portieren, es sind glaube ich fünf "Arbeitsblätter" in der Mappe ...

Gruß

Mark23
 

roman

MF Ehrenmitglied
@guenter
Ein solches Modell/ Vorgehensweise ist auch als Hilfestellung gedacht und kein Dogma.
Es soll dabei helfen,
das zu erkennen was wirklich relevant ist
worauf man dabei achten sollte
grundlegende Abhängigkeiten zu verstehen und weiter
die sinnvollen Grenzen der einzelnen Einflussmöglichkeiten aufzeigen um dann im Rahmen des jeweils Möglichen, Wege aufzuzeigen alles für das Erreichen des einmal gefassten Ziels zu tun.

Letztendlich endet es in einer selbstbestimmten Meinung die man sich anhand der vorligenden Sachlage eigenständig bilden kann.
Und das möglichst unabhängig von Modeerscheinungen und Aussagen "weils des beste ist".

Das speziell das Forum hervorragende Dienste leistet, dass wir uns hierüber austauschen können (Danke Raimund)und es auch nach wie vor zur verfügung steht um ganz spezielle Fragen Vorschläge und Erfahnungen abzuholen oder einzustellen denke ich steht nicht in Frage.


Mal eine Frage an die Leser: Würde Euch das oben erwähnte Modell/ Vorgehensweise mit den daran angefügten Prämissen was bringen.
Wenn ja was?