Gefährliche Materialien/sonstige Gefahrenquellen in der Werkstatt

Hooger

Mitglied
Staub????

Hallo Leute,

Auch ich habe so meine Gedanken zum Thema Gesundheit.

Solte mann auch Atemschutz tragen bei dem feilen und mit Sandpapier bearbeiten von Stahl (ATS-34).

Wird das feine metalpulver von der arbeit mit sandpapier von der Haut aufgenommen.

Gibt es billige Absauganlagen die langer halten als einer haushaltstaubsauger. Ich hatte bis jezt zwei mahl kurzschlus vonwege stahlstaub.


Gruss
Gerard:confused:
 

Floppi

Mitglied
@Hooger:
Also einen Staubsauger kann man nicht unbedingt empfehlen, da dort bestimmte Partikelgrößen einfach durchgehen und sogar noch wunderbar in die Raumluft verteilt werden.

Atemschutz beim Feilen? Nun ja, ich gehe stark davon aus, daß man beim feilen vermutlich Partikel erzeugt, die so groß sind, daß sie sich nicht in den Lungenbläßchen absetzen. Bzw.: Es wird vermutlich nur sehr sehr wenige Partikel in der Größe geben. Ein Atemschutz schadet aber nie. ;)

Aufnahme über die Haut. Halt ich für eher unwahrscheinlich. Sicherlich gibt es das eine oder andere Schwermetall bei dem das funktioniert. Aber bei den Mengen in unserem Hobby-Bereich? :confused:
 

Frischling

Mitglied
Schadstoffe

Als Forststudent weiß ich z.B. dass Stäube von Buche und Eiche z.B.sich in der Lunge absetzte und Krebs erzeugen.

Also bei der Waldarbeit ist das ein Thema, in der Schreinerei auch !
 

Tiddy

Mitglied
Morgen,
habe gehört, das Micarta auch sehr gefährlich sein soll und sich auch in der Lunge absetzt.Soll deshalb auch sofort abgesaugt werden.
Weiss jemand wie sich das mit Kydex verhält? habe in der letzten Zeit einiges davon verarbeitet und konnte mich mach der Bearbeitung mit einem Dremel jedesmal komplett waschen.Bekomme ich das Zeug wieder aus der Lunge? Oder ist das Chemisch so resistant, das es im Körper nichts anstellt?? Ist eine LP schon rausgeschmissenes Geld?:rolleyes:
 

tommy

Mitglied
Um den den Schleifstaub so gering wie möglich zu halten, habe ich einen feuchten Schwamm an meinem Bandschleifer montiert! Er verhindert nicht nur das der Staub herumwirbelt sondern kühlt auch etwas das beschliffene Material!
Zusätzlich habe ich eine Absaugvorrichtung!
Tom
 

feuervogel69

Mitglied
praxistip

gruselig... ;-) deshalb von mir ein tip aus altbewährter praxis:

goldschmiede aßen früher immer etwas (oder auch mehr) speck (!!) beim arbeiten wenns der giftigen sachen viele waren (besonders schwermetalle und beim löten)!

da so einiges von den chemikalien und schwermetallverbindungen fettlöslich ist half das das zeug zu binden bevor es richtig in den organismus kommt. (half- nicht verhindert!) aber besser als gar nicht...

also bevor die neue absaugsuperhepawasseraufbereitungsmaschine kommt- einfach zum fleischer gehen ;-)

lg feuervogel
 

Skaarj

Mitglied
Oder einfach ne Gasmaskte benutzen.

Zuhause habe ich so ne Gasmaske, wo man mehrere Filter aufeinander stapeln kann, wie z.B. Staubfilter und was gegen Gift. Das Teil is echt praktisch und ich kann es euch nur empfehlen.


[ edit ]
Und denkt neben euch auch noch an die Umwelt...
 

sidro

Mitglied
Wenn schon Maske dann doch lieber einer Lackierer-Maske. Die hat zwei Filter so leicht seitlich, trägt sich angenehmer und dichtet auch sehr gut ab.

Mir persönlich ist Frischluft lieber:)

Grüsse
Sidro
 
Die ganze Zeit mit Atemschutz zu schleifen, ist doch schon ziemlich Ätzend! Nicht umsonst gibt es dafür im Gewerbe Erschwerniss-Zuschläge von bis zu 25% des Stundenlohnes! Ein Inustriestaubsauger mit vorgeschaltetem Prallabscheider und selbstgebautem Ansaugtrichter+Halterung tut seit längerem bei mir seine Pflicht.
Angenehmer ist es auf jeden Fall. Zumal ich noch Gehöhrschutz trage auch wenn's nicht unbedingt nötig wäre.

MfG Patrick
 

Floppi

Mitglied
Lagerung von ätzenden Stoffen & Giftstoffen

Weil's noch nicht erwähnt wurde:
Keine ätzenden Substanzen wie Säuren und Laugen in Getränkeflaschen lagern. Auch Giftstoffe sollen nicht in (ehemaligen) Lebensmittelverpackungen gelagert werden. Beides kann sonst leicht zu Verwechslungen und schwersten Verätzungen/Vergiftungen führen.

Außerdem sollten Behältnisse mit problematischen (giftigen/ätzenden) eindeutig Stoffen gekennzeichnet sein. So weiß man immer was drin und wenn doch mal was passiert können durch Dritte geeignete Hilfsmaßnahmen ergriffen werden.
 

Robert Kraus

Mitglied
Gefährliche Stoffe in der Werkstatt

Hallo Wolfgang, falls jemand mit Leder hantiert: Lederbeizen, -farben und alle dazugehörigen Versiegelungen sind auch nicht besonders gesund, besonders Lederstaub gilt als krebserregend in der Lunge. Lederbeizen gehen auch auf die Leber. Ebenso Lederkleber. Schutzmaßnahme wie in Deinem Beitrag: Masken, Latex- oder ander Handschuhe. Zu Kleber eine Alternative: Hasenleim. Auch da aber im Zweifelsfall Latexhandschuhe benützen. Bei Latexallergie, Latex-freie Kunststoffhandschuhe (Apotheke) kaufen. Grüße Robert
 
Zuletzt bearbeitet:

Moppekopp

Mitglied
Mit dem Beitrag komme ich zwar so langsam vom "Hölzchen auf´s Stöckchen" aber ist vielleicht trotzdem interessant.
Es geht um die Verwendung von Latex- oder besser Einmalhandschuhen.
im letzten Beitrag wurde diese als Schutz vor Lederbeizen, Farben und Klebern genannt.

Diese Handschuhe haben nur zwei Nachteile, sie weichen die Haut auf wenn sie länger als 10min getragen werden und sie lassen Lösungsmittel durch.
Und genau diese Kombination ist - aufgeweichte Haut und dann Lösungsmittel drauf - sorgt dafür , dass die Lösungsmittel noch schneller in den Blutkreislauf gelangen.
Außerdem gaukeln diese Handschuhe einen nicht vorhandenen Schutz vor und verleiten zu unnachsichtigem Arbeiten. Damit meine ich dass man sich nicht an Tropfen und Spritzern auf den Handschuhen stört, da man ja "Handschuhe" trägt.

Allerdigns benutze ich diese Handschuhe beim Kleben mit Epoxy auch, versuche aber die Tragezeiten so gering wie möglich zu halten.

Gruß Tobi
 

Palladin

Mitglied
Latex Handschuhe sind völlig überfordert.
Wenn schon Einweg, dann Vinyl-Handschuhe.
Diese sind sowohl chemisch wie auch mechanisch weitaus belastbarer.
 

Robert Kraus

Mitglied
Antwort an Beitrag von Tobi

Danke Tobi, dass mit dem Aufweichen der Haut war mir neu. Gut zu wissen. Wobei ich bisher ausschließlich an Leder gearbeitet habe und dabei sagen wir 20 Minuten mit Lederbeizen (nicht mit Abbeize zu verwechseln!) gearbeitet habe. Ein Durchdringen von diesem Material ist mir nicht aufgefallen, würdest Du auch sofort sehen, weil Deine Finger entsprechend gefärbt wären. Grüße Robert

[luftauge: Nur mal zur Erinnerung: hier sollen keine grundsätzlichen Betrachtungen ausgetauscht oder diskutiert, sondern spezielle Warn- und Vorsichtshinweise zu Material und/oder Werkzeug gesammelt werden - Nicht an Dich gerichtet, Robert] ;)
 
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Äiler

Mitglied
Vorsicht bei Blechunterlagen

Ich verwendete zum Abschroten ein ca 1 mm starkes Unterlegblech um Amboss und Schroter zu schonen. Ich war der Meinung, es sei galvanisch verzinkt. Beim 3. Abschroten gab es einen Knall und mir flog irgendetwas sehr heißes um die Ohren. Ich war übersäht mit feinen Metallspritzern, zum Glück hatte ich eine Brille an, auch mein Gesicht hatte einiges abbekommen.

Es stellte sich heraus, dass es ein Zinkblech war, und kein verzinktes Stahlblech. Es erhitzte sich unter dem glühenden Werkstück so stark, dass es beim 4. Schlag förmlich explodierte!

Prüft Eure Unterlagen, bevor Ihr eine solche Erfahrung macht! Am besten gar kein Blech, sondern 8 mm Flacheisen aus Baustahl nehmen.

Viele Grüße

Äiler
 

navajo

Mitglied
Also ich weiß das Schlangenholz Strichnien halttig ist.
Wenn ich mein Holz bearbeite ( egal welchen trage ich immer eine schöne Staubmaske von M3 da geht nichts durch ) :D :D
Wenn ich mich dann danach im Spiegel anschaue denke ich immer na hast du wieder ne Menge nicht eingeatmet.
PS: Gestern ist mir ein Bohrer abgebrochen. er ist durch die Daumenkuppe gegangen und hat sich dort mit kleinstresten verewigt......
Ich habe ganz schön gedocktert bis da alles raus war.

Und legt Euch wenigstens einen alten Verbandskasten ( aus Eurem Auto ) ( schaut mal nach ist sicher schon abgelaufen ) in die Werkstatt.
Das Auto braucht auch mal einen neuen. :D :D :D


Grüße Andy
 

quetzal

Mitglied
Speiseöl als Lösungsvermittler

Hallo, bin brandnew hier im Forum und gebe mal was aus meiner täglichen "Chemieerfahrung" (arbeite da) zum besten: solltet ihr Eure Händchen mal mit nicht Wasserlöslichem beschmutzt haben (z.B. Epoxyharz oder so), dann ist es ratsam, vor dem ersten Waschvorgang mit Wasser und Seife zuerst einmal eine gewisse Vorlösung des zu entfernenden Stoffes mit harmlosem Speiseöl zu versuchen. Dies machen übrigens auch werksärztliche Abteilungen in Chemiewerken. Es kann ungemein helfen alles Wasserunlösliche schnell loszuwerden. Anschließend ist dann gründliches Wasser/viel Seife - Spiel angesagt.
Zum Thema Lösungsmittel (Benzin, Nitro und was da noch so benutzt wird) vielleicht noch: vorsicht, das Zeugs wird immer auch durch die Haut aufgenommen (Arbeitsschutzcreme verwenden!) und auch das Einatmen sollte in jedem Fall so gut es geht vermieden werden (viel Lüftung, besser im Freien)!
Falls jemand detailliertere Angaben zu konkreten Stoffen haben möchte, so kann ich gerne versuchen was zu finden.
 

D.Frentzel

Mitglied
Danke, das mit dem Öl werde Ich in der Werkstatt sofort übernehmen.
Und wenn Ich überlege wie Ich gestern mit Aceton rumgepanscht habe ist eine Hautschutzcreme nicht die schlechteste Idee.

Dank und Gruß