Gebrauchshärte vs Maximalhärte

-flä-

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hallo!

nachdem ich mich mit dem messerbauvirus infizieren lassen habe,sind nun die ersten paar klingen fertig.
diese würde ich demnächst gern härten lasssen.
2 klingen sind aus 1.2842,
1 aus D2 (1.2379) mit jeweils einer max.erzielbaren härte von 63HRC.
nun frage ich mich was der beste kompromiss wäre?
die messer sollten später schon einiges aushalten..quasi allroundoutdoor tauglich.
ist es nun sinnvoll die klingen auf die maximale härte härten bzw anlassen zu lassen oder sollte man mit dem härtegrad etwas unter dem maximal erreichbaren bleiben?gibt es richtwerte für bestimmte einsatzzwecke?

ich bedanke mich schon mal im voraus für eure antworten.

mfg sebastian...
 

Bummi

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AW: gebrauchshärte vs maximalhärte

Hallo Sebastian,
die alte Härteregel besagt , du sollst möglichst alles Gefüge umwandeln,
in Martensit. Gebrauchshärte wird dann über das anlassen eingestellt.
der 2379 sollte nicht unter 60HRC gebracht werden - sonst gehen wertvolle Eigenschaften verloren. (es sei denn man überhärtet ihn mit
1050°C und lässt dann im Sekundärhärtebereich an - so bei 450°C,
dann bekommt man ein zähhartes Gefüge um die 58-60 HRC)
Beim 90MnV8 kann man um die 60HRC ebenfalls einstellen, solls etwas zäher sein ,dann 58-60 HRC.
Anlasstemp. im Stahlschlüssel, wenn du keinen hast schick mir eine Mail,
dann bekommst du eine Härtetechnologie.
tschüss fritz
P.S. die grossen Karbide beim 2379 verhindern eine schlanke Klinge,
siehe auch Ausführungen unseres Stahlspezialisten Koll. Gerfin.
Beim 90er kannst du schlanker anschleifen.