Gas-Schmiede

bert

Mitglied
Hallo!
Um mir das Schmieden in meiner bescheidenen
Werkstatt zu ermöglichen, möchte ich zumindest im Winter auf Gas umstellen.
Wer hat fundierte Kentnisse im Bau und Bedienung einer solchen.
Gasmischung? Propan-Butan.
Brennerraum?
Leitungen?
Ventile, Düsen?
Gasflaschengröße,Kostenfrage?
Isoliermaterial?
Erreichbare Temperaturen?

Für brauchbare Tips bin ich sehr dankbar.
Gruß bert.
 

Claymore

Mitglied
Hi Bert,

willkommen im Forum !

Für eine Gassesse mit Venturi Brennern kannst du als Brenner Hartlötbrenner benutzen, da hast du den Kompletten Brennerkörper am Stück und die Düsengröße ist auf die Luftmenge abgestimmt.
Nicht die Brenner aus dem Baumarkt, die sind zu schwach. Ich habe meine aus dem Fachhandel

Eine Fünf Liter Propangas Flasche mit Manometer ( ein einfacher Druckminderer tut's notfalls auch ist aber nicht zu regulieren )
WICHTIG !!
Eine Schlauchbruch Sicherung verwenden.
Kosten:
Fünfliter Flasche gefüllt ca. 70,- DM
Elf Liter Flasche gefüllt ca. 90,- DM
Manometer ca. 120,- DM
Schlauchbruchsicherung ?? schätze so 20,- bis 30,- DM
Brenner ( Einzelbrenner ) mit Schlauch und Griff je nach Hersteller, so ab 100,- aufwärts.
'Körper' für die Esse kann eine Leere Gasflasche sein.
Isolationsmaterial für die Esse : Keramikwolle
schau mal hier nach
www.ceramics.de

Literatur
The Wonder of Knifemaking von Wayne Goddard
Die Bücher von Jim Hrisoulas ( teuer )
www.amazon.de

Viel Spaß !!
smile.gif


Peter
 

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bert

Mitglied
Hallo Peter!

Danke fuer deine Informationen.
Ist es notwendig mittels Gebläse
Luft einzublasen?
Gruß.
bert.
 

Claymore

Mitglied
Hi Bert,

nicht zwingend.
Durch die Konstruktionsart der Brenner ( Venturibrenner ) wird die zur verbrennung notwendige Luft vom Gasstrom quasi 'mitgerissen'
Wichtig ist allerdings das richtige Gas/Luftmengen Verhältnis.
Auf Ron Reills Webpage wird das ganz gut beschrieben (da wird auch eine 'Mischform' Venturibrenner mit gebläseunterstützung beschrieben ).
Bei dem anderen Typ, dem Gebläsebrenner wird die Luft per Gebläse dem Gasstrom zugeführt.
Die Venturibrenner sind ohne strom einzusetzen, was ein großer Vorteil ist.
Ich habe vor einiger zeit 'ne Gasesse mit Ventilator ergattert.
Das teil läuft allerdings mit 380 Volt.
Das führt demnächst zu ein par Umbauarbeiten in meinem Keller.

Peter
 

bert

Mitglied
Hallo Peter!
Einen Brenner habe ich nach deiner Beschreibung gebaut, der funktioniert super.
Nur mit der Keramikwolle habe ich ein Problem. Wo bekommt man so kleine Mengen?
Oder geht auch Schamott(steine) oder sogar nur ein Gußeisen Rohr im Brennerraum?
Gruß.
bert.
cwm36.gif
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Mal bei Ofenbauern nachfragen wegen der Keramikwolle, die können zumindest Bezugsadressen nennen.
Schamotte-Steine gehen grundsätzlich auch, werden bei vertikalen Öfen häufig als Bodenstein verwendet, weil sie unempfindlicher gegen Flußmittel sind.
Der Nachteil ist, die Schamottesteine müssen selbst erst auf Temperatur kommen, halten dann die Temperatur gut und gleichmäßig, also gut für größere Serien, während die mit Keramikwolle und Hochtemperaturkitt isolierten Öfen fast sofort heiß sind.
Viel Spaß beim Bauen!
Guenter
 

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Claymore

Mitglied
Hallo Bert,

was die Keramicwolle betrifft, schau mal unter http://www.ceramics.de Da sind Verschiedene Firmen aufgelistet, die Keramicwolle anbieten.
Ich glaube Fa. Kolling bietet die Wolle auch m² weise an.
Ich hab übers wochenende eine kleine transportable gasessse gebaut aus Schamottesteinen, verstärkt durch einen Rahmen aus Stahwinkeln über die Kanten.
Das Aufheizen wird länger dauern als bei mit Wolle isolierten u. Mötel fixiert.
Dafür dürfte Sie aber langlebiger und stabiler sein und im aufgehaizten zustand die Wärme besser halten.
Wenn das funktioniert bau ich noch eine größere Version.
Die Einfachheit der Konstruktion hat mich begeistert.
Die kosten für die Steine liegen noch dazu weit unter den Kosten, die nur für die Keramicwolle anfallen.
Ein Gusseisenrohr sollte auch halten, allerdings mußt du das auch isolieren, da das
Metall ein vorzüglicher Wärmeleiter ist.
Ich würde aber auf ein Ton/Schamotterohr gehen.


Peter
 

bert

Mitglied
Hi Peter und Günter,
bei etliche Ofenbauer bin ich schon gewesen, und keiner hatter Wolle die diese Hitze aushält.(oder offene Flammen).
Über einen Ofenbauer bekam ich eine Adresse.
Ich rief an, der sagt Keramikwolle?, kein Problem, ich freue mich, er sagt wieviel Rollen brauchen Sie??......1en quadr.Meter sage ich, oje sagt er, oje sag ich.
In so kleinen Mengen konnte ich also nichts auftreiben.
Nun habe ich im Dachboden ein Schamottrohr (Kamin Rohr) von Schiedl gefunden. Das Rohr zersprang im Brennerraum. Ich habe bei der Firma Schiedl angerufen. Der Techniker der Firma sagte mir, dass das Rohr nur 900 °C aushällt.
Jetzt möchte ich eine Esse aus Schamottsteinen bauen. Eine mit 4 Ecken.
Verstärkt mit einem Rahmen aus Stahlwinkeln über die Kanten.
Wir hatten die selbe Idee.
Welches Format hat deine Esse?
Welche Größe an Steinen hast Du verwendet?
Wie groß ist der Brennerraum?
Wo ist die Brenneröffnung?(Seite oder Oben)
So viele Fragen................?!?
Gruß.
bert.
 

Claymore

Mitglied
Hallo Bert,

jede Frage eine antwort oder auch mehr wennn ich kann ;-).
Schade, das das Schamotterohr nicht hielt.
aber egal.
Die Keramicwolle bieten viele nur in größeren Mengen an, ab ca. 4 m² aufwärts.
Evtl. einfach mal nach Resten bei einem Ofenbauer Fragen, da habe ich ein stück von ca. 1,5m² bekommen. die Wolle gibt es in verschiedenen Temperaturklassen, bis ca. 1250°C und bis 1400°C.
Aber jetzt zu den Sachamottesteinen.
Ich habe Steine von Format 6x12x24 cm benutzt um fürs erste eine Miniesse zu bauen.
Das Teil sieht folgendermaßen aus:
2 steine als Boden ausgelegt, dann einen stein über die 12 cm seite in der Mitte geteilt. Die 6x6x24 cm stücke als seitenwände auf die Bodensteine gestellt, so das eine U-form entsteht. Dann be zwei weiteren steinen an einer 24 cm Seiten eine Ecke abgeschnitten.( wenn du auf eine 12x6 cm stirnfläche schaust fehlt eine Ecke mit 6 und 3 cm seitenlänge. Wenn ich die beiden gefasten Steine zusammensetze entsteht eine Dachform 12 cm breit und 3 cm hoch.
Der Brennraum ist somit 12 cm breit 24 cm lang und an der höchsten stelle ca. 10 cm hoch. Der Brennereintritt ist von der seite in höhe des 'Daches'. Die Dachform hab ich gewählt um eine 'Verrundung' des Brennraums zu erhalten um eine Verwirbelung der Flamme zu erzielen und weil es einfacher zu schneiden ist als eine rundung.
Getestet hab ichs noch nicht, ist noch am trochnen, da ich die Steine vermörtelt habe mit Schamottemörtel (bis 1300°C)
Wenn es funktioniert, wovon ich ausgehe, baue ich mir noch ein teil eine Nummer größer.

Peter