Ganz schön hart (1.2562)

Herbert,
nein, von Simba habe ich noch keinerlei Nachricht bekommen.
Ebenso nicht von der Hephaistos. Denke aber in der nächsten Ausgabe Deinen Bericht lesen zu können.

Ja Herbert, wenn Du nun schon einen Amboß hast, dann fehlt noch der Hammer, die Zange und natürlich ein Gasöfchen.
Und ein Platz im Garten.

Gruß Markus
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Und natürlich Zeit, um mit den schönen Sachen auch zu arbeiten.
Zeit habe ich eigentlich auch nicht, aber das mußte unbedingt fertig werden, mit 130mm Klingenlänge und 230mm Gesamt, Kupfer-Zwinge, Makassar-Ebenholz und Bambus:
 

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herbert

MF Ehrenmitglied
Das darf doch nicht wahr sein!!!!!! Kaum läßt man die mal allein, da machen die die schönsten Sachen. Kompliment, Günter, das ist ein wundervolles Messer. Und wer immer es bekommt, mein Neid ist ihm gewiss.
Das mit dem Bambus find ich toll, ich habe noch Dein Feilen-Bambus-Messer von Lindenstruth und vom ersten Treffen bei Markus in Erinnerung. Hat mir sehr gut gefallen. Hast Du das Bambuszeugs mit Kleber ausgefüllt, oder wie?

Übrigens, gibts das Feilen-Bambus-Messer eigentlich noch, oder ist das weg?

Ich planse sowas ähnliches aus der alten Feile...
Aber ich lenke ab.

Das Messer von Dir da oben ist wirklich mal wieder allererste Sahne. Kann verstehen, dass das einfach fertig werden mußte.
Und das schneidet dann Gemüse und Fisch, oder besser kein Fisch, wegen anlaufen und so.

Aber ich denke mal, alles was dem zu nahe kommt, zerfällt in zwei Teile. Mindestens.
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Das Feilenmesser ist weg.
Bei diesem Messer ist das Stück Ebenholz ca. 1 cm tief in den Bambus eingesetzt und verklebt. Der Erl geht bis ca. 1cm vor das hintere Ende und ist dort im Bambus an so einem Wachstumsknoten verschraubt. Hinten ist dann wieder Ebenholz eingesetzt.
 

Norbert

Mitglied
Wirklich sehr hübsch, mein Kompliment Günther!
Das Messer ist von bestechender (- eher schneidender) Schlichtheit.

Gut durchdacht, die Konstruktion mit dem Bambusgriff- Naturrohr mit integriertem Boden.
Wieder mal eine Idee, die ich mir merken werde.

Daraus könnte man ja eine Art Ethno-Survivalmesser
mit Hohlgriff entwickeln.;)

Grüße
Norbert
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Und das zweite Messer mußte natü
rlich auch noch fertig werden, damit ist die Kür vorbei und die Pflicht fängt wieder an :mad:
Gleicher Griffaufbau, nur Partridge statt Makassar. Und beide geschärft.
 

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herbert

MF Ehrenmitglied
Das kann man wohl sagen, das mit dem Lexikon. Ein sehr schönes Duo, da flitz ich doch gleich in die Werkstatt mit Silberstift, wo ist denn das Stück 2562 ah ja. Müßte passen.
Also wirklich, Günter, das ist Dir mal wieder gut gelungen. Und die Sache mit der Kupferzwinge und dem Griffaufbau find ich einfach Klasse.
Fehlen nur noch die Praxistests.
 

Silkcut

Mitglied
Dank nochmal für den Stahl Guenter.
Doch nun mein Problem. Nach dem Schmieden, Schleifen etc. gehts zur Wärmebhandlung. Habe die Klinge drei mal bei 750°C Normalisiert und dann ca. 2,5 h um 723°C Eingeformt, dann bei 810°C gehärtet und zwei mal 2h angelassen bei 170°C. Schön hart aber die Schneide taugt nicht da sie keinen Flextest besteht. Anlassen bei 200°C half auch nicht. Also wieder in den Ofen und nochmals für ca. 5h eingeformt, gehärtet....
Die Schneide steht immer noch nicht. Wie lange muss das Teil den in den Ofen? Ist es überhaupt möglich diesen Stahl seitlich einer feinen Schneiden zu belasten. Oder liegt das Problem vielleicht daran das ich beim Schmieden auf beide Seiten eine Schicht Damastmaterial aufgeschweißt habe?
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
So wie ich es sehe, ist dies ein Material, um feinste Schneiden zu erzeugen. Für die flachen Winkel und feinst ausgeschliffenen Schneiden ist ein sehr hartes Material notwendig. Ich denke, daß du den Flextest a la Wayne Goddard bei solchem Material mit über 63 HRc nicht mehr anwenden kannst. Um das zu erreichen, müßte der Stahl sicher im Perlitebereich gehalten werden, was aber eine Verschwendung von diesem Material wäre.
Roman kann sicher speziell zu diesem Stahl noch genaueres sagen.
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Ich seh das auch so, Günter. Feine Schneideklingen für reines Schneiden. Ist halt sehr hart und sehr feinkörnig. Ich hab mich auch nicht an ein großes Messer rangetraut. Ich mach was sehr kleines draus. Vielleich Kogatane. Oder was mit max. 70 mm Klinge und 30 mm Breite maximal. und dünn. Für Lederarbeiten und feinstes Schneiden eben.