Funktionsweise Taschenlampe? (Clickie und Treiber)

abe

Mitglied
Hallo Zusammen

Da ich mich jetzt doch auch etwas näher mit den modernen Lampen auseinandergesetzt habe stellt sich mir die Frage nach dem Funktionsprinzip (Ja, ja, … ich weiss. Knopf drücken --> leuchtet),

Worauf ich hinaus will:
Eine alte Lampe war so aufgebaut:


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Schalter betätigen, Stromkreis ist geschlossen (Minus über den Lampenkörper), Lampe leuchtet. Keine Regelung, keine verschiedenen Modi.




Bei neuen LED-Lampen hat es noch den Treiber (ausser direct drive) . Im ersten Schritt ging ich davon aus, dass der Schalplan also so aussieht:


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Bei genauerer Betrachtung hat es hier aber ein paar Unstimmigkeiten
z.B. leichtes Drücken zum Moduswechsel
Dies würde sich mit einem Zähler im Treiber der einen Wert in ein Eeprom oder ähnliches Schreibt ja noch erklären lassen.
Wie funktioniert dann aber das Dimmen wie bei einer Nitecore EX11? Strom weg, Zähler erhöhen kann hier nicht die Antwort sein.
Oder bei einer Spark ST6 wo man den Knopf zum Moduswechsel gedrückt hält?

Ausserdem verbrauchen die meisten Lampen ja auch noch in ausgeschaltetem Zustand etwas Strom. Bei einem reinen Ein-Aus-Schalter wäre dies ja nicht möglich.

Kann mich hier jemand aufklären?



Bei meiner Internetrecherche zu diesem Thema bin ich auf die Seite www.led-treiber.de gestossen. Wie ich finde sehr interessant. Dummerweise werfen sich hier aber gleich die nächsten Fragen auf.

Die hier vorgestellten Treiber scheinen alle ohne Microcontroller und zugehöriges Programm zu laufen. Mehrere fest programmierte Stufen scheint es nicht zu geben. Dafür hat es die „Universelle PWM-Dimmerschaltung“. Wie wird diese aber angesteuert? Liegt die Erklärung hier auch in der mir noch unbekannten Funktionsweise der Clickies?

Und noch eine letzte Frage. Hat jemand einen Schaltplan eines „normalen“ Treibers mit Microcontroler (und am besten auch mit Beschreibung)? Nicht dass ich es wirklich benötigen würde. Ich möchte mich einfach aus Neugier etwas in das Thema eindenken.

Gruss Arnim
 

dosenfisch

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Beim Schalter gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zum einen kann er im Stromkreis von Treiber und Batterie stecken.
Der Treiber wählt die Modi, etc bei jeden An/Abschaltzyklus entsprechend seiner Programmierung. Das geht bei geringen Strömen noch ganz gut, bei höheren braucht man dann aber ziemlich teure und gute Schalter die der hohen Belastung stand halten und nicht nach einigen Schaltvorgängen das zeitliche segnen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Stromkreis dauerhaft geschlossen zu halten und den Schalter als extra Kreis auszulegen.
So braucht er dann keinen hohen Belastungen aushalten und man kann alle möglichen "Spielereien" wie gedrückt halten einbauen. Außerdem ermöglicht das, den Schalter als Taster auszuführen, was dieses ganz leichtgängige Klicken ohne großen Weg ermöglicht.
Die Sache hat aber einen Haken, die Lampe ist nie komplett abgeschaltet, stattdessen wird nur die LED abgeschaltet und die Elektronik bleibt in einem Standbymodus.

Beim PWM wird an den entsprechenden Eingang ein Taktsignal angelegt, dass festlegt wie oft und wie lange die Led an und abgeschaltet wird. Solange die Frequenz hoch genug ist, kann man somit die Helligkeit "einstellen". Das ist einfacher zu realisieren als die Stromstärke für die Led zu variieren, kann aber bei zu geringer Frequenz zum Flimmern führen.

Sollte ich hier irgendwas verdreht oder falsch dargestellt haben, reißt mir bitte nicht den Kopf ab, dann habe ich es wohl falsch verstanden ;).
 

abe

Mitglied
Danke für die Antwort.

Wenn ich das jetzt also richtig verstanden habe sind einige Lampen doch so aufgebaut wie in meinem 2. Bild.

Die Schaltung der komplizierteren Lampen müsste dann in etwa so aussehen:


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Richtig?

Gruss Arnim