Frage zu Integral-Foldern

Flaming-Moe

Mitglied
Ich lese mich schon seit geraumer Zeit in den Bau von Integral Foldern ein.

2 Fragen tauchen dabei auf:

1. Ist es zwingend erforderlich, den lock am unteren Ende von sagen wir 3mm Materialstärke etwas dünner zu fräsen um das Material (Titan) biegen zu können oder lassen sich die 3mm mit einigermaßen Kraftaufwand (von Hand) auch noch biegen???

2. Wie säge ich das lock (mir fällt kein besserer Begriff für das Teil ein) am besten aus? Ich las mal was von Laubsäge und Sägeblatt für Metall.
Funktioniert das???
Oder doch besser per Mini-Trennscheibe und Bohrmaschine zwecks Präzision???
 

Hersir

Mitglied
also wenn du 3mm titan mit der hand biegen kannst bist du ein titan!!!!;) :steirer:

schneids mit einer mini trennscheibe bei langsamer drehzahl!

(wenn du eins fertig hast zeigs mir bin immer an neuerwerbungen interessiert:D )
 

Flaming-Moe

Mitglied
Original geschrieben von Hersir
also wenn du 3mm titan mit der hand biegen kannst bist du ein titan!!!!;) :steirer:

schneids mit einer mini trennscheibe bei langsamer drehzahl!

(wenn du eins fertig hast zeigs mir bin immer an neuerwerbungen interessiert:D )

Hm...das hatte ich befürchtet...

Muß ich wohl noch ein bißchen ins Fitneß-Studio gehen...

Gibts ne andere Möglichkeit, als sich gleich ne eigene Fräse zuzulegen???

Bis das Ding fertig ist gehen vermutlich noch Jahrzehnte ins Land, aber ich werd mein bestes geben. :D

Ich lerne noch und bin auch noch alles andere als komplett ausgestattet, was meine Werkstatt betrifft, aber wie sagt man so schön: Planung ist das halbe Leben...
 

dcjs

Mitglied
hehe...

Original geschrieben von Hersir
(wenn du eins fertig hast zeigs mir bin immer an neuerwerbungen interessiert:D )

..meinst du das ernst?
ich denke auch schwer über so ein projekt nach, würde aber die wesentlichen mechanischen teile maschinell machen lassen (ich steh net so auf mundgebissen, mehr auf enge toleranzen :fack: ).
bei maschineller fertigung (CNC) ist es aber nun fast wurscht, ob ich 1 oder 10 mal das gleiche teil mache.
 

Flaming-Moe

Mitglied
Original geschrieben von Hersir
brauchst keine fräse!!!!

eine gute ständerbohrmaschine reicht!

Ähm blöde Anschlußfrage:

Ich fräse mit der Tischbohrmaschine???

Was für nen Fräsaufsatz brauch ich dazu? Kugelkopf?

Welche Geschwindigkeit? Die höchstmögliche????

Sorry, ich bin nicht grade vom Fach...
 

zorro_43

Mitglied
Wenn deine Ständer-Bohrmaschine nicht gerade ein super stabiles Teil ist, würd ich das lassen.
Da du nur Eintauchen und nicht Verfahren mußt ist es jedoch theoretisch möglich. Die Drehzahl solltest du dann ähnlich wie bei einem Bohrer des gleichen Durchmessers wählen und mit sehr geringem Vorschub(Druck) arbeiten.

Besser ist es ein Stück Stahl gemeinsam mit dem Titan-Liner einzuspannen und dann die Bohrung so anzureißen, das du z.B. zu 3/4 in den Stahl und zu 1/4 ins Titan bohrst.
Dadurch entstehen keine großen seitlichen Kräfte, die eine normale Tischbohrmaschine nicht verträgt.
 

DeadlyEdge

Mitglied
Kann man das nicht mit einem Dremel(-ähnlichen Tool) mit kleinem Schleifzylinder bzw Schleifstift oder Frässtift machen? Wenn Du keinen Dremel(Proxxon,...) hast und auch keinen kaufen willst, kannst Du nur den Frässtift kaufen und mit der normalen Bohrmashine benutzen.
Grüsse,
Martin
 

bigbore

Mitglied
seid Ihr zu faul zum feilen?

Sorry wenn ich total danebenlieg,
(mein Werkzeug ist der Stift - und der Radiergummi!)
aber: seid Ihr zu faul zum feilen?
Sind doch wenn ich mir den ganzen Aufwand an so einem Folder anschau
nur 1 oder 2 kleine Rundungen ;)

Wenn feilen nicht taugt, wie fräst man sowas mit Heimwerkermaschinen?
Geht das wie bohren: von oben nach unten,
oder von der Seite?

*Nicht hauen, ich bohr sonst nicht in so hartem Zeug*
 

Leonardo75

Mitglied
Titan feilen

Hallo Flaming-Moe!

Ich habe mir mal zwei Fixed aus gehärtetem Titan gemacht. Dabei habe ich das Material gefeilt und das hat eigentlich nur wenig Probleme gemacht. Wenn Du beim Feilen den Rohling auf einem Holzbrett befestigst biegt sich das auch nicht weg. Du musst, um überhaupt Abtrag zu haben, mit der Feile kräftig aufdrücken. Bei mir war das so, dass ich fast mein gesamtes Gewicht auf die Feile gelegt habe. Dazu musste das Werkstück weil ich recht klein bin ziemlich tief befestigt werden. Also im Schraubstock feilen ging schlechter als mit einem dickeren Holzbrett unterlegt auf meine Werkbank geklemmt.

Vielleicht reicht das mit dem Feilen ja auch schon und Du braucht nicht fräsen. Für den Lock muss die Dicke ja nicht auf hunderstel Millimeter genau sein, oder täusche ich mich da?

Beim Schneideversuch mit meinem Proxxon Bohrschleifer und niedrigster Drehzahl ist mir die Schleifscheibe um die Ohren geflogen und wenn ich kein Brillenträger gewesen wäre, hätte ich heute keine Brille mehr nötig. Also sei vorsichtig, wenn Du das machst.


Viel Erfolg bei Deinem Messer wünscht Dir der Leo.
 

freagle

Mitglied
Ähm blöde Anschlußfrage:

Ich fräse mit der Tischbohrmaschine???

Was für nen Fräsaufsatz brauch ich dazu? Kugelkopf?

Welche Geschwindigkeit? Die höchstmögliche????

Sorry, ich bin nicht grade vom Fach...

Hallo Flaming-Moe

also du kannst den Schlitz folgendermaßen fertigen:

Wie gesagt, du brauchst eine Ständerbohrmaschine mit nem Schraubstock. Von Proxon und Drehmel gibt es so kleine Trennscheiben, nicht die aus purem Schleifmaterial sondern die mit Fibergewebe. Die Kannst du mit dem beiligenden Schaft ins Bohrfutter einspannen, du zeichnest dir den Schlitz am Liner an, spannst den Liner in den Bohrschraubstock, hochkant und bringst den Schraubstock in die Position, dass die Trennscheibe auf der Höhe von der Linie ist. Du kannst nun per Hand den Schraubstock der Linie entlang führen und den Schlitz schneiden und nicht zu feste drücken. Die Aussparung quer zum Schlitz mache ich immer mit der Säge und an dem Punkt wo beide Schlitze aufeinander treffen kannst du auch eine kleine Bohrung machen, erleichtert das Ganze, du kommst mit der Trennscheibe besser in die Ecke.

Ich hab die kleine Trennscheibe immer mit voller Drehzahl laufen lassen, hab somit bessere Erfahrungen gemacht, sieht dann aus wie fein geschliffen, besser gehts kaum. Mit zwei Milimeter Titan hat ich mit der Methode keine Probleme, drei mm dürfte auch kein Problem sein, werd ich bald wissen. . Wenn du die Außenkonturen der Titanliner am Bandschleifer schleifst, da hab ich mit lamgsamer Drehzahl und groben Band so K60-80 gute Erfahrungen gemacht.
Grundsätzlich lässt sich Titan relativ leicht sägen,bohren, immer scharfes Werkzeug vorrausgesetzt.

Grüße freagle
 

Flaming-Moe

Mitglied
Das mit dem Feilen der "Kerbe" um das Lock-Teil biegen zu können, stelle ich mir recht schwierig vor.

Wie schaffe ich es, nur das Lock und nicht die ganze Griffhälfte zu feilen???

Naja, egal... vielen Dank an alle für die zahlreichen, guten Tips!!!

Ich werde hoffentlich bald Gelegenheit haben, die verschiedenen Methoden auszuprobieren... ;)
 

Leonardo75

Mitglied
Feilen und Proxxon

Hallo Leute!

Es fiel mir gerade noch ein, dass ich beim Bohren von Titan einmal Probleme hatte. Und zwar habe ich mit zu hoher Drehzahl gebohrt. Da ist das Titan angelaufen, soweit noch nciht so schlimm. Aber das angelaufene habe ich kaum noch durchbohrt bekommen. An der halben Bohrung sind mir zwei HSS Bohrer verreckt (ausgeglüht trotz langsamer Drehzahl und kaum Vorschub und viel Kühlung). Die habe ich immer wieder nachgschliffen und erneut verwendet. Nachher hatten sie nur noch 60% der Bohrerlänge. Auch ein titannitrierter Bohrer ist hopps gegangen, ebenfalls ausgeglüht, den habe ich aber nicht mehr soweit heruntergeschliffen.

Fazit : Ich kam nur noch mit einem Hartmetallbohrer durch die angelaufene Stelle.

Herbert meinte dazu, dass das Titan wahrscheinlich durch das Erwärmen an der Oberfläche nitriert ist (Luft ist ja eine wunderbare Stickstoffquelle) und so teilweise zu Titannitrid wurde. Daran haben sich natürlich die Bohrer die Zähne ausgebissen.

@Flaming-Moe: Die Kerbe zu feilen, wenn sie nur über einen kleinen Teilbereich der Breite geht ist sicherlich schwierig. Den Auslauf der Kerbe würde man kaum hinbekommen. Da solltest Du vielleicht wirklich besser Schleifen oder fräsen, wobei ich Dir ohne Fräse lieber zum Schleifen raten würde. Wenn Du keinen Schnitt sondern nur eine Vertiefung machen willst, dann sind die kleinen Proxxontrennscheiben nicht schlecht, dabei ist mir auch noch nie eine zerplatzt, wie geschrieben, nur beim Trennen sind welche hops gegangen. Allerdings ist es schwer damit eine gleichmäßige Vertiefung hinzubekommen, aber vielleicht stört Dich das ja auch nicht, weil man es nacher eh nicht mehr sieht. Aber wenn man selber weiß, wo man gepfuscht hat macht einem nachher das Messer weniger Spaß.

Du könntest ja auch die ganze Griffhälfte dünner Feilen, damit auch der Lock auf die richtige Stärke kommt.

Viel Freude an Euren Messern wünscht Euch der Leo