Frage(n) bzgl. CS Rifleman´s Hawk

Humppa

Mitglied
Servus Leute,

mich würde o. g. Tomahawk interessieren. Daher jetzt meine Frage; welche Erfahrungen habt ihr mit dem Tomahawk gemacht?

Um welchen Stahl handelt es sich beim 5150 (Kohlenstoffstahl rostend oder ein rostfreier)? Wie sieht es mit der Schärfbarkeit und auch mit dem Pflegeaufwand dieses Stahls aus?

Taugt der Griff etwas?

Wie ist die Beschichtung? Eher empfindlich oder doch eine etwas robustere Variante?

Das Teilchen soll für leichtere Waldarbeit (entasten, Gestrüpp entfernen oder auch Anmachholz herstellen) verwendet werden, aber auch auf der Baustelle, unter Umständen als Hammer.
Es wäre mein erster Tomahawk, daher würd mich die Spalteigenschaft interessieren.

Freue mich schon auf eure Antworten!!

Beste Grüße und einen schönen Abend noch!
 

JoBe

Mitglied
Die Beschichtung ist ein ungleichmäßig aufgebrachter schwarzer Hochglanzlack, eher robust, weil relativ dick, aber halt auch relativ hässlich.
Der Griff ist ein einfaches Stück Holz (Hickory?) mit ovalen Querschnitt, wie die meisten Hammerstiele. Der Griff ist zum Glück nicht lackiert, einer Behandlung mit Leinölfirniss steht also nichts im Wege.
Zum Entasten oder Gestrüpp entfernen wäre es mir zu schwer, da würde ich die Fiskars Machete oder eine gute Astschere benutzen. Zum Hämmern ist ein Hammer sicher die bessere Wahl, das Tomahawk hat im Vergleich zum Kopfgewicht eine eher kleine Hammerfläche.
Auch Spalten tut das Hawk eher bescheiden, da das Blatt eher dünn und gerade ist, ein Beil oder eine Axt haben viel keilförmigere Querschnitte und Spalten daher wesentlich besser. Das Rifleman's Hawk bleibt eher im Holz stecken, als daß es spaltet.
Es ist halt eine eierlegende Wollmilchsau, es kann irgendwie alles, aber nichts richtig gut.
 

Humppa

Mitglied
Servus!

Danke JoBe!
Nunja, was soll ich sagen; ich würd das Teil halt ganz gern als Ergänzung zu meinem ganzen anderen Waldarbeitskram benutzen. Wenn ich beispielsweise mal mit der Leiter auf den Baum muss um einen etwa halsdicken Ast abzuschlagen nehm ich dazu keine Motorsäge, ist viel zu gefährlich, da kein sicherer Stand. Die Axt ist viel zu schwer und eine Handsäge würd ich mir nicht anschaffen, da ich ja den Tomahawk auch eben als Beil fürs Anmachholz hernehmen will.
Für Gestrüpp ist sicher auch eine Motorsense die beste Wahl, hab ich zwar, aber da brauch ich ja nen Laster für das ganze Werkzeug... ;)

Beste Grüße
 

JoBe

Mitglied
Also einen halsdicken Ast wirst Du damit nicht mal schnell abschlagen können, sondern mühsam durchhacken müssen, denn dabei hast Du das gleiche Problem wie beim Spalten, das Tomahawk neigt wegen des kaum vorhandenen Keilwinkels zum Steckenbleiben im Holz.
Gerade auf der Leiter würde ich Dir zu einer Hand- bzw. Klappsäge raten, außerdem wird der Baum es Dir danken, wenn der Ast sauber abgetrennt wird, was mit Tomahawk oder Beil vergleichweise schwierig sein dürfte. Such mal z.B. nach Silky Oyakata.
Für's Anmachholz und als Hammerersatz funktioniert dass Tomahawk, wobei selbst da ein einfaches Haushaltsbeil wahrscheinlich besser geeignet ist. Klappsäge und kleines Beil sind wenn überhaupt auch kaum schwerer als das Riflemans Hawk (ca. 1 kg)

Diese Cold Steel Tomahawks sind für die reine Arbeit einfach weniger tauglich, als das noch so bilige Werkzeug, wenn es dem Zweck entsprechend konstruiert ist. Besser aussehen tut allerdings das Tomahawk...

Gruß,
JoBe
 

DaKern

Mitglied
Hallo Humppa.

Ich glaube du solltest dir darüber klar werden was du willst.
Willst du eine kleine Hacke mit der man wirklich gut arbeiten kann und notfalls auch einen Nagel einschlagen oder willst du ein paar Argumente warum du dir das Hawk kaufen sollst, das eigentlich nicht so gut für die von dir genannten Zwecke ist.

Nicht bös gemeint, aber es wirkt so als wolltest du eher Zweiteres. (was ja auch ok is)
 

chamenos

Super Moderator
Moin

Was aus meiner Sicht gegen das Riflemans Spricht ist das Kopfgewicht im Verhältnis zum maximal möglichen Stieldurchmesser.

Ich finde die Cold Steel Hawks alle sehr sparsam in den Augmaßen. Das bedingt dann ziemlich dünne Stiele.
Beim Trailhawk passt das gerade noch.
Das Riflemans habe ich nach ein paar Wochen wieder verkauft, - was nützt mir der massige Kopf, wenn ich den "Bumms" nicht kontrolliert auf den Punkt bringen kann, weil er auf nem Ess-Stäbchen baumelt.

Und zum Werfen fand ich es ein bißchen schwer..... merkt man dann so ab dem 15/20ten Wurf:D
Mit dem Trailhawk fängt man da dann gerade erst an.

Gruß
chamenos
 

Humppa

Mitglied
Servus!

@DaKern: Danke für deine Ausführung. Nunja, was soll dazu jetzt sagen ;) ?! Nein, ohne Schmarrn, ich will nicht nur nen Hawk um einen zu haben und ich suche auch keine Argumente für (!!!) das Teil, ich habe das Teil zu Anfang recht interessant gefunden. Mittlerweile tendiere ich jedoch auf Grund diverser Antworten hier zum TrailHawk.
Ich muss demnächst nen Zaun um mein Jungholz aufbauen um es vor Wildverbiss zu schützen. Beim Aufstellen des Zaunes kann ich ne Kombination zwischen Beil und Hammer sehr gut gebrauchen.

@chamenos: Deine Ausführung hat mir wiederum sehr geholfen mich zu entscheiden. Ich denke, ich werd die Griffel vom Rifleman´s Hawk lassen und mich für den TrailHawk entscheiden.
Mal schaun...

Danke Leute, für eure konstruktiven Antworten!!

Beste Grüße
 

Humppa

Mitglied
Servus chamenos!

Danke für den Tip mit dem Hinweis. An das hab ich wirklich noch nicht gedacht, hätt auch von mir aus drauf kommen können. Hab jedoch den Trail Hawk gerade eben bestellt ;)
Dazu noch nen MagLite D-Zellen Halter damit ich das Teil auch am Gürtel tragen kann.
Ich denke, bei der vielen Waldarbeit, die ich zu leisten habe ist gutes Werkzeug sicher nichts verkehrtes. Zumal man ja nicht jede anfallende Arbeit mit der Motorsäge oder der Axt erledigen kann. :)

Beste Grüße