Frage E-Härteofen Isolation

richi rich

Mitglied
Hallo,

musste jetzt meinen Eigenbau-Elektro-Ofen zerlegen.

Problem war, dass die Glaswolle angeschmolzen ist und elekrisch leitend geworden ist, wodurch das Gehäuse unter Strom stand.

Hätte nicht gedacht, dass die Glaswolle das nicht abkann.

Die Isolierung ist aus 3 cm Keramikfaser, dann 5 cm Glaswolle drauf.

Frage: Passiert das bei Steinwolle-Platten auch?

Wollte mir einfach die Keramikfaser sparen und hatte auch nicht so viel daheim.

Danke Für die Info
RR
 

luftauge

Mitglied
Hast Du normale Isolierwolle für Hausisolation aus dem Baumarkt benutzt ?

Die haben unterschiedliche Temperaturfestigkeiten. Muss man sich nach erkundigen, meine Information ist, dass die gelbe Mineralwolle ("Glas") ca. 800°C aushält und die grüne (Stein/"Rockwool") ca. 1000°C. Ich nenne die Farbe nur deshalb, weil es die gängigsten Farben hier bei uns sind - kann bei Euch ganz anders sein. Mittlerweile gibt es bei uns ein weiteres Isomaterial auf Rollen, ist sandbraun, hat aber ähnliche Werte.

Wenn Du den Ofen sicher isolieren willst, solltest Du Material aus dem Kamin- oder Ofenbau verwenden. Gibt es in D zumindest teilweise auch im Baumarkt, meist ist es dann Vermiculite - gibt einige Themen dazu. Wie es mit der Verfügbarkeit in Österreich aussieht, weis ich selbstverständlich nicht. Aus dem gewerblichen Bereich gäbe es da noch die weissen Calciumsilicatplatten, bei uns kann man die beim Ofenbauer bekommen, die habe ich noch nicht im Baumarkt gesehen.

Gruß Andreas
 
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sanjuro

Mitglied
Frage zur Wärmedämmung eines E-Härteofens

......Problem war, dass die Glaswolle angeschmolzen ist und elekrisch leitend geworden ist, wodurch das Gehäuse unter Strom stand.

Hätte nicht gedacht, dass die Glaswolle das nicht abkann.

Die Isolierung ist aus 3 cm Keramikfaser, dann 5 cm Glaswolle drauf.

Frage: Passiert das bei Steinwolle-Platten auch?.......
Hier im Forum habe ich zum Thema 'Wärmedämmung' schon einiges geschrieben. Dein Problem überrascht nicht und wurde hier auch schon angesprochen.

Neben den materialspezifischen Werten der Wärmebeständigkeit ist auch die Einwirkungszeit (wie beim Härten und Anlassen von Stahl) der Wärme ein wesentlicher Faktor. Wenn man Ofenwände berechnet, gibt es viele Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, weil eine einzelne Dämmschicht je nach den 'Nachbarn', zwischen denen sie eingebaut wurde, unterschiedlich stark erwärmt wird.

Die angegebenen thermischen Belastungsgrenzen für die Materialien sind für kurze Einwirkzeiten angegeben, daher kann man sie nur mit erheblichen Abschlägen (mind. 10 - 20%) in die Praxis übernehmen.

Steinwolle, die für die Wärmedämmung von Gebäuden gefertigt wird (Einsatz von -40 bis +70°C), kann einfach nicht alles können! Von Styropor wird das ein verständiger Mensch trotz ausgezeichneter Dämmwerte ja auch nicht verlangen!

In Deinem Fall würde ich für Härtetemperaturen bis ca. 900°C wenigstens 50 bis 75 mm Keramikfaservlies (es gibt viele verschiedene Dichten und Wärmeklassen, also beraten lassen!) vorsehen, dahinter dann spezielle Mineralwolle und evtl. noch Calciumsilikatplatten (nicht Calciumcarbonat, das wäre nämlich Kalk/Marmor etc.).

Die Dämmstoffhersteller beraten und rechnen auch die Wärmewerte und Wandstärken aus.

Gruß

sanjuro