Flipper ohne Lock?

Murphys Law

Mitglied
Hallo zusammen.

Neulich bin ich über ein Messer mit Flipper gestolpert und war vom simplen Öffnungsmechanismus vollends begeistert.

Leider macht der Gesetzgeber einen Strich durch die Rechnung, was das Führen angeht.

Mich würds interessieren ob es Flipper auch ohne Lock gibt!
Ob nun Slipjoint, oder Friction, oder die Böker Variante mit dem Detentball...

Kennt da jemand was?

Ist das technisch überhaupt sinnvoll machbar? Hat jemand ne Idee?

Viele Grüße,
Murphy.

PS: Bitte KEINE Diskussion über die Gesetzeslage, deren Befolgung, vorauseilenden Gehorsam, etc. Das hier soll bitte möglichst eine technische Diskussion über die Realisierbarkeit/Vorhandenheit eines solchen Messers werden.
 

Murphys Law

Mitglied
Hi!

Ja das kenne ich schon. Danke aber!

Ein klassischer Slipjoint mit Feder würde denke ich tatsächlich nicht ohne weiteres funktionieren. Aber es gibt für alles ne technische Lösung... :D
 

beagleboy

Premium Mitglied
Auch beim Trance 42 erhöht der Mechanismus den Öffnungswiderstand; normales Aufflippen wie beim verriegelnden Modell ist konstruktionsbedingt nicht möglich.

Ich wüßte auch keinen nicht verriegelnden Mechanismus, der diese beiden Eigenschaften vereint.
 

chamenos

Super Moderator
Ich wüßte auch keinen nicht verriegelnden Mechanismus, der diese beiden Eigenschaften vereint.

Ist aber wohl eher eine Sache der fehlenden Käuferschaft, dass es sowas nicht in Serie gibt.

Machbar sind da mehrere Varianten.

Von SOG gibt es ja Messer mit Flipper und Backlock. Und ein Slipjoint ist ja doch sehr dicht am Backlock.
Müsste man halt mit zwei Federn (links und rechts vom Flipper) arbeiten. (und wahrscheinlich irgendwelche Kugellager verbasteln:steirer:)

Und mit nem Liner ließe sich das auch hinbekommen.
Brauchts halt nen "dicken" Detentball und unterschiedlich tiefe Passungen in der Klinge.
Verschlüsse für Klappmesser sind schnell konstruiert. Ob es dann Spaß macht (oder gar wirtschaftlich ist) sie zu bauen steht auf einem ganz anderen Blatt.:D

Am einfachsten ließe sich ein Messer mit Flipper ohne Lock allerdings als Friction-Folder realisieren.

Gruß
chamenos
 

beagleboy

Premium Mitglied
Von SOG gibt es ja Messer mit Flipper und Backlock. Und ein Slipjoint ist ja doch sehr dicht am Backlock.

Kenne ich. Aber die sind alle mit Federunterstützung. Nur deshalb überwindet der Mechanismus beim Öffnen die "Bremskraft" der an der Klingenwurzel anliegenden Rückenfeder. Aber wie willst Du beim Slip Joint die Feder zum Öffnen so anheben, daß sie nicht mehr bremsend auf die Klingenwurzel drückt?

Und der Slip Joint braucht ja eben noch mehr Haltekraft in der Feder als ein Backlock.

Und mit nem Liner ließe sich das auch hinbekommen.
Brauchts halt nen "dicken" Detentball und unterschiedlich tiefe Passungen in der Klinge.


Willkommen in der wunderbaren Welt der Messer von Böker Plus. :D
So ähnlich funktioniert unser Subcom 42 und Trance 42.

Aber auch hier brauchst Du im Liner deutlich mehr Federkraft als bei einem normalen Liner Lock, sonst reicht die Haltekraft in der offenen Position nicht aus.
Und schon ist nichts mehr mit Flippen...
 

AlexKremer

Mitglied
-aber ein system wie bei einem halbautomatischen messer könnte doch schon die lösung sein!
->Flipper in Kombination mit einer Feder, die die Klinge aufspringen lässt, aber dann eben nicht arretiert! das ist doch ohne weiteres (konstruktionstechnisch) möglich! das Federsystem muss nur so sein, dass es auch noch eine kraft auf die klinge auswirkt wenn diese schon offen ist!
-das wäre dann wie, wenn man zB bei einem Buck Rush einfach den arretierenden liner/ die platine weglassen würde!
:)das wäre so meine idee...
mfg Alex
 

beagleboy

Premium Mitglied
[...] in Kombination mit einer Feder, die die Klinge aufspringen lässt, aber dann eben nicht arretiert! das ist doch ohne weiteres (konstruktionstechnisch) möglich! das Federsystem muss nur so sein, dass es auch noch eine kraft auf die klinge auswirkt wenn diese schon offen ist!

Willkommen in der wunderbaren Welt der Messer von Böker Solingen. :D

Haben wir als Speedlock ohne Arretierung, aber das System hat seine Grenzen, weil die benötigte Federkraft zum Offenhalten auch nicht ganz ohne ist.
 

Murphys Law

Mitglied
Hallo!
Schön zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin der über sowas nachdenkt.

Für einen Slipjoint bräuchte man etwas, dass in der Grundposition/Lockposition Kraft hat, aber in den Zwischenpositionen locker sitzt. Mal ganz banal theorethisch formuliert. :D

Das Problem dürfte tatsächlich nicht die Realisierbarkeit sein, sondern die fehlende Kundschaft, wie Jürgen schon sagte... Aber gibts da nix für Technikliebhaber?

Grüße,
Murphys Law.

Der Traum vom selbstgebauten Friction Folder rückt immer näher...
 

scholl-ti

Mitglied
Dann versuch es doch einfach mal mit ein bißchen mehr Nachdenken;)

Wenn du die Reibung über den Öffnungshebel und nicht über die Achse herstellst, dann ginge das wunderbar.

Na dann haben wir ja anscheinend das Problem behoben. Noch schnell den Klingengang ganz sanft eingestellt und ab in die Hosentasche. Für Schnittwunden im Beinbereich übernimmt aber jeder selbst die Verantwortung- da wir ja noch nicht das Problem mit der Arretierung im geschlossen Zustand gelöst haben. Aber sicher hast du dafür auch was parat, ich überlege mal genauer.... man könnte ja noch die Friction im geschlossenen Zustand über die Klingenflanken herstellen.


Ne jetzt mal ehrlich, die Reibung wird über Klingenachse hergestellt und somit ist ein Flipper als solches nicht machbar. Das was du hier als so einfach hinstellst ist doch schon ein wenig komplizierter, aber ich lass mich auch gerne eines besseren belehren. Eine Zeichnung wäre da doch schon mal ein Anfang!



Scholl-ti
 

chamenos

Super Moderator
Aber sicher hast du dafür auch was parat, ...

Jipp

Aber ich werde hier sicherlich nicht in einem öffentlichen Forum dem Messermacher, dem ich diese Idee schon "geschenkt" habe, die Butter vom Brot nehmen (oder konkreter: das Eis aus der Waffel);)

Ebensowenig werde ich hier zu der "Slipjoint-Problematik" detailierte Auskünfte geben....

Solche Ideen sind Bargeld. Und ich habe keine Lust hier geäußerte Ideen in drei Monaten für 8,-€ inkl. Versand aus China in mieserabler Qualität kaufen zu können.
Sowas läuft bitte nur unter vier Augen.

Gruß
chamenos
 
@Tarzan:

Gibts dieses Messer jetzt eigentlich irgendwo mal produziert / angefertigt zu sehen? Im web finde ich nichts, die von dir angegebenen links oder webseite funktionieren nicht mehr.

Gruß

Nils
 
G

gast

Gast
Das Interesse bei Firmen war nicht so der Knaller.
Die warten sicher auf das auslaufen meines Gebrauchsmusterschutzes...

Gruß Manuel
 

luftauge

Mitglied
Hm... - Hersteller sind manchmal auch einfach nicht an solchen externen Entwicklungen interessiert, weil sie schlichtweg nicht davon überzeugt sind, edit z.B. weil dieses oder jenes Design nicht in ihre Produktlinie passt, der Prototyp zu unausgereift ist, oder oder oder...
Hier im Forum konntest Du auch niemanden wirklich von deiner Idee überzeugen - da liegt der Gedanke nah, dass Messerhersteller ähnliche Gedanken hatten, *ohne* hier im Forum Marktforschung zu betreiben zu müssen... ;)

Wenn es nur am Musterschutz liegt, werden wir es sicher bald von einem namhaften Hersteller als Neuheit präsentiert bekommen. Die drei Jahre Schutz nach Ersterteilung eines Gebrauchsmusters sind nämlich in deinem Fall schon seit einiger Zeit um. Sie endet, wenn man die Frist nicht unaufgefordert/selbständig durch Zahlung der Schutzgebühr velängert...

Gruß Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
G

gast

Gast
Ja, richtig,
der Gebrauchsmusterschutz ist bereits abgelaufen.

Ich wurde zwar schriftlich aufgefordert das bei Bedarf zu verlängern,
aber ich habe es nicht getan, weil ich jetzt an einem anderem System
arbeite, das noch interessanter ist.

Aber das ist noch sehr geheim...

Gruß Manuel