Fertiges Messer signieren punzieren

budi ibele

Mitglied
Hallo zusammen,

nach dem ich mein Messer fertig geschmiedet und den Griff aus Kirschholz, Leder und Silber montiert habe, habe ich mir nun einen Punzierstempel machen lassen. Wie bekomme ich nun meine gehärtete Klinge punziert ohne meinen Stempel kaputt zu schlagen, meine Holzgiff zu verbrennen oder meine Klinge zu enthärten? Blauer Papier Stahl

besten Dank
Budi

messer.jpg
 

Guido

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Mit dem Stempel wird das wohl nichts werden.
Du könntest zu einem Betrieb gehen, die mit dem Laser Teile beschriften können.
Die könnten dir dann dein Logo auf die Klinge machen.
Nicht ganz das was du dir wünscht, aber zumindest etwas.
 

budi ibele

Mitglied
danke für Deine schnelle Antwort!

kann man den Griff und die Schneide nicht irgend wie schützen kühlen und mit einer heise Gasflamme nur selektiv die Klinge am Rücken zum glühen bringen?
 

uuups

Premium Mitglied
Nö, wenn die Klinge schon gehärtet und der Griff schon dran ist wird das mit Stempeln nichts mehr.
Dann bleibt die nur noch ätzen, mit Diamant gravieren (Dremel), elektrogravieren (wird nicht so hübsch) oder mit Laser beschriften...

oder das Logo in die Endkappe zu stempeln.

P.S. Das Wort Punze irritiert mich etwas. Du hast doch einen richtigen Schmiedestempel für Stahl und nicht eine Punze für Leder/Goldschmiede?
 
Zuletzt bearbeitet:

budi ibele

Mitglied
Ja ich habe mir einen Schmiedestempel bei Lars Krüger bestellt und ja ich kenne den Begriff Punze von einem befreundeten Goldschmied
Deine endgültige Meinung frustriert mich leider. Aber danke!
 

budi ibele

Mitglied
Ich kann mir das Messer mit geätztem oder galesertem Logo nicht vorstellen. Mal angenommen der Griff ist im Wassereimer und die Schneide mit einer Passte oder nassem Tuch gekühlt. Geht das nicht nur eine kleine stelle mit einen Bunsenbrenner zum glühen zu bringe? Der Stahl ist dreilagig und die äußeren beiden lagen sollten eh nicht so hart sein.
messer.jpg
 

ebenezer

Mitglied
Über dieses Ätzverfahren habe ich auch schon mal nachgedacht. Da das ja mit Strom geschieht fällt mir sofort das Thema Wasserstoffverprödung ein.
Ich habe kein Gefühl dafür, wie groß die Gefahr ist, hier eine Versprödung bis an die Schneide zu verursachen..
Was sagen die Metallurgieprofis unter Euch dazu?
 

Guido

Mitglied
Warum willst du riskieren dir das schöne Messer zu versauen?
Das verbiegt sich dann nur oder sonst was.
So eine Kennzeichnung ist doch nicht wirklich so wichtig.
 

Leoganger

Mitglied
Wenn Du die rot markierte Stelle mit dem Bunsenbrenner zum glühen bringst, wird sich
wahrscheinlich die Klinge verziehen - mit Sicherheit löst sich aber der Kleber im Griff an.

Das Leder an Deiner Scheide bietet sich doch zum Stempeln (Punzieren) an.......
 

natto

Mitglied
Blaupapier hat gewöhnlich weiche Aussenlagen. Indem Fall funktioniert gravieren und meißeln. Einen Schlagstempel würde ich nach dem Härten nicht verwenden.