Feinheit von Abziehsteinen

Hallo ich habe mal ne Versuchsreihe gestartet und wollte mein wissen weitergeben.
Folgender Versuch habe ich durchgeführt.Ich habe 4 Proben aus einem ungehärteten Ck75 gemacht (kleines Plätchen 30x10x3mm). Die Oberfläche
war gewaltz. Ich habe dann mit einem P 1000 Schleifpapier (18 µm Korngröse) die Oberfläche in Längsrichtung geschliffen. Anschließend habe ich 4 Verschieden Abziesteine genommen und 90 sec. in Querrichtung mit Druck feinstgeschliffen.
Material der Abziesteine:
schwarzer Arkansas (9 µm Korngröse)angeblich eine Körung von 8000
Jap. Wasserstein 8000 Körnung (3 µm Korngröse)
Belgischer Brocken angeblich 6000- 8000 Körnung (20- 5 µm Korngröse)
Ein schw. Arkansas mit einen NAgura stein ein Paste erzeugt angeblich bis zu eine Körnung von 8000.
Ergebnise: Ich habe mit dem Mikroskob die Oberflächen angeschauht und mit dem Rauhtiefenmessgerät nach Rz geprüft.
Arkansas = Rz 0.6
Jap. Wasserstein = Rz 0.3
Belgischer Bgocken = Rz 1.1
NAgura Paste = Rz 0.5

Das Microskop hatte keinen großen unterschiede gezeigt.

Ich kann nur bestätigen was ich schon oft gehört habe, das Die Japanischen Wassersteine sehr gut Abtragleistung mit einer supper feinen Oberfläche haben.
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Schöne Untersuchung. Zeigt alles, was man wissen muß. Interessant wäre noch, die Plättchen zu härten (man kriegt eine glattere Oberfläche hin) bzw. auch noch den Abzug mit Leder und Past zu untersuchen. Hast Du die Geduld noch, Sven-Eric?
Ich finde das interessant.
 
Also ich habe nichts gegen ein paar neue versuche aber ich brauch da ein bischen zeit und muß neu proben aus 1.4110 machen. Das mit dem härten klabt da etwas besser mit meinen miteln. Bilder mache ich auch aber bitte etwas geduld. Ich habe nur ne frage wie ich die ins netz stellen mus.
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Sven-Eric Lexa,

klasse Test! Gefällt mir sehr gut.
Eventuell könnte man noch die Zeit variieren, damit die langsamer abtragenden härteren Arkansassteine auch ihre volle Wikrung entfalten können.

Wie kommst Du denn an ein Rauhtiefenmessgerät? Studierst Du zur Zeit?

Als gehärteten Stahl könnte man auch eine alte Feile nehmen, die dann erstmal vorsichtig eben geschliffen wird.

Die karbidreicheren Stähle könnten sich auch anders verhalten, aber mit dem 1.4110 gehst Du ja schon leicht in die Richtung. Ich bin gespannt, was da raus kommt.

Viele Grüße,
Leo.
 
Für alle die mit den ergebnissen nicht länger warten wollen habe ich hier mal ganz kurz ein kleinen Zwischenstand.
Also Proben aus 1.4110 auf 59 HRC gehärtet. Eine Probe mit 400 Band geschliffen. Ca 5 minuten mit einem Belgischen Brocken geschliffen.
Ergebniss: zwischen 0.3- 0.4 Rz.
Nach ca 1 minute Ergebniss zwischen 0.8- 1.0 Rz

Bilder muß ich schauen wie ich das anstelle.

Bis demnächst
---------------------------------------------------------------------
Mehr wenn Ihr mich wieder seht Ihr müßt unbedingt schauen wies weitergeht.
 
So ich habe jetzte den schwarzen Arkansan gestetet.
Bin ein wenig überascht.
Rz = von 0.3 bis 0.5 nach 5 minuten.(meisten stellen haben 0.4 und 0.5)
Rz mit NaguraPaste = 0.3 bis 0.4 nach 5 minuten.
Rz = 0.7 nach 1 minute:
Rz mit NaguraPaste = 0.5 bis 0.6 nach 1 minuten.
Ich habe allerdings im Buch von Leonard Lee gelesen das es beim schwrazen Arkansas mal zu unregelmäßigen größeren körnern vorkommen kann. Ich denke deshalb ist die Leistung nicht ganz so gut wie der BB.
Zu den pasten ich habe noch mit chromoxid, Unipol Polierpste blau und Chromglanz(weise klakartike Paste )getstet, konnte aber keine oder kaum eine verbesserung feststellen. Pasten waren 5 minuten im einstatz.
 
Zu den genannten Pasten muß ich noch etwas nachtreagen.
Ich meinte mit " keine Veränderung" die Rauheit bei fast allen Proben war sie gleich, bis auf beim Arkansas da habe ich 0.1 Rz verbessern können.
Was natürlich sehr deutlich zu sehen ist, das die Proben eine guten Glanz bekommen.
 

herbert

MF Ehrenmitglied
So, ich stelle mal die Bilder für Sven Erik hier hinein. Mal sehen, ob man was erkennen kann. Also los
 

Anhänge

  • 3bilder.jpg
    3bilder.jpg
    34,7 KB · Aufrufe: 351

herbert

MF Ehrenmitglied
Sind was klein geworden, also mal alle einzeln:
Hier das Bild "Arkansas"
 

Anhänge

  • steine1lein.jpg
    steine1lein.jpg
    56,5 KB · Aufrufe: 329

herbert

MF Ehrenmitglied
Belgischer Brocken. MIt Massstabsbalken. Der dürfte so wohl auch für die anderen Bilder gelten, wenn nicht, fragt Sven Erik
 

Anhänge

  • steine2leink.jpg
    steine2leink.jpg
    51,4 KB · Aufrufe: 329

herbert

MF Ehrenmitglied
Aller Guten Dinge sind drei. Japan. Stein #8000
Vielen dank, Sven-Eric, ist schon toll, was man selbst mit einfachen Mitteln so hinkriegt.
 

Anhänge

  • steine3klein.jpg
    steine3klein.jpg
    58,8 KB · Aufrufe: 325

Bene686

Mitglied
ich frag mich ob es nich bei den verschiedenen steinen auch eine rolle spielt ,wie breit die schleiffase ist , da ja zb abgetragene körner mitschleifen , ich stell mir das so ähnlich vor , wie wenn man mit einer feile hieb 3 feilt und eine lange schleifflache (in axialer richtung (schleif,feil,richtung) hat und die späne nicht abfließen können und riefen ziehen .
??????

was meint ihr dazu ?
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Bene686, ich denke mal, da hast Du Recht.
Aber das geht über die Modellversuche wohl hinhaus. Aber über die Rolle von Schleifschlamm und losen Körnern sollte man schon mal nachdenken.
 
Nun zur der Schleiffase kann ich folgendes sagen. Ich habe Proben so prepariert das überall in etwa gleich große Flächen zum schleifen da waren.Ich konnte aber nicht die ganzen 5 minuten abziehen, sonder habe immer wider kurz unterbrochen und die Steine neu gewässer.
Aber Dein gedanke ist gut Bene686. Wenn man sich die form eines einzelnen SChleifkornes genauer betrachtet so weisen 8000 japanst. und Arkansas ein Pyramidenähnliche Kanntenstruktur auf,d.H sie haben viele scharfe kannten. Der Belgische Brocken hat eine Rhombdondekaeder oder so (sieht aus wie ein Fußball)und hat mehr Flächen als kannten. Vergleicht man die Härte so ist der Granat vom BB am weichesten und Arkasas und 8000X am Härtetsten. Das bedeutet aber auch das 8000X und Arkansas bei größeren Druck eher dazu neigen mit scharfen Kannten auszubrechen. Das Erklärt auch den Höheren abtrag bei geringerer zeit.
Der Holraum und Poren der Steine spielt auch eine große rolle wenn man sieht das beim Arkansas fast kein porenraum da ist und bei 8000X
gearde das gegeteil der fall ist. erklärt wohl eher warum ich eine matten glaz vom Arkansas habe, 8000X hat schon fast hochglanz.BB mus am Anfang enlich dem Arkansas keinen Holraum haben aber später brechen schon einen erheblicher Teil an Körner aus und wir haben einen zustand wie beim 8000x

Fazit: Obwohl ich es nicht ganz glauben kann ist der BB wohl die beste lösung zwischen west und Ost. Gemeint ist 8000x und Arkansas.