Federbruch Axis Lock und Reaktion von BM [+ Federselbstbau]

Tobse

Mitglied
Nach zwei Jahren täglichen Tragens und Nutzens ist es neulich passiert: An meinem Benchmade 710 ist eine der beiden Omega-Federn gebrochen, die den Riegelbolzen sichern. <IMG SRC="smilies/cwm31.gif" border="0"> Wenn die gebrochene Feder sich nicht unter die Griffschale geschoben hätte, wäre mir der Schaden wohl nicht aufgefallen, denn die Verriegelung funktioniert noch immer problemlos.
An alle, die jetzt wieder die Vorzüge von Framelocks predigen, geht schon vorab mein Kommentar 'Ihr habt ja recht!' <IMG SRC="smilies/cwm12.gif" border="0"> Trotzdem finde ich das Axis lock nach wie vor klasse. Benchmade hat auf meine Email recht zügig geantwortet und ist mir deutlich entgegengekommen: Da ich mein Messer nur ungern einschicken wollte (wahrscheinlich ein ziemlicher Aufwand mit dem Zoll und nebenbei auch zeit- und kostenintensiv) haben die Leute von Benchmade eingewilligt, mir (umsonst) einen Satz Omega-Federn nach Hause zu schicken, auch wenn das eigentlich der Garantiepolitik widerspricht(Eigentlich erlischt der Garantieschutz mit dem Zerlegen des Messers). Hut ab vor soviel Kundenservice (wahrscheinlich hat die Rechtsabteilung jetzt Albträume beim Gedanken, daß ich mir beim Zerlegen die Haut ritze und Benchmade zu Tode klage)
Munter bleiben,
Tobse !
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Bei einem Messer, dass man fuer daily use braucht, ist dass ja weniger ein Problem. Die Self-Defense und Tactical-Folder Fraktion kriegt da natuerlich eher die Krise <IMG SRC="smilies/tongue.gif" border="0"> .

Hast Du das Ding schon zerlegt? Kann man da nicht irgendwelche Standard Federn aus deutschen Landen einbauen? Irgendwie traue ich dem US Federstahl nicht so recht. Was aus der Bastelkiste eines deutschen Maschinenschlossers wäre mir da lieber
<IMG SRC="smilies/cwm32.gif" border="0"> - rein gefuehlsmässig.


Gruesse
Peter

[ 26-04-2001: Nachricht editiert von: pitter ]
 

Tobse

Mitglied
Für Selbstschutz und Sondereinsätze habe ich natürlich noch ein Spyderco Military <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> (Meiner Meinung nach das beste 'Küchenklappmesser' das es gibt, sowohl vom Stahl als auch von Flachschliff und Klingenform her).
Zerlegt habe ich das Axis Lock natürlich bisher nur 'inoffiziell'. Das ist geringfügig fummeliger als bei einem Linerlock, aber auch für Diplomlinkshänder wie mich beherrschbar. Auch allen anderen Axis-Lock-Benutzern rate ich zur gelegentlichen Zerlegung. Zwischen Griffschalen und Linern fand sich bei meinem nämlich etwas Flugrost, der sich mit Öl und Muskelschmalz aber gut entfernen ließ.
Was die Federn angeht, so müßte man wahrscheinlich selber biegen (lassen ?), da habe ich allerdings keinerlei Erfahrungen.

Munter bleiben,
Tobse !
 

crashlander

Mitglied
Ich hab dank unserem Moderator Andreas das BM 720,
View

und finde es super, sowohl vom Design als auch von Verarbeitung und Handling. Es läßt sich prima einhändig mit Schwung (und etwas Übung) öffnen und schließen. Probleme hatte ich damit bisher noch nicht. Mal sehen wanns anfängt...
 

Andreas

Mitglied
Habe neulich das BM705 mit Axis-Lock, das meine "Lebensabschnittsbegeleiterin" ca. 3 Monate mit sich rum geschleppt hat, in die Finger bekommen <IMG SRC="smilies/cwm25.gif" border="0">
Alles voll mit "Sülze" (was man sich so vorstellen kann, Sand, Flusen, Labello-Schmiere, .....). Das Messer hat den größten Teil der Zeit damit zu gebracht, in der Tasche einer Regenjacke für Hundespaziergänge zu liegen.

Ergebnis:
Das Messer ließ sich nur mit Gewalt und knirschen öffnen (der Axis-Lock muß sich zum Öffnen bewegen). <IMG SRC="smilies/cwm51.gif" border="0"> Schließen war ebenso dramatisch. <IMG SRC="smilies/cwm52.gif" border="0">

Also komplett zerlegt:
Klinge Flugrostansätz (komisch, aber der Beweis, Labello taugt für den Rostschutz nicht die Bohne). Omega-Federn rostfrei (hat mich ein bisschen gewundert).
Der Mechanismus hat für mich bewiesen, dass er für den "heftigeren" Einsatz nicht sonderlich tauglich ist.

Nach einer halben Stunde zerlegen, reinigen und zusammenbauen, funktioniert es jetzt wieder tadellos (und liegt jetzt im Regal <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0"> ).
 

neo

Mitglied
Ziatat von Andreas:
"Nach einer halben Stunde zerlegen, reinigen und zusammenbauen, funktioniert es jetzt wieder tadellos (und liegt jetzt im Regal <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0"> )."

... und damit es da nicht nutzlos rumliegt, willst Du es jetzt an mich verkaufen! Oder?
Gruß Neo
 

judge

Mitglied
Einer der beiden Axis-Lock-Erfinder, entweder Williams oder McHenry, hat in einem thread auf BF über die dumme BM-Garantiepolitik vor einiger Zeit eine Bastelanleitung für Omega-Federn gepostet, mit einer bestimmten Sorte (Dicke) Stahlgitarrensaiten. Funktioniert seiner Meinung nach ausgezeichnet, und der Mann sollte es wissen.
Habe einige Monate ein BM Ares verwendet und dann zerlegt, unter den Griffschalen war auch bei mir ein bißchen Flugrost.
 

Tobse

Mitglied
Dank an Judge für den Tip <IMG SRC="smilies/spitze.gif" border="0"> Der Link zum Bladeforumsbetrag ist hier Ich hätte gedacht, daß man die Federn noch härten muß, damit sie dauerhaft funktionieren.

Munter bleiben,
Tobse ! <IMG SRC="smilies/spitze.gif" border="0">
 

Tobse

Mitglied
Heute kam der Brief von Benchmade mit einem neuen Satz Federn für mein Axis lock an. Der Einbau ist problemlos, und das Messer 'schnackelt' wieder ordentlich beim Verriegeln. Insgesamt ein ausgezeichneter Dienst am Kunden, vielen Dank an Benchmade <IMG SRC="smilies/cwm12.gif" border="0">

Munter bleiben,
Tobse !
 

Carver

Mitglied
Ich hol den alten Thread mal raus, weil mir das auch passiert ist!

BM710HS - 6 Wochen alt - sehr oft und gerne benutzt (auch viel gespielt :rolleyes: ) - abends vorm Fernseher "schnipp auf / schnipp zu" - pling :staun: - Axis-Feder kaputt :mad: schei... !!!

Hab mich dann gleich mit meinem Händler in Verbindung gesetzt, der mir auch sofort Hilfe zugesagt hat.

Dummerweise kann ich aber meine Finger nicht lange von sowas fernhalten :rolleyes: .

Also, Torx raus - aufgeschraubt (ja, ja ich weiß die Garantie ist futsch)! Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht das Benchmade so schnell nix rausrückt, selbst wenn man´s bezahlen will (Please send back... blahblahblah).

Nun gut, da liegt die Axis-Feder (wie erwartet - 2 Teile). Mit der dig. Schieblehre gemessen 0,62mm, und sieht irgendwie nach stinknormalem Federstahldraht aus. Bin dann in den nächsten Bastelladen gerannt "jo, ham mer da, aber nur 0,5 und 0,8". Ich hab mir dann beide Drähte mitgenommen, und eine Feder in 0,5 gebogen. Ging ganz leicht - die große Biegung über einen dickeren Kulli gebogen (meiner Meinung nach sollte diese relativ gleichmäßig gebogen werden - sonst gibts eine Sollbruchstelle), den Rest mit ner Spitzzange. Immer wieder mit der alten Feder vergleichen und die Radien so gut wie möglich einhalten. NICHT zurückbiegen!!! Wenn man sich "verbogen" hat, lieber noch mal von vorne. Noch ein kleiner Tipp: der hintere "Zipfel" der sich in die Griffschale setzt, etwas zum Griffende hin biegen - dann kann die Feder nicht mehr aus dem Loch rutschen. (gesamte Arbeitszeit 5min.)


Eingebaut - funktioniert :lechz: !! Aber zu "schlapp" :mad: !!
In 0,8 gebogen - funktioniert :lechz: !! Aber zu "stramm" :mad: !!

Im Bastelladen angerufen "könnt Ihr mir 0,6 besorgen" - "jo, ab 100m kein Problem" :irre:

Im Internet mein Glück versucht und bei Graupner fündig geworden. Da kann man sich direkt einen Händler in seiner Nähe suchen.

Gesucht, gefunden, angerufen, abgeholt (der Meter kostet übrigens ca. 30Cent), gebogen, eingebaut, funktioniert tadellos :lechz: :lechz: :lechz:

Ich habe das 710 seit einer Woche wieder in Gebrauch, und habe extra EXTREM viel damit "gespielt".

Mein Fazit: Funktioniert absolut genau so gut wie mit einer orginalen Feder - und falls Sie brechen sollte habe ich in 5min. Ersatz! :D

Übrigens, das soll keine Aufforderung sein eure Benchmades auseinanderzunehmen!!! Aber falls jemand nach so einer Lösung sucht, würde ich mich freuen wenn ich helfen konnte!
 

MojoMC

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Carver schrieb:
Im Internet mein Glück versucht und bei Graupner fündig geworden. Da kann man sich direkt einen Händler in seiner Nähe suchen.
Hast du die Artikelnummer? Das wäre nicht nur für eine Online-Bestellung praktisch, sondern auch für den Händler vor Ort - dann muss er einfach nur besorgen.

Eine gute Idee, das ganze.
 

Carver

Mitglied
Wie gewünscht die Artikelnummer bei Graupner:519.0,6

Ich glaube allerdings direkt bei Gaupner kann man nicht bestellen, sondern nur über deren Händler.

Den Film habe ich vom Bekannten bekommen, inzwischen aber sowas auch selber ausprobiert - und zwar mit gleichem Ergebnis

Dass stimmt schon, das der Axis mit einer Feder immer noch gut verriegelt, is halt nur ein bisschen "schlapp"!
 
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exilant

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Toller Tip, danke.

Als nicht so handwerklicher hatte ich mich gefragt, ob nicht vielleicht auch Uhrmacher was anzubieten hätten, das sehr langlebig wäre.

Eure Meinung?
 

Carver

Mitglied
Also, ganz ehrlich!!!

Ich bin zwar ein bisschen beruflich vorbelastet aber, das trau ich jedem zu der auch nur ungefär weis wie eine Spitzzange aussieht!

Außerdem, aus einem Meter kann man ca. 20 Federn biegen. Selbst wenn die Ersten nix geworden sind, irgendwann klappt´s!!!

Ich denke bei deinem Uhrmacher kann mann´s natürlich auch probieren, aber der wird die Feder auch biegen müssen.
 

exilant

Mitglied
Ist eine Spitzzange das, was beim Wave standardmäßig dran ist? Dann wäre ich ja gerettet.

Spaß beiseite, ich hatte mich gefragt, ob bei Uhren, die ja ewig aufgezogen werden und so weiter, demzufolge also bei Uhrmachern, vielleicht was besonderes zu holen sei.

Das finde ich übrigens interessant, dass Du auch gleich mal 0,8mm Draht ausprobiert hast.

Wie sehr zu stramm wars denn? Einfach unbequem oder richtig verklemmt?
 

Carver

Mitglied
Ob es bei Uhrmachern irgendwas "Besseres" gibt weis ich natürlich nicht, kann aber sein.

Mit 0,8 hat der Axis zwar auch funktioniert, hat mir aber fast die Haut vom Finger gezogen - Meine Meinung: Taugt nix, zu stramm. Das kann man sich wahrscheinlich durch den kleinen Radius der Feder erklären. Da macht dann ca.1/3 mehr Drahtdurchmesser schon ne Menge aus.
 

Carver

Mitglied
Und ein Bildchen zur Veranschaulichung!

Zitat von exilant: Angeblich kann man sich die Federn, ja nach Geschick, in ein paar Minuten selbst biegen und einbauen, wenn mal eine bricht.
Das Zitat ist aus dem Thread: "Wer wünscht sich KEIN Axis als Gebrauchsmesser und warum?" - aber das Bild passt glaube ich besser hier rein.


Das "Angeblich" können wir dann streichen, oder? :D
 

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