Fällkniven und / oder Busse

Rolf

Mitglied
Tach zusammen
Ich hab mir kürzlich ein Fällkniven A1 zugelegt und bin eigentlich zufrieden mit dem Messer. Jetzt sticht mir das Busse 7# ins Auge. Könnt ihr mir ein paar Details nennen welche die doch recht hohe Preisdifferenz rechtfertigt?
Es ist nicht so das ich diese Messer wirklich brauche. Fürs Angeln und für die Jagd im heimischen Lande komm ich mit einem nicht so kriegerischen Messer gut aus.
Aber ihr wisst ja wie das mit der Sammelleidenschaft ist... Da will man ja wissen was man fürs Geld bekommt,und bei doppeltem Preis ..na ja..Schneidet´s doppelt so gut? Oder hält`s doppelt so lange?
Ich wär euch dankbar wenn Ihr mir ein paar Infos geben könnt.
Rolf
 

shindendojo

Mitglied
Hallo Knifeman!

Klar kochen wir nur mit Wasser, aber mit High-Tech Wasser.
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Mir ging es übrigens genau wie Dir, als ich noch kein Busse Händler war. 1996 stand ich vor der Entscheidung für mehrere Hundert Mark ein Messer zu kaufen, daß ich noch nie in der Hand gehabt hatte, daß aber unglaubliche Performance bieten soll.
Ausschlaggebend für meinen Kauf war dann die Qualitätsbestätigung durch einen amerikanischen Freund.
Klar ist, daß jeder Hersteller verkaufen will und sein Produkt als "Creme der Schöpfung" anpreist.
Nur bei uns stimmt es sogar.
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Die Tests wurden und werden auf diversen Messen in aller Öffentlichkeit gemacht. Vor anderen Herstellern, vor der Presse und natürlich vor vielen Kunden.
Im Bladeforum findest Du viele Testberichte von unabhängigen Testern.
Die deutsche Fachpresse hat unsere Messer und wir rechnen bald mit der Veröffentlichung diverser Testberichte.
Dazu kommt die Busse Garantie, die eigentlich jeden letzten Zweifel aus dem Weg räumen sollte.

Dirk Linnemeyer
Geschäftsführer Busse Combat Deutschland

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Busse Combat Deutschland

Survival, Kampfkunst und Messershop
 

Odin

Mitglied
Ich kann dem nicht wirklich zustimmen!
Busse hat das Messer nicht neu erfunden!
Was die Tests nun aussagen ist Fragwürdig:
1. Die Tests sind falsch dargestellt: Das A1 ist nicht 15 cm von der eingespannt worden und hält nur ca. 260 kg aus.
das Busse wurde nicht auf diese Art getestet, also ist ein vergleich hinfällig (ausserdem ist in meiner meinung bei einer hebelwirkung wo 1,6 Tonnen im spiel sind (Test wie bei A1) das Busse hin. diese Kräfte kann man auf 1cm Stahl anwenden, kein Problem).
2. Das Fällkniven A1 bekommt man für 260 DM
3. DEET kommt wenig in der natur vor, und man badet auch nicht im militärischen Einstatz darin.
4. kein Mensch weis ob das messer bei der schneidprobe an der Klinge höher gehärtet wurde
5. Ich will den Mann mal sehen der sein A1 unabsichtlich zerbrechen kann.
6. hattest du schonmal ein A1 im einsatz?
7. Ich will Busse nicht schlecht machen aber bin der meinung das man solchen tests sehr kritisch gegenüber stehen sollte. Außer über die Scheide habe ich über das A1 noch nichts schlechtes gehört und die Vrebraucher sind jawohl das härteste Testgremium.
Der Preis des Stahles hat nicht immer was mit seiner qualität zu tun (siehe damast; 440c vor 20-30 Jahren etc.) Der Stahl wird einfach nicht so viel produziert (nur für busse eigentlich) wogegen ats34 z.B. in sehr vielen anderen Branchen verwendung findet (economic Scale effect).
Gruß Dirk
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[Dieser Beitrag wurde von Odin am 29.01.2001 editiert.]
 

HankEr

Super Moderator
Hier einmal kurz ein paar Meinungen von einem Basic #9 Besitzer.
  • die Busses haben im Gegensatz zum A1 eine durchgehenden Flachschliff; bei vergleichbarer Klingenstärke => bessere Schneideigenschaften
  • die Busses haben für den Einsatz als Haumesser die bessere Ergonomie
  • der asymetrische Schliff, ist tatsächlich unter feldbedingungen leicht zu schleifen und recht stabil
  • Busses stecken viel weg, wenn man mit der Schneide gegen eine Betonkante drischt hat man aber trotzdem eine Scharte
  • Busses haben eine wasserdichte Garantie. Wenn Dir ein Busse Basic ins Feuer fällt und der Griff verkogelt, fällt dies unter die Garantie!
  • Bruchtest sind bei solch einem Prügel reine Theorie, ich kann mir nicht vorstellen wie man dieses 6,35mm starke Drumm Stahl unabsichtlich zerbrechen könnte (zumindest wenn man unter 300kg wiegt
    wink.gif
    ).
  • von den Testergebnissen halte ich nichts. Man kann sicher daraus schließen, daß es keine schlechten Messer sind, aber man sollte sich hüten daraus zu schließen, daß Busses um Faktoren besser sind als die Konkurrenz. Busse Messer sind sehr gute Messer, aber keine Wundernmesser

Meine Empfehlung: Wenn es ein mehr hauorintiertes Messer sein soll, dann Busse #7 oder #9. Wenn es eher etwas kleineres sein soll dann das F1 von Fällkniven.
 

Paulus

Mitglied
Liebe Leute,

die Ansprüche die wir User haben sind doch ganz unterschiedlich. Wenn ich tatsächlich mal 3000 Seile hacken muß, dann weiß ich jetzt womit, wenn ich nur mal ein paar Zweige, von mir aus auch ein paar mehr abmachen muß, dann weiß ich auch womit. Für alles Alltägliche habe ich Opinel in verschiedenen Größen. Die Höchstleistungen sind doch, wie in der Formel 1, nur für die Entwicklung wichtig. Schon deshalb halte ich solche Messer durchaus für nötig. Für die Arbeit ist Overkill eher schädlich.
 

Andreas

Mitglied
Zu den Tests:
Die 3200 Schnitte (Busse-Combat gibt 2000 Schnitte auf der Homepage an) durch 1" Manila-Hanf mit einem Basic, ohne "stumpf" zu werden, bzw. noch rasiermesserscharf zu sein , halte ich für schlicht weg übertrieben.
Einen ähnlichen Test haben Ed Fowler und Wayne Goddard schon mal durchgeführt um festzustellen, ob ein mehrfaches Härten eines Stahls Vorteile bringt (nicht um Ihre Messer werbewirksam anzupreisen):
Hier deren Ergebnis: Klingenstahl 5160, dreifach gehärtet (und die Beiden verstehen was davon !) -> 509 Schnitte, danach war das Messer zwar nicht "stumpf", aber das Schneiden erfolgte nicht mehr "aggressiv", es muß also mehr Kraft beim Schneiden aufgewendet werden (wobei diese Aussage auch schon recht subjektiv ist).
Und eine Busse Basic soll das 6-fache schaffen?
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Ein 10er-Bündel 1"-Hanfseile mit einem Hieb zerteilen möchte ich gerne sehen -> In der ABS gilt das Schlagen durch 3-4 freihängende, gebündelte 1"Hanfseile schon als sehr gut -> Busse schafft das 2,5 bis 3-fache?
15 Kieferhölzer (5x10 cm) zerhacken und an der Stelle mit der gehackt wurde noch rasiermeserscharf?

Also ich würde mich gerne mal solch einen Test durchführen, mit einem "Serien-Basic". Ansonsten glaube ich das einfach nicht.

Ansonsten schliesse ich mich da HankEr an, es gibt keine Wundermesser!

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Andreas
Messerforum.net Co-Administrator
 

Rolf

Mitglied
Hallo
zuerst mal vielen Dank für die vielen Meinungen.
Wie ich feststelle gibt es grob gesagt 2 Lager Die Skeptiker und die Leute die Lobeslieder auf Busse singen.
Ich kauf es mir und werd´s ausprobieren. Und wehe es stimmt nicht dann gnade euch Gott Ihr Busse Fans.
Spaß beiseite . Noch 3 Fragen:
wo bekomme ich das Basic 7# für genannte 625,-DM ?
wie steht`s mit der Klingenbeschichtung? Wie haltbar ist die?
Wie sieht`s mit der Rostbeständigkeit des Wunderstahls aus?
Nochmals Dank an alle die sich die Zeit nahmen und nehmen über Ihre Erfahrungen und Meinungen zu berichten.
Rolf
 

HankEr

Super Moderator
Wenn es Dir hauptsächlich um rostbeständigkeit geht, bist Du bei VG-10 vermutlich besser aufgehoben. Ich kann aber nicht über Rostprobleme klagen. Messer benutzen, feuchtes Messer in die Scheide (Kydex), ein paar Tage später, kein Rost. In korosiven Umgebungen mag das anders aussehen.

Mit der Beschichtung habe ich bis jetzt, bei moderatem Gebrauch noch keine Probleme gehabt. Ich finde sie wesentlich haltbarer als das was Benchmade auf ATS-34 verwendet, auch wenn sie nicht unbedingt so aussieht.

Wenn Du keine Wunder erwartest denke ich nicht, daß Du von einem Busse enttäuscht sein wirst.
 
Rolf, ich wurde dir sonst noch den tip geben,
für 600 glocken sich eins bauen zu lassen. ferenc tumpek aus ungarn bastelt dir für das geld auch ein custom.
sicher sind busse messer sehr gut, aber meiner meinung nach auch wahnsinnig überteuert.das f1 oder a1 ist ja nun auch nicht gerade billig. man sollte mal darüber nachdenken,es sind stinknormale flacherl messer mit einen ollen gummigriff.alles nullachtfünfzehn.keinerlei kunstfertigkeit ist daran zu entdecken. für die gleiche kohle
bekommst du schon ein reeve, bei dem man wenigstens sieht, warum das so teuer ist.
gruß matthias
 

shindendojo

Mitglied
Hallo Forumites!

Mann, hier entsteht ja fast ein Glaubenskrieg. Trotzdem möchte ich gerne noch auf ein paar Dinge eingehen.

Also DEET kommt in der Natur wohl nur vor, wenn Menschen auch vorkommen, nämlich in Form von Insektenschutzmitteln, da ist das nämlich oft drin. Also, wer sich damit einreibt und dann sein Messer mit Kratongriff anfaßt, hat ein Problem. Resiprene C dagegen ist DEET-sicher.

Die Frage, ob Busse die Testmesser an der Klinge besonders härtet nehme ich mal mit Humor. Fakt ist, daß ein Serienmesser für die Schneidtests genommen wurde und dann das gleiche Messer in den Schraubstock kam und gebogen wurde. Dies alles geschah vor vielen unabhängigen Zeugen.
Ich nehme aber mittlerweile an, daß wir selbst erst einen öffentlichen Test auf irgendeiner deutschen Messe machen müssen. Ich kann ja auch verstehen, daß man sowas sehen muß, um es zu glauben.

Zum Thema "Overkill bei der Bruchstabilität" kann ich nur sagen, daß die Messer als Survivalmesser konstruiert sind. Wir alle kennen Geschichten von Menschen, die in Todesgefahr übermenschliche Kräfte entwickelten. Wenn eine Mutter ein Auto anheben kann, um ihr Kind darunter zu retten, dann kann ein 120 kg Mann sicher auch eine Menge Kraft aufbringen. Die Messer bieten also für SURVIVAL - Zwecke eine enorme Sicherheitsreserve.
Wenn ich nur ein Fischchen ausnehme und meinen Apfel schneide, dann brauche ich sicher nicht das robusteste Messer der Welt. Wenn mein Leben aber davon abhängt, dann will ich so ein Messer und kein anderes.

Zum Seiltest: Busse schreibt auf seiner Seite von 2000 Schnitten, da fehlt halt ein update.

Der erste mir bekannte Test dieser Art wurde auf Video gefilmt und nach 1254 Schnitten hatten die kein Videoband mehr.

Dann wurde auf der 1999 Blade Show in Atlanta öffentlich mit dem Basic #9 dieser Test wiederholt und bei 2771 Schnitten gabe es kein Seil mehr.

2000 wurde in Kentucky (glaube ich) auf einer Messer Show der Test bis 3200 Schnitte gebracht und Busse hat dann den Test beendet.

Busse hat mir vor 2 Wochen gesagt, daß er auf der diesjährigen Blade Show in Atlanta möglicherweise wieder einen Test macht.

Zum Test mit den freihängenden Seilen: Jennifer Busse (seine Frau) hat 6 Seile in einem Hieb geschafft, Busse selbst 10! Natürlich spielen dabei Technik und Kraft auch eine Rolle. Nicht jeder schafft 10.

Rolf:

Du kannst das Messer direkt bei uns (link unten) oder bei Deinem Fachhändler für 629 DM kriegen. Wir haben zwar noch nicht das update auf der Seite, die neuen gesenkten Preise sind aber schon gültig.
Die Beschichtung soll angeblich bis zu 5000 Stunden im Salzsprühtest schaffen, die früheren Beschichtungen von Busse lagen bei ca. 350 Stunden. Diese Beschichtung ist wohl neu und wird sicher bald auch von anderen Herstellern genutzt werden. Diese Info habe ich aber nicht von Busse, sondern nur aus 3.Hand, werde ich mir von Busse noch mal bestätigen lassen.

INFI hat 9% Chrom, VG 10 glaube ich 15%.
Wenn es also hauptsächlich um Rostschutz geht, hat HankEr wohl recht.

PS: Daß es bei Busse nicht um Schönheit geht ist sicher jetzt allen klar. Mit tollen Customarbeiten können und wollen wir nicht mithalten.
Uns geht es um hervorragende Einsatzmesser.
Und um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Ich persönlich denke, daß Z.B. Cold Steel oder Fällkniven gute Messer herstellen, habe selber lange Cold Steel benutzt. Nur jetzt weiß ich halt, daß noch mehr geht. Und für mich will ich das Beste.

Dirk Linnemeyer
Geschäftsführer Busse Combat Deutschland

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Busse Combat Deutschland

Survival, Kampfkunst und Messershop
 
Hallo Rolf!
Als Bussenutzer will ich ´mal versuchen, ein paar Fragen zu beantworten.
Zunächst kostet das A1 mit schwarzer Beschichtung (glaube ich) 399 DM. Busse´s Basic #7 liegt jetzt bei 629 DM. Also doppelt so teuer ist es nicht. Aber mindestens doppelt so gut IMHO.
Laut Tests, die in der Öffentlichkeit gemacht wurden, schafft ein Basic 3200 Schnitte durch ein 2,5 cm dickes Manila (Hanf?) Seil. Das Messer war zwar noch nicht stumpf, aber die hatten kein Seil mehr, um weiter zu testen.
Cold Steel war jahrelang stolz darauf, mit dem Trailmaster 42 Schnitte zu schaffen (lt. firmeneigenen Werbevideo) und war damit lange Marktführer. Offiziel ist CS damit die Nr. 2.
Fällkniven hat dazu keine Testergebnisse veröffentlicht. Wären die nur irgendwie in der Nähe, so denke ich, würde das auch in deren Werbung auftauchen.
Bisher traut sich keiner, seine Messer öffentlich zu testen. Busse hat das jetzt schon mehrfach getan.
Fällkniven wirbt mit der Bruchfestigkeit seiner Klingen. Bei einem Bruchtest wurde festgestellt, daß beim A1 15 cm von der Spitze entfernt, die Bruchlast bei 556 Pfund liegt.
Busse testet seine Meser auf 32000 Pfund und dabei brechen die noch nicht einmal.
Busse Basics Griffe sind aus Resiprene C. Anders als die Kratongriffe von Fällkniven bricht Resiprene C bei Kälte nicht. Gegen Chemikalien wie DEET ist es auch unempfindlich, während Kraton sich bei Kontakt mit DEET langsam auflöst.
Busse gibt eine Garantie, die sich sonst keiner zu geben traut. Wenn je eins seiner Messer unabsichtlich bricht, dann erhält man Ersatz.
Ach ja, in einem thread im Bladeforum war zu lesen, daß INFI Stahl pro Pfund $32 kostet. 1095 Carbon Stahl (Ontario oder TOPS) kostet dagegen nur $0,58 pro Pfund. Was VG 10 kostet weiß ich leider nicht. Für ein Messer wie die Battle Mistress braucht Busse (lt. genanntem thread) ca. 4 Pfund. Also zahlt er schon 128 Dollar Material, ein Hersteller der 1095 Stahl nutzt, hat bei einem gleich großen Stahlmesser nur 2,32 Dollar Stahlkosten.

Hoffe, ich konnte helfen
Frank
 

Rolf

Mitglied
Hi
Ich glaub ich kann mir jetzt ein objektives Bild machen.
Knifemann du hast recht wenn man den Verstand einschaltet sollte man "zum Apfel schälen" nicht 600 DM für ein Stück Stahl mit Griff ausgeben. Ich finde auch das Messer wäre mit 400,-DM gut bezahlt.
Nur mein Problem ist, das mein Verstand beim Thema Messer regelmäßig abschaltet.
Deshalb werde ich wahrscheinlich nicht umhin kommen das Messer nächsten Monat zu bestellen.
Der einzige Punkt der mir noch nicht schmeckt ist die Beschichtung. Ich hasse es wenn nach kurzer Gebrauchszeit Kratzer und Schleifspuren in der Beschichtung zu sehen sind,welche ich dann nicht mehr wegpolieren kann.
Übrigens alle Achtung wie fair Ihr bei solch einem Glaubenskrieg miteinander umgeht.
Gruß
Rolf
 
den busse angaben traue ich nicht ganz so.
ich kann auch in einem internetvideo veröffentlichen, wie toll ich fliegen kann. nur ich kanns leider nicht.
also etwas mehr skepsis in bezug auf werbung
sollte man schon an den tag legen frank eins.
die jungs von busse kochen auch nur mit wasser.
gruß matthias
 

Matthias

Mitglied
Hallo zusammen,

vielleicht sollte ich mich hier lieber nicht einmischen, denn ich hatte noch nie so ein angesprochenes Busse-Messer in der Hand.
Ich glaube gerne, daß die Teile hervorragende Messer sind! Das soll nicht in Abrede gestellt werden!

Was mich wundert ist folgendes: Wenn es Produkte gibt, die anderen so haushoch überlegen sind, in diesem Fall das Material (Stahl) aus dem die Messer sind, warum wird dieser Stahl nicht überall eingesetzt und verdrängt andere Stähle ("minderwertigere") vom Markt?

Man denke an die Zeitersparnis z.B. im Schlachthof, wo der "Butcher" nach wenigen Schnitten die Klinge wieder über den Wetzstahl ziehen muß, um sie "scharfzuhalten".

Der höhere Preis könnte doch egalisiert werden durch Massenproduktion?

Liege ich falsch mit meinen laienhaften Überlegungen?

Grüße aus Esslingen,
Matthias.
 

Mike

Mitglied
Hi,
auch wenn ich hinterher verbal geprügelt werden sollte, hier mal meine Meinung zu dem Thema.
Die Stahltests (Messertests)wären wohl nur dann "echt" wenn man aus den verschiedenen Stählen die gleichen Klingen bauen würde und diese dann miteinander vergleichbar testen würde.

Das es bei der Sammelleidenschaft nicht immer nur um den Verstand geht, logisch.
In jedem "Hobby" gibts Leute die das beste brauchen,das beste Messer, das größte Kaliber, die beste Angel etc. etc.
Ob es alle brauchen, bleibt fraglich.

Aber solche Leute machen viele Entwicklungen bezahlbar, weil sie halt bereit sind den Preis zu zahlen.

Was ich gerne wüßte ist, bei welcher Militäreinheit wurde Busse Combat in den letzten Jahren eingeführt?
So etwas sagt für gewöhnlich einiges über ein Messer aus.

Ich für meinen Teil, werd mir irgendwan, mein Messer nach meinen Vorstellungen bauen lassen, dann brauch ich mich auch nur über mich zu Ärgern.
Mfg Mike
 
Hi Dirk,

Kurze Frage: In der Basic-Serie ist ja ein modifizierter INFI-Stahl vorhanden. Was ist denn der Unterschied in den Fähigkeiten des Stahls letztendlich?

Danke,
Alan
 

Odin

Mitglied
Bei Busse gibt es Miltärs die sich die Messer Privat zugelegt haben.
Fällkniven ist jetzt bei mehreren Armeen zum standardmesser gewählt wurden.
Das liegt wahrscheinlich am Preis
 

shindendojo

Mitglied
Matthias:
Der Stahl wird nur bei Busse eingesetzt, weil er Busse gehört. Er hat mal die Idee geäußert, INFI auch Customknifemakern zukommen zu lassen, aber in die Tat ist - meiner Kenntnis nach - davon noch nichts umgesetzt worden.

Mike:
Mir sind zwar einige Spezialeinheiten bekannt, die Busses eingeführt haben, mir ist aber nicht erlaubt, zu sagen, welche das sind. Was ich sagen kann, man findet Busses "offiziell" bei Spezialeinheiten in den USA, Afrika und Europa. Inoffiziell gibt es natürlich viel mehr. Busse sagte mir, daß er Spezialeinheiten als Kunden verlieren würde, sobald er aus deren Reputation Kapital schlagen würde. Dies ist schon einigen Herstellern so ergangen. Daher wird die Bitte der Einheiten berücksichtigt, keine Infos zu veröffentlichen.

Klar ist, daß wirtschaftliche Aspekte bei der Überlegung, welches Messer für den Durchschnittssoldaten angeschafft werden, eine wichtige Rolle spielen. Daher werden ja auch als Standardmesser fast immer nur einfachste Messer eingekauft.
Je nach "Wert" des Soldaten steigt dann auch der Wert des Messers.

Odin:
Fällknivenmesser werden laut Firmenangaben in Schweden beim Militär genutzt. Außerdem heißt es, daß Fällkniven als erster nicht-amerikanischer Messerhersteller Beschafferstatus für das US-Militär erhalten hat. Das heißt aber nicht, daß alle US Einheiten jetzt Fällkniven tragen, das heißt nur, daß sie Fällknivenmesser auf dem normalen Beschaffungsweg (Bürokratie) neben vielen anderen US-Messern anfordern können.

Dirk Linnemeyer
Geschäftsführer Busse Combat Deutschland

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Busse Combat Deutschland

Survival, Kampfkunst und Messershop
 

shindendojo

Mitglied
Hi Alan!

Ich meine mich zu erinnern, daß im modifizierten INFI Kobalt reduziert wurde.

Die oben genannten Test wurden mit Messern aus modifiziertem INFI durchgeführt. Busse sagt, daß original INIFI noch ein bisserl besser ist.

Ich selber habe ausgiebig eine Battle Mistress aus Original INFI und ein Basic #5 aus modifiziertem INFI getestet und konnte keinen Unterschied in der Stahlqualität feststellen.

Sorry, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Dirk Linnemeyer

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Busse Combat Deutschland

Survival, Kampfkunst und Messershop
 
Trotzdem Danke, Dirk! War mir Antwort genug...muss jetzt nur noch nachschauen, für was Kobalt gut ist.

Ich denke ich werde mir auch ein Busse irgendwann mal zulegen...die Garantie hat mich überzeugt. Ich habe mir nämlich überlegt, dass es am sinnvollsten ist ein kleineres Messer für normale Arbeiten zu haben, und dann ein richtig gutes Arbeitsmesser. Mehr als zwei braucht man nicht. Nur, ich kann mich nicht entscheiden welchen. Muss ich mir noch überlegen, aber bis ich wieder mal in USA bin dauert es eine Weile, leider...aber so ein No. 5 wäre ja auch ganz nett. Vielleicht zum bestandenen (guten) Staatsexamen!

Ich hätte noch eine Frage bez. Busse Messer. Auf die US Seite von Busse ist ein Link mit Namen 'Custom', wenn man dem aber folgt, steht, dass noch an der Seite gearbeitet wird. Sind Custom-Busse Messer geplant? Würde mich sehr interessieren: ein unzerstörbares Custom Messer mit lebenslanger Garantie. Nicht schlecht!

Bin schon auf Deine Antwort gespannt!

Alan

[Dieser Beitrag wurde von Charon am 31.01.2001 editiert.]