Fällkniven A1 oder Ontario Ranger RD-6?

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maiche

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Hallo Freunde!
Ich habe vor demnächst ein feststehendes Messer zu kaufen.Bin etwas unentschlossen,A1 von Fällkniven,oder Ontario Ranger RD 6?
Es ist mir wichtig das die Klinge gut schärfbar ist,bzw. das es richtig scharf wird.Und natürlich soll Messer robust sein,da es für alle aktivitäten verwendet wird.
Hat jemand erfahrung mit diesen Messern?Was wurdet ihr nehmen?
Oder kann mir jemand etwas änliches vorschlagen?
Mfg Maiche
 

dirdeck

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Hallo maiche,

ich selbst habe das A1. Kann Dir also hierüber aus eigener Erfahrung berichten. Das RD 6 habe ich nicht; hier kann ich höchstens das RC 6 (jetzt ESEE 6) als Vergleich heranziehen.

Das A1 wird sauscharf ausgeliefert und hält die Schärfe auch sehr, sehr lange. Das liegt sicherlich zum Einen am balligen Schliff und zum Anderen am VG1 Laminatstahl des Messers.

Ich weiß jetzt nicht ganz genau, in wie Weit Du Dich mit dem VG1 auskennst. Vom Grundsatz heißt das ja, dass die Klinge aus einem harten Klingenkern besteht, der außen von weicherem Klingenstahl umgeben ist. Das funktioniert wie gesagt sehr gut. Einzig könnte der harte Klingenkern aufgrund seiner Eigenschaften unter Umständen zu kleineren Klingenausbrüchen führen. Bei mir war das zwar auch so aber nur ganz, ganz kleine - kaum zu sehende Ausbrüche, die keinerlei Auswirkung auf die Schneideleistung des Messers haben.

Wenn das A1 mal zu schleifen ist (wie gesagt... kommt nicht oft vor), ist hierbei der ballige Schliff zu beachten. Hier hat man halt eine etwas andere Schleifechnik und andere Schleifsysteme (z. B.: Naßschleifpapier auf Mousepad) zu nehmen. Muss man halt wissen und mit etwas Übung auch kein Problem.

Insgesamt halte ich das A1 für eines der besten Outdoormesser auf dem Markt. Scharf, schnitthaltig, gute Materialien und insg. sehr stimmig!

Das RD 6 habe ich ja wie gesagt nicht. Meines Wissens hat es ja einen 5160 Carbonstahl mit Flachschliff?? Hier würde ich unterstellen, dass es sehr gut scharf zu bekommen ist, allerdings die Schärfe nicht lange hält. Man muss dann öfter schärfen. Das Schärfen ansich dürfte aber - aufgrund des "weicheren" Klingenstahls in Kombination mit dem Flachschliff - eher einfach gehen?? Ich mag das nicht so gerne.... habe lieber eine Klinge, die länger scharf bleibt aber das ist Geschmackssache. Aber hierzu soll lieber jemand etwas sagen, der ein RD 6 hat. Ich kannst an dieser Stelle nur so vermuten.

Schau Dir aber unbedingt mal das GEK 2000 von Eickhorn an. Neben dem A1 halte ich das GEK 2000 für eines der Besten Messer in dieser Klasse. Der Griff mag komisch aussehen, liegt aber - zumindest bei mir - sehr gut in der Hand (auch bei Nässe). Die Klinge aus K110-Böhler Stahl ist sehr, sehr schnitthaltig und unkaputbar. Auch bei härtester Belastung habe ich keine, wirklich keine Klingenausbrüche. Klasse Messer!
 
Hallo,
ich habe auch das A1 in blanker Version mit Kydexscheide und bin sehr zufrieden damit. Es ist sehr gut verarbeitet, sehr scharf und liegt gut in der Hand. Preislich ist es nicht so teure wei das GEK, bei dem man die Kydexscheide seperat dazu kaufen muss, wenn man sie will. Beim A1 gibts neben dem Scheidenmaterial auch die Wahlmöglichkeit mit der Klingenbeschichtung. Ich habe sie nicht.
 

JoBe

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Daß ein 5160 pauschal "weicher" ist als VG10 ist erstmal nicht ganz richtig. Hart wird ein Stahl durch die Wärmebehandlung, z.B. ist ein Aldi VG10 Küchenmesser sicher weicher als ein Ranger RD6.

Richtig ist, daß der VG10 bei Fallkniven sehr hoch gehärtet ist, unterwegs will ich den nicht wirklich schleifen müssen, aber wenn man nicht lange unterwegs ist braucht man das vielleicht auch gar nicht.

Deswegen ist es erstmal wichtig zu Wissen, was Du mit dem Messer machen willst, und dafür gibt's den Fragenkatalog.
 

ibanezmike

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Hallo!

Also ich selbst besitze das Fällkniven A2 (ist bis auf die Grösse Baugleich mit dem A1), mein Kollege hat das A1 und das konnte ich auch schon mehrfach testen. Die Fällkniven mit dem VG10 Laminatstahl, sind meiner Erfahrung nach unter den Besten der Besten im Outdoorbereich. Leichtes Hacken, Batoning, auch Schnitzen und Co. habe ich mit dem A1 und dem A2 schon gemacht und hatte weder Ausbrüche noch einen spürbaren Verlust der Schärfe.
Der Stahl und die Wärmebehandlung ist bei Fällkniven Top!
Als Vergleich kann ich hier auch nur das ESEE-6 heranziehen, da ich es selbst besitze und schon einiges damit gemacht habe. ESEE ist aber bekannt für sehr gute Qualität (nicht umsonst können sie mit so einer Garantie aufwarten) und die Wärmebehandlung ist auch spitze bei ESEE.
Wie es da bei Ontario aussieht weiss ich leider nicht - aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir das Fällkniven holen.

LG Mike
 

Anvil1971

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Auch von mir eine klare Empfehlung hin zum Fällkniven A1.
Das Messer ist absolut top und seit Jahren bei mir im Einsatz. Es hat sämtliche Outdoormesser in seiner Größenklasse bei mir verdrängt. Wenn ich ernsthaft plane einige Tage in der Natur unterwegs zu sein (Kanu- oder Trekkingtour mit Zelt) nehme ich stets mein A1 mit.
Man kann mit dem Teil einfach nichts falsch machen.
 

maiche

Mitglied
Danke Freunde!
Also eher A1...Aber der Ranger gefällt mir optisch besser.Zum schluss werde ich beide kaufen!:hehe:
 

jfive

Mitglied
Danke Freunde!
Also eher A1...Aber der Ranger gefällt mir optisch besser.Zum schluss werde ich beide kaufen!:hehe:

Optisch mag das Ranger ja ansprechend sein aber die Klingenstärke ist meiner Meinung nach beim Ranger total überdimensioniert und die Griffschalen sind nicht anständig konturiert. Mag manchen vllt. egal sein, weil man das im DIY-Style selbst verbessern kann aber mich würde allein das vom Kauf abhalten.
 

Orestes

Mitglied
.... aber die Klingenstärke ist meiner Meinung nach beim Ranger total überdimensioniert .....

Und bei dem A1 ist die Klingenstärke (ebenfalls 6 mm) moderat?

Edit: Hatte ebenfalls mal ein A1. Diese elenden Mikro-Ausbrüche haben mich dazu bewogen, das Teil zu verkaufen. Mit meinem Waldarbeiter II von M. Keppeler kann ich wie ein Berserker auf furztrockener Esche rumkeulen --> da passiert nichts, d.h. keinerlei Ausbrüche oder umgelegte Schneidenbereiche! Nach ner Stunde rumspielen kann man immer noch genussvoll Papier schneiden. Bei dem A1 war nicht daran zu denken :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:

jfive

Mitglied
Und bei dem A1 ist die Klingenstärke (ebenfalls 6 mm) moderat?

Die genaue Klingenstärke vom Ranger hatte ich nicht mehr im Kopf. Dachte die wären dicker aber das hab ich dann wohl mit der Signature Reihe verwechselt. Schau ich mir mein BK&T BK7 an, denke ich dass 6 mm trotzdem redundant sind - aber das ist nur meine Meinung.

So oder so muss aber differenziert werden, denn das A1 ist konvex geschliffen, das Ontario nicht. Wer z.B. mal das F1 ausprobiert hat, wird wissen, dass es trotz der massiven Klingenstärke (in Anbetacht des kleinen Messers) auf Grund des Konvexschliffs bessere Schneid-Performance hinlegt, als das bei einem vergleichbaren Messer mit Flachschliff der Fall wäre. Analog ist mir das beim Bravo I aufgefallen. Konvex bietet weniger Widerstand im Schnittgut. Das macht meiner Meinung nach bei gleicher Klingenstärke - aber unterschiedlichen Schliffen - schon einiges aus.
 

maiche

Mitglied
Es gibt eine version von Ranger mit 10 mm (!!!) Klingenstärke,aber ich habe die nicht in sinn gehabt.Von Klingen ausbruch beim Fällkniven hab ich öfter gehört,das ist sicher eine nervige sache!:mad:
 

Kay

Mitglied
Ich selbst würde wenn dann eher zum Ranger aus 5160 tendieren.

Was die Griffschalen angeht würde ich sie auch selbst anpassen oder gegen eine Wicklung ersetzen:hehe:

Ja 5160 rostet, Wicklung ist unhygenisch aber sie ist so herrlich schock absorbierent und immer wieder neu zu gestallten...von der Griffigkeit her ganz zu schweigen.

Wenn deine Klinge zu filigran ist wird sie dir kurz oder lang flöten gehen beim Bantoning oder hacken. Das ist meine erfahrung, als sich mein RtakII ohne "Zing und Klack" von der Klinge verabschiedet hat.

Auch würde ich keine zu harte klinge wählen, willst du dein Messer draußen schärfen oder ledern...

Auch würde der gegossene Griff des Fällkniven für mich gegen das Fällkniven sprechen.
fällt dir das Messer mal ins Feuer ist der Griff im Eimer und das Messer unbrauchbar.
Fällt dir aber ein Messer mit gewickelten Griff ins Feuer ist der Griff im ersten Moment auch ab aber auch wieder schnell einer drauf.

Auch spricht mich das RD6 vom Design her mehr an als das Fällkniven.

MfG

Kay
 

JoBe

Mitglied
@ jive
Ich glaube Du verwechselst da was, ein balliger Schliff bietet beim Schneiden mehr Widerstand als ein Flachschliff bei ansonsten vergleichbarer Klingengeometrie. Ist ja auch logisch, da die flachgeschliffene Klinge zur Schneide hin dünner ist, als bei einem balligen Schliff. Zum Spalten ist ballig besser. Bei sehr dünnem Schnittgut (Blatt Papier) speilt das natürlich keine große Rolle.
Was meinst Du damit, daß die 6mm redundant sind beim BK7?

@Kay
Warum soll man dem A1 keine Paracordwicklung verpassen können, wenn einem der Griff im Feuer verbrannt ist? Und im Ernst, wem ist schon einmal so ein Griff im Feuer verloren gegangen?

@ maiche
Überleg doch mal zu welchen Gelegenheiten Du das Messer benutzen willst. Bist Du auch mal am Wasser/Meer unterwegs, oder verarbeitest Du Lebensmittel würde ich zur rostfreien Klinge tendieren. Bist Du im Schnee bzw. bei größerer Kälte unterwegs, würde ich zum Thermorun Griff neigen. Zieht es Dich eher in die Sonne/Wüste, fährst Du evtl. mit Micarta besser. Was hast Du sonst noch dabei, welches der beiden Messer ergänzt Deine restliche Ausrüstung besser?

In der Preisklasse hast Du eine riesige Auswahl, rostfreie Klingen mit Micarta/G10 oder rostende Klingen mit "Gummigriff" gibt's ja auch.
Im Prinzip reicht es sogar für eine Kombination aus großem rostendem Messer (BK9 / BK7 ) und kleinem rostfreien Allrounder (Böker Arbolito Drop Point).
 

jfive

Mitglied
@ jive
Ich glaube Du verwechselst da was, ein balliger Schliff bietet beim Schneiden mehr Widerstand als ein Flachschliff bei ansonsten vergleichbarer Klingengeometrie. Ist ja auch logisch, da die flachgeschliffene Klinge zur Schneide hin dünner ist, als bei einem balligen Schliff. Zum Spalten ist ballig besser. Bei sehr dünnem Schnittgut (Blatt Papier) speilt das natürlich keine große Rolle.
Was meinst Du damit, daß die 6mm redundant sind beim BK7?

6mm sind m.M. überflüssig, wenn ich mir mein BK7 zum Vergleich nehme, das sehr gut mit weniger als 6mm auskommt.

Was ballig vs. hohl und flach angeht: http://www.messerforum.net/showpost.php?p=29380&postcount=8
 

JoBe

Mitglied
@jive, das ist ein Posting was Deine Meinung unterstützt, den Rest des Threads solltest Du ruhig auch erwähnen, ein definitives Ergebnis gibt's da nämlich auch nicht, wie auch.
Daß 6mm bei der Klingengröße leicht überdimensioniert sind, da stimme ich Dir zu.

@maiche
Schon mal das Kizlyar Sterkh 2 oder 3 angeschaut?
 

maiche

Mitglied
@ JoBe:ja,aber die gefallen mir nicht so,auserdem weiss ich nicht wie ist der Russische Stahl.Zurück zu deine frage:wenn ich irgendwo "draussen" bin nehme ich mit Leatherman (klein),und Gerber Gator II,manchmal auch kleines Beil (Fiskars mini).Damit komt man gut zurecht,aber ich dachte das ein grosses Messer (und Leatherman) eine gute wahl ist.Mit dem Gerber und Fiskars kann man so ziemlich alles machen,aber...du weist schon...
 
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