Espada y Daga *** Schwert und Dolch

Claymore

Mitglied
Bilder eines Projektes mit einem Kunden


Während eines längerwährenden "Kundenprojektes" sind die beiden unten zu sehenden Stücke entstanden.



Der Damast für die Klingen, sowie Parierelemente und Knauf wurde während verschiedener Schmiedekurse geschmiedet.
Ebenso die Rohform der Klingen.
Das Ausschleifen, Formgebung der Parierelemente und Knauf, Härten, Schleifen, Feinschliff und Finish erfolgte dann teilweise als "Hausaufgabe" und teilweise nach Termin bei mir in der Werkstatt.

Man könnte es als betreute Eigenarbeit bezeichnen.
Der Zeitraum der Anfertigung nahm mehrere Monate in Anspruch.

Nachstehend einige Informationen zum historischen Hintergrund der beiden Stücke.



Erläutertung:
Hierbei handelt es sich um Details zum Geschichtlichen Hintergrund dem historischen oder evtl. auch aktuellem Einsatzzweck.
Es soll nicht als Aufhänger für eine Diskussion zum Thema Selbstverteidigung und Kampfsport dienen.
(Quelle mein Kunde bitte keine Diskussion hinsichtlich korrekter Wiedergabe oder Relevanz zu sonstigen Themen)




Die genaue Bezeichnung ist Espada y Daga - Schwert und Messer (genauer von der Übersetzung Dolch). Espada y Daga, der Kampf mit Schwert und Messer, ist Bestandteil der philippinischen Kampfsysteme Kali, Arnis und Escrima. Die drei Bezeichnungen für die philippinische Kampfkünste, die man grob mit Fechten übersetzen kann, werden auf den vielen Inseln der Philippinen je nach Region synonym verwendet.

Die Entwicklung der philippinischen Kampfsysteme ist stark mit Einwanderungen und Eroberungen durch die benachbarten Kulturen aus Thailand, China u.a., aber auch durch die spanischen Eroberer verknüpft.
Das Kämpfen mit Schwert und Messer haben die spanischen Eroberer, die ab dem 16. Jahrhundert die Philippinen eroberten, mitgebracht. Zur Zeit der Renaissance waren Schwert und Dolch gebräuchliche Fechtwaffen in Europa. Dieser Fechtstil wurde auf den Philippinen mit den Fechtstilen mit Macheten und machetenartigen Schwertern verschmolzen.

Bei Espada y Daga - als Disziplin von Kali-, Arnis- und Escrimastilen - wird das Schwert in der rechten Hand, das Messer in der linken Hand gehalten. Beide Waffen werden sowohl zum Stechen und Schneiden, als auch zum Blocken, Parieren und Kontrolliern der gegnerischen Waffen verwendet.
In den modernen Kali-, Arnis- und Escrimastilen werden verschiedene Drills (eine Art Choreographien) mit Schwert und Messer, aber auch das freie Kämpfen mit Softsticks und Schutzausrüstung trainiert.



Bilder gibt es leider nur vom finalen Termin des Zusammenbaus.....
und nun viel Spaß beim Anschauen.....:steirer:
 

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Shishgammeln

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Guten Abend,

da geht einem als selbst Escrima-Praktizierender das Herz auf, herrliche Arbeit und toller Damast:super:

Der neue Besitzer ist sehr zu beneiden...

Grüße

Michael
 

RR20

Mitglied
Sehr schöne Arbeit, würde mir auch zusagen! :super:

Ist wirklich zu beneiden dein Kunde!

Schönen Gruss
 

Claymore

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hallo, aus was isn der griff?


Der Griff ist aus Ebenholz.
Die Kantel wurde per Bandsäge in der Mitte aufgetrennt, danach wurde die Erlform "ausgefräst" und die beiden Hälften wieder zusammengefügt.

Damit kommt man passgenau um den gebogenen, im Querschnitt rechteckigen Erl herum ohne zuviel Material wegzumnehmen.




Peter
 

Orestes

Mitglied
Was es nicht alles gibt. Schönes Projekt. Der Damast schaut klasse aus. Welche Stähle habt ihr verwendet?
 

Claymore

Mitglied
In den Klingen kam 1.2842, C100 und Ck45 zum Einsatz
Bei der kleinen Klinge als Leiterdamast ausgeführt.
Bei der großen als wilder Damast.

Bei den Parierelementen ist es 1.2842, Ck 45 und ein 75ni8.
2 tordierte Bahnen, mit einer Lage ck45 und 1.2842.
Leider sieht man von der Torsion nicht sehr viel da die Elemente recht kurz und kompakt sind.

Dieses Material war ursprünglich auch für Klingen angedacht, wenn ich mich richtig erinnere :argw:??, dann wurde aber umentschieden....


Leider habe ich nicht mehr Bilder als die, die beim Zusammenbau entstenden sind.

Evtl. könnte ich von den Fertigen Stücken noch einige Bilder machen.
Muss mal sehen......




viele Grüße

Peter