Erkennen von Messermachern anhand ihrer Arbeit.

El Dirko

Mitglied
Folgende schwer zu beschreibende Frage.

Ich bilde mir ein, dass ich z.B. ein Messer von Jürgen Schanz erkenne und zwar auch dann wenn es eine Auftragsarbeit nach Kundendesign ist.

Ist das Einbildung oder durchaus möglich?
Ich kann nämlich nicht sagen woran ich es erkenne. Vieleicht hat einer dazu eine Vermutung?


Das sticht mir bei Jürgen besonders ins Auge, deshalb habe ich ihn gewählt, soll weder Lob noch Kritik sein. :)
Gruss
El
 
Zuletzt bearbeitet:

Andreas

Mitglied
Ich bin schon der Meinung, dass man einige Messer von bestimmten Messermachern an der Form eindeutig erkennt. Aber Messer von Jürgen, bis auf einige Ausnahmen vielleicht, würde ich nicht unbedingt dazu zählen.
Das soll jetzt keine Kritik an Jürgens handwerklicher Arbeit sein, die ist mit Sicherheit absolute spitzenklasse!!!!
Aber es gibt da wesentlich markantere Messer von einigen Messermachern, z.B. Jockl Greiß, Daniel Boll, Roger Bergh, Daniel Winkler oder Neil Blackwood, um nur einige zu nennen. Ed Fowler und Bill Burke lasse ich mal ganz bewußt weg :).
 
F

filosofem

Gast
Messer von Blackwood würde ich immer erkennen. Neil hat einfach einen unverkennbaren Stil. Im Gegensatz zu manchen anderen Machern, die meistens die selben langweiligen Designs haben.
 

pick-up

Mitglied
Original geschrieben von filosofem
. Im Gegensatz zu manchen anderen Machern, die meistens die selben langweiligen Designs haben.

das ist deine meinung. andere finden blackwood macht langweilige designs. ( nein ich gehöre nicht dazu )
wenn einer allerdings immer langweilige desings macht hat das auch einen hohen wiedererkennungswert .....oder?
 
F

filosofem

Gast
Original geschrieben von pick-up
das ist deine meinung. wenn einer allerdings immer langweilige desings macht hat das auch einen hohen wiedererkennungswert .....oder?

Natürlich ist das meine Meinung. ;)

Ein hoher Wiedererkennungwert durch langweilige Designs? Das leuchtet mir nicht ein. Nehmen wir mal ein typisches "Jagdmesser". Da gäbe es sicherlich Beispiele bei denen man das Messer nicht genau dem Macher zuorden kann, da die meisten einfach gleich aussehen. Um bei Blackwood zu bleiben, würde dieser ein "Jagdmesser" entwerfen, würde man es ganz sicher erkennen.
 

Andreas

Mitglied
Ich denke, wiedererkennbare Messer/Messermacher haben nichts mit langweiligen oder aufregendem Aussehen sondern mit einem eigenen, typischen Design der Messer zu tun.
Ob man dieses eigene und typische Design dann mag oder nicht, ist eine rein persönliche Geschichte.
 
T

Thomas Spohr

Gast
Original geschrieben von El Dirko
Ich bilde mir ein, dass ich z.B. ein Messer von Jürgen Schanz erkenne und zwar auch dann wenn es eine Auftragsarbeit nach Kundendesign ist.

Ist das Einbildung oder durchaus möglich?

Hier unterliegst du tatsächlich einer Einbildung, zumindest was Auftragsarbeiten betrifft. Nur wenn der Messermacher dem Messer eine „persönliche Note“ verleiht, also sich nicht genau an die Vorgaben hält, besteht die Möglichkeit der Zuordnung, und das wäre wohl kaum im Sinne des Auftragsgeber.

Thomas
 

WiCon

Mitglied
Das sehe ich nicht ganz so. Wer ein Photo im Stil von David Hamilton haben will, geht nicht zu Helmut Newton. Anders gesagt: als Kunde eines Custom gehe ich - mit meinen Vorstellungen - zu einem Messermacher, dessen Stil mir gefällt. Und ein guter Messermacher würde warscheinlich einen Auftrag ablehnen, der überhaupt nicht seinem Stil entspricht. Tactical wie Strider könnte ich mir von Pacchi nur sehr schlecht vorstellen. Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man auch bei Customs den Macher erkennen kann, wenn der seinen Stil gefunden hat. Das ist imo auch bei Jürgen Schanz der Fall.

WiCon
 
T

Thomas Spohr

Gast
Hallo WinCon,

ich stimme dir zu, daß ich mich mit einem Fighter-Entwurf (z. B.) an einen Messermacher mit entsprechender Erfahrung wenden würde; wohl ein Gebot der Vernunft. Und sollte es nur einen einzigen Tactical Knife-Messermacher geben so hättest du mit deiner Annahme wahrscheinlich recht, aber da es Dutzende von Tactical Knife-Messermachern gibt ist dies kein überzeugendes/belegendes Argument.

Wohlgemerkt, ich beziehe mich auf Customs im ursprünglichen Sinn und hier kann ein „Zuordnungstreffer“ bestenfalls Zufall sein. Es sei denn, daß der Messermacher nicht exakt die Vorgabe umsetzt oder ihm ein Interpretationsspielraum überlassen wurde.

Aber erläutere mir doch bitte an nachfolgenden zwei Beispielen woran du erkennst, daß der Messermacher J. Schanz ist.

Thomas

Beispiel 1:
 

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