Erfahrungsaustausch Messerschärfen

Erfahrungsaustausch Messerschärfen

Hallo Ihr da
ich schärfe Messer gern selber und möchte gern ein paar Erfahrunge austauschen. Also wenn Ihr gern mal erzählt, wie , womit, welcher Stahl, welcher Schliff, welcher Messetyp, mit welchen Mitteln...

:p Ich würde mich über einige Beiträge freuen.


// möge die Macht mit euch sein:super: //
 
Wie hat alles angefangen?
Ganz einfach. Ich habe am Anfang echt keine Ahnung gehabt:confused:
wie schärfe ich eine Klinge. Also habe ich mir ein Lanskey Schäfsystem
gekauft. Ist nicht schlecht gewesen die Steine verwende ich heute noch selten ( eigentlich nur den 600er und 1000er Stein).



//:ahaa: Mehr wen Ihr mich wider seht Ihr müßt unbedingt schauen wies weitergeht.:super: //
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Sven-Eric Lexa,

Da haben wir ja ein ähnliches Hobby.

Bei mir hat alles angefangen mit einigen Messern, die ich als kleiner Junge gesammelt habe. Die warennie richtig scharf, da habe ich mir einen "Messerschärfer" auf dem Wochenendmarkt gekauft, so einen Schärfer mit zwei überlappendengehärteten Stahlplatten und einem Glasschneider auf der anderen Seite.
Damit dachte ich würden die Messer schärfer, aber eigentlich hat das Teil nur die Klingenform versaut.
Dann kam eine lange Pause von einigen Jahren, bis ich in dem ererbten Werkzeugschrank meines Großvaters einen Schleifstein von Lapport gefunden habe. Damit habe ich mein Glück versucht, aber der Stein hatte kaum Abtrag. Jedoch ist ein Messer darauf schon was schärfer geworden. Den Erfolg habe ich erstmal nicht wiederholen können. Aber mein Interesse war wieder erwacht. Nach einem halben Jahr habe ich mir dann mal in einem Natoshop ein Buck Sharpening Set geleistet. Darin waren zwei kleine Arkansas Steine (ein weicher grober Washita Washstone und ein kleinerer Hardarkansasstone). Damit wurde das Schärfen wieder einen Tick besser.

Wieder ging einige Zeit ins Land und ich habe mir einen Schleifstein aus dem Werkzeughandel besorgt. Mit dem kam ich da noch nicht so gut zurecht.

Dann kam das Lansky Schleifset nach einem weiteren Jahr. Und nun wurden die Messer erstmal deutlich schärfer.

Zu der Zeit habe ich begonnen mit einem alten Gürtel die Messer abzuziehen, damals noch ohne Unterstützung, einfach die Gürtelschnalle um den dicken Zeh gelegt und mit der linken Hand den Gürtel in der Luft stramm gezogen und mit der rechten Hand das Messer abgezogen. Mal wurde es was besser, mal was schlechter. Ich dachte, das liegt an der Anzahl der Hiebe beim Abziehen. Dem war aber nicht so.

Wieder was später habe ich dann den Gürtel auf eine Unterlage gelegt und mit Polierpaste eingerieben (damals der Puma Stahlpolierpaste) und siehe da, das frisch geschliffene und abgezogene Messer war wirklich nochmal deutlich schärfer als zuvor. Dann habe ich eine Weile mit dem Lanksy und dem Gürtel und der Polierpaste gearbeitet, bis mir das zu langweilig wurde.

Auf einem Wochenmarkt habe ich mir dann wieder einen größeren feinen Arkansas Stein besorgt und damit per Hand geschliffen. Aber die Lanskyschärfe habe ich damit erstmal nicht erreichen können.

Lange habe ich rumprobiert, bis ich auf die Idee kam, den Schleifstein zu fixieren, dmait ich mit zwei Händen das Messer führen konnte. Und siehe da, endlich war die Lanskyschärfe frei Hand erreichbar geworden (natürlich nur mit dem späteren Abziehen auf dem Lederriemen).

Nun habe ich mir im weiteren Zeitverlauf einige Schleifsteine zugelegt und immer nach dem besten (feinsten) Schleifstein gesucht. Aber so einfach war der nicht zu finden. Bin dann mal bei den japanischen Wassersteinen hängen geblieben, die eine gute Homogenität aufweisen.

Dann habe ich mir voller Erwartungen das Buch "Messerschärfen wie die Profis" http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3932848055/messerschaerf-21 von Carsten Bothe gekauft. Aber dieses Buch war eher eine Enttäuschung in punkto Messerschärfen mit Banksteinen.

Zwischenzeitlich habe ich mir das Buch von Leonard Lee "The complete Guide to Sharpening" http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1561581259/messerschaerf-21 besorgt. Das hat mich auf das Endfinishen mit Chromoxidpaste und auf den polierten Abziehstahl gebracht

Damit habe ich herumexperimentiert und bei einigen Messern auch die Romanschärfe hinbekommen. Das habe ich dann bei vielen Messern versucht, was mit hohem Aufwand auch bei einigen Messern geklappt hat.

Aber die hohe Schärfe ist auch recht empfindlich gewesen, so dass ich inzwischen wieder dazu übergegangen bin, die Messer auf eine Gebrauchsschärfe zwischen 800 und 4000 japanischer Körnung zu schleifen.

Da hänge ich zur Zeit noch herum, bin aber für Anregungen immer dankbar.

Es grüßt Dich der Leo.
 
Schleifen

Danke LEO für Deine Beitrag
ich habe nach meinem Lansky set eine SiC Schleifstein zuhause gefunden und angefangen mit diesem freihand, d.H. in der linken Hand
der Stein in der rechten Hand das Messer zu schleife. Dabei habe ich lansam jeweils jede Seite mit jeweils 10 zügen abwechseln geschliffen. Es hat über ein jahr gedauert bis ich ein gefühl dafür
hat es sich ausgezahlt. Ich schleife Mitlerweile auf weichen,harte und "Königs" schwarzen Arkansasbrocken. Dazu habe ich noch Belgische Brocken. Für sehr grobe scharten habe ich noch SiC Stein. Selbstversändlich wird auch zum schluß auf einem Lederriemen abgezogen.
Ich habe mit Küchenmesser aus 1.4034 angefangen. Danach habe ich verschiedene Messer aus 1.4110, 1.4116, 90MnCrV8, C110
Rasiermesser geschliffen.
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Sven-Eric Lexa,

Eine interessante Sammlung hast Du Dir da zugelegt. Eine Frage habe ich allerdings noch zu Deinen Arkansasbrocken:

Meinst schwarze Arkansasbrocken in weich und hart, oder ist nur dein "Königsstein" ein schwarzer Arkansasstein und der weiche und der harte sind weisse Brocken?
Den Schwarzen habe ich nämlich noch nicht in weich gefunden.

Benutzt Du den Lederriemen mit Polierpaste, wenn ja mit welcher?

So, dass soll es auch schon wieder gewesen sein,
ein schärfendes Wochenende wünscht Dir der Leo.
 

Kalter Stahl

Mitglied
Hallo Leo!

Deine Messerschärfeseite ist echt super!!!
Hab sie komplett ausgedruckt und schon xmal gelesen.

Eine Frage zum Abziehen hab ich allerdings noch.
Du schreibst: "Danach ziehe ich die Schneide ohne zu verkanten durch die Stirnseite von trockenem Hartholz (ich nehme zum Beispiel Kirsche, aber es gehen auch viele andere Hölzer). Die letzten Gratreste werden hierdurch entfernt. Danach noch 3 mal pro Seite auf der Chromoxidseite der Lederriemens abziehen und fertig ist das scharfe Messer."

Heißt das, dass Du mit einem ziehenden Schnitt durchs Hartholz schneidest?
Hat sich bei Dir der polierte Wetzstahl mittlerweile als besser erwiesen?
Welche Methode kannst Du mir empfehle um ein auf dem 1000/6000 Wasserstein geschärftes Opinel (rostend) auf Romanschärfe zu bringen?

Besten Dank

Gruss
Marcus
 
Schwarzen Arkansas

Hallo Leo
sorry war am wochende nicht am PC aber jetzt zu Deiner Frage
Alle meien Arkansas sind Brocken. Ich kenne nur den weichen weisen mit ca 4000-6000 Körnung und mittleren abrieb. Der graue hat wohl eine 6000- 8000 Körnung und feinen abrieb und der schwarze hat eine 8000 Körnung und ist sehr, sehr fein im abrieb.
Ich nehme auch Polierpaste für den Lederriemen. Chromglanz nennt sich das Produkt und ist nicht schlecht.
Bis bald
Sven