Erfahrungen mit Puma

Nagelring

Mitglied
Ersteinmal einen schönen Gruß an das gesammte Forum, schön das es sowas jetzt (?) auch in deutscher Sprache gibt!
Nu gleich auch die erste Frage:
Wisst Ihr für welche Qualität die Marke Puma bürgt? Zwischenzeitlich hatte die einstige Renommee-Marke einen sehr schlechten Ruf ob der Qualität der Messer, jetzt gibt`s ja wieder neue Modelle.
Ich interessiere mich für ein festehendes Messer ca. 10-12 cm Klingenkänge für Wandern und Jagd, da bietet Puma interessante Modelle an.
Also, ansonsten habe ich noch Cold Steel und Busse im Auge (nicht wörtlich gemeint!)- die lustvolle Qual der Wahl!!

Gruß
 

pitter

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Teammitglied
Was ich kenne sind die Jagdnicker und das Forsmeister Frevert Dingens. Kann man nix schlechtes zu sagen. Fuer klassische Jagdmesser würde ich Puma allemal empfehlen. Und soweit ich das verfolgt habe, sind die seit Jahren gleich gut geblieben.

Über die Folder sagen wir jetzt mal nix, das hättense lieber lassen sollen ;-)

Mit Coldsteel und Busse würde ich die Messer aber nicht vergleichen wollen. Erstens ganz anderer Stil und gegenüber Busse auch ganz andere Preisklasse. Was IMO aber nichts heisst, kommt auf den Verwendungszweck an. Willste das Messer unter einen Panzer legen, die Feuertuer aufbrechen und den Nachbarn erschrecken, nimm ein Busse. Oder lass Dir fuer den gleichen Preis eines bei einem Messermacher bauen.

Schau Dir auch die Fällkniven Messer an. Hab ich, kann ich empfehlen.

Gruesse
Peter
 
Puma-Messer

Hallo Nagelring,

mit dem Puma-Jagdnicker bist Du, da kann ich pitter nur beipflichten, nicht schlecht beraten. Ich führe das Forstmeister-Frevert-Teil seit 35 JJ und habe damit allein schätzungsweise 150 Stück Schalenwild aufgebrochen und zerwirkt. Ohne Probleme. Dazu Einsatz beim Wandern, Brotzeit und allem möglichen, wozu man halt ein Messer braucht. Für die Schnitthaltigkeit würde ich nicht 150% bürgen, aber Schärfen nach vollbrachter Tat macht auch Spaß, das sehe ich nicht so eng. Vielleicht haben die Puma-Leute die Stahlsorte im Laufe der Zeit geändert. Erkundige Dich doch mal beim Hersteller, woraus die Dinger heutzutage sind.
Gruß razoredge
 

Nagelring

Mitglied
Danke für die Tipps!

Stichwort Busse oder Cold Steel. Tja, das ist eine berechtigte Frage: warum kann man die eine Messermarke nicht mit der anderen vergleichen? Klar, bei extremen Unterschieden in der Qualität ist es offensichtlich, aber auch zwischen "guten" und "sehr guten"?
Bis jetzt habe ich fast nur Klappmesser (neudeutsch: "Folder")gesammelt. Wenn ich meine Messer bei einer mehrtägigen Wandertour aber mal richtig rangenommen habe war das Ergebnis das gleiche: die Klinge war recht stumpf! Und das Nachschärfen eines CPMT-Stahles oder auch ATS 55-Stahles im Feld macht keinen Spaß!
In dem Punkt würden mich auch mal andere Erfahrungsberichte interessieren, der praktische Nutzen der "sehr guten" Stähle.
Ich habe letztens einen Bock mit einem Spyderco Wegner (ATS 34)aufgebrochen und versorgt, das lief sehr gut, trotzdem mußte ich zu Hause nachschleifen. Bin aber auch gar nicht geübt im Wild versorgen, kam oft an die Knochen.
Beste Synthese meiner Meinung nach ist da der ATS 34, der recht gut nachzuschleifen ist (zumindestens bei Spyderco und Benchmade)und trotzdem recht schnitthaltig ist.
Bei meinem Pumaklappmesser (4 Star)sind Verarbeitungsmängel sichtbar, mein Puma Automesser ist soweit ok, die Form erscheint mir jetzt aber nicht mehr so funktional wie anfangs, daher auch jetzt abgelöst durch ein Cold Steel SRK.
Denke daß ich mir diesen Frevert-Nicker von Puma aber auch holen werde, wenn er sich in der Praxis bewährt hat. Nochmal danke für die Bestätigung!

schneidige Grüße
 

BlackBlade

Mitglied
@ pitter
Du sagtest du hättest ein Messer von Fällkniven. Welches hast du (aus welchem Material ist die Scheide? Leder, Cordura oder Kydex?)?
Danke
 

pitter

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Teammitglied
Original geschrieben von BlackBlade
@ pitter
Du sagtest du hättest ein Messer von Fällkniven. Welches hast du (aus welchem Material ist die Scheide? Leder, Cordura oder Kydex?)?
Danke

A1/VG10 mit Kydexscheide. Messer Top, Scheide Top. Eigentlich brauche ich so ein Ding ja überhaupt zu nix, musste aber vor kurzem den Weihnachtsbaum meiner Freundin etwas zerwirken, damit der in den Ständer passt :). Da fliegen die Späne wie nix. Nebenbei ein guter Grund, sich sowas anschaffen zu müssen - da vorher verzweifelt versucht wurde, den Baum mit einem WMF Kochmesser aus 420er Stahl (auauaua) und einer Handsäge zu trimmen war ausnahmsweise mal nicht die geringste Kritik an meinem Messer zu hören - hehehehe.

Gruesse
Pitter
 

BlackBlade

Mitglied
@pitter
Eignet sich das A1 mit seiner 16 cm Klinge nur zum Hacken, oder auch für feinere Arbeiten? Hattest du auch schonmal das S1 in der Hand (ich leider noch nicht), da ich mir denken könnte, dass es für feinere Arbeiten, bedingt durch die kürzere Klinge, besser geignet ist?
 
Zuletzt bearbeitet:

coolcat

Mitglied
Mein Senf: Wenn Du keine Bäume fällen möchtest ... für "feinere" Arbeiten empfehle ich das F1. - mit Kydexscheide.
Mehr als 10cm Klingenlänge braucht eigentlich kein Mensch. Vorteil ist ausserdem, daß sich das Messer besser verstauen lässt, weil kleiner ...
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Noch mehr Senf. Ich hab auch ein F1. Ist klasse. Low Profile, super Qualität, liegt in der Hand wie dort angewachsen, hält jeder Beanspruchung stand. Dazu von Kydex-Werner zwei Kydex-Scheiden, eine mit Tec Lock, die andere ist sehr flach, hat wenig Ziehwiderstand, ideal fürs Tragen in der Hosentasche oder zum einstecken in den Hosenbund, und die Original Lederscheide (Dangler). Dazu braucht man immer zwei Hände, sitzt sehr stramm, hat aber auch ihre Vorteile beim Wandern (Rucksackhüftgurt!).
Na ja, das Messer ist jedenfalls top. Ballig geschliffen und rasiermesserscharf, dabei am Klingenrücken sehr dick, wo sind die Kisten zum aufbrechen. Kann aber auch dünne Salami (oder Merano!!!!!!!!!!!!) damit absäbeln, danach Schwarzbrot, kann auch gut Butter schmieren damit....OT, oh je. Ist aber ein geiles Teil. Ehrlich.
Und obwohl rostfrei inzwischen zu meinem immerdabeihablieblingsmesser geworden. Paßt auch unauffällig unterm Anzug.
 

pitter

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Teammitglied
Original geschrieben von BlackBlade
@pitter
Eignet sich das A1 mit seiner 16 cm Klinge nur zum Hacken, oder auch für feinere Arbeiten?

Ist so ein Zwischending. Zum Hacken eigentlich ein bisserl zu klein. Brot und Wurst schneiden sollte gehen, bei Erdnussutter aus dem Glas puhlen wirds schwierig.

Gruesse
Pitter
 

Hocker

Mitglied
Unbedingt ein F1 !!! Meins ist gar nicht mehr wegzudenken...
Topqualität, moderate Abmesseungen, immer dabei...
Hocker:super: