Erfahrungen mit Fa. "Lutel"?

judge

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Hallo an alle,
gibt es hier jemanden, der Erfahrungen mit den Produkten der tschechischen Firma Lutel ( www.lutel.cz ) hat? Auf der Website sieht alles sehr nett aus, und wenn die Qualität der Optik entspricht, sind die Preise wohl ziemlich umschlagbar.

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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right"
 

judge

Mitglied
http://www.bladeforums.com/ubb/Forum59/HTML/000057.html
Zumindest die Rapiere scheinen gut zu sein (gleich gut wie Del Tin?! bei den Preisen, YESS!).
cwm32.gif

Die Dinger werde ich in nächster Zukunft wohl mal austesten müssen.

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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco

[Dieser Beitrag wurde von judge am 11.09.2000 editiert.]
 

judge

Mitglied
Die Firma ist in Opava, das ist in der Nähe von Ostrau. Ziemlich weit im Osten, wie lange fährt man da? Haben die viele Sachen auf Lager, oder produzieren sie nur auf Bestellung? Irgendwie interessant wär´s schon, sich die Sachen mal anschauen zu können und sie in der Hand zu haben...

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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco

[Dieser Beitrag wurde von judge am 21.09.2000 editiert.]
 

Andreas

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Dieser Beitrag ist in das Forum "Die Guten und die Schlechten" verschoben worden, da sich dieses Forum mit Fragen und Antworten zu Erfahrungen mit Personen, Händlern und Messermachern beschäftigt.
Andreas
 

anton

Mitglied
Vor kurzem habe ich mein Bastardschwert (Katalog Nr. 150018) erhalten, und ich bin sehr zufrieden damit. Das Schwert hat eine sehr gute harmonische Balance und ein angemessenes Gewicht (1,55 kg). Die Verarbeitung ist sehr gut, speziell die Scheide und der Schwertgürtel sind von guter Qualität und würden in Deutschland alleine schon um die 150 - 200 DM kosten. Alles in allem sieht die Waffe genau so aus, wie sie auf der Internetpräsenz von Lutel dargestellt wurde (was keine Selbstverstädlichkeit ist).
Die Klinge hat ein eher "rauhes" Finish, ist aber für ein Schwert dieser Bauart erfreulich zäh und flexibel (In Ermangelung eines Sparringspartners überstand die Klinge den üblichen Mißbrauch, d.h. Verteidigunng gegen einen angreifenden Baum mit miserablen Paraden schadlos). Für den verlangten Preis ein sehr gutes Produkt, insbesondere die Führigkeit ist hervorragend, man merkt durchaus, das die Belegschaft von Lutel über den Umweg von Fechtgruppen zur Schmiede kam.. Probleme enstehen durch die (kosten)aufwendige Art der Bezahlung (international money order) und zum Teil durch Sprachbarrieren (alles in allem scheint Deutsch besser verstanden zu werden als Englisch). Der Kundenservice ist trotzdem gut, einige Tage nach Erhalt des Schwertes hatte ich eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, mit dem Inhalt, dass man mir in einigen Tagen einen neuen Schwertgürtel schicken wolle, da der gesendete fehlerhaft sei. War aber eigentlich nicht schlimm (einige kleine und in wenigen Minuten behebbare Probleme mit der Passform der Schlaufen) - aber trotzdem, ein netter Zug.
 

anton

Mitglied
Nachtrag:
Heute kam doch wirklich der neue Gürtel an, obwohl ich LUTEL per e-mail informiert hatte, dass das Problem mit dem ursprünglich gelieferten schon lange behoben sei... Also, auch wenn's unnnnötig war, netter Kundenservice.
 

judge

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Danke für die post, scheint ja eine solide Firma zu sein.
Eine Frage: Ist der pommel (das Abschlußstück des Griffes) geschraubt oder genietet? Falls es geschraubt ist und du es mal abnimmst, kannst du hier deine Eindrücke vom Erl mitteilen? Ich habe gelesen, daß der bei manchen Lutel-Schwertern an die Klinge geschweißt ist.

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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco

[Dieser Beitrag wurde von judge am 25.01.2001 editiert.]
 

anton

Mitglied
Hallo judge,

zum Glück hatte ich das Schwert schon vorher auseinandergeschraubt (ich war auch über den post in bladeforum oder swordforum gestolpert), sonst würde ich dir jetzt die Schuld für die Quälerei geben (Gewinde anscheinend mit Klebstoff gesichert..
wink.gif

Nein, der Erl ist nicht geschweisst, sondern zusammen mit der Klinge aus einem Stück gearbeitet (gefräßt); die Stärke entspricht der Klingenstärke an der Parierstange und beträgt 5 mm, die Breite beträgt anfangs ca. 1 cm. Das ganze endet in einem 10er Gewinde. Alles in allem entspricht die Konstruktion derjenigen, die Lutel auf der schematischen Konstruktionszeichnung auf ihrer website angibt (http://www.lutel.cz/obrazky/mec.jpg)
Ich weiß jetzt nicht, ob der geschweißte Erl ein "Unfall" war, oder meiner. Ich tendiere aber eher dazu, zu glauben dass die Teile generell aus einem Stück gefräßt werden, und Schweissen nur ein zusätzlicher Arbeitsaufwand wäre (na gut, vielleicht wird so mehr Material verschwendet, war ja auch nur 'ne Vermutung)
Hier noch ein paar Maße für mein Bastardschwert (no. 15018): Griff (ohne Pommel) 20 cm; Klinge 95 cm; point of balance 8,5 cm vor der Parierstange, center of percussion (wie heisst denn das alles nur auf Deutsch?) 60cm vor der Parierstange Klingenbreite unmittelbar an der Parierstange: 45mm, Stärke 5mm, unmittelbar vor der Spitze: Breite 22mm, Stärke 1,3mm (recht dünn, hatte aber bis jetzt noch keine Probleme mit der Stabilität) - mein Schwert war "scharf" geschliffen, Schaukampfwaffen werden wohl "dicker" sein.

Alles in allem eine sehr gut ausbalancierte Waffe, welche sich gut für Schaukämpfe eignet (Ich glaube, es gibt auch eine 1-jährige Garantie auf das Schwert, wenn es dafür verwendet wird). Zum Zerstückeln von Bäumen sollte man aber doch eher zu einer Axt greifen
wink.gif
. Schade, dass Opava ein bischen weit weg von Bonn entfernt ist, würde mir gerne mal mehr anschauen...

Zum Umtauschkurs: 100 CZK = 39,38 öS
100 CZK = 5,60 DM (ansonsten: http://www.findet.de/exchange.html). Ich habe in DM bezahlt und Lutel gab mir einen Wechselkurs, der für mich sogar günstiger war als der oben genannte)

[Dieser Beitrag wurde von anton am 25.01.2001 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von anton am 26.01.2001 editiert.]