Epoxydkleber - Hersteller, Haltbarkeit, Topfzeiten, frosten,...

C. Raiber

Mitglied
Epoxydkleber

Welchen Epoxydkleber verwendet ihr:confused:

Wenn ich Beiträge über die Messerherstellung lese, taucht immer wieder UHU plus Endfest 300 als verwendeter Kleber auf.

Ich verwende schon seit längerem den Metallkleber E von R&G
"www.r-g.de" welcher im Preis/Leistungsverhältnis meines erachtens deutlich über dem von UHU liegt. Der einzige Nachteil den ich feststellen konnte ist die längere Aushärtezeit.

Gibt's noch andere gute Epoxydkleber, welchen verwendet ihr???
 

Armin II

Mitglied
Ich verwende sowohl zum Kleben als auch zum vergiessen seit mehreren Jahren nur noch "Epoxy Potting Compound ", Bestell-Nr. 199-1468 von RS Components, http://www.rs-components.de

Aushärtezeit liegt zwischen 12 und 24 Stunden. Verarbeitbarkeit bei max. 1 Stunde.

Langsam aushärtende Harze finde ich persönlich besser, da passierts einem einfach nicht, dass der Klebstoff bereits geliert während man noch am Teile zusammensetzen ist. Dauert halt länger, na und....

Preis ist natürlich auch ausschlaggebend, 11 Gramm UHU Plus für 12 Dm oder 500 Gramm RS Harz für 25 DM
 

freagle

Mitglied
Hallo Leute,

ich verwende zur Zeit den 2K Epoxydkleber von Borger für Metalle, dieser Kleber hat eine Verarbeitungszeit von 1Std, was wie schon beschrieben seine Vorteile hat, nach ca 20 Std ist er ausgehärtet. Im Vergleich zu Uhu ist er günstig, 100gr kosten bei Borger 18DM.Bisher hatte ich damit noch keine Probleme, wie sich lösende Teile z.B.

Grüße freagle
 

C. Raiber

Mitglied
Hallo freagle

Den Metallkleber den du bei Wolf Borger bestellst, ist von R&G.
Schau mal direkt bei R&G vorbei "www.r-g.de" und zwar im
e-shop/epoxy/Klebstoffe. Dort findest du den Metallkleber wieder, aber zu anderen Preisen.;)
 

Matthias

Mitglied
Frosten von Kleber-Resten.

Den Tipp hatte ich aus dem Katalog von W. Borger. Da man ja meist zuviel von den 2-Komponeten Kleber anmischt, wäre es möglich, den Rest einzufrieren. Bei einem kleinen Rest hat das auch schon mal gefunzt, wenn ich mich recht erinnere.

Nun hatte ich aber eine größere Menge des 1:20 Gießharzes angemischt und in der Plastikflasche direkt in den Gefrierschrank gestellt, da ich in absehbarer Zeit genau diese Menge benötigen würde.

Heute nun war es soweit, ich benötigte den Kleber. Zu Beginn der Arbeiten (es galt 2 Gamskrucken auszugießen) stellte ich die Flasche mit dem tiefgefrohrenen Kleber auf meine "Werkbank" und begann mit dem Bohren usw. Zwischendurch überprüfte ich immer wieder den Kleber, er schien aufzutauen.

Nach einiger Zeit griff ich wieder zu dem Kleber in seiner Plastikflasche - und verbrannte mir fast die Finger! Das Ding war so heiß geworden, daß ich fürchtete, das Plastik würde schmelzen. Ich entfernte den Deckel und stellte die Flasche auf eine unempfindliche Fläche. Der Kleber wurde steinhart, ohne seine flüssige Phase wieder zu erreichen. Ich warf das Gerötel frustriert weg.

Nun frage ich mich: was habe ich falsch gemacht?

Grüße,
Matthias.
 

Camig

Mitglied
Könnte es sein, daß Du die Antwort schon selbst gegeben hast?
Bei 2K-Kleber wird es empfohlen und was Dir die Finger verbrannt hat war Giessharz.

Ich denke mal, daß die vom einfrieren gestoppte Reaktion bei Wärmezufuhr wieder recht heftig losging- entweder war das Zeug zu schnell für Dich oder Du warst zulangsam dafür.

Warum es bei 2K-Kleber besser gehen soll kann ich mir allerdings nicht erklären.
 

olli16

Mitglied
Hallo Matthias,

ich habe mir auch gerade den (warscheinlich) gleichen Kleber bei W. Borger bestellt. Früher habe ich beruflich sehr viel mit Polyester und Glasfaser gearbeitet.

Eventuell hast Du zuviel Härter genommen (mir ist mal, bei falschem Mischungsverhältnis, in so einem Fall ein Plastik-Behälter geschmolzen).

Ich habe den Tip mit dem Einfrieren auch gelesen, habe es aber selbst noch nicht ausprobiert, kann dazu also nichts sagen, kann mir aber vorstellen, dass nach dem Zumischen des Härters(Katalysator=Beschleuniger) das Einfrieren nur eine kurzfristige Lösung ist, weil das Aushärten durch die Kälte nur etwas verzögert wird.

Gruß
Olli

EDIT: Camig war schneller
 
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rfindigo

Mitglied
Den Tipp habe ich auch schon mit unterschiedlichen Epoxy-Klebern (UHU Endfest, Borger etc.) probiert und es hat nie gefunzt!
Mittlerweile versuche ich einfach nur noch das anzumischen, was ich wirklich brauche und doch anfallender Rest wird unter "Schwund" verbucht...
Ist sicherer und kostet weniger Nerven... ;-)

rfindigo
 

Armin II

Mitglied
Das mit dem einfrieren geht nicht bei allen Epoxy Harzen.
Die schnell aushärtenden Harze mit 10 min Topfzeit und 2 h Aushärtezeit machen bei sowas evtl. schon Probleme.
Nach vielem ausprobieren und testen verwende ich zum kleben und vergie
esen mittlerweile nur noch 2K Epoxy von RS Components

Zu finden unter www.rs-components.de unter Werkstattbedarf / Klebstoffe / Kapselungsmassen. 500g für ca 15EUR lässt sich im wasserbad auf ca. 60 Grad erwärmen und wird dabei dünnflüssig wie Salatöl. Aushärtezeit liegt bei ca 12-24 h
 
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sepp

Mitglied
Epoxykleber [Haltbarkeit]

Habe mir vor einiger Zeit(ca.2 Jahre) Kleber gekauft,Harz und Härter. Jetzt fängt das Harz an zu sulzen,gibt es was womit man es wieder flüssiger bekommt? Evtl. Aceton?
PS.Es kam kein Härter ins Harz auch nicht versehendlich.
 
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Moppekopp

Mitglied
Hi
Das Harz beginnt wahrscheinlich auszuhärten und ist damit unbrauchbar
Da die Aushärtungsreaktion über einen radikalischen Mechanismus verläuft brauchst du nicht unbedingt einen Härter (Radikalstarter) dazu.
Der ganz normale Luftsauerstoff hat schon die unangenehme Eigenschaft als Radikalstarter fungieren zu können.
Normalerweise liegen diese Sauerstoffradikale in sehr geingen Konzentrationen vor und werden durch Zusätze im Harz (Radikalfänger) unschädlich gemacht.
Wenn das Harz allerdings mal warm geworden ist, wie im letzten Sommer ja leicht möglich, oder aber viel Licht abbekommen hat, so können die Radikalfänger der Menge der entstandene Radikale nicht mehr Herr werden und das Harz fäng von alleine an auszupolymerisieren.

Gruß Tobi
 

Dex

Mitglied
Hallo Sepp,
du kanst versuchen durch vorsichtiges erwärmen eine gewisse kristalisation wieder Rückgänig zu machen. Z. B. im Wasserbad. Bei Stabilit Express hatte ich damit schon erfolg.

Detlef
 

Moppekopp

Mitglied
Hi!

Mit dem Erhitzen von Gieß- oder Laminierharzen wäre ich sehr vorsichtig!!!!!!!

Es handelt sich bei der Aushärtung dieser Stoffe nicht um eine Kristallisation, sondern um eine Polymerisierung! Erhöhst du die Temperatur, so steigt die Reaktionsgeschwindigkeit exponentiell dazu an. Das heißt im Klartext, die bei der Reaktion sonst über Stunden und Tage freiwerdende Reaktionswärme wird innerhalb von Minuten frei.

Das ganze gerät außer Kontrolle, fängt an zu stinken, zu qualmen und wenn du richtig viel Pech hast brennt es sogar.
Wie schon in meinem vorherigen Post gesagt, brauchst du keinen Härter dazugeben, der Luftsauerstoff kann das auch und je wärmer das Harz ist, desto schneller geht das.
Hier noch ein Richtwert für die Verlauf der Reaktionsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Temperatur :

pro 10°C Temperaturerhöhung erreichst du eine Verdoppelung bis Vervierfachung der Reaktionsgeschwindigkeit.
Erhitzt du also das Harz um 40° läuft die Polymerisation 2 hoch 4 bis 4 hoch 4 mal so schnell ab!

Gruß Tobi
 

sepp

Mitglied
Schade drumm,kaufe mir künftig nur noch Kleber nach Bedarf.

[luftauge: 4 inhaltlich gleiche threads zusammengelegt]
 
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