Emerson - klappt zu?

HeroHamster

Mitglied
Hallo,
ich liebäugle mit einem Emerson....
Scheint ein ganz praktisches und rel. elegantes EDC zu sein.
Jetzt liegt mir jedoch irgendetwas davon an, dass diese Messer einfach so zuklappen könnten....
Ich meine davon hier irgendwo mal von gelesen zu haben.
Habt Ihr ein solches Messer und ist die Verriegelung wirklich nicht sicher?
Thorsten
 

Thomas Wahl

Mitglied
Hi!

ich habe ein paar Emersons an Lager. Ein Commander und ein Blackbird. Beide haben den Spinewhack-Test sauber überstanden. Was mich bei Emerson eher stört ist die manchmal nicht ganz saubere Verarbeitung, die man bei dem Preis schon erwarten kann.
Ansonsten: Entweder liebt man die oder haßt man die (mein Eindruck).

Was für ein Emerson willste denn? Schick' mir mal eine Mail, mache Dir gerne ein Angebot.
 

Hersir

Mitglied
wie thomas schon sagte, man liebt oder hasst sie.... schau mal auf meine seite, da kannst du alle modelle ansehen, ach ja thomas hat super preise!!!!
 

effect100

Mitglied
Da stimme ich zu. Die Verarbeitung find ich eigentlich ok, aber es gibt leute, die erwarten mehr Messer fürs Geld.

Hab ein paar Emerson auf meiner Seite, mit guten Preisen:D
 

Meik

Mitglied
Ich besitze ein Emerson SARK, hier habe ich ein (etwas längeres) Review geschrieben.
Vielleicht hilft es ja bei der Entscheidung.

Grüsse,

Meik. :)
 
Und ich hier einen Vergleichstest "Emerson Mini Commander gegen Cold Steel Night Force". Das NF habe ich ständig bei mir, das Mini-Commander ist im Karton mit den Sammlermessern gelandet !

--quote:
und rel. elegantes EDC zu sein.
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Sehe ich inzwischen anders. "Macho-Folder" statt "tactical folder"
beschreibt das Design praeziser. Als edc brauchst du etwas Unauffälliges, Praktisches, das in der Hosentasche weder dir noch anderen auffällt. Und um "sheeple" zu erschrecken, sind alle Emersons gut geeignet ! Mir persönlich gefällt das Preis-Leistungsverhältnis nicht so gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

ge2r

Mitglied
Dünn sind sie ja, die Emerson-(titan-)Liner. So +/- 1 mm schätze ich - zumindest der meines CQC7. Der Spinewhack-Test war anfangs kein Problem, allerdings bog sich der Liner beim Druck auf den Klingenrücken schnell durch.

Bis ich den Fehler machte, die Klingenachse zu ölen! Davon haben wohl auch Rampe und Liner was abbekommen, so dass letzterer sich nicht mehr biegt, sondern lustig hin und her springt. :angry: Bis jetzt ist das Messer allerdings noch nie zugeklappt. Es bekommt dazu in meiner Schublade, die es kaum verlässt, auch keine Gelegenheit mehr. Da werd ich es wohl nochmal auseinandernehmen und reinigen müssen müssen ...

Trotzdem, ich hab's nicht probiert, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein doppelt so dicker Titan- oder, besser noch, Stahlliner hier weniger anfällig ist. Jedenfalls weiss der Emerson, wie man solchen Mist verkauft, das muss man ihm lassen :hintern: !

cu,
ger

PS: Es würde mich trotzdem interessieren, ob die neueren Modelle (zB. Commander und Mach1) das selbe Problem haben, oder ob man bei Emerson aus seinen Fehlern gelernt hat.
 

TacHead

Mitglied
Original geschrieben von sgian
"Macho-Folder" statt "tactical folder"
beschreibt das Design praeziser. Als edc brauchst du etwas Unauffälliges, Praktisches, das in der Hosentasche weder dir noch anderen auffällt. Und um "sheeple" zu erschrecken, sind alle Emersons gut geeignet !

Seit wann hast ausgerechnet Du was gegen "Macho-Folder"? :fack:

"Macho" trifft auf das Marketing zu, nicht auf das Design. Das ist so "tactical" wie's geht, mit der Betonung des Waffencharakters (Klingengeometrie, chisel grind). Auch die Ergonomie der Emersons, die ich in der Hand gehabt habe, ist einwandfrei, genau wie die Wahl der Materialien - und das Wave ist, obgleich "Hosenfresser", schon ein genial-simpler Einfall. Ärgerlich ist tatsächlich die oft schlampige Verarbeitung, vor allem aber würde man den "#1 hard use knives" einen solideren Verschluss gönnen. Ich habe noch nie von jemand persönlich gehört dass ein Emerson-Liner zugeklappt ist, aber einige kamen mir ziemlich windig vor. Angeblich (MM, Bladeforums) sollen die neueren Batches ja besser sein. Der Preis ist Glaubensfrage - mir ist er zu hoch.

Jedes Messer, das aus der Holzgiff-Neusilberbacken-Droppointklingenoptik rausfällt ist bestens geeignet, Leute, die sich nicht mit Messern auskennen, zu erschrecken, das spricht also nicht gegen ein Emerson als EDC. Etwas heikeler ist der chisel grind, aber de facto schneidet der auch alles was ein EDC leisten muss - ausser Du machst viele feine Schnitzarbeiten ;) Und als EDC bietet sich natürlich eins ohne Beschichtung und ohne Wellenschliff an, aber das ist letztlich auch subjektiv und davon abhängig, wozu Du es verwenden willst.

Das beste EDC ist das, das einem am besten gefällt, weil man nur das auch immer dabei hat. An welches Modell hattest Du denn gedacht?
 
Zuletzt bearbeitet:

Meik

Mitglied
Also, mein SARK ist von 2000 und hat einen 1,4mm starken Liner, der wirklich hält. Und dem ich - rein gefühlsmässig - voll vertraue. Gibt es überhaupt Messer in der Grösse (ich meine jetzt mit Linern und aufgesetzten Schalen und keine Frame-Locks, wobei: Auf die könnte man das auch ausdehnen, da die ja auch nur so stark sind wie ihre schwächste Stelle...) die deutlich stärkere Liner haben? Ausser Strider natürlich...

Was mir beim Lock meines Exemplars auffällt, ist die sehr steile Rampe. Durchschlagen wird der Liner aus diesem Grund wohl in absehbarer Zukunft nicht. Aber dass deswegen der Liner (vor allem wenn er irgendwie Öl oder so abbekommt, kann ja auch mal sein wenn man was Essbares damit schneidet)bei Belastung abrutschen könnte, kann ich mir gut vorstellen, da der Liner eher mit der inneren Kante als vollflächig auf der Rampe aufliegt. Dadurch verbiegt er sich auch bei Belastung, denn dann legt sich auch die äussere Kante des Liners an die Rampe an und der Liner biegt sich nach aussen (deutlich zu erkennen bei mir).

Allerdings denke ich, dass wohl die meisten Liner-Locks Probleme bekommen, wenn sie oelig oder fettig werden, und dass man dann in jedem fall aufpassen muss!

Was die Hosen kaputtmacht (eigene Erfahrung und hab ich auch hier im Forum irgendwo gelesen) ist IMO eher das recht rauhe Daumenrädchen als der Wave-Haken!
Das sieht man auch, wenn man mal das Messer langsam aus der Tasche zieht und das beobachtet: Das Rädchen schleift ja am Saum-Rand der Tasche entlang und nutzt diesen so ab, der Haken könnte höchstens ein Loch machen (was ich aber für unwahrscheinlich halte).

Noch ein Wort zur Verarbeitung: Ich habe als Vergleich ein Benchmade Mini-Stryker aus denselben Materialien, dass von der Verarbeitung her leicht die Nase vorn hat: Die Liner sind an den Kanten sehr viel sorgfältiger geglättet (wenn auch noch nicht wirklich glatt) und der Klingengang ist um Welten besser (was aber IMO am Extra-Detent-Ball des SARK im anderen Liner liegt). Und der Spacer ist beim BM aus G10 (SARK Plastik :( ). Aber alles andere ist vergleichbar.
Nur dass das BM deutlich billiger ist, womit wir wieder bei der Preisfrage wären...
Denn ob Wave diesen grossen Aufpreis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden...

Bis denne...

Meik. :)
 

neo

Mitglied
Hallo Thorsten!
ich hatte mal ein CQC7, das war zwar sauber verarbeitet und der Liner hat auch gut gehalten, aber ich hab es wegen dem Chisel Grind wieder verkauft, da der meiner meinung nach nicht als EDC taugt!!

Kauf Dir lieber ein Benchmade!

Gruß neo
 
F

function

Gast
zum QCQ 7 kann ich noch sagen, dass der Titanliner zwar ganz gut hält, es ist allerdings möglich, dass man aufgrund der ausgeschnittenen Griffform im Linerbereich den Liner ein Stück löst, wenn man das Messer fest greift.
 

HeroHamster

Mitglied
Vielen Dank für eure zahlreiche Antworten!
Leider muss ich einige Sachen noch einmal nachfragen, da ich mich (noch?) nicht besonder gut mit Messern und den damit verbunden Fachausdrücken auskenne...
Bei einem „chisel grind“ handelt es sich – wie ich gerade aus Meiks ausführlichem Bericht entnehmen konnte- um eine nur links angeschliffene Klinge. Hat so was ein Busse-Messer nicht auch? Worin liegt der Vorteil dieses Schliffes? Leichter nachzuschärfen?

@ sgian
Ja, Deinen Bericht hatte ich gelesen – das CS kostet die Hälfte.. Das scheint also, und das sagen andere ja auch, der Punkt zu sein: Das Preis-Leistungs-Verhältnis! Ein Emerson scheint also einem Benchmade nicht viel voraus zu haben...

@ ge2r
„Bis ich den Fehler machte, die Klingenachse zu ölen!“
Das spricht natürlich wirklich nicht besonders für Emerson... Man sollte doch annehmen, dass sich ein Messer über etwas schönes Öl freut...

Was meint ihr damit, dass ein „Liner durchschlägt“?
Dass er nicht auf der Hälfte der Klingendicke stehen bleibt, sonder komplett an die obere Griffschale anschlägt, und somit nicht mehr die Klinge arretiert?

Wie funktioniert denn eigentlich der „Spinewhack-Test“?

@ TacHead
„Das beste EDC ist das, das einem am besten gefällt, weil man nur das auch immer dabei hat. An welches Modell hattest Du denn gedacht?“
Da hast Du Recht!
Ich hatte an eines mit Tanto Klinge gedacht – habe ich noch nicht als Folder und gefällt mir ganz gut. Oder an den Mini Comander, der bestimmt etwas praktischer ist.



Dieser Wave gefällt mir gut!
Ist Emmerson denn der einzige, der einen solchen Haken am Klingenrücken baut?


Thorsten
 

ge2r

Mitglied
Original geschrieben von HeroHamster
Was meint ihr damit, dass ein „Liner durchschlägt“?
Dass er nicht auf der Hälfte der Klingendicke stehen bleibt, sondern komplett an die obere Griffschale anschlägt, und somit nicht mehr die Klinge arretiert?


Genau! Das heisst, der Liner verhindert schon noch, dass die Klinge einklappt, weil er ganz hinter ihr steht. Im Gengenteil, man läuft Gefahr, dass er sich hinter der Klinge festsetzt und der Lock blockiert. Ausserdem, je nachdem wie dick Liner und Washer sind, hat man wohl schnell beträchtliches Klingenspiel.

Wie funktioniert denn eigentlich der „Spinewhack-Test“?

Geöffnetes Messer mit dem Klingenrücken mehrmals hintereinander auf eine harte Unterlage (z.B. Tischkante, Holzlatte, etc.) hauen was das Zeug hält und sehen, ob es geöffnet bleibt. Dabei aufpassen dass die Finger der Klinge nicht in die Quere kommen, sollte das Testergebnis negativ sein.

Ist Emmerson denn der einzige, der einen solchen Haken am Klingenrücken baut?

Ja, sowiel ich weiss schon. Ist wohl patentiert.
 
T

Thomas Spohr

Gast
Ich möchte hinzufügen, dass die Sinnhaftigkeit des Spinewhack-Test umstritten ist. Ich selbst halte den Test für aussagefähig und teste meine Folder derart. Allerdings nicht „... hauen was das Zeug hält ...“, ich möchte testen, nicht beschädigen.
 

TacHead

Mitglied
@HeroHamster: Leicht nachzuschärfen ist der Schliff auch, aber Emerson vermarktet den chisel grind in erster Linie als idealen Schliff für Messer, die als Waffen verwendet werden - soll tief schneiden und die Wunde sich schlecht schließen. Mag sein, ich hab's noch nicht im Selbstversuch getestet :irre: - ist jedenfalls für den Alltagsgebrauch nicht so praktisch aber auch kein riesiges Hindernis. Ist mit den Busses nicht zu vergleichen, weil sich das auf die ganze Klingengeometrie bezieht, d.h. bei einem echten chisel Grind ist die "Rückseite" der Klinge (die, die man auf den Photos nicht sieht :p) flach.

Persönlich würde ich als EDC von den Messern, die Du genannt hast, den Mini Commander in satin plain nehmen, da die Tantoform für manche Zwecke nicht sooo klasse ist. Da ein Messer aber nun mal zum schneiden da ist und ein Tanto das genau so gut kann liegt's letztlich bei Dir, ich finde man kann da durchaus ganz nach Geschmack entscheiden.

Übrigens, das einzige Emerson, das mich interessieren würde, wäre ein 4" Super Commander black serrated (gibts bei TAD), ohne chisel grind, mit Titangriff und Framelock (gibts nicht). :steirer:
 

HeroHamster

Mitglied
chisel grind

Diesen Schliff habe ich an meinen S&W Neck knife.
Ist schön scharf und macht den Eindruck, dass er rel. einfach und schnell herzustellen ist.
Kann es sein, dass Emerson ihn verwendet, weil er
a) billiger herzustellen ist
b) als „taktisch“ zu vermarkten ist.
Oder gibt es vielleicht doch einen wirklich guten Grund, einen solchen Schliff zu verwenden? Wir wollen jetzt ja schließlich den Herstellern nichts Schlechtes nachsagen....


Thorsten
 

le.freak

Premium Mitglied
chisel grind ist auch noch leicht zu schleifen: du knallst einfach die eine seite auf den stein oder wasimmerauch du zum schaerfen nimmst, danach ziehst du die andere (flache) seite platt ueber den stein. zerstoert das finish, mach aber scharf. oder aber du legst die flache seite in einem ziemlich kleinen winkel auf den stein.

aber da muss ich sagen, mach ich mir lieber die muehe bei einem "vernuenftigen" schliff. chisel ist nicht so mein ding; das stiff kiss hat ihn (da find ich ihn nicht ganz praktisch) und meine perrin handmades auch, aber da ist die klingendicke nicht so gross und es faellt nicht so ins gewicht.

soviel zu chisel ...