EMERSON CQC-7A SF (Spear-Point, plain)

Andreas

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Heute ist das bestellte EMERSON CQC-7A SF angekommen.
Emerson-CQC-7A_SF.jpg

Das Messer hat eine glatte Spear-Point-Klinge mit einem Satin-Finsh (nix Bead-Blast). Verriegelt wir die Klinge per Liner-Lock, beide Platinen sind aus Titan. Spine-Whack-Test ohne Probleme bestanden, die Klinge und der Liner passen genau. Die verriegelung läßt sich auch sehr leicht lösen, verklemmt nicht, auch wenn man das Messer mit Schwung "aufschnickt". Der 1,5 mm starke Liner steht im verriegelten Zustand komplett auf der 3 mm Rampe der Klinge, reicht aber nur bis knapp zur Hälfte. Also genau so, wie sich das "gehört" (Böker sollte sich ein Beispiel daran nehmen
smile.gif
) Der Klingengang ist butterweich, die Klinge hat weder horizontal noch vertikal Spiel.
Die Griffschalen sind aus schwarzem G10, die Kanten angenehm gerundet. Das Messer liegt gut und sicher in der Hand. Das sichere Gefühl wird noch verstärkt, da beide Platinen auf der Seite zur Klinge oben und unten geriffelt sind. Zur sicheren Auflage des Daumens besitzt die Klinge ebenfalls eine Zahnung, die angenehm gerundete Zähne hat, so daß man auch mit dem Daumen beim Schneiden ohne Probleme richtig Druck auf die Klinge ausüben kann.
Das Messer läßt sich vollständig zerlegen, Emerson verwendet dazu für den Griff kleine Kreuzschlitzschrauben, die Schraube für das Klingenlager ist eine große Schlitzschraube. Ernest Emerson vertritt die Meinung, das man ein Messer ohne sonderliche Hilfsmittel oder Spezial-Werkzeuge zerlegen sollte. Die Schrauben sehen vielleicht nicht so schön aus, erfüllen aber mit Sicherheit ihren Zweck.
Der Pocket-Clip aus Stahl ist abnehmbar und läßt sich auch umsetzen, man kann also zwischen Tip-Up oder Tip-Down wechslen.
Insgesamt macht das Messer einen klasse Eindruck, die verarbeitung ist einwandfrei, die Klinge hat kein Spiel und verriegelt auch sicher.
Es wäre aber zu schön, wenn die Sache nicht einen Haken hätte:
Die Spear-Point-Klinge aus ATS-34 besitzt zwar einen beidseitigen Flachschliff, aber die Schneide selbst ist nur einseitig im 30° Winkel geschliffen (Pseudo-Chisel-Grind)
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. Das ist natürlich alles andere als schön. Da wird dann wohl Papa's Sohn noch mal fix mit dem Bandschleifer ran müssen und der Klinge einen anständigen Schliff verpassen.
Ansonsten kann ich das Messer als täglichen Allrounder empfehlen.
 

mactheknife

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was mich an dem emerson stört, ist
1. die liner sind recht dünn und wandern bei gebrauch sehr rasch die tangrampe rauf
2. die spitze der klinge wird von den griffschalen nur minimal abgedeckt. also nicht sehr safe und wehe man muß die spitze mal nachschleifen- dann guckt die im geschlossenen zustand nämlich heraus.

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DON'T CUT YOURSELF -nor anybody else
MACTHEKNIFE
 

eisensack

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Leider machst du einen fehler ,den clip kann man nicht umsetzen die bohrungen sind zwar da aber sie sind zu dicht an der achse die halbrund hervorsteht
 

Andreas

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Gott sei Dank habe ich keinen Fehler gemacht, der Clip läßt sich wirklich umsetzen.
Die Achse hat nicht mehr einen halbrunden sondern einen flachen Kopf, deswegen klappt es ohne Probleme.
Bei älteren Modellen scheint es da aber bei Emerson einen Denkfehler gegeben zu haben.
 

ge2r

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Verdammt, die Sache mit der halbrunden Achse am CQC-7 ist mir auch gerarde erst aufgefallen. Das dürfte bei einem Messer, für das ich 173 € bezahlt habe, nun wirklich nicht vorkommen! Die drei Löcher oberhalb der Achse wirken wie eine Farce ! :mad:

Ausserdem lässt an meinem Exemplar das (Satin-)Finish etwas zu wünschen übrig - sieht irgendwie aus, als mit dem Pinsel auf die Klinge geschmiert.

Was ich auch vermisse, ist eine präzise Arretierung der Klinge in geschlossenem Zustand. Man sieht zwar, wie sich der Liner im letzten Moment etwas näher an die Klinge legt, spürbar ist das aber so gut wie gar nicht.

Ansonsten ist mein CQC-7-A aber solide und gut verarbeitet. Die Klinge öffnet und schliesst butterweich und hat keinerlei Spiel.

Fazit: Gutes Messer, aber bei dem Preis könnte man etwas mehr Liebe zum Detail schon erwarten.
 

Flieger

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hab ein cqc7 und leider auch feststellen müssen, daß der titan-liner ein ziemlich bescheidenes verschleissverhalten hat... hatte mir das messer wärend meiner bundeswehrzeit aus usa mitgebracht und nach einem halben jahr intensivem gebrauch ist der liner bis über die hälfte der rampe hinaus gewandert :( :boes: wenn ich das messer jetzt hart "aufschnicke" verriegelt es zwar sicher, aber der liner schlägt bis zur griffschale durch... :staun: deswegen liegt das gute stück jetzt in der werkzeugkiste und wird nur noch für "niedere" arbeiten benutzt. die klinge ist noch einwandfrei und ich war anfangs auch vollkommen zufrieden, aber als edc würde ich das messer nicht mehr empfehlen.

gruß chris
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Alsooo wollte mich ja zurueckhalten, kann aber doch nedd ;)

Andreas, wie ist das neue denn verarbeitet? Ich hab ein CQC7 Tanto. Da schauen die Schlitzschrauben ueber die Schalen, dass es eine Freude ist. Von versenken hatte der jedenfalls damals noch nix gehoert. Und das Problem mit der Spitze, wie mactheknife schreibt, gibts hier auch, das ist schon seeeehr eng.

Mir ist der Liner natuerlich zu duenn, aber von der reinen Funktion gibts nix zu meckern.

Und wenn man schon wieder bei einem neuen Messer in der Preislage mit dem Schleifer ran muss, nur um da ne normale Schneide ranzumachen - ich weiss ja nedd ;)

Die Klingenform find ich allerdings huebsch.

Gruesse
Pitter
 

Geist

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Einen Folder von EMERSON habe ich nicht, aber das Fixed PUK (Police Utility Knife) und bei dem Messer bin ich was die Verarbeitung usw. angeht wirklich zufrieden, IMHO ist es im gesamten besser als das Fällkniven F1!

Ciao Geist