Einsam an der Spitze ???

Major

Mitglied
AAAAlso ich hab mal wieder ein "dumme" Frage auf Lager.

Wie man hier im Forum so mitbekommt, ist die führende Marke an Messern genauergesagt an Folder unumstritten Microtech.
So weit so gut.

Ich hab zwar (noch) kein Microtech, aber ich bin mittlerweile auch von der überragenden Qualität dieser Messer überzeugt.

Jetzt zu meiner Frage: Gibt es denn auf dem großen weiten internationalen Messermarkt eigentlich überhaupt derzeit eine Konkkurrenz zu Microtech, die derart gute Messer in Serie bauen ???

Oder können nur noch handgefertigte "Customs" mit den MT's mithalten.

Wenn ja, welche neue, oder junge Messermarken haben denn ähnlich hohe Standards wie MT, oder haben zumindest in der Zukunft die Chance eine "große" Marke zu werden ???

Vielen Dank für eure Antworten

Grüsse

FRANK
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von Major
Jetzt zu meiner Frage: Gibt es denn auf dem großen weiten internationalen Messermarkt eigentlich überhaupt derzeit eine Konkkurrenz zu Microtech, die derart gute Messer in Serie bauen ???

Was heisst gut? Ein Benchmade 710 oder 730 oder ... hat den gleichen Stahl, nen interessanteren Lock, Null Klingenspiel, ist perfekt geschliffen. Da wackelt auch nix und irgendwelche Unsauberkeiten gibts da auch nedd und es kostet die Hälfte. Also was ist gut?
MT udn MOD bauen halt - bis aufs LCC - Messer mit Alukoerpern. Das ist eine andere Bauweise. Ob das besser ist?

Bei den AUTOs gibts allerdings keine Konkurrenz - kein wunder, erstens baut kaum jemand AUTOs und dann sind die MTs ja schweineteuer.

Gruesse
Pitter
 

coolcat

Mitglied
Re: Re: Einsam an der Spitze ???

Original geschrieben von pitter

Bei den AUTOs gibts allerdings keine Konkurrenz - kein wunder, erstens baut kaum jemand AUTOs
Naja, gerade Benchmade baut doch auch einige Springer. Mir fallen da schon 5 verschiedene ein. Allerdings gibts die ja aus bekannten Gründen in D nicht. So weiss ich auch nicht, wie die qualitativ sind ... aus den selben bekannten Gründen.
Ich denke zu den OTF's von MT gibt es keine Konkurrenz. Aber die darf ich ja auch nicht haben...
 

rfindigo

Mitglied
Also die Springer die ich von Benchmade kenne sind alle qualitativ absolut ok und IMHO nicht weit von MT-Niveau entfernt!
Die kleinen Modelle müßten doch auch in D legal sein, oder :confused:

Im übrigen ist es näturlich auch nicht ganz leicht eine relativ kleine Firma wie MT oder MOD mit einem Konkurenten, wie Benchmade zu vergleichen!
Verarbeitungsmäßig würde ich den Unterschied als vorhanden aber nicht riesig einschätzen! Die Modelle haben nur zum großen Teil eine andere Ausrichtung!
 

smaragd

Mitglied
Re: Re: Einsam an der Spitze ???

Original geschrieben von pitter


....Ein Benchmade ... nen interessanteren Lock...

finde ich eine echt gute aussage "nen interessanteren Lock".

meine empfehlung: spyderco.

aber ich bin ja geprägt.
lol

alles grüne
smaragd
 

freagle

Mitglied
Bis auf das Lcc und das ist nicht so doll verarbeitet, macht MT ja ausschließlich die Messer mit Alurahmen, da haben sie meiner Meinung nach schon die Pferde vorne. Die Messer wie das Socom z.B. sind ja CNC gefräst und da sieht man keine Verarbeitungsspuren, sind sehr gut verarbeitet, die Griffstücke sind was Funktion und Passgenauigkeit angeht schon was besonderes, die Klingen absolut symetrisch geschliffen,dafür löhnt man dann halt auch entsprechend. Schauts euch mal z.B. so ein Vector an, die sind dermaßen sauber und präzise gefertigt, schwer da was entgegenzusetzen.

freagle
 

Major

Mitglied
Also erstmal vielen Dank für die biserigen Antworten. Hab schon wieder viel dazugelernt.:)

Mit "gute Messer" habe ich die Verarbeitungsqualität gemeint - stimmt, das hätte ich wohl etwas genauer ausdrücken sollen. Denn "gut" oder "besser" sind doch seeehr dehnbare Begriffe, je nach Sichtweise des Betrachters eben.
 

crashlander

Mitglied
Muß ich freagle zustimmen. Vergleicht man ein CRKT mit nem MT, das sind schon Welten möchte ich sagen. Bei MT (jedenfalls die ich habe, Amphi und SE) gibts nix zu meckern, da ist alles symmetrisch und perfekt. Das findet man sonst wirklich kaum.
 

AchimW

Mitglied
MT und Materialien

Ich hab so einige von den MT-Dingern in den Fingern gehabt und testen können. Irgendwie kam das Gefühl der eingangs erwähnten Überlegenheit nie auf. Für Serienteile finde ich die ziemlich teuer. Teilweise sind sie's ja auch nur sehr schnell geworden (teuer mein ich). Wenn ich mir überlege, daß die ersten Serien vom LCC in den Staaten für um die 125 $ (und das zu einer Zeit, als der Dollar bei 1,80 DM lag!)weggingen kann man sich über die heutigen Preise nur wundern. Damals schon, also als ich das Teil noch für deutlich unter 125 Euro über einen Kumpel in den Staaten hätte kaufen können, fand ich den Preis so hoch, daß ich die Finger davon gelassen habe. Heute dann erst recht.

Interessant finde ich Raimund's Aussage bezüglich der state-of-the-art-Materialien. Schon seit längerem frage ich mich, warum gerade die mittleren bis großen Produzenten bezüglich neuer Materialien so lahm sind, während die kleinen Messermacher das tollste Zeug verwenden. Erst recht verwunderlich wird die Sache, wenn man weiß, mit welchen Rabattstaffeln im Bereich des Metallhandels gearbeitet wird. 1000 (tausend!) Prozent zwischen Hersteller und Kleinverbraucher sind da keine Seltenheit. Da sind die Großen sehr viel besser dran, oder glaubt hier einer, daß zum Beispiel Spyderco für's CPM Preise wie von Zapp oder Borger bezahlt?

Auch bei der Einführung ganz neuer Materialien schlafen viele. Komischerweise muß man dabei wohl eher mal eine Lanze für die sonst hier so viel gescholtene Firma Böker brechen, auf deren meiste Produkte ich auch nicht unbedingt stehe. Aber DIE haben wenigstens den Mut, mal was Neues, wie gesinterte Titanklingen und, früher schon, Keramik und so was, auszuprobieren. Nebenbei war Böker auch eine der großen Vorreiter-Firmen beim mengenmäßig großen Einsatz von Damast für ihre Jahresmesser. Und das war (und ist) richtig guter Damast und nicht so 'ne Kacke wie sie zum Beispiel Case in seinen wenigen Damast-Versionen verwendet.


Achim
 

Alex

Mitglied
Leider muß ich - als ehemaliger <i>Microholic</i> - zugeben, dass Microtech heute nur von dem <b>Mythos</b> lebt, den die ersten Modelle begründet haben. Die waren zur damaligen Zeit auch wirklich spitzenklasse! Das <b>D/A SOCOM old grind</b> (hohlgeschliffen) :super:, der <b>CFO</b> oder das <b>HALO</b> :staun: und zuletzt der <b>D/A LCC</b> :cool: wegen dem sensationellen Preis.
Aber die Zeiten haben sich geändert, die anderen Hersteller in der Qualität nachgezogen. Von den Materialien und den Fertigungstoleranzen her besteht meiner Meinung nach kein Unterschied mehr zu Microtech. Nur eben, dass die anderen wesentlich billiger sind... :ahaa:
 

ineluki

Mitglied
Original geschrieben von Major
Wenn ja, welche neue, oder junge Messermarken haben denn ähnlich hohe Standards wie MT, oder haben zumindest in der Zukunft die Chance eine "große" Marke zu werden ?

Also bei Bladeforums ist ja für viele ein Sebenza der Traum der schlaflosen Nächte.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Re: Re: Einsam an der Spitze ???

Original geschrieben von ineluki


Also bei Bladeforums ist ja für viele ein Sebenza der Traum der schlaflosen Nächte.

Danke, ich wollte das S-Wort nich erwähnen, aber jetzt wos raus ist :steirer:

Das ist halt wieder genau dasselbe, was ist schon "besser". Ein Sebenza ist 100% perfekt verarbeitet, hat nen extremen Hohlschliff (was ich nicht so dolle find) und BG42 Klinge. Ein Starmate kostet ein drittel und hat ne grosse CPM440 Klinge mit robusterem Schliff. Was ist denn besser?
BTW, das Seb gibts jetzt auch mit Flachschliff und S30V - das find ich dann insgesamt schon ein ziemlich perfektes Messer. Simpler Aufbau, gute Verarbeitung, guter Stahl - bleibt immer noch der Preis :( .Da biste halt schon in der Region, wo man sich sowas auch nach eigenen Vorstellungen bauen lassen kann.

Gruesse
Pitter
 

Major

Mitglied
Holla Sebenza

Also der Name "Sebenza" geistert hier ja sehr oft durch das Forum.
Ich war auch schon ganz heiss auf das Ding.
Hab mir schon alles mögliche darunter ausgemalt. Das tollste, schönste, geilste und beste Messer "wo gibt":D

Und dann hab ich es endlich mal gesehen, das Ding. Der heilige Zauberfolder. Ehrlich gesagt war ich doch ein wenig enttäuscht von dem unscheinbaren Teilchen. Ausser dem hohen Preis, hat mich eigentlich nichts an dem Messer umgehauen.

Mag ja sein, dass Verarbeitungsqualität, Lock und eben alles an dem Messer TOPP ist, aber mir persönlich wäre es das viele Geld nicht wert. Für den Preis würde ich mir dann doch lieber mal ein massgeschneidertes Messer zulegen.

Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich ;) nicht ;) streiten.
 

Messermafia

Mitglied
Eigentlich darf ich hier ja gar nicht mitreden, da ich nur ein Pinnacle habe, ...quasi das Sebenza für Bausparer und Cordhosenträger. :) Habe auch das Sebenza (hüstl ... hüstl) noch nie in der Hand gehabt. Da es 3 Mal so teuer ist wie mein Bausparer-Messer, müsste es auch 3 Mal so gut sein. Ist es das wirklich? :confused: Habe kürzlich ein Amphibian von MT gekauft und bin damit sehr zufrieden. Es ist saugut verarbeitet. Der Preis ist ja auch schon ziemlich hoch. Naja, alles relativ ...:D "And the Oscar goes to MT"

Bernd.
 

Omega

Mitglied
Also ich persönlich finde die Messer von MT auch echt klasse. Aber warscheinlich auch wegen dem ganzem drum herum. Von der Verarbeitung her gibt es an den Messern nichts auszusetzen.:super:

Aber wie hier auch schon erwähnt wurde bin ich auch der Überzeugung, daß Microtech nur vom Mythos lebt. Richtige Innovationen gabs schon lange nicht mehr von MT (letze war für mich der Microbar).
Angäblich waren die ja mal in dieser Beziehung einsamer Spitzenreiter.
Wenn man sich z.B. mal den Klingenstahl so anschau, dann ist das nur noch Mittelmaß und schon lange nicht mehr "state of the art":mad: :mad:
Auch finde ich Alu als Griffmaterial ist nicht mehr so der Knüller, denn mittlerweile gibt es ja Kunststoffe die ebenso stabil sind wie Alu dazu aber auch noch Resistender gegen Verwitterung.
Die Kunststoffe sind sogar durchgefärbt und es entstehendadurch such keine Kratzer mehr auf den Griffen, die z.B bei den Aluteilen schon durch das Tragen eines Rings verursacht werden.
Und wenn die von MT keinen Kunststoff wollen, dann sollten sie halt Titan benutzen. Den kann man auch schön CNC bearbeiten.
Also auch wieder keinen Punkt für MT.:( :mad:

Da sind mittlerweile andere Hersteller ein ganzes Stück weiter!!!
Spyderco hat einige Messer mit CPM-Stählim Programm und Benchmade hat z.B. den AXIS-Lock der hier ja auch hoch gelobt wird.
Von der Qualität her sind meiner Meinung nach beide eben von mir genannten Firmen ganz ganz nah an Microtech dran und dies zu einem wesentlich günstigerem Preis.

Also wenn MT moderneres Material verbauen würde und dazu auch mal wieder ein paar neue Idee einbringen würde, dann wären sie sicherlich innerhalb kürzester Zeit wieder ganz weit oben auf dem Markt und recht konkurenzlos.
Das gleiche sollte auch für MOD zählen, mit der Ausnahme, daß die mal einen außergewöhnlichen LOCK (den Purge meine ich) für ein manuelles Messer verbaut haben.;) Der auch noch prächtig funktioniert (ich rede hier vom CQD - Dieter für die, die es nicht wiessen). Und promt haben die Mannen von MOD es gedankt bekommen und werden nur so mit Lob über dieses Messer gelobt. (Wobei ich es doch recht unhandlich finde :rolleyes: , aber es gibt ja auch mittlerweie ein keineres Modell, das ich mir demnächst mal anschauen werde!!!

Dies, was ich hier jetzt geschrieben habe, bezieht sich in erster Linie auf die Manuellen Messer. Über die Springmesser kann ich nicht so viel sagen, da ich da nur das UDT (weil legal) hebe.
Und dies ist zwar sehr praktisch, wegen seiner Größe, Gewicht und vor allem seiner Klingenform, aber eben nicht "state of the art" was ich bei 200€ für so ein kleines Messer schon erwarten könnte. (Und bei mir löst sich auch die Andonisierung der Aluschalen ab. Ist nicht gerade ein Merkmal für Spitzenqualität.)

Ich habe neben dem UDT auch noch einälteres Kestrel und da schaut es mit der Qualität meiner Meinung ganz anderst aus. Absolut kein Klingenspiel und die Schalen sind exakt aufeinander angepasst. Verarbeitung ist da 1A. Bei dem UDT ist das leider nicht ganz so. Klinge hat ein wenig seitliches Spiel (OK es ist nicht viel, aber es ist vorhanden) ind die Griffhälften passen auch nicht so exakt aufeinander wie dies beim Kestrel der Fall ist. :mad:

Was ist da los??
Ist dem Mannen der Erfolg zu Kopf gestiegen, oder ist die Qualitätskontrolle nicht mehr ganz so penibel, da man dadurch noch ein wenig mehr gewinn machen kann??

Die OTF schliese ich hier jetzt mal ganz aus, da ich mit diesen Teilen überhaupt keine Erfahrung habe.


Aber bei einem bleit Microtech wohl für immer an der Spitze. Die Vermarktung der Messer ist absolut Weltklasse. Sagen so gut wie nichts über neue Modelle, lassen hier und da dann mal ein paar Bilder von Prototypen im Netz auftauchen und schon wird ein mords Wirbel darum gemacht. Scheint sehr effektiv zu sein und kostengünstig noch dazu!!!

Ich glaube auch, daß gerade dies einen großen Teil den MT-Mythos und deren Erfolg ausmacht.


Das wars jetzt vorerst mal.
Schöne Ostern wünsche ich euch allen.

Ciao
Omega
 
Zuletzt bearbeitet:

freagle

Mitglied
@Omega

was würdest du denn MT raten, welchen Kuststoff kann man denn deiner meinung nach an stelle des Alus einsetzen? Ich find z.B. die Griffkonstruktion von den MT Alurahmen schon heftig verwindungssteif, da is nix mit durchbiegen, wie dus mit den Spyderco Linerkonstruktionen machen kannst. Da ist mir kein Kunststoff bekannt mit dem du so was machen kannst. Selbst wenn sie dafür Kohlefaser einsetzen würden, so eine 3mm Kohlefaserplatte kannst du viel leichter durchbiegen, als eine hochfeste Alulegierung. Als einzigsten Ersatz für so eine Alulegierung, wenn man bei niedrigen Gewicht bleiben möchte, käme wohl eine Titanlegierung in frage, die aufwendigere Fertigung wäre aber wohl nicht mehr im Rahmen des Bezahlbaren.


freagle
 

Omega

Mitglied
Also ich kann mir nicht vorstellen, daß du eine 3mm starke Carbonplatte einfach mal so verbigst.
das Zeug ist verdammt hart. In der Folmel1 wird daraus das Monococ (Fahrerschutzzelle) gebaut. Und das Teil muß schon recht deftige Schläge aushalten. Ich kenn das Zeug vom Motorrad her. Also mit verbiegen ist da nicht viel und das bie max. 2mm Stärke.
Aber man könnte auch einen Rahmen aus Magnesium verwenden.
Da fällt mir ein, daß eine Renomierte Fahrradmarke (Cannondale) Mountainbikes ebenfalls aus Kohlefaser baut und die stabiler und um einiges leichter sind als die Alurahmen.
Zur Verstärkung des Carbons verwenden die einen superleichten Skeletrahmen aus Magnesium und bringen darauf die Carbonfaserschicht auf.
Warum nicht so eine Konstruktion. Sicher aufwendiger aber mal auf jeden Fall was anderes.

Es gibt auch verschiedene Glasfaserkunststoffe, die sehr stabil sind. Da gibt es ja z.B. das G10.
Wie ich in einem anderen Thred geletrnt habe gibt es da auch noch andere G XX Kunststoffe. Ich kann mir gut vorstellen, daß eine größere Menge an Glasfaser da schon noch einiges an Stabilität rausschlagen könnte.

Und Titan hört sich immer gut an. Mehraufwand beim bearbeiten kann da kaum entstehen. Die AL6-Legierung ist soviel ich weis härter als Titan. Und im Rahmen des bezahlbaren sollte es damit dann auch bleiben, denn MT minnt für Alu ja schon soviel als ob es Titan wäre.


@freagle:
Was sagst du denn zu dem eingestzem Klingenstahl?
Klar braubar ist der aber nicht gerade überragend.
Und die Fertigungsqualität von MT in jüngerer Zeit. Was rechtfertigt da noch den üblen Mehrpreis zu Benchmade oder Spyderco?
 
Zuletzt bearbeitet:

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von Omega
Da fällt mir ein, daß eine Renomierte Fahrradmarke (Cannondale) Mountainbikes ebenfalls aus Kohlefaser baut und die stabiler und um einiges leichter sind als die Alurahmen.

Na da hast Du Dir das richtige Beispiel rausgesucht :steirer: Die sind ja wohl das Vorzeigeobjekt, wie man mit riesem Tamtam, hohen Preisen, einigen "Prestige Highend Innovationen" , die sich keiner leisten kann und die auch keiner braucht, unbestritten gute Fahrraeder (so gut wie 20 andere halt auch) zu ueberteuerten Kultobkekten hochstilisiert.
Kohlefaser: die ist super stabil - wenn man so baut, wies das Material verlangt. Ne 3mm Platte fuer einen Messerrahmen wirste zwar vielleicht kaum so schnell brechen - kommt auch auf die Groesse an, aber eine Schwachstelle sind IMO die bei Messerbauen ueblichen Schraubverbindungen. Das kann schon rausbrechen. Fahrradrahmen aus Kohlefaserrohren haben das gleiche Problem. Die muss man irgendwie mit Alumuffen zusammenpappen, und das ist Dreck. Oder man baut ein Monocoque Sandwich, bei dem die Lagen der Fasern Belastunsgsoptimiert ausgerichtet werden und das ganze dann als ein Stueck geformt wird - wennde das bei nem Messer machst, bekommt man den Rahmen halt nie mehr auf.
Nebenbei ist die Fertigung, besodners bei Stueckzahlen, schweineteuer. Nimm das Fahrrad, nen wirklich guten Alurahmen aus Taiwan - da kommen eh 99% der Teile her - bekommt man fuer ab 200EUR, wenn man nicht aufs Markenpapperl schaut (Dann kost der gleiche halt 600EUR). Ein Carbon Monocoque bei Cannondale und anderen faengt in der 1000EUR Liga an, ohne Limit nach oben. Kann man doch nicht vegleichen.

Zu MT: Wo ist eigentlich das Problem? Ich versteh die Frage immer noch nicht ganz. Natuerlich braucht man kein MT, wenn man ein Messer zum Schneiden will. Hundert andere Messer schneiden genauso gut, sind sauber verarbeitet und preiswerter. Die kann man ja auch kaufen ;) Bei MT zahlt man fuers Image, das ganze Marktinggedoens, den Porsche vom Marfione, das Design (wenns einem gefaellt) und fuer 100% Verarbeitung (zumindest bei denen, die bei mir rumfiegen). Ob man das will/braucht muss jeder selber wissen. Ich find die Preise gerade noch angemesssen. Aber als die absoluten Ueberteile, ohne die man nicht leben kann, seh ich die Messer sicher nicht :) Dito beim Sebenza :fack: .

Gruesse
Pitter
 

Messermafia

Mitglied
Hi Pitter,
jau, ich habe ein no-name bike (habe ich damals für 1000 DM bekommen) und radl damit genauso gut (...oder schlecht :D ) wie mit 'nem hochgefurzten Teil. Bin auch schon so super-teuere Edelräder testgefahren und könnte keine Unterschiede feststellen, die den Mehrpreis rechtfertigen könnten.
Bei den Messern ist es ähnlich. Teuer ist nicht immer auch gleich besser! :fack: Aber ist es nicht überall so, einen gewissen Betrag muss man einfach hinlegen, damit man etwas Vernünftiges bekommt. Will man qualitativ noch einen drauflegen, muss man eben richtig viele Scheine auspacken (...für eigentlich nur ein bisschen mehr an Leistung). Das macht aber auch eine Spinnerei erst interessant! :super:

Bis denn,
Bernd.