Ein Paar Damast-Jagdmesser

AchimW

Mitglied
Die sind dieses Wochenende fertig geworden. Klingen aus Leiterdamast mit 288 Lagen 1.2842 und Leo-I-Kanone. Parierelemente und Abschlußplatten aus Silber. Griffe aus poliertem Elchhorn. Das Foto ist leider wegen der nötigen Größenreduzierung etwas unscharf.

Achim
 

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HankEr

Super Moderator
Wiedermal zwei sehr gelungene Messer. Schön schnörkellos mit klassischen Materialien :) :lechz: und zudem ein aktiver Beitrag zur Abrüstung bzw. Modernisierung (kann jeder sehen wie er es will :p) unserer Armee ;)
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Achim, wer jetzt nicht süchtig wird, ist selber schuld. Eine Augenweide. Hoffentlich werden die beiden nie getrennt.
Klasse. Neid.
Gibts nicht irgendwelche Paragraphen gegen seelische Grausamkeit im Forum?
Im Ernst. Das ist was.
 

Leonardo75

Mitglied
schöne Messer

Hallo Achim!

Deine Messer gefallen mal wieder sehr gut. Die kurze Klinge wird einem erfahrenem Anwender sicherlich gute Dienste erweisen.

Hast Du den Damast selbstgeschmiedet oder welchem von Markus Balbach bezogen?
Wie machst Du eigentlich bei dem Steckerl die Bohrung in das Griffmaterial? Auch mit einem Hartmetallbohrer und durch alles nach dem Verkleben durch?


Gruß Leo.
 

AchimW

Mitglied
Jagdmesser - Stahl und Bohrungen

Danke für die Blumen, Jungs.

Getrennt würden die nur, wenn sich das Jägerpärchen, dem die jetzt gehören, trennen würde. Möge ihnen (Leuten und Messern) eine lange und gute gemeinsame Zeit beschert sein. Übrigens landen die nicht in der Vitrine, sondern werden bei der Jagd aktiven Dienst tun.

Den Damast habe ich natürlich selbst gemacht.

Das mit dem Bohren ist kein großes Problem. Zuerst einmal härte ich den Erl nich vollständig, sondern nur ungefähr zur Hälfte. Und zum Bohren verwende ich Allzweckbohrer aus dem Baumarkt. Das sind Bohrer, die wie Steinbohrer aussehen. Allerdings haben die einen positiven Schnittwinkel und eine eingeschweißte Hartmetallplatte an der Spitze. Steinbohrer haben einen negativen Schnittwinkel und die Platte ist hart eingelötet. Die Allzweckbohrer gehen auch durch gehärteten Stahl. Natürlich wird das alles erst nach dem Fügen und Verkleben gemacht.

Achim
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo AchimW!

Du kaufst im Baumarkt?!? Jetzt bin ich aber geschockt;).

Mit den Mehrzweckbohrern habe ich bisher nicht so gute Erfahrungen in gehärtetem Stahl gemacht. Allerdings waren die Erle, die ich durchbohrt habe auch voll durchgehärtet. Dabei sind mir schon zwei Hartmetallschneiden von Mehrzweckbohrern abgebrochen. Aber dafür sind die auch deutlich preiswerter als die hartmetallbestückten Metallbohrer.

Die hartmetallbestückten Bohrer, die ich inzwischen lieber verwende haben zwei dickere Schneidplatten anstatt der einen im Mehrzweckbohrer. Dadurch sind die Schneidwinkel auch beim Nachschleifen noch in Ordnung.

P.s. Wie verschweißt man eigentlich Hartmetall mit Stahl?

Gruß Leo.
 

AchimW

Mitglied
Bohrer

Keine Ahnung, wie man das verschweißt. Wahrscheinlich geht das konduktiv, induktiv oder per Lichtbogen oder so und ohne Zufügung von fremdem Material. Ich weiß nur, daß die Verbindungen so bis etwa 1100° C aushalten SOLLEN. Naja, wie auch immer, solange es funktioniert solls mir egal sein. Trotzdem wäre es interessant, mal so ne Bohrerfabrikation zu besichtigen.


Achim
 

Norbert

Mitglied
Ich habe mal einen Bohrer mit HM Schneide von Garant gekauft,
da stand drauf, dass mit dem Laser geschweisst wurde.
Vermutlich wegen der grossen Leistungsdichte in Kombination mit
der kleinen Wärmeeinflusszone.

Grüsse
Norbert