Eickhorn A.C.K. - einige Fragen

Ian Schmidt

Mitglied
Hallo, bin neu hier. Eigentlich bin ich kein eingefleischter Messersammler. Ich sammle alles an Militaria, was mir so unterkommt und mein Interesse weckt.

Nun zu dem Messer:
Habe es vor kurzem gebraucht erstanden und bin wirklich begeistert von dem Teil. Meins scheint schon ein älteres Modell zu sein, da noch West Germany drauf steht. Die Klinge hat auch schon deutliche Gebrauchsspuren, aber das mag ich ja an Sammlerobjekten, wenn sie eine Geschichte erzählen.

Aber zur Geschichte dieses Messers findet man leider wenig, weshalb ich mich auch in eurem Forum angemeldet habe.

Meine Fragen:

1.- Seid wann gibt es dieses Messer und wurde es jemals von der Bundeswehr geführt?

2.- Das Messer gibts im Internet ja von 50,- bis 160,- EUR. Wodurch kommen die vielen verschiedenen Preise zustande? Gibt es verschiedene Ausführungen und Hersteller? Mir sind da erstmal keine Unterschiede aufgefallen.

3.- Es wird ja von Eickhorn ein sehr ähnliches „Messer der Zypriotischen SF“ angeboten. Hat dieses, außer dem Glasbrecher noch andere Unterschiede? Und ist damit Nord- oder Südzypern gemeint?




So, hoffe es gibt hier jemanden, der das weiß...

MfG Ian Schmidt
 
Das A.C.K fiel im Truppenversuch durch, wurde also nicht eingeführt. Die Preisstaffelung entsteht wohl dadurch, dass einige Händler alte Lagerbestände los werden wollen und deshalb günnstig verkaufen.

Gruß,

Stefan
 

JoBe

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Ich meine mich an einen Artikel aus der damaligen VISIER zu erinnern, demnach fiel das ACK mitnichten durch, aber durch den Fall der Berliner Mauer standen auf einmal sehr viele Mehrzweckbajonette aus NVA Beständen zur Verfügung, so daß eine Anschaffung des ACK überflüssig wurde.

Gruß,
JoBe
 
Es gibt das ACK einmal mit Adapterplatte zur Befestigung und welche mit Metallbügel für ein Lochkoppel.
Es gibt auch zwei Arten von Sägen am Klingenrücken. Die Universalsäge und Holzsäge.
Es gibt das Messer auch in schwarzer Ausführung.
Die alten Modelle hatten keine Beschriftung an der Klinge. Die Neuen haben das Eickhorn Symbol und sind jetzt aus rostendem Federstahl.
Wurde 1991 bei der BW getestet.
Gruß, Tom
 
Dietmar Pohl schreibt in seinem Buch "Messer deutscher Spezialeinheiten" das es durchgefallen ist. (S.52)

Zudem habe ich im Dezember mit einem Bankmitarbeiter gesprochen, der die Finanzierung der Laserschneidmaschinen bei Eickhorn geleitet hat. Als der Auftrag geplatzt ist, ging Eickhorn konkurs, aus den Ruinen entstand die heutige Firma "Original Eickhorn LTD."

Außerdem: Wie erklärst du dir dann die Existenz des KM2000? Wenn das ACK was getaugt hätte, hätte man wohl das eingeführt.

Was die Endkappe angeht: Die lässt sich rausdrehen, dass bedeutet, dass das zypriotische Messer wohl mehr oder weniger baugleich mit dem ACK ist. Als Sammlermesser ist das ACK ein nettes Teil, denn es erzählt in der Tat eine Geschichte. Zum Benutzen wäre mir der Stahl zu weich.

Gruß,

Stefan
 

TACGLO

Mitglied
Hier mal ein Zitat aus Visier Special Nr. 12 Militärmesser: "Bei den Tests zeigte sich das ACK als truppentauglich. Aber durch die Wiedervereinigung besaß die Bundeswehr plötzlich zahllose Kalaschnikow-Bajonette, die sich auch als Kampfmesser eigneten. Das ACK fiel derweil dem Sparzwang zum Opfer, und die Versuchsmuster wanderten zu den Kampf- und Minentauchern der Bundeswehr nach Eckernförde. In der BW-Inventarliste läuft das Kalaschnikov-Bajonett unter der Bezeichnung "Kampfmesser, schwer"."

In dem Heft steht noch einiges mehr zum ACK, das kann ich jetzt aber nicht alles wiedergegeben. Davon das das Messer aber bei Tests durchgefallen wäre, steht da nichts.
 

Ian Schmidt

Mitglied
Danke schonmal für die Antworten.

Stimmt, der Stahl ist wirklich ziemlich weich. Habe es gestern mal geschärft und war überrascht,
wie schnell und einfach man eine beeindruckende Schärfe hinkriegt. Was mir sonst eher schwer fällt.
Es wird dadurch zwar nicht sehr schnitthaltig sein, denke ich, aber durch den eingebauten
Mini-Diamantschärfer an der Scheide, sehe ich da jetzt nicht so das Problem.

Was mir persönlich am meisten am A.C.K. gefällt, ist aber der Griff. Ich hatte ehrlich noch kein Messer,
dieser Größe, das so angenehm in der Hand liegt. Aber das ist ja bei allen Händen verschieden.
Wenn das ähnlich gut beim KM 4000 umgesetzt ist, dann ist das hier bestimmt nicht mein letztes Eickhorn, sollten die mal irgendwann billiger werden. :rolleyes:

Mein Fazit: Schönes und vielseitiges Gebrauchsmesser, wenn man mit regelmäßigem
Nachschärfen und Einölen leben kann. Würde aber auch nicht mehr als 50 - 60 EUR dafür ausgeben.