Edelstahl für Backen? [auch Montage]

Seb

Mitglied
Edelstahl für Backen?

Wo kriegt man halbwegs günstig ein Stück Edelstahl her, um Backen für ein Messer zu machen (so 1x5x10 cm) bisher hab ich sowas nur als Neusilber bei dobner gesehen, allerdings aweng teuer.

Seb

[HankEr: wg. Verlauf, Titel erw.]
 

Aiwazz

Mitglied
Dazu jetzt mal eine wirklich dämliche Newbie-Frage:

Wie erkenne ich denn, ob sich's bei dem Zeug im Schrottcontainer um verwendbares Edelstahlmaterial handelt?

Sorry, aber vielleicht bin ich ja nicht der einzige hier, der von Metall keine Ahnung hat.

Gruß

Aiwazz
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Erstens wird es auf dem Schrottplatz normalerweise gesondert gesammelt.
Zweitens ist es nicht verrostet und hat als Blech oder Profil eine mattgraue Oberfläche.
Drittens ist es schwer.
Wenn es dann viertens nicht von Deinem mitgebrachten Magneten angezogen wird, dann ist es Edelstahl.
Wenn Du nach Endstücken Ausschau hältst, dann ist dort oft sogar die Stahl-Nummer eingeprägt. 1.4001, 1.4003 ud 1.4005 sins häufig zu finden und auch noch ganz gut zu bearbeiten. 1.457x (x ist beliebig von 1 bis 9) ist auch häufig und brauchbar, aber sehr schwer zu bearbeiten.
Und Rundstahl zum nieten nicht vergessen.
 

Aiwazz

Mitglied
Merci Günter,

menno ich wußte noch nich mal, daß Edelstahl nicht von Magneten angezogen wird :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :hmpf:

Was tät ich ohne dieses Forum :confused: :irre:

Herzlichen Gruß

Aiwazz
 

kababear

Mitglied
Original geschrieben von Guenter
Wenn es dann viertens nicht von Deinem mitgebrachten Magneten angezogen wird, dann ist es Edelstahl.

naja dann ist wohl dein magnet nicht stark genug gewesen.. :D
(mein magnethalter zum flachschleifen hab ich aus neodym-magneten zusammengebastelt und der hält v2a-rundmaterial.. :) )
 

Tolstoi

Mitglied
Hallo,

könnte mir mal bitte jemand erklären, welcher Stahl magnetisch ist, und welcher nicht ? Und vor allem wann und wann nicht ? :staun:

Grüße Tolstoi
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
@ AchimW: Grundsätzlich ja, meinte ich auch, obwohl die von mir genannten Stähle auch gehen.
@ kababear: bei rostfreiem Klingenmaterial ja, bei tatsächlichem V2A muß ich das erst sehen, um es zu glauben.
 

Armin II

Mitglied
Das, was umgangssprachlich gemeinhin als V2A bezeichnet wir heisst korrekterweise 1.4301, und dabei handelt es sich um einen rostfreien Stahl mit austenitischem Gefüge, und das ist nunmal kaum magnetisch. lässt sich an jedem Edelstahlkochtopf, an jeder Küchenspüle und an jedem Essbesteck (ausgenommen eingesetzte Klingen) nachprüfen!
 
Zuletzt bearbeitet:

DeadlyEdge

Mitglied
V2A ist leicht magnetisch. Wenn der Magnet stark ist, greift er schon etwas. Am besten sieht man es bei kleinen leichten Spännen.
Grüße,
Martin
 

luftauge

Mitglied
Der Magnet hilft sowieso kaum weiter, weil die brauchbarsten Stücke alle am Containerboden liegen, während die großen Spülbecken und Gehäuse oben drauf liegen, dann kommen die Rohre, danach die Winkelprofile, ... :D :D

Regelmässig hingehen, oder besser gleich in eine Metallbaufirma, da findet man auch kleinere Stücke in passenderen Abmessungen.

Gruß Andreas
 

darley

Mitglied
edelstahl für backen

ich habe die ersten entwürfe und die passenden balsa-modelle hier liegen und einige stücke stahl von recknagel in 50 cm länge.

wenn ich mir die modelle auf die stahlstreifen legen, dann bleibt da eigentlich immer irgendwo ein bisserl übrig, aus dem man ausreichend große backen fabrizieren kann.
wenn nicht, einfach 1 cm breiter nehmen, dass macht 1 bis max. 2 euro mehr.
dafür fahre ich doch nicht extra auf den schrottplatz und versaue mir die klamotten beim wühlen!

dann hat man klinge und backen aus einem stahl.
so ab 4mm stärke müsste das auch ordentlich zu dimensionieren sein.

ne kleine zusatzfrage?
muss/kann man solche backen dann extra härten lassen oder reichts auch so?
sorry: bin doof, muss fragen :irre:

bernd
 
Zuletzt bearbeitet:

Guenter

MF Ehrenmitglied
@ darley: grundsätzlich muß man nichts, wenn man die Beschläge aber gleich rostfrei (rostbeständig) wie die Klinge haben will, dann schon.
Aber es kommt ja noch mehr dazu. Wenn man die Backen nicht nur kleben will, und das würde ich nie machen, muß man sie vernieten (es sei denn, man hat ein Punktschweissgerät, das über 12 bis 15mm dickes Material schafft). Beim Klingenmaterial heißt das, erst mal Stifte aus dem gleichen Material drehen. Das Material läßt sich außerdem noch relativ schlecht vernieten. Fällt alles bei VA-Stählen weg. Und auf "meinem" Schrottplatz liegt so viel, daß es nicht in Containern ist, sondern auf großen Haufen frei zugänglich. Das einzige Problem ist, das Material ist nicht immer gerade dann in den richtigen Abmessungen vorhanden, wenn man es braucht. Man muß schon etwas Vorratswirtschaft betreiben.
 

darley

Mitglied
edelstahlbacken

@ günther

warum müssen die stifte aus dem gleichen material sein?
wegen der optik?

kann man doch verdeckt anbringen.
ein paar kerben für den kleber reingedremelt und fertig.
denke ich mir jedenfalls so in meinem jugendlichen leichtsinn!

bernd
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Ist ja auch nur meine Ansicht, da ich mit genieteten Backen bisher noch keine Probleme hatte, mit gelöteten und geklebten schon. Auch bei verdeckten Stiften, die sich bei Schlagbelastung (runterfallen) gelöst hatten. Eine wirklich gute Metall auf Metall Klebung erfordert einen höheren Aufwand als eine Nietverbindung. Und da ich sowieso jeden Samstag auf dem Schrottplatz bin, während meine Frau einkauft...
 

luftauge

Mitglied
Guenter Du Glücklicher !
Ich muss jedesmal das kleine Berggeschirr mitnehmen, wenn ich zum Schrott gehe, dafür habe ich den Stahlschlüssel jetzt auch immer mit dabei, da liegt meist mehr drin, als man sonst annimmt, wenn man Glück hat, steht wirklich noch die Stahlsorte drauf, ich hoffe noch auf 4528 !

Gruß Andreas
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Oder 1.4535. Aber die beiden Sorten kann man auch recht gut mit dem Magneten identifizieren.

Es ist auch nicht so, daß ich nie solche verdeckten Stifte mit Verklebung benutze. Bei anderen als Metallbacken fast immer: Sackgewinde M4 oder M5 in die Backen, Gewindestifte M3 oder M4 als Stifte. Löcher mit Flüssigmetall füllen, übrige Backen mit 2-Komponentenkleber einstreichen und drauf. Das Flüssigmetall verbindet die beiden Gewinde wie verschraubt. Würde sicher auch bei Metallbacken halten, ist mir aber unsympatisch und funktioniert erst bei einer Dicke der Backen über 5mm vernünftig.
Eine Klebstelle sollte immer mindestens so viel aushalten, wie das schwächere Material. Das ist bei Metall-Holz-Kunstoff-Verbindungen mit modernen Klebern relativ leicht zu erreichen, optimale Metall-Metall-Verbindungen erfordern eine sorgfältige Klebstellenvorbereitung und genaues Warmaushärten.
 

Silkcut

Mitglied
Ich schmeiß mich weg,
alles was ich verbaue ist aus dem Schrott (von V2A bis V4A etc.), dazu ein paar cm Schweißdraht vom WIG-Schweißer zum Vernieten und gut is.
Meine Messer sind zum Gebrauchen und nicht für den Sammler.