"Durchlauf" Sammler

El Dirko

Mitglied
Mir ist aufgefallen das einige Mitglieder enorme Mengen an Messern kaufen, und sie anschließend recht schnell wieder verkaufen.

- Ist das eine Fase die mir noch bevorsteht?
- Steht dahinter von vorneherein der Wunsch möglichst viele Messer mal besessen zu haben? Also eine "besondere" Form des Sammelns.
(z.B. um Fotos von den Messern zu machen)
- Andere Gründe?

Gruss
El
 
Zuletzt bearbeitet:

Hocker

Mitglied
....tja, so einer bin ich wohl.:hmpf:

Das ganze ist mehr so die Suche nach "dem" Messer.
Setzt natürlich eine angemessene Testreihe voraus...., es bleibt aber auch was hängen.

Und nicht zuletzt ist es auch eine Frage des Geldes. Wenn Messer nicht das einzige Hobby, sind muß ab und zu das Budget "saniert" werden.

Hocker:cool:
 

pick-up

Mitglied
bei mir war es so bevor ich meinen sammelweg gefunden hatte.
ich habe mir ein messer gekauft, weil ich supertoll fand. als ich es dann besaß, habe ich absolut nichts aufregendes an dem messer mehr gefunden...also weg damit und was neues her.

nun ist es so , das ich versuche meinen stock zu vergrößern. es kann auch hier mal vorkommen, das man sich verkauft, aber dann gehts meist richtig ins geld, also wird man auch vorsichtiger:glgl:


aber einerseits muß ich deiner frage recht geben, mir fallen auf anhieb 2 leute im forum ein, wo recht viel ge- und verkauft wird. aber ich denke , damit muß jeder selbst klarkommen;)
 
F

filosofem

Gast
Ich behalte nur Messer von denen ich absolut überzeugt bin. Alles andere fliegt raus. Leider merkt man das manchmal erst, wenn man das Messer ein paar Wochen im Gebrauch hatte.

Oder es fliegen Messer raus, wenn eine ungeplante Anschaffung ansteht. ;)
 
Bin so ein solcher "Durchlaufsammler".


Meine Motivation ist ganz banal:

Ich freue mich eine Weile an einem schönen Stück und kann dem Reiz eines anderem schwer widerstehen.
Da nur ich eine überschaubare Menge mein Eigen nennen möchte wird halt öfters gewechselt.

Mein einziges Stamm-Messer ist mein Spyderco, das war mit im Everest Base Camp und ist als Einziges bisher mit meinen Intitialen graviert.
 

mactheknife

Mitglied
Gutes Thema.
Ist mir auch aufgefallen.
Ich denke, es liegt hauptsächlich daran, wie man seine Sammlung versteht.
Wenn im Vordergrund "haben wollen" oder anders ausgedrückt Messersucht (siehe auch einen uralten Beitrag von mir unter Suchen), werden die Teile schon aus Kostengründen zu "Durchlaufposten".
Auch wenn die nötige Sammelerfahrung fehlt und man noch zu oft in die Scheisse greift bei der einen oder anderen Neuanschaffung, führt das zum raschen Wiederverkauf. Ich kaufe jedenfalls kein Messer mehr -egal von welcher Firma oder "Super-Maker" ohne es vorher gefingert zu haben.
Auch betrachte ich meine Sammlung inzwischen eher als eine Dokumentation von Messertypen/formen inklusive Zeitgeschmack.
Auch die Suche und Illusion nach dem "perfekten, einzig Wahren" ist nach gut 8 Jahren Sammeln nicht mehr vorhanden.
Ich kann mich inzwichen auch mit den kleinen Fehlern und Macken einiger Sammelmesser abfinden und mich trotzdem dran freuen.
Ein Satz, den ich unlängst auf Bladeforums las, traf meine Erfahrung -besonders wenn man wie ich fast ausschließlich Folder sammelt - voll und ganz. Sinngemäs sagte er etwa Folgendes:
man sollte alle Klappmesser ungeachtet des Verschlusses (Axis, Liner, Frame, Backlock, Buttonlock etc.) im Gebrauch wie ein Sliplock benutzten , dann gibt es keine Entäuschungen. Für Alles andere gibt es Fixed.
Wahre Worte von einem Kenner.

PS: wie ich gerade fetsselle, geht das Archiv leider nur 1 Jahr zurück. Besagter Thread zur Messersucht ist also nicht mehr vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet:

birkensee

Mitglied
Tja in der Tat ein spitzen Thema! :super:

Aber es soll ja auch Leute geben, die kaufen kaufen und kaufen und behalten 90% der Messer...:D

Aber auch bei denen wird die Frage nach der Finazierbarkeit und des Nutzens der Messer irgendwann wie eine kalte Dusche über sie herein brechen. Und sie werden erwachen.... :eek:

Ich hoffe noch auf solch eine Dusche! :irre:

Gruß Stefan
 
T

Thomas Spohr

Gast
Der Sammler der Gattung „Durchlauf“ bringt anderen doch nur Vorteile. Erst dem Händler seinen Gewinn, dann den Forumsmitgliedern Fotos und Erfahrungsberichte und letztlich dem Secondhand-Käufer das Schnäppchen. Ich wünschte es gäbe mehr davon. :)

Thomas
 

El Dirko

Mitglied
Danke für die Antworten.
Um keine Misverständnisse aufkommen zu lassen, ich bewerte das nicht. Durchlaufsammler klingt vielleicht etwas negativ, so ist es aber nicht gemeint.
Mich wundert es nur etwas, wenn gerade sehr teure Messer kaum gekauft gleich wieder zum Verkauf stehen. Ich überlege mir sehr lange ob ich mich von einem Messer wieder trenne. Daher nehme ich an das die Herangehensweise ans "Sammeln" bei diesen Mitgliedern eine andere ist.
 

crashlander

Premium Mitglied
Ich bin kein großer Durchlauferhitzer. Ich habe (zumindest nach meiner Einschätzung ;) ) nicht besonders viele sehr teure Messer, darum ist mein Budget doch einigermaßen im Toleranzbereich und bei einer Neuanschaffung keine Finanzspritze notwendig. Zwar hab ich schon mal zwei Handmades wieder verkloppt, doch da waren auch mehrere Faktoren und ungewöhnliche finanzielle Belastungen im Spiel.

Und da ich wie schon in einem anderen Thread erwähnt die meisten Messer auch nutze sind sie natürlich nicht mehr NIB und der Wiederverkaufswert sinkt drastisch. Wenn z. B. ein MT Socom Elite einen Neupreis von € 250 hat und man es eine Weile benutzt, bekommt man vielleicht noch € 180 dafür. Und da lohnt sich ein Verkauf dann einfach nicht mehr. Für einen selbst hat das Messer noch den gleichen Wert, aber nicht im Wiederverkauf.
 

ge2r

Mitglied
Original geschrieben von crashlander
Für einen selbst hat das Messer noch den gleichen Wert, aber nicht im Wiederverkauf.

Genauso geht's mir auch. Ich finde normalerweise erst nach einigem Gebrauch heraus, ob mir ein Messer gefällt oder nicht. Sehr oft verändert sich mein ursprünglicher Eindruck stark, manchmal entwickelt er sich ins Gegenteil.

Wenn dieser Moment gekommen ist, zeigt das Messer erste Gebrauchsspuren, ist unter Umständen bereits nachgeschärft, und ich könnte es nur noch zu einem Bruchteil des Kaufpreises wieder an den Mann bringen.

Dann wandert es halt in die Schublade, zu den anderen, denen das gleiche Schicksal wiederfahren ist. So wird man unbewusst und eigentlich gegen seinen Willen zum Sammler.:irre:

Manchmal erleben diese Messer später ein Erwachen aus ihrem Dornröschenschlaf. Aber das ist eine andere Geschichte :rolleyes:
 

WalterH

Mitglied
Meine Erfahrung:

1. Stufe: Ich komme ins Forum auf der suche nach einem guten Taschenmesser. Mir werden drei empfohlen und ich kaufe alle drei. Bis ich alle drei hatte verging ein halbes Jahr.

2. Stufe: Man bleibt am Thema Messer hängen, informiert sich, schreibt viel, liest viel ... sonst passiert allerdings nichts. Dauerte auch ca ein halbes Jahr.

3. Stufe: Man fühlt sich informiert, weiss so ungefähr was man will und fängt an zu kaufen! Hier mal, da mal und bis man schaut ist der Gegenwert von 2 Wochen Italien in der heimischen Schublade. Man fängt so langsam an, wieder zu verkaufen. Manche Messer waren eben doch nicht so toll, man war doch nicht so gut informiert wie gedacht, der Geschmack ändert sich mit zunehmender Beschäftigung mit dem Thema ... Dauerte bei mir länger als ein halbes Jahr. ;)

4. Stufe: Man weiss, was man will. Die Käufe werden seltener, aber teurer. Production-Folder werden mehr und mehr uninteressant: Alles, was man je zum Schneiden brauchen wird hat man schliesslich schon. Im Vordergrund steht jetzt das Thema "Kunsthandwerk" und Custom-Messer werden ernsthaft interessant ...

Ich komme gerade so an der 4. Stufe an. Das Thema "Selbermachen" klopft auch schon an die Tür. 2 Schmiederohlinge liegen rum, ein Stock-Removal Versuch, eine gekaufte Klinge ... aber das gehört in einen eigenen Thred. :D

-Walter
 
WalterH, Du hast meine Intensionen auf den Punkt gebracht!!!

Nur da ich in den letzten 18 Monaten einen Gegenpol zu meiner beruflichen Anspannung brauchte (IT-Branche) ging es bei mir etwas schneller, bin nun bei Selbstbau-"Planung" angelangt.

Habe nun ein Stück BG42 300x50x5,2mm in der Schublade liegen und darin schlummern diverse Messerentwürfe und............plötzlich bin ich gelassener.

Wenn nur das viele tote Kapital in der Schublade wieder zu Geld zu machen wäre ;-)


Euer

"Durchlaucht" Klaus
 

El Dirko

Mitglied
Diese Stufentheorie gefällt mir! Das kommt ungefähr hin denke ich, wobei auch die Reihenfolge 1. 2. 3. 2. 3. 2. 3. .... vorzukommen scheint. :p:
Nun muss ich nur noch erfahren wie ich die letzte Stufe zur Glückseeligkeit erreiche. :D

Nochmal zum Durchlaufen bzw. weitergeben:
Momentan wird ja wiedermal besonders viel angeboten, finde ich.
Kann es sein, dass ein Sammler durch den Verkauf einiger Stücke so eine Art Kettenreaktion ausgelößt hat? :D *Ist nur so ein Eindruck. GG*



Gruss
El
 
Zuletzt bearbeitet:

darkblue

Mitglied
Die Stufentheorie von Walter finde ich ebenfalls klasse. :super:

Im Prinzip ist es mir ganz ähnlich gegangen, allerdings mit etwas differenzierenden Zeitspannen, was den Verbleib in den einzelnen Stufen betrifft.

Nun, ich befinde mich ebenfalls im Anfangsstadium der Stufe 4, was auch bei mir zu verstärkten Verkaufsaktionen führt.
Der Gedanke an den eigenen Schmiedehammer ist mir allerdings noch ziemlich fremd.

Aber wer weiß, wie das in einem halben Jahr aussehen wird. :confused:
 
F

filosofem

Gast
Original geschrieben von neo
also am extremsten fällt mir da der filosofem auf!

Wird jetzt hier schon durchgekaut wer was wieso verkauft? :rolleyes:

Aus bestimmten Gründen ist mir die Lust an diesem Messer vergangen. Warum das so ist, werde ich sicher nicht im Forum breittreten.

Mir ist es übrigens ziemlich egal, wer welches Messer wieso und wann verkauft.