Dreharbeiten in der Lindenschmiede

felix49

Mitglied
Lieber Lindenschmied
Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Vorstellung:super:
Eine Frage hätte ich :
Du schärfst den Sax nach dem Härten an einem Schleifband, wobei ein ziemlicher Funkenflug zu beobachten ist. Zwischendurch kühlst Du die Klinge nach Gefühl.
Nun schreibt Roman Landes in seinem Buch "Messerklingen und Stahl" über das Schärfen von Messerschneiden unter anderem auf Seite 136, Zitat: "Ein regelmässiges Eintauchen in ein Wasserbad beim Schleifen an einem trockenen Band reicht nicht aus. Merke: Wenn die Klinge fühlbar warm wird, ist es schon lange zu spät !"
Siehst Du das anders, oder ist ein Härteverlust bei historischen Klingen nicht so wichtig?
Gruss Felix
 
Vor allem erzähl mal was über die verwendeten Stähle, wie du die verzahnte Schneidlage gemacht hast (geschliffen oder gefräst wenn ich richtig gesehen habe) und ob die klinge einen Kern hat usw.
 

JostS

Mitglied
Hallo Peter -
jetzt bist Du sicher für die nächsten MA- und Lederschlappen-Produktionen als Schmied gebucht ... ;)
Sehr schöner Film:super:
Herzliche Grüße aus Stuttgart,
Jost
 

pocke210

Mitglied
Super! Zur Abwechslung mal ein recht sympathischer Beitrag, der den Fachmann reden lässt ohne Wissen vorzugaukeln. Interessant aber: Was weggeschliffen wird, ist unwiederbringlich weg! :staun: :D
Trotzdem dufte, auch der Peter!
 

Claymore

Mitglied
Nuuun,


vielen Dank für die Blumen.....:cool:
Hatte soviel um die Ohren, daß ich erst jetzt wieder dazu komme hier mal wieder reinzuschauen.

Hier noch eins:
Vielen Dank an die Mitarbeiter von Janus TV, allen voran Stephi Böhle und Ihr Team. Super Arbeit von euch vielen Dank :super:



Mal sehen daß ich alle Fragen beantworte und nix vergesse......

Fehler sind mir jetzt nicht so aufgefallen.
Das eine oder andere vielleicht, nun ja kleine Fehler gibt es immer und überall, nobody is perfect.
Das kann aber auch daran liegen, daß ich vor dem Fernseher saß mit einem Ogottogott Gefühl hoffentlich komme ich nicht zu doof rüber :eek:
Nun ja hat ganz gut gepasst. Aber sich selbst im Fernseher zu sehen, (einfach schrecklich.....)





Anspruch an eine historisch korrekte Ausführung erhebe ich keine.
Viel wichtiger war mir meine eigenen Ideen mit einfließen zu lassen.
Deshalb: Ist es meine Interpretation einer historischen Sax aber kein Nachbau. !

Das Hacken macht meiner Sax weniger aus, das nicht saubermachen danach schon mehr. Aber das habe ich mit Öl und feiner Stahlwolle wegpoliert.
Die Schneide ist eh unbeschädigt. Minimale Spuren im Ätzbild an der Schneide bleiben drin, die Adeln die Klinge.



Sehr, sehr, schön!
Machst Du sowas öfters? -Das Kommentieren? Kein Stottern, kein wischi-waschi. Wohl ein Naturtalent!

Mach ich...
immer wieder Schmiedekurse. Frei reden vor 5-6 leuten, oder auf Ausstellungen.
Und mehrere Jahre Erfahrung als Referent (softwareschulungen) helfen da natürlich auch.



Schärfen mit Funkenflug ? daran kann ich mich nicht erinnern.
Das wobei die Funken fliegen meiner Einnerung nach war das beischleifen der Klingenseite.
Da hat die Klinge aber noch mehrere mm dicke.
Und Trocken war das Band auch nicht.
Das eigentliche Schärfen habe ich ich auch am Band gemacht aber bei langsamster Geschwindigkeit mit völlig genässtem Band.



Was passiert nun mit diesem wunderschönen Messer? Verkaufen? Ausstellung?

Nun...
wenn der Preis stimmt :steirer:
ansonsten bleibt es bei mir.....:):)

Vor allem erzähl mal was über die verwendeten Stähle, wie du die verzahnte Schneidlage gemacht hast (geschliffen oder gefräst wenn ich richtig gesehen habe) und ob die klinge einen Kern hat usw.

Ojeee
das kann ich nicht, das muss ich skizzieren und hier einstellen.
ansonsten wird es zu unübersichtlich.
Ich bereite dann mal was vor.....;)



Unnnnd

es kann sein, daß das ein Nachspiel hat, bzw. eine Ergänzung kommt.
Was genau, da bin ich noch am Überlegen, :D habe zwar viele aber noch keine zündende :ahaa: Idee.



vielen Dank an alle für die Beiträge


viele Grüße

Peter
 
G

gast

Gast
Ich bin sprachlos!

Bravo, Bravo, Bravo!

Auch aus der Oberpfalz ein dickes, grosses Super, Super, Super und vor allem meine Ehrerbietung für die meisterliche Kunst! Ein traumhaftes Stück!

Ein wahrer Meister!

Ein Meister ergibt sich nicht aus Prüfungen, Kursen und Zertifikaten, sondern aus der Erscheinung und der Qualität seiner Arbeit! Diese Vorführung der Entstehung des "Sax" ist ein Paradebeispiel dafür!


MfG

Ingo