Dicker Ding - Der letzte Entwurf

Liebe Mitsüchtigen,
Was sagt denn ihr zu dem Entwurf:
buschmesser.jpg

Klingenstärke 5mm
Klingenlänge 190mm
Grifflänge 115mm
Die Fläche am Klingenrücken wird zum 'Holzpalten' "scharf". Die Daumenrampe bekommt ne Riffelung und wird an der kompletten Kante angefast.
Der Griff wird aus schwarzem Leinenmicarta und nem Milimeter rotem Papiermicarta zwischen Erl und Leinenmicarta.
Befestigung: Torx - Linskopfschräubsken mit Loctite ohne Verklebung
Kydex wäre für die Scheide natürlich die erste Wahl nur hab ich damit noch nie gearbeitet und hab keins da. :(
Also aus Leder und zwar schwarzes Blankleder mit roter Naht und einer Schlaufe für an der Seite zu tragen und einer Schlaufe für hinten quer zu tragen - alle beide sind mit Beiltaschenknöppen zu öffnen und zu schließen damit ich auch beim Klettern nicht den Gurt aufmachen muss, was mitten in Route hinderlich wäre! :steirer:
Ich werde es hauptsächlich benutzen um Feuerholz zu machen und das allmorgentliche Brötchen zu erlegen. Ansonsten werd ich den Wald ein bischen aufräumen und reparieren gehen ;) wenn ich es schonmal hab.
Also was sagt ihr zu dem ganzen Projekt?
Was würdet ihr verbessern, anders gestalten etc.?
Je früher ihr mir antwortet, desto früher bin ich auch fertig und desto früher seht ihr das Endergebnis! :super:
Grüße
Leo
 

Annihilator

Mitglied
Moinsen,
also wenn du den Rücken zum hacken nehmen willst,
würde ich den Griff anders gestallten.
Symetrisch, so das das Messer bei beiden Haltemöglichkeiten gut in der Hand liegt.
Persönlich würde ich den Rücken abrunden und nur die Primärklinge
einsetzen.
Welchen Stahl willst du verwenden?
 

Wulfher

Mitglied
Moin
Holzspalten mit dem Klingenrücken? Hast Du das schon mal Versucht? Für Mich Wäre das ein Unangemessener Kraftaufwand und ich würde das Holz eher Mittels Batoning Spalten.Wie schon Gesagt ist die Grifforn auch nicht Ideal das Messer mit der Schneide nach Oben zu Führen.Ich Würde den Klingenrücken nicht Schärfen und Falls ich Holz Spalten muß die Hauptschneide Verwenden,damit hab ich die Besten Erfahrungen Gemacht.

Gruß Wulfher
 
Vielen Dank schonmal für eure Antworten,
Stahl: SB1
Eine Primärklinge: Ja Batoning würde dann schon besser funtionieren, aber mit fast 4,5 cm klingenbreite, flach von 5mm auf 0 geschliffen kann ich nicht mehr spalten sondern nur noch schneiden.
Das Holz würde nicht auseinandergedrückt sondern durchgeschnitten wofür ich sehr viel mehr Kraftaufwand bräuchte.
Grifform: Da habt ihr Recht, da werd ich nochmal dabei gehen müssen. Vielleicht werd ich das einfach mit einem Osborne-Lanyard lösen.

Wenn das überwiegend für die "Holzbearbeitung" sein soll... warum dann keine Axt und zusätzlich ein kleineres Messer, welches perfekt für die Brötchen etc. "passend" ist?

Weil ich mir eine Axt nur ungern an den Klettergurt hängen möchte. Sowas zieht ungemein Richtung Erdmittelpunkt. :hmpf:
Grüße Leo
 
Zuletzt bearbeitet:

wesswein

Mitglied
Hallo ... ich würde auch auf den scharfen Klingenrücken verzichten, für feine Arbeiten fasse ich mein Messer sehr oft am Klingenrücken an... einen balligen Anschliff ... noch eine Befestigungsmöglichkeit für eine Fangschnur ...

mfg
wesswein
 

Wulfher

Mitglied
Moin
Jo bei der Klingenbreite Bietet sich ein Balliger Anschliff auf Null an,dann Kannst Du Schneiden und Spalten.Ist Meiner Meinung nach auch Besser Geeignet für die Angestrebten Waldarbeiten sonst bist du Ständig am Nachschärfen.

Gruß Wulfher
 
Nochmal Danke an alle, :super:
Bezüglich der Klingengeometrie bin ich beratungsresistent: Die Klinge hab ich entworfen und die bleibt so :irre:
Den Griff werd ich aber mal überarbeiten und vorzeigen. Das wird so im Laufe der Woche passieren.
Bis dann Leo
 

less

Mitglied
Hallo Leo,
auch wenn Du beratungsresistent bist, hier trotzdem meine Meinung zu dem Entwurf:
Die Rückenschneide würde ich weglassen.
Statt dessen im Haubereich (sweet spot, vorderes Drittel der Klinge) die Geometrie etwas verstärken. Es reicht für mich hier an der Schneidfase noch etwa 1mm Material stehen zu lassen. Damit ist dieser Bereich extrem stabil und Du kommst noch "zwischen die Fasern" des Holzes. Das wird mit deinem angedachten Rückenkeil kaum möglich. Zudem kannst Du (wie schon angesprochen) nicht mehr auf den Rücken klopfen.
Der Griff hat für mich bei der jetzigen Rückenschneide eine zu ausgeprägte Knaufnase, das wird unbequem beim "umgedrehten" Arbeiten.
Die Klingenspitze finde ich (ohne Rückenschneide) gut gelöst.
Bei so großen Messern mache ich mestens kein Ricasso, ähnlich wie bei einem japanischen Küchenmesser kann dann der Klingenabsatz am Griff als Spitze zum fein Arbeiten genutzt werden. Die echte Spitze ist dafür zu weit vorn (Bei deiner Rückenklinge ist ein vorgreifen der Hand zur Spitze auch nicht möglich).Die Schneide wäre mir im Druckschnittbereich (direkt vor dem Griff) zu weit vom Griff entfernt, bei sehr großem Krafteinsatz "wackelt" dann die Hand.

Das sind zumindest die Kriterien nach denen ich einen guten (für mich) Messerentwurf beurteilen würde.Das ändert sich aber im Laufe der Zeit.

Ich bin gespannt was bei deinem Projekt herauskommt und hoffe Du zeigst es uns!
less
 
Zuletzt bearbeitet:

enrico

Mitglied
Hallo Leo,
Der Griff hat für mich bei der jetzigen Rückenschneide eine zu ausgeprägte Knaufnase, das wird unbequem beim "umgedrehten" Arbeiten.

Genau das wird das Problem werden bei der derzeitigen Griffkonstruktion. Gerade wenn Du das Teil in einem Baum hängend verwenden möchtest, würde ich das ganze Projekt sehr einfach gestalten - sprich: Rückenschneide weg! Hacken und Schneiden ohne Griffwechsel!

Gruß, C.
 

cheez

Mitglied
Du willst das Messer beim Klettern hinten quer am Rücken tragen?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das mit großem Abstand die dümmste Idee, die ich hier seit langer Zeit gelesen habe. Da ist bei einem Sturz die Querschnittslähmung vorprogrammiert.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir überlegen würde, wie ich so ein Messer vernünftig sichere (eine Fangriemenöse fehlt ja offensichtlich), damit es meinem Sicherungspartner nicht im Kopf stecken bleibt, wenn es mal runterfallen sollte.

Keno
 

Timm

Mitglied
Moin,

Also was sagt ihr zu dem ganzen Projekt?
Was würdet ihr verbessern, anders gestalten etc.?

Bezüglich der Klingengeometrie bin ich beratungsresistent: Die Klinge hab ich entworfen und die bleibt so :irre:

Irgendwie passen die Bitte und die Aussage nicht so recht zueinander... ;)
Ansonsten sehe ich es wie die anderen, wenn schon so ein Messer zum Holzbearbeiten, dann mit einem balligen Schliff und ohne Rückenschneide.
Ausserdem möchte ich Keno unbedingt Recht geben, Messer im Rücken und dann Klettern ist das Ticket in den Rollstuhl.

Gruß,
Timm
 
Du willst das Messer beim Klettern hinten quer am Rücken tragen?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das mit großem Abstand die dümmste Idee, die ich hier seit langer Zeit gelesen habe. Da ist bei einem Sturz die Querschnittslähmung vorprogrammiert.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir überlegen würde, wie ich so ein Messer vernünftig sichere (eine Fangriemenöse fehlt ja offensichtlich), damit es meinem Sicherungspartner nicht im Kopf stecken bleibt, wenn es mal runterfallen sollte.

Keno

Um Gottes Willen. Beim Klettern kommt das Messer rechts an die Beinschlaufe und zwar senkrecht!
Ne Fangriemenöse kommt noch.
Ich werd jetzt den Griff überarbeiten.

Nochmal zu den Klingen: Ich will mit dem Rücken vor allem trockene, gesägte Bretter zum Anfeuern spalten und keine Scheite. Die Bretter sind nicht sehr lang deswegen ist Batoning nicht notwendig, wobei Batoning ja nicht unmöglich ist mit der Kante hinten. Wirklich scharf wird die nicht.
Beim Klettern wird nur die Primärklinge benutzt und nicht gewechselt.
@ Less: Ja dein Rat bezüglich Ricasso und "Wackeln" werd ich mir merken. :super:
@ Timm: Ja ich weiß. Ich mach ja auch den Griff neu. Warum müsst ihr auch so auf meiner schönen Klinge rumhacken. :jammer:
Nein, im Ernst. Ganz vielen Dank für eure Ratschläge
 
Zuletzt bearbeitet:
So, ich habe fertig:

buschmesser1.jpg


Der unterste Punkt ist logischerweise die Öse.
Ich bin euch etwas entgegengekommen und hab die Daumenrampe größer gemacht. :steirer:
Bezüglich des "Wackeln" bin ich mit dem Griff näher Richtung Klinge bzw deren Verlängerung gegangen.
Bezüglich des fehlenden Ricasso ist es mir zu heiss, dass ich mir ohne Fingerschutz lustig den Zeigefinger amputiere.
Habt ihr jetzt noch etwas anzumerken?
Leo
 
Zuletzt bearbeitet:

porcupine

Super Moderator
Möchte nur ganz bescheiden was klugsch***en", weils hier schon mehrfach falsch zu lesen war:
Das Hämmern auf den Klingenrücken mittels Schlagholz etc. heißt Batoning.
 

less

Mitglied
Hallo Leo,
wenn Du schon fragst...
Ich bin kein Freund von symetrischen Griffen, ich möchte gerne rein taktil wissen wie die Klinge steht wenn ich den Griff fasse. Das lässt sich aber auch durch eine unsymetrische Umfangsgestaltung (Eiförmig etc) erreichen.
Der Übergang am Knauf wäre mir etwas zu scharf, ich mag es am Griff lieber ganz rund und weich.
Aber das ist ja nur meine Meinung.Du kannst Dir deine Ansicht nur bilden indem Du Messer machst und diese auch benutzt. Und zwar nicht nur im Garten sondern auch mal in Stresssituationen (Feuer-kleinholz machen bei schneidendem Wind nach dem Eisbaden, im Dunkeln etc.) Da zeigt sich dann manches Messer das normal gut "funktioniert" plötzlich als problematisch. So habe ich für mich auch das "wackeln" als Problem erkannt. Das war bei normaler Nutzung nie ein Problem erst im Dunkeln, Schneeregen, feuermachenwollen: Mit grobmotorischen, steifen Händen wackelte das Messer ganz enorm. Im Normalfall hatte ich das wohl stets unbewußt kompensiert.
Lange Rede, kurzer Sinn.
Man lernt nur durch Fehler.
Ein perfektes Messer durch Ratschläge Anderer zu Schaffen halte ich füs sehr sehr unwahrscheinlich, jeder ist ja anders.
Ich bin sehr gespannt auf das Messer und hoffe Du zeigst es uns mal wenn es fertig ist!
Frohes Schaffen!
less
 
Genau less, ich fang es jetzt an und wenns scheiße ist werd ich nochmal dabei gehen oder nen neues machen.
Ihr werdet von mir hören...
Nocheinmal danke für eure Ratschläge und Befürchtungen und so :super:
Bis dann Leo