Dicke Nitrilhandschuhe mehrfach verwendbar?

Stahlophil

Mitglied
Hallo!

Nachdem ich jetzt die SuFu und ganz allgemein das Internet schon öfter ohne konkrete Antwort bemüht habe, hier mal direkt an die Spezialisten gefragt: Sind dicke Nitrilhandschuhe mehrfach verwendbar? Besonders im Zusammenhang mit Epoxid?
Mit dick meine ich die Teile die ungefähr doppelt so dick sind wie gewöhnliche Haushaltshandschuhe, im Baumarkt als chemikalienbeständig verkauft werden, so ca. 8 Euro kosten und eine Durchdringzeit von über acht Stunden haben.
Da ich, wie wohl viele hier, öfter mit Epoxid in kleineren Mengen zu tun habe würde mich die Lösung dieser Frage schon brennend interessieren. Man hört da durchaus Unterschiedliches.
Meine verarbeiteten Mengen und Expositionszeiten (Messergriffe, u.s.w.) sind in der Regel so klein b.z.w. kurz, daß es mich schon nerven würde mir deswegen jedes mal neue Handschuhe kaufen zu müssen. Andererseits geht die Gesundheit natürlich immer vor. Denn bei der Griffmontage landet manchmal doch schon einiges auf den Handschuhen.

Beste Grüße...
 
Zuletzt bearbeitet:
Je dicker der Handschuh, desto schlechter kann man damit handtieren. Die Reste des Klebers müßtest du schon vollständig mit Alkohol und Lappen entfernen, um einen festen Handschuh mehrfach zu verwenden.
Einfache Einmalhandschuhe aus Latex oder Vinyl kosten ca. 5 Euro pro 100 Stück. Für den Preis eines festen Handschuhpaares kannst du also ca. 100 Mal mit Kleber rumsauen und die Einmalhandschuhe wegwerfen. Ich denke letzeres ist sinnvoller. Außerdem hat man in den dünnen Einmalhanschuhen wesentlich mehr Gefühl.

PP
 

Stahlophil

Mitglied
@PP
Billige Einmalhandschuhe aus Latex und Vinyl sind schutztechnisch in puncto Epoxid nur leider komplett untauglich. Die Durchdringzeit liegt bei ca. 2 Minuten. Da kann ich gleich ohne arbeiten.
Mit den dicken Nitrilhandschuhen komme ich eigentlich ganz gut zu recht obwohl sie natürlich etwas steifer sind.
 
Dann zieh doch 2 übereinander, dann sinds schon 4 Minuten!

:D

Im Ernst, ich denke nicht dass wenn man was zusammenklebt, man wirklich länger als 2 Minuten mit den Fingern im Kleber rumschmiert, oder? Ich meine, man fügt die Teile zusammen, kontrolliert obs passt, entfernt evtl. Überschüsse, zwingt das Ganze zusammen und legt es beiseite. (So mache ich es jedenfalls) Da braucht man IMHO (!!!) keine Spezialhandschuhe mit ultralangen Durchdringungszeiten.

Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung... Ansonsten ist deine Frage so zu beantworten: Selbstverständlich sind dicke Nitrilhandschuhe mehrfach verwendbar, sofern du die Kleberrückstände von selbigen entfernst, ohne den Handschuh chemisch anzugreifen. Versuch mach kluch.
 

Stahlophil

Mitglied
@ PP

Danke für deine Antwort.
Klar geht die Montage manchmal schnell von der Hand. Allerdings gibt es ab und zu auch schwierige Fälle bei denen etwas hakt. Gerade auch bei zusätzlich anzubringenden Schraubnieten, u.s.w.. Dann habe ich keine Lust 3 mal die Handschuhe mit kleberverschmierten Fingern zu wechseln.
Außerdem: Sicher ist sicher. Genauer betrachtet ist Epoxid ja bekanntlich ein Sauzeug. Hab keinen Bock auf eine Allergie und/oder Schlimmeres...
 
Zuletzt bearbeitet:

Erka

Mitglied
@Stahlophil: Wenn deine Familienplanung schon abgeschlossen ist, musst du dir wenigstens um eine der Wirkungen von Bisphenol-A keine Sorgen mehr machen :hmpf:
Du hast oben eine Durchdringzeit von 2 Minuten für die dünnen - und in der Tat für diese Verwendung (wegen Aufweichung der Haut) eher gefährlichen - Latexhandschuhe genannt. Hast du zufällig auch eine Angabe zu dünnen (Einmal-)Nitrilhandschuhen gefunden?
Auf deine eigentliche Frage habe ich leider auch keine Antwort.
[Edit:] Allerdings vermute ich, dass die einzelnen Bestandteile der Epoxidmischung unterschiedlich schnell durch das Handschuhmaterial dringen können, und somit nicht mehr wie in der ursprünglichen Mischung reagieren und aushärten. Dann blieben giftige Bestandteile auch über einen langen Zeitraum im / an der Innenseite des Handschuhs und eine mehrmalige Verwendung der Handschuhe wäre ungesund! :teuflisch
-> also, wie auch Peter49 unten aus seiner Praxiserfahrung empfiehlt: Immer Nitrilhandschuhe (ggf. kombiniert mit Latex) verwenden, Handschuhe nur einmal benutzen und dann wegwerfen!
[/Edit]

Grüße
Rainer
 
Zuletzt bearbeitet:

Stahlophil

Mitglied
Hi Rainer!

Für die Einweg-Nitrilhandschuhe hab ich jetzt gerade nix anzubieten. Die Durchdringzeit läßt sich mit etwas Mühe aber sicher irgendwo recherchieren. Wenn die ausreichend hoch wäre, stellt es wohl auch eine vernünftige Alternative dar. Ich guck und hör mich mal um. Solltest Du Angaben finden bitte gleich posten!!!

Was meine Familienplanung angeht: Ich bin zwar nicht mehr blutjung, aber eigentlich hatte ich da noch einiges vor....:D
Auch deswegen interessiert mich das Thema. Grund zur übertrieben Besorgnis sehe ich zwar nicht, bin ja kein Boots- oder Flugzeugbauer der quasi täglich bis zum Hals drin planscht, aber ich bade doch nur ungern meine Hände in BPA und anderen Giften wenn's sich besseren Wissens vermeiden ließe. Wenn ich's mir aussuchen kann trinke ich ja auch lieber aus BPA-freien Flaschen!
Man bekommt auch unwissentlich schon genug Chemie ab. Da mache ich mir zwar auch keinen sonderlichen großen Kopf - hilft ja eh nix-, nur freiwillig muß ich mir den Dreck ja auch nicht in größeren Einzeldosen reinpfeifen. Ist ja schließlich kein Genußgift! ;)

Und @PP, was die gründliche, rückstandslose Reinigung von dicken, wiederverwendbaren Nitrilhandschuhen angeht: das ist wohl nur in der Theorie möglich.
In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu wissen ob die Einzelwirkstoffe, die nach 8 Stunden den Handschuh durchdrungen haben, irgendwann ausreagieren oder den Handschuh denn doch verseuchen und unbrauchbar machen.
Es gibt Betriebe die auch die dicken Handschuhe täglich entsorgen. Allerdings verbauen die das Epoxid auch in etwas anderem Maßstab und die Jungs würden die selben Handschuhe am nächsten Morgen sonst gleich wieder anziehen. Das wäre auf Dauer natürlich unklug.

Für weiter Infos von Experten wäre ich dankbar....
 
Zuletzt bearbeitet:

Stahlophil

Mitglied
@ Andreas:

Mahlzeit!

Sorry, aber dein Beitrag ist absolut zweckfrei.
Klar, wenn man nicht gegen einen Baum fahren will kann man auch aufs Autofahren verzichten, eine wirklich alltagstaugliche Lösung stellt das aber nicht dar.
Ich baue Messer, deshalb benutze ich auch Epoxid. Ganz einfach wegen der vielen Vorteile die es hat. Vor seinen Nachteilen versuche ich mich einfach so gut es geht zu schützen.
Schon deshalb um es weiterhin benutzen zu können. Mit einer Allergie würde das nämlich schwierig.
Viele Lackierer dachten früher auch es wäre kein Problem sich mit Verdünnung regelmäßig die Hände zu waschen. Passiert ja auch erst mal nix. Bis man dann eines Tages seinen Ausweis zu rate ziehen muß um zu erfahren wo man wohnt und wie man heißt. ;)

Beste Grüße...
 
Zuletzt bearbeitet:

Erka

Mitglied
Auch als gelegentlicher Hobby-Anwender kann es nicht schaden, sich Gedanken über die Sicherheit beim Umgang mit Epoxi zu machen. Früher war ich da auch etwas sorgloser (da wusste ich aber auch noch nicht, was da Leckeres drin ist).
Ich persönlich schaffe es jedenfalls nicht regelmäßig, ohne jede "Sauerei" mit Epoxid zu arbeiten. Irgendwo bleibt doch meist etwas hängen und verschmiert sich dann...
Wenn man auf Nummer sicher gehen will, dann bleiben wohl wirklich nur die dicken (und teuren) Nitril- oder Butilhandschuhe, die dann nach Gebrauch zu entsorgen sind.
Mein Kompromiss ist, dass ich Nitril-Einmalhandschuhe verwende, und davon ausgehe, dass diese bei kurzem Einsatz einen akzeptablen Schutz bieten. Ich klebe ja keine 8 Stunden.
Die Einmalhandschuhe bekommt man auch in 0,2 bis 0,25 mm Stärke (statt der üblichen 0,1 - 0,12 mm) für rund 10 EUR / 25 Paar. Da lässt sich das Wegwerfen nach Gebrauch noch halbwegs verschmerzen.

Viele Grüße und sicheres Arbeiten
Rainer
 

sepp

Mitglied
Um die Reinigung der Nitrilhandschuhe zu erleichtern sollte man evtl. Latexhandschuhe darüber ziehen. Damit es besser flutscht mit Creme oder ähnlichem schmieren. Hab es aber selbst noch nicht probiert,reine Theorie.
 

Erka

Mitglied
...Und wenns dann doch mal passiert, nimmt man den bereitgelegten Putzlappen ... und bereitstehenden Spiritus und putzt sich die nackten oder handschuhverpackten Finger ab.

Ich gebe zu: Das mache ich auch manchmal, weil es schnell geht.
Aber: In fast jeder Publikation dazu findet sich ein Hinweis, dass zur Hautreinigung keine Lösemittel verwendet werden sollen, "denn Lösemittel entfetten die Haut und bringen gelöste Stoffe tief in Hautfalten und Risse." (z.B. hier aus http://www.stocretec.com/107428_DE--Arbeitsschutzmaßnahmen.pdf)
Empfohlen werden Wasser und Seife bzw. übliche Handreinigungsmittel. Mit Seife braucht man viel Geduld...

Ach ja: Lt. BVH Info-Reihe 4 ist für Einmalhandschuhe keine Angabe der Durchbruchzeit vorgesehen, "da sie für den dauerhaften Gebrauch mit Chemikalien nicht konzipiert und gefertigt wurden".

Grüße
Rainer
 

Stahlophil

Mitglied
@Rainer: Danke für Deine produktiven Beiträge.
Das mit den dickeren Einweg-Nitrilhandschuhen ist vielleicht eine gute Sache. Werde mal dazu weiter recherchieren und Ergebnisse posten.
Hab da eine Idee wo ich evtl. verläßliche Infos über ihre Schutzwirkung herbekomme.

@Sepp: Dein Tipp mit Einweghandschuhen über den dicken Nitrilhandschuhen ist simpel aber clever. Mal ausprobieren...

@Luftauge: Du kannst es persönlich halten wie Du willst. Mit der Kritik an der Arbeitsweise und den Sicherheitsvorkehrungen anderer würde ich mich an Deiner Stelle allerdings etwas zurückhalten. Dein fettgedruckter Kommentar in puncto Allergien und Epoxid zeigt nur, daß Du dich mit dem Gefahrenstoff mit dem Du da hantierst noch nicht wirklich auseinandergesetzt hast.
Auch wenn man von Haus aus nicht allergisch auf Epoxid reagiert kann der Erwerb einer solchen Reaktion recht schnell gehen. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Der eine kann jahrelang panschen und merkt nichts, den anderen erwischt es schon nach ein paar Tagen. Dann bist Du unter Umständen erst mal für sechs Wochen krank geschrieben und kannst höchstwahrscheinlich nie mehr mit dem Zeug arbeiten.
Darüber sollte man bescheid wissen und zur Optimierung persönlicher Schutzmaßnahmen diskutieren. Genauso wie bei jedem anderen Gefahrenstoff.
Das es immer auch Alternativen und Verzicht gibt ist klar. Siehe Industriemesser. Die sind ebenfalls oft nur verschraubt. Wenn ich mit rostenden Stählen arbeite verklebe ich zusätzlich aber gerne.
Nichts für ungut...
Beste Grüße...
 
Zuletzt bearbeitet:

Geonohl

Mitglied
Warum dann kein anderer Kleber?

Vielleicht Birkenpech? Das hält Jahrtausende.
Wird aber auch einige potenziell Allergieauslösende Stoffe enthalten:argw:

Allerdings hab ich noch nicht verstanden wofür die Verklebung gut sein soll.
Es hält doch auch ohne. Einziger Vorteil, den ich sehen, ist die Rostverhinderung durch Abdichtung.
 

Stahlophil

Mitglied
@ Geonohl: Ist 'ne Qualitätsfrage. Epoxid ist das Haltbarste was man so kriegt. Zusätzlich verbessert sich nochmals Passform weil auch der kleinste Spalt geschlossen wird. Bei einer Montage mit Nieten, Schrauben, u.s.w., und zusätzlicher Verklebung wirst Du mit dem Griff niemals ein Problem kriegen. Auch nicht mit Rost.
Wie gesagt: Es gibt Alternativen. Die sind allerdings nicht immer gesünder.
Birkenpech wurde meines Wissens aber auch zur Wund- und Hautbehandlung eingesetzt. :)

Beste Grüße...
 

AchimW

Mitglied
Geonohl, ich hab mal bei meinem Werkzeughändler und im Baumarkt nachgesehen. Leider kein Birkenpech zu bekommen.

Nee, im Ernst, das Problem wäre für mich ein anderes: schon in der Sonne liegen lassen, insbesondere hinter einer Scheibe, kann das Zeug komplett aufweichen lassen. Bei Epoxy muss man da schon ganz schön heizen, damit sich überhaupt was tut. Außerdem ist die Klebefähigkeit überhaupt nicht vergleichbar.
 

Darth

Mitglied
Hallo,

wir nehmen die dicken Nitrilhandschuhe hier auf der Arbeit
auch öfters.
Zum Unterziehen haben wir hier diese dünnen Baumwollhandschuhe,
da kleben die Hände auch nicht am Gummi.
Den Kleber bekommt man eigentlich ganz gut weg wenn der durchgetrocknet ist.

Gruß
Darth
 

peter49

Mitglied
Guten Abend miteinander,

mal ganz wertfrei ein Beispiel aus der täglichen Praxis unserer Firma die sich ausschließlich mit der Verarbeitung von UP, VE und EP-Harzen befasst.

Also, bei Arbeiten mit Epoxidharzen.....

Pflicht = Nitrilhandschuh, normal dünn, Einwegausführung.
darüber Latexhandschuh gepudert, Einwegausführung.
Absolut keine Mehrfachbenutzung von Nitril.

Hierbei wird je nach Arbeit und Verschmutzungsgrad der Latexhandschuh sehr oft gewechselt da er die Standzeit des Nitrilhandschuhes lediglich verlängert. Wechsel der dünner Nitril 1 - 2x täglich. Dicke Nitril's haben sich nicht bewährt.

Empfohlen wird bei uns das schon von "Darth" erwähnte Unterziehen eines Baumwollhandschuhes.

Da mag mancher anderer Meinung sein, aber die Vorgehensweise hat sich bewährt, die Mitarbeiter sind dem Werkstoff gegenüber sensibilisiert und das Ganze ist mit maßgeblichen Kontrollbehörden besprochen.
Gruß
Peter49
 

Stahlophil

Mitglied
Hi Peter49, hi Darth!

Danke für Eure Beiträge.
Nachdem was Peter 49 aus seinem Arbeitsalltag berichtet, werde ich mir jetzt wohl auch Einweg-Nitrilhandschuhe holen. In Kombi mit Latex.
Sind im Zweifelsfall immer frisch und nicht gesättigt mit evtl. aktiven Einzelkomponenten des Harzes.

@Peter49: Wenn das bei Euch professionell so gemacht wird und von offizieller Seite abgesegnet ist, dann geht das für mich wohl schon dreimal in Ordnung.
Abgesehen davon, haben dünnere Handschuhe ja wirklich ihre Vorteile gegenüber den dicken Nitrilhandschuhen. Auch wenn ich mit ihnen ganz gut zurechtkomme.

Beste Grüße...
 

AchimW

Mitglied
Guten Abend miteinander,

mal ganz wertfrei ein Beispiel aus der täglichen Praxis unserer Firma die sich ausschließlich mit der Verarbeitung von UP, VE und EP-Harzen befasst.

Also, bei Arbeiten mit Epoxidharzen.....

Pflicht = Nitrilhandschuh, normal dünn, Einwegausführung.
darüber Latexhandschuh gepudert, Einwegausführung.
Absolut keine Mehrfachbenutzung von Nitril.

Hierbei wird je nach Arbeit und Verschmutzungsgrad der Latexhandschuh sehr oft gewechselt da er die Standzeit des Nitrilhandschuhes lediglich verlängert. Wechsel der dünner Nitril 1 - 2x täglich. Dicke Nitril's haben sich nicht bewährt.

Empfohlen wird bei uns das schon von "Darth" erwähnte Unterziehen eines Baumwollhandschuhes.

Da mag mancher anderer Meinung sein, aber die Vorgehensweise hat sich bewährt, die Mitarbeiter sind dem Werkstoff gegenüber sensibilisiert und das Ganze ist mit maßgeblichen Kontrollbehörden besprochen.

Gruß Peter49

Dazu hätte ich zwei Fragen:

- mit welchen Mengen Harz kommen die Leute täglich in Berührung?

- was wird damit gemacht/gefertigt?

Hintergrund ist der: der durchschnittliche Messermacher braucht pro Messer vielleicht 1 bis 3 Gramm Epoxydharz und - je nachdem ob es ein Hobbymacher oder ein Profi ist - mischt diese Menge vielleicht einmal pro Woche oder pro Monat an und arbeitet dann für etwa fünf Minuten damit.

Zudem macht es einen erheblichen Unterschied, ob man mit Epoxy größere Mattenflächen laminiert oder Kleinteile von Messern montiert. Ich würde gerne mal sehen, wie jemand mit Baumwollhandschuhen, Nitril drüber und dann noch mal Latex drüber kleine Niete aufnimmt und korrekt plaziert. Ich behaupte mal, dass das in den meisten Fällen schlichtweg nicht möglich ist.

Bleibt die Entscheidung, das Zeug zu benutzen oder Montagen zu machen, bei denen man auf Kleber verzichten kann. DAS ist allerdings nicht jedermanns Sache.
 

Baerle

Mitglied
Hierbei wird je nach Arbeit und Verschmutzungsgrad der Latexhandschuh sehr oft gewechselt da er die Standzeit des Nitrilhandschuhes lediglich verlängert.
Peter49
Dazu hätte ich auch mal eine Frage.

Kannst du angeben, um wie viel der Latex-Handschuh die Durchdringzeit bzw. Standzeit verlängert?

Ich vermute, dass bei einer kurzen Anwendung, wie Griff ankleben, es doch ausreichen sollte, einen Latex-Handschuh zu nutzen. Zumindest mach ich das so.
Daraus ergibt sich für mich gutes Feingefühl beim Einkleben als auch (für mich Persönlich) ausreichender Schutz vor den Chemikalien des Epoxi. Wobei ich als Hobbybastler dem Zeug nur ca. 5-10 min. exponiert bin.

Gruß Baerle