Der Zoll und mein Dolch

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Beisser

Mitglied
tach zusamnmen,
ich glaub ich brauch mal eure fachkundige hilfe:
habe mir vor wochen in den usa ein messerchen bestellt. dieses ist jetzt auch beim zoll angekommen. als ich es abholen wollte stellte sich heraus das es ein dolch ist, also zweischneidig,klingenlänge unter 18 cm, was ich aber vorher nicht gewusst habe. es war auch auf der hp nicht als solcher zu erkennen. nachdem ich nun freitag nachmittag beim zoll war wollten die mir das messer nicht aushändigen und erst morgen die polizei befragen ob sie mir den dolch übergeben können.
meine fragen jetzt:
gibt es probleme bei der einfuhr von dolchen? wenn ja was kann ich dagegen tun, evtl. auflagen erfüllen? die eine seite stumpf machen und wenn ja wie?
fragen über fragen. wer kann mir behilflich sein:confused:

gruß
Arne
 

Thomas Wahl

Mitglied
Hi,

sehe ich genauso wie Andreas! Sollte keine Probleme geben. Die Herren vom Zoll sind halt manchesmal etwas übereifrig.
Früher habe ich auch noch meine Ware selber verzollt und durfte mir dann viele komische Fragen anhören (Wozu brauchen Sie denn dieses Samuraischwert? bla, bla :argw: )

Würde mir keine Sorgen machen.
Ich habe es auch schon erlebt, daß z.B. bei Teleskopschlagstöcken die Zöllner erstmal einen von der Zollfahndung antanzen ließen, damit der das absegnet, obwohl das Teil total legal war (31 Zoll ASP)....
 

kababear

Mitglied
also solangs kein springer ist, müssen sie dir das aushändigen. wie wollen sie es denn begründen!?!
 

Beisser

Mitglied
jungs,
danke erstmal. ich bin beruhigt und werde mir das teil dann diese woche mal abholen.

dankeschön

gruß
Arne
 

MarkusS

Mitglied
Original geschrieben von Beisser
nachdem ich nun freitag nachmittag beim zoll war wollten die mir das messer nicht aushändigen und erst morgen die polizei befragen ob sie mir den dolch übergeben können.

Ahja, zwei Blinde reden vom Licht.

Nimm den Herrschaften einfach eine aktuelle Ausgabe des Waffengesetzes mit, vielleicht können sie ja sogar lesen?

Falls der Zoll irgendein Theater machen sollte (was eigentlich ziemlich unwahrscheinlich ist) dann bestehe darauf dass sie das Teil hochoffiziell beschlagnahmen (mit Beleg).

Bei der Revision des Waffengesetzes hat sich bezüglich Dolchen nichts geändert, ist und bleibt eine erlaubte Stichwaffe, somit musst Du nur 18 Jahre alt sein um das Teil besitzen / führen zu dürfen. Ich gehe davon aus dass die Klinge Deiner Neuerwerbung nicht quer zum Griff steht.

Gruss
Markus
 

Beisser

Mitglied
so, der neuesete stand der dinge:
heute morgen war es noch eine waffe die ich nicht augehändigt bekommen dürfte, heute nachmittag ist es nur noch eine waffe:D
der zoll schickt mir jetzt den gebührenbescheid zu und wenn ich den bezahlt habe schicken sie mir das messerchen per post zu:super:

gruß
Arne
 

darley

Mitglied
trotzdem eine frechheit von amts wegen.

wenn andere leute so wenig anhnung von der materie haben, in der sie arbeiten, säßen sie schneller auf der straße, als sie "zoll" sagen könnten!

bernd
 

TimM.

Mitglied
Original geschrieben von darley
wenn andere leute so wenig anhnung von der materie haben, in der sie arbeiten, säßen sie schneller auf der straße, als sie "zoll" sagen könnten!

Genau, aber dafür gibt's hier ja den schönen Beamtenstatus...damit einige mehr oder weniger ungeachtet ihrer Qualifikation auf Kosten der in der Privatwirtschaft tätigen sichere Arbeitsplätzen haben.
Und das geht nicht gegen Staatsbedienstete im Allgemeinen, sondern gegen Bürokraten, die sich auf ihrem Beamtenstatus ausruhen nach dem Motto "mich können die eh nicht feuern".
 

Nidan

Mitglied
Hi Beisser, eine echte Frechheit, was sich die da erlaubt haben. Also ich würd mal über eine nette, kleine Dienstaufsichtsbeschwerde nachdenken. Kostst ja nix, gell :D
 

MarkusS

Mitglied
Original geschrieben von Nidan
Hi Beisser, eine echte Frechheit, was sich die da erlaubt haben. Also ich würd mal über eine nette, kleine Dienstaufsichtsbeschwerde nachdenken. Kostst ja nix, gell :D

Das würde ich bleiben lassen. Ausser Rennerei ist ja eigentlich nix passiert - und beim nächsten Import mit Selbstverzollung landets wieder im gleichen Zollamt - vielleicht sogar beim gleichen Beamten - und dann kann das richtig laaaaaaaange dauern bis die die Sendung bearbeiten. Beim nächsten mal weiss es der Kollege und gut iss. Bei meinem zuständigen Zollamt hat es am Anfang auch kleine Unklarheiten gegeben, mittlerweile kennt man sich - die verzichten sogar meistens drauf die Pakete aufzumachen (so in 95% der Fälle). Mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde (die mit absoluter Sicherheit umgehend wieder eingestellt wird) schafft man sich bei solchen Pillepallesachen nur Feinde fürs Leben.

Gruss
Markus
 

Thomas Wahl

Mitglied
Hi,

MarkusS hat recht. Laß es auf sich beruhen. In Zukunft kennt der Typ Dich. So habe ich es auch beim Hauptzollamt in HN gemacht. Die Herren lächelten schon, wenn Sie mich aufm Parkplatz sahen. Einmal bekam ich sogar 'nen Kaffee!!!:irre: :irre:
 

El Dirko

Mitglied
Mal ein Insider Witz:

Dienstaufsichtsbeschwerden sind:
formlos
fristlos
fruchtlos

Sprich lass es sein bringt eh nix.


Besser, von Behörden immer alles schriftlich geben lassen!
(Auch "Ich bin nicht zuständig..." ect.) Das wirkt Wunder!
Behörden wissen ganz genau dass man etwas falsches schriftliches von ihnen gegen sie verwenden kann. Alles andere im Nachhinein bringt nichts.

Sprich:

Zöllner: Kann ich nicht rausgeben.
Selber: Das hätte ich gerne schriftlich, also dass ich hier war -was mir Kosten verursacht hat-, und dass SIE mir das Messer nicht geben weil SIE Ihre Vorschriften nicht kennen. ;)
Wetten dass man auf einmal die Sache sehr schnell klärt.

Gruss
El
 

Beisser

Mitglied
moin zusammen,
also eine dienstaufsichtsbeschwerde wollte ich eigentlich nicht loslassen da die dame beim zoll doch sehr nett und hilfsbereit gewesen ist, nur leider nicht ganz fit in gesetzestexten. nun ja, für meinen ersten import ein bischen viel stress aber wenn ich das teil erstmal habe ist die sache, denke ich, auch vergessen.
nochmals danke für eure tips!!

gruß
Arne
 
Im Rahmen der Umorganisation der Bundeszollverwaltung sind eine ganze Menge Leute umgesetzt worden und müssen sich erst wieder in ihre neuen Aufgaben einarbeiten. Und der Messerteil des Waffengesetzes ist ein echtes Randgebiet der sogenannten "Verbote und Beschränkungen", von denen es unglaublich viele gibt.
Also lasst 'mal die Kirche im Dorf. Im übrigen sieht man sich beim Zoll immer mindestens zweimal im Leben !
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Sgian hat recht. Ich mein was regt man sich da auf? Dienstaufsichtbeschwerde? Wegen was denn? Mannmann.
Die Leute beim Zoll haben noch ein bischen mehr zu pruefen, als unsere Messer. Vielleicht kennt die Dame sich halt besonders doll bei den geschützten Tierarten aus. Oder mit irgendeiner der anderen 12465 Zollbestimmungen.
Dafuer gibts Texte, die zu lesen braucht Zeit und genau das soll der Zoll ja machen. Würden die aus Schusslichkeit ein 10cm Automatik durchgehen lassen, wuerde auch wieder einer rummmeckern, was fuer Deppen beim Zoll sitzen ;)
Solange das zeitlich im Rahmen bleibt, alles korrekt läuft und man die Ware bekommt, ist doch alles ok. Was soll man den Leuten noch Stress machen.

Gruesse
Pitter
 

Nidan

Mitglied
Also nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht : Ich hab nix gegen den Zoll. Im Gegenteil, als ich mal ein Buch bei denen abholen musste, waren die Beamten bei der für mich zuständigen Zollstelle extrem nett zu mir, v.a. als sie gehört haben, daß ich JJ-Trainer bin. Wir haben uns dann noch ewig über SV, die Ausrüstung beim Zoll ,kugelsichere Westen (die haben extra eine geholt, damit ich sie mir anschauen kann), Waffen usw unterhalten und ich hab sogar so einen Stoffsack geschenkt bekommen :D

Was ich aber nicht kapier : Die müssen doch ihre Vorschriften irgendwo schriftlich fixiert haben, und da muß doch dann auch drinstehen was erlaubt ist und was nicht. Wieso können denn die da nicht einfach nachschauen ???? Das kann doch nicht so schwierig sein, oder ?
 

exilant

Mitglied
Komm, hilf mir mal weiter, ich habe die Formulare hier nicht gleich verstanden.

Was kostet der Zoll, geht das prozentual zum Einkaufs- oder sonstwie Preis?

Ich hatte ja erst verstanden, Du hättest Gebühren für deren Fehlleistung (tolles Wort) bezahlen müssen. Aber war ja nicht so.
 

Andreas

Mitglied
@exilant:
rechnungsbetrag + versandkosten in US$ -> umrechnen in Euro
dann 8,5% zoll auf das ganze
dann auf das ganze 16% einfuhrumsatzsteuer
die differenz aus dem ergebnis und dem rechnungsbetrag + versand muß beim import dann bezahlt werden.
einfacher geht es hiermit:
importrechner
 

Floppi

Mitglied
Original geschrieben von Andreas
dann 8,5% zoll auf das ganze

Naja in diesem Fall nicht unbedingt. ;) Wenn das Ding z.B. als Bayonett deklariert wurde zahlst Du weniger. Wenn ich mich richtig erinnere waren das nur 1,8% wenn das Ding aus den USA importiert wird. Gleicher Zollsatz gilt auch für andere Blankwaffen wie Säbel, Rapiere, Schwerter, etc..
 
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