Der [persönliche] Anfang

messermecki

Mitglied
Mich würde interessieren wie ihr zu den SAK gekommen seit.
Also mache ich mal den Anfang. Mich haben schon immer Messer begeistert auch schon als ich noch ein kleiner junge war.Mein Opa hatte immer ein schweizer in der Tasche, was ich natürlich bewunder habe. Aber ich war aus sicht meiner Eltern noch zu klein für ein eigenes messer (ich müsste so 4 oder 5 gewesen sein).Was den "haben will Faktor" sicherlich noch erhöht hat.Nun ja was soll ich sagen 20 Jahre später habe ich so ca.30stk. viele doppelt und dreifach(für schlechte Zeiten)und das von meinem Opa halte ich natürlich in ehren. Es ist nach seinem tod in meinen Besitz übergegangen, eine sehr sehr schöne Errinerung wie ich finde.
 

buba911

Mitglied
Hallo,

wie bin ich zu den Saks gekommen?

Hier meine Geschichte, wie ich zum SAK-Sammler wurde.
Eine Geschichte von Menschen und dem Leben.

Also mein Vater hatte immer ein SAK-ähnliches Messer aus deutscher Fertigung einstecken, darum war ich schon immer mit Taschenmesser vertraut.
Er benutzte sein Messer täglich, egal ob bei der Brotzeit oder in seiner Werkstatt.
Ohne sein Messer fühlte er sich nackt.
Das kleine Messer war so in der Größe eines Vic-Tourist, also zweilagig und mit Korkenzieher und Ahle. Nur eben kein original SAK, sondern ein deutsches Messer aus Solingen, wird wohl ein Werbegeschenk von seinen Bruder gewesen sein, der Vertreter bei der Baywa war.
Diese Messer hat er bestimmt 25 Jahre lang benutzt.
Leider weiß ich nicht wo es abgeblieben ist.
Diese Taschenmesser hatte schwarze, glänzende Griffschalen...

Als Junge bekam ich die obligatorischen billigen und minderwertigen Andenkenmesser vom Kiosk der besuchten Orte mit meinen Eltern.
Junge und Messer war völlig normal ohne das Muttern in den 1970ern dachte das Kind möchte Amok laufen oder sich bei der Benutzung die Hand abtrennen würde.

Hatte man sich mal geschnitten, dann hieß es von Mutter: "Musst halt aufpassen, weißt doch das Messer scharf sind."

So unverkrampft ging man damals mit dem Thema Messer und Kind um.


Dann hatte ich lange nichts mehr am Hut mit Messer, gut irgendein chinesisches Stainless-Taschenmesser war immer da, aber oft auch genauso schnell verloren, verlegt, vermurkst...

Der Vater starb vor einigen Jahren und beim Aufräumen seiner Sachen fiel mir ein Beutel seiner Taschenmesser in einer der Schubladen in der Wohnung in die Hände.

Die Messer bekam ich, die meisten irgendein Werbeschrott, aber auch ein GAK und ein kaputtes Vic Bantam dabei.
Hatte nicht gewußt, das da Vater einige Taschenmesser gehortet hatte.

So wurde der Messervirus bei mir wieder geweckt und interessierte mich wieder mehr für Taschenmesser, aber noch ohne welche zu erwerben.
Streckte aber langsam meine Fühler aus, weil ich doch wieder ein Messer mal haben wollte. Wäre auch bereit gewesen ein wenig Geld mehr auszugeben, da ein Freund von mir für ein Japanisches Taschenmesser 100.-DM ausgegeben hatte und es mir sehr gefiel.
Sowas in der Art wollte ich mir auch zulegen...


Zu der Zeit fand ich an einem öffentlichen Ort auch ein Vic Spartan.
War ziemlich mitgenommen. Große Klinge verschliffen, kleine Klinge abgebrochen, aber mit schwarzen Nylongriffschalen.
Die schwarzen Griffschalen faszinierten mich, gefielen mir besser als die üblichen Roten.
Habe es an mich genommen, nachdem kein Besitzer mehr ausfindig gemacht werden konnte.
Jeder Gefragte sagte nur: Nimm das kaputte Ding mit, dann müssen wir es nicht wegschmeißen.

Gut, als Spielmesser taugte es mir und trug es immer öfter im Alltag in meiner Hosentasche und benutzte es langsam aber sicher so häufig wie mein Vater sein damaliges schwarzes Solinger Taschenmesser.
Versuchte mich daran auch die verbliebene große Klinge wieder zu schärfen auf einen alten Sensenwetzstein, was so leidlich gelang.

Als nächsten Schritt reaktivierte ich einen alten Apex Kombistein, den ich mir schon mal 15 Jahre vorher gekauft hatte, aber nie benutzt, um die mich im Freihandschleifen mit dem Wasserstein zu üben.
Dafür bin ich aber nicht geschickt genug, so dass ich mir doch ein 5-teiliges Gatco-Schleifset zulegte.

Die Infos hatte ich nun schon aus dem Messerforum, in dem ich immer wieder neugierig reinguckte, weil es mich doch ziemlich fuxte, dass ich das Messer nicht scharf bekam und die Leute hier schrieben davon, dass die Haare auf dem Unterarm nach dem Schleifen fliegen würden...


Die kleine Klinge konnte ich auch umschleifen und wieder benutzen nach einigen Schleifversuchen.

Da packte mich er Ergeiz und besorgte mir für jede Jacke und benutzte Tasche ein SAK, um nicht außer Haus messerlos dazustehen.
Da hätte ich mich nackt gefühlt.

In die Materie SAK konnte ich mich immer tiefer einarbeiten, nach den Spartan, Bantam und Tourist von Vic wollte ich nun auch welche haben mit mehr als 2 Lagen.

So wurde die Sammlung immer größer und mein Wissen um die Besonderheiten der SAKs wurde immer größer.
Wann was verbaut, aus welcher Zeit, selten oder nicht, wertvoll oder Massenware...

So hatte ich nach einiger Zeit eine Sammlung von ca. 150 SAKs.
Doch was mit so vielen Messer machen?

Jetzt geht es wieder den Schritt zurück und verkleinere meine SAK-Sammlung.
Die 91mm-SAK rüste ich mit Griffschalen aus wie ich es möchte, nur nicht in rot.

Habe erkannt, dass mehr Lagen als 4 für mich unpraktikabel sind, also alle 5- und 6-lagigen SAK wieder alles verscheuert.
Nur noch ein paar Huntsman und Explorer behalten. Die 3-lagigen Camping nutze ich auch nicht, also kommen die auch weg.

Am meisten benutze ich Spartan und habe immer am Gürtel in einer Quertasche eins dabei.

Letztens habe ich mein erstes Compact erhalten mit blau-transparenten Plus-Schalen ausgerüstet und dies erscheint mir das ultimative und leichteste EDC-Vic zu sein, dass ich nicht mehr missen möchte.

Mein Sammelgebiet habe ich auf Alox-Messer verlegt. Die kommen nicht mehr in Gebrauch, sondern spektuliere auf eine gewaltige Wertsteigerung um meinen Lebenabend zu finanzieren...:irre:

Was ich von den ursprünglichen 150 Vics behalten werden sind lediglich sind ein Handyman, 4 Huntsman, 2 Explorer, um die 15 Spartan, ein paar 58mm (um die 10), ein paar 111mm, ein paar GAK und meine Alox-Modelle.

Bin ich nicht ein genügsamer Vic-Sammler?
Das sollte die nächsten 40 Jahre reichen.

Aller größte Freude habe ich letztens durch Zufall ein kleine zweiklingiges Victoria-Messer erhalten, welches mindestens 70 Jahre alt sein müsste. Da schlug mein Vic-Sammlerherz höher!
Kam mit einem gekauften Messerkonvolut aus dem I-Net, wollte der Verkäufer schon schreiben, er könne das vergilbte kleine Messer in die Tonne geben, aber wollte es mir dann doch angucken.
Umso größer war die Freude beim Erhalt und Auseinanderklappen des Messers und die Alterbestimmung mit ca. 70 Jahren...

In meinem Bekanntenkreis bin ich als Messersammler bekannt, so dass ich kaum mehr Messer suchen und nachfragen muss, sondern mir die Messer gebracht werden.

Auch das Richten und Schleifen von Vic beherrsche mittlerweile sehr gut.


Mit dem Wissen gehe ich auch auf Flohmärkte und habe so einen Flohmarkthändler kennengelernt, der eine niemals endende Quelle von Vic bereit hält. Hier kann ich mir die originellsten und seltenen Modelle für einen bezahlbaren Preis aussuchen. Er weiß einfach nicht was er vekauft, sie sehen für ihn alle gleich aus.
Er freut sich hingegen immer wenn er von mir amerikanische Messer von mir vermittelt bekommt.


So meine Sammler-Story....

Eine Geschichte von Menschen und Messern und dem normalen Leben...


Grüßle

buba911
 
Zuletzt bearbeitet:

herbertlisi

Mitglied
Hallo alle!

Meine persönliche Geschichte beginnt auch wie bei so vielen, das mein Großvater immer ein Messer eingesteckt hatte, bei ihm war es ein "Trattenbacher Taschenfeitl" das ist ein österreicheichisches Klappmesser mit Holzgriff, einfach, günstig, gut.
Mein Vater hat seit vielen Jahren ein einlagiges, leichtes Klappmesser eingesteckt, die Marke ist glaub ich ein No-name.
Angefangen hats bei mir mit den "Feitln", dann in der Kindes- und Jugendzeit war ich immer von den Victorinox-Ausstellvitrinen, die zumeist vor den Geschäften standen, fasziniert. Ich drehte sie und sah mir die Vielzahl der Modelle an. Als gelernter KFZ-Mechaniker interessierten mich dann später die Modelle mit den Zangen und verschiedenste Schraubendreher.
So kaufte ich mir immer wieder eines und verwendete diese in EDC-Manier ohne dieses "Modewort" zu kennen.
Lange Zeit hatte ich ein Wenger Modell mit einer Art Gabelschlüssel und Kreuz-Schraubendreher an einer Kette bei mir.
Ich kann mich auch erinnern, das mit der Einführung der Cybertool Modelle ich besonders von dieser Bit-Variante angetan war und unbedingt eines, damals ein CT 34, kaufen musste.
So haben sich mit der Zeit auch bei mir einige, wenige (zirka 10 Stück) angesammelt.
Als EDC trage ich momentan ein (neueres) Cyber Tool 34 mit schwarzen Plus-Schalen. Es hat für mich eine praktische Zusammenstellung und Größe.

danke, herbertlisi